DE23372C - Verfahren zur Gewinnung von Barium- und Strontiumverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Barium- und Strontiumverbindungen

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DE23372C
DE23372C DENDAT23372D DE23372DA DE23372C DE 23372 C DE23372 C DE 23372C DE NDAT23372 D DENDAT23372 D DE NDAT23372D DE 23372D A DE23372D A DE 23372DA DE 23372 C DE23372 C DE 23372C
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Dr. F. MUCK in Bochum
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F11/00Compounds of calcium, strontium, or barium
    • C01F11/20Halides
    • C01F11/24Chlorides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F11/00Compounds of calcium, strontium, or barium
    • C01F11/36Nitrates
    • C01F11/40Preparation by double decomposition with nitrates

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den bisher bekannten Verfahren zur Gewinnung der genannten Verbindungen aus Mutterlaugen war es nicht möglich, eine Trennung des Kochsalzes und der anderen Chloride durch Krystallisiren zu bewirken, und war auch die gesonderte Gewinnung der Bariumverbindungen und der Strontiumverbindungen nur schwer möglich.
Vorliegende Erfindung bezweckt ein für die fabrikmäfsige Ausbeutung geeignetes Verfahren zur getrennten Gewinnung der Barium- und Strontiumverbindungen aus den Mutterlaugen, d. h. aus Gemischen von Barium- und Strontiumchlorid mit anderen Chloriden, namentlich denjenigen des Natriums, Calciums und Magnesiums, und wird dieser Zweck erreicht durch auf einander folgende Behandlung der Mutterlauge:
ι. mit heifser gesättigter Kochsalzlösung, und
2. durch nachträgliche Behandlung mit Salzsäure.
Das hierbei zur Anwendung gelangende Verfahren ist im wesentlichen folgendes:
Die nach dem »Aussoggen« des meisten Natriumchlorids verbleibende und noch alle anderen Chloride enthaltende Mutterlauge wird zur Trockene gebracht und danach mit heifser gesättigter Soole, und zwar schwefelsäurefreier, wie sie im Betriebe selbst erhalten werden kann, behandelt. Es löst sich hierbei kein Natriumchlorid, sondern es lösen sich nur die anderen Chloride, worunter also auch die zu gewinnenden des Bariums und Strontiums.
Diese beiden letzteren werden nach genügender Sättigung der eventuell mehrmals zur Extraction verwendeten Soole nach dem Erkalten auskrystallisirt.
Von dem so erhaltenen Gemisch von Barium- und Strontiumchlorid wird eine kalt gesättigte Lösung bereitet und diese mit nicht viel mehr als dem doppelten Volumen Salzsäure von ca. i,! spec. Gew. oder entsprechend weniger concentrirterer versetzt. Hierdurch wird das Bariumchlorid nahezu vollständig gefällt, hingegen bleibt das Strontiumchlorid vollständig in Lösung, so dafs jedes der genannten Salze nunmehr für sich erhalten wird.
Anstatt das Verfahren in der vorbeschriebenen Weise zu Ende zu führen, kann. man auch die Mutterlauge von der ersten Bariumchlorid-Krystallisation auf die nachstehend genannten verschiedenen Weisen verarbeiten:
1. durch Eindampfen und Aussoggen wird ein Theil des Natriumchlorids entfernt;
2. aus der erkalteten Mutterlauge durch Krystallisation Bariumchlorid gewonnen;
3. die dann erhaltene Mutterlauge wird, eventuell wieder unter Aussöggen von Kochsalz, aufs neue concentrirt und Bariumchlorid nebst einer gewissen Menge Natriumchlorid mit Salzsäure ausgefällt;
4. die dann verbleibende Lösung, welche noch Natriumchlorid, aber kein Bariumchlorid mehr enthält, wird auf Strontiumchlorid oder Strontiumnitrat verarbeitet wie folgt:
Aus der kühl gehaltenen Lösung wird das Strontiumchlorid partiell durch gröfsere Mengen Salzsäure ausgefällt. Vortheilhafter aber wird man die Lösung, nach Abdestilliren der meisten Salzsäure und hinreichendem Concentriren, durch Umsetzung mittelst Chilisalpeters auf Strontiumnitrat verarbeiten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Zum Zwecke der Gewinnung von Barium- und Strontiumverbindungen aus Gemischen von Barium- und Strontiumchlorid und anderen Chloriden, namentlich denjenigen des Natriums, Calciums und Magnesiums, die Behandlung der diese Gemische enthaltenden eingedampften Mutterlauge mit heifser, gesättigter Kochsalzlösung, Auskrystallisirenlassen des Gemisches von Barium- und Strontiumchlorid und Trennung der beiden Salze durch Behandlung einer kalt gesättigten Lösung derselben mit nicht viel mehr als dem doppelten Volumen Salzsäure.
DENDAT23372D Verfahren zur Gewinnung von Barium- und Strontiumverbindungen Active DE23372C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE761342C (de) * 1941-11-13 1954-04-05 Kali Chemie Ag Verfahren zur Gewinnung von Strontiumchlorid aus Gemischen mit Bariumchlorid

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE761342C (de) * 1941-11-13 1954-04-05 Kali Chemie Ag Verfahren zur Gewinnung von Strontiumchlorid aus Gemischen mit Bariumchlorid

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