DE233502C - - Google Patents

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DE233502C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D69/00Shoe-nailing machines
    • A43D69/02Shoe-nailing machines using ready-made nails

Landscapes

  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

KAISERLICHES A
PATENTAMT.
KLASSE 71c. GRUPPE 38.
Die Erfindung bezieht sich auf Maschinen zum Einsetzen von Befestigungsmittel!!, im besonderen auf jene Maschinen, welche bestimmt sind, vorher gebildete Befestigungsmittel zu verarbeiten. Ein Zweck der Erfindung besteht darin, eine wirksame Maschine dieser Art zu schaffen, welche durch Menschenkraft betätigt werden kann. Durch Maschinenkraft angetriebene Nagelmaschinen
ίο sind seit langer Zeit. bekannt, aber die den ; Gebrauch solcher Maschinen begleitenden Vorteile, wie beispielsweise Gleichmäßigkeit und Schnelligkeit der Arbeit und bequeme Handhabung des zu nagelnden Schuhwerkes waren bisher den kleinen Fabrikanten oder der Reparaturwerkstätte nicht zugänglich, weil keinem die Kraftquelle zum Antrieb der Maschine zur Verfügung stand. Die vorliegende Erfindung schafft .eine Maschine, welche im Betrieb billig und dabei wirksam arbeitet.
Ein weiterer Zweck der Erfindung besteht darin, bei einer durch Menschenkraft betriebenen Nagelmaschine die verschiedenen Mcchanismen zu vereinfachen und ihren Betrieb zu erleichtern. Ein weiterer Zweck der Erfin-. dung besteht darin, bei einer Maschine dieser Art eine Einrichtung zu treffen, bei welcher der Nagel in das Werkstück mit einem Schlage eingetrieben werden kann. Man vermeidet dadurch die Notwendigkeit, scharf zugespitzte Nägel anzuwenden oder Löcher im Werkstück'vorzustechen. ·
Ein weiterer Zweck der Erfindung besteht darin, bei einer von Menschenkraft betriebe-η en Maschine eine Einrichtung zu treffen, welche verhindert, daß ein Rückschlag auf den Arbeiter ausgeübt wird, bei welcher aber im wesentlichen gleichmäßige und stetige Wirkung ausgeübt wird ohne bemerkenswerte Erschütterungen oder Stöße; dadurch wird auch das Geräusch des Maschinenbetrie- : bes vermindert.
Die einzelnen Merkmale der Erfindung sind aus der folgenden Beschreibung ersiehtlieh.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Fig. 1 ist ein Schaubild unter Weglassung eines Teiles des Ständers. Fig. 2 ist eine Seitenansicht, wobei die Teile in wirksamer Lage gezeigt sind und der Treiber vor Beginn seiner Aufwärtsbewegung steht. Fig. 3 ist eine Einzeldarstellung der Vorrichtung zur Bewegung der Gleitbahn. Fig. 4 ist eine Einzeldarstelhing der Gleitbahn für die Befestigungsmittel in ihrer Ablicferungsstellung. Fig. 5 zeigt die Gleitbahn in der Stellung, in welcher sie zeitweilig verharrt, ehe sie eine plötzliche Bewegung in die Aufnahmestellung erhält. Fig. 6 ist eine Einzeldarstellung der Gleitbahn, im Schnitt. Fig. 7 ist eine schaubildliche Darstellung zum Teil im Schnitt der Lippe zum Stützen des Befestigungsmittels vor dem Eintritt in den Treiberkanal. Fig. 8 ist ein Querschnitt durch den unteren Teil
des Nagelbchältcrs. Fig. 9 zeigt die neue Form der Kantenführung in ihren beiden Stellungen. Fig. 10 zeigt eine Bodenstützführung und die Art ihrer Anwendung zur Hervorbringung einer geraden Nagelreihe quer über einer Schuhsohle.
Im unteren Teil eines Ständers 2 ist durch Zapfen 4 ein Trethebel 6 angebracht, welcher die Antriebsvorrichtung für die verschiedenen unten beschriebenen Mechanismen bildet. Dieser Trethebel ist im dargestellten Fall ein einarmiger Hebel, und der Arbeiter drückt mit dem Fuß das äußere Ende nieder, während die Rückbewegung durch eine Feder 8 bewirkt wird, die an einem Ende an dem Hebel und am anderen Ende, am Gestell 2 angehängt ist.
Am oberen Ende des Gestelles 2 ist ein Kopf 10 drehbar gelagert, welcher gewöhnlich
ao durch eine Feder 12 aufwärts gehalten wird. Diese Feder ruht mit einem Ende in einer Vertiefung 14 des Kopfes 10 und mit dem anderen Ende in einer Vertiefung 16 des Gestelles 2. Der Kopf 10 kann um seine Zapfen in solche Stellung gedreht werden, daß er ein Werkstück auf einem geeigneten Träger, beispielsweise einem Horn 18, festklemmt. Das Horn 18 ist um seine Achse drehbar, die im wesentlichen mit dem Mittelpunkt der Hornspitzenfläche zusammenfällt.
Am vorderen Ende ist der Kopf 10 mit einem Treiberkanal 20 versehen, der oben erweitert ist, um eine Treiberstange 22 aufzunehmen. Diese Treiberstange, an welcher unten der Treiber 21 befestigt ist, kann durch eine Feder 24 niedergedrückt werden, um das . Eintreiben eines Befestigungsmittels zu bewirken, nachdem sie gegen die Spannung der Feder durch einen unten beschriebenen Hebel angehoben worden ist. Die Treiberstange 22 ist mit einem einstellbaren Kopf 26 versehen, welcher die Abwärtsbewegung des Treibers durch Auftreffen auf ein Kissen 28 begrenzt, welch letzteres das obere Ende des Treiberkanals umgibt. Der Kopf ist ferner mit einem nach unten ragenden Ansatz 30 versehen, gegen welchen der Hebedaumen 32 trifft, welcher um eine Achse schwingen kann, die mit der Achse einer Büchse 34 auf dem vorderen Ende eines Hebels 36 zusammenfällt. Letzterer ist an einer Schwingwellc 38 befestigt, die im Kopf Ίο gelagert ist.
Eine Feder 40 umgibt die Büchse 34 und drückt mit einem Ende gegen einen Vorsprung 42 am Daumen 32 und.mit dem anderen Ende gegen einen Vorsprung 44 am Hebel 36. Die Feder drückt unter nornialen Umständen den Daumen gegen den Ansatz 30 am Kopf 26, wobei eine Lippe 46 an dem Daumen 32 die Bewegung des Daumens gegen den Treiber begrenzt. Der Daumen 32 ist mit einem Schwanz 48 verschen, welcher mit einem Vorsprung 50 an einem aufwärts gerichteten Vorsprung 52 des Kopfes 10 zusammentrifft, sobald die Treiberstange 22 in ihre oberste Lage gebracht worden ist. Dadurch wird der Daumen in die in Fig. 2 punktiert dargestellte Lage gebracht, so daß er die Treiberstange 22 freigibt und ihre Niederbewegung unter der Wirkung der Feder 24 zwecks Eintreibens des Befestigungsmittels gestattet. Die Feder 24 ist durch eine Klemmschraube in einer Bohrung im oberen Ende des Vorsprunges 52 befestigt.
Der Hebel 36 und die Schwingwelle 38 werden durch eine Stange 56 in solche Richtung gedreht, daß sie die Treiberstange 22 anheben. Diese Stange ist an einem Ende mit einem Arm des Hebels 36, am anderen Ende mit dem Trethebel 6 verbunden. Die Schwingwelle 38 liegt zwischen den Drehzapfen des Kopfes 10 und der Treiberstange 22 derart, daß, wenn der Hebel 36 beginnt, sich in solcher Richtung" zu drehen, daß die Treiberstange angehoben wird, der Widerstand der Feder 24 gegen die Aufwärtsbewegung des Treibers das Streben hat, das vordere Ende des Kopfes 10 entgegen der Wirkung der Feder 12 niederzudrücken. Die relativen Stärken der Federn 24 und 12 sind so bemessen, daß bei Berücksichtigung" der verschiedenen Hebelarme, an denen diese Federn angreifen, das vordere Ende des Kopfes gegen die obere Fläche des auf dem Horn 18 ruhenden Werkstückes aufgedrückt wird, ehe die Treiberstange wesentlich gehoben wird.
Da die Feder 24 eine solche Lage am Kopf 10 hat, daß jede auf ihr vorderes Ende wirkende, aufwärts.gerichtete Kraft mit einem langen Hebelarm auf den Kopf wirkt, und da eine plötzliche Kraft wie der Aufschlag des Treibers beim Auftreffen auf das verhältnismäßig harte Material des einzutreibenden Bc-' festigungsmittels schwierig so zu überwachen ist, daß der Kopf das Werkstück richtig hält, so ist die Einrichtung so getroffen, daß die Wirkung der Feder auf den Treiber aufhört, ehe der letztere seine unterste Stellung erreicht. Infolgedessen legt der Treiber den letzten Teil seiner Abwärtsbewegung durch seine lebendige Kraft zurück. Der Kopf 26 ist mit Vorsprüngen 58 und 60 versehen, zwischen denen das vordere Ende der Treiberstange 24 gehalten und geführt'wird, damit die Feder bei der freien Bewegung des Treibers " nicht abspringt. Um weiter zu verhindern, daß das Werkstück beim Eintreiben des Befestigungsmittels vom Kopf frei losgelassen wird, ist eine Vorrichtung zum zwangläufigen Festklemmen des Werkstückes in diesem Moment angebracht. Die Anfangseinklemmung des Werkstückes wird während
der Aufwärtsbewegung des Treibers gegen die Spannung der Feder 24 hervorgebracht. Da nun der Treiber stets an derselben Stellung der Schwingbewegung des Hebels 36 freigegeben wird, ist ein Stift 62 am Kopf 10 angebracht, mit welchem der Hebel 36 in dem Augenblick zusammentrifft, wenn der Daumen 32 die Treiberstange 22 freigibt. Der abwärts gerichtete Zug der Stange 56 wird dann unmittelbar durch das Lager der Schwingwelle 38 auf den Kopf 10 übertragen. Infolge dieser Einrichtung wird der Kopf fest gegen das Werkstück gedrückt, während das Befestigungsmittel eingetrieben wird.
Die dargestellte Maschine ist vorzugsweise bestimmt zum Eintreiben der gebräuchlichen Kopfnägel. Solche. Nägel sind in einem Nageltopf 64 enthalten, welcher an der Seite des Kopfes 10 angebracht ist und dessen Boden
ao gegen den Kopf hin geneigt ist. Der hintere Teil des Nagcltopfcs 64 ist nach einem Kreisbogen geformt. Am Kopf 10 ist eine kreissektorförmige Platte 66 drehbar, welche an der inneren Seite des Topfes entlang auf und ab schwingt und an ihrer oberen Kante zu einer Gleitbahn 68 ausgebildet oder mit einer solchen verbunden ist. Die Gleitbahn nimmt, wenn sie sich in ihrer tiefsten Stellung im Topf befindet, Befestigungsmittel auf und läßt sie, wenn sie in ihre oberste Lage schwingt und sich dabei schräg stellt, nach unten gleiten, bis der letzte Nagel in Berührung mit dem Treiber 21 kommt. Der Treiberkanal ist vor dem Ende der Gleitbahn mit einer Eintrittsöffnung versehen.
Wie besonders aus Fig. 4, 5, 6 und 7 ersichtlich ist, ist die öffnung zum Einlassen der Nägel in den Trciberkanal mit einer Lippe 70 versehen, die gegen den Treiberkanal hin geneigt ist und einen Nagel an seinem Kopf halten kann, wenn er durch die Schwingstellung der Gleitbahn ihr zugeleitet wird. Die Sektorplatte 66 ist an einem Schwingzapfen 72 befestigt, der im Kopf 10 gelagert ist und durch Verbindungen mit der Schwingwelle 38 seine Schwingungen erhält. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel bestehen diese A'Terbindungen aus einem Arm 74, der mit der Schwingwelle 38 fest verbunden ist und einen Stift 76 besitzt, welcher gegen eine Feder 78 trifft. Letztere befindet sich in einem Ende einer Kuppelstange 80, die am anderen Ende mit einem Arm 82 verbunden ist, der fest an der Schwingwelle J2 sitzt.
Auf der Schwingwelle 38 sitzt löse drehbar v ein Sperrhaken 84, dessen Ende 86! in eine Lücke 88 einfällt, wenn, sich die Teile in bestimmter Stellung befinden. Wenn die Teile die in Fig. 1 und 3 dargestellte Lage haben, liegt das Hakenende 86 etwas vor der Lücke 88 in der Kuppelstange 80 oder auf der rechten Seite vom Standpunkt der Fig. 1 gesehen bzw. auf der linken Seite vom Standpunkt der Fig. 3 gesehen. Wenn die Schwingwelle 38 gedreht wird, um die Treiberstange 22 anzuheben, so trifft der Stift 76 am Arm 74 gegen die Feder 78 und bewegt die Kuppelstange vorwärts. Dadurch wird die Schwingwellc 72 in der Richtung der Uhrdrehung (Fig. 3) gedreht, so daß die Gleitbahn 68 gegen deii Boden des Nageltopfes 64 bewegt wird.
Bevor jedoch die Gleitbahn ihre unterste Lage gegenüber dem Nageltopf 64 erreicht, ei faßt der Heiken 86 die Lücke 88 in der Kuppelstange 80 und verhindert die Vorwärtsbewegung der Kuppelstange unter dem Druck ihrer Feder 78, und die Feder wird durch die Wirkung des Stiftes 76 im Schlitz weiter zusammengedrückt. Nachdem die Feder bis zu einem gewissen Grad zusammengedrückt ist, trifft ein Vorsprung 90 des Armes 74 gegen einen Stift 92 des Sperrhakens 84 und hebt diesen aus der Lücke 88 aus. Dadurch wird die angesammelte Kraft der Feder 78 freigegeben und die Kuppelstange 80 plötzlich vorwärts bewegt, und der letzte Teil der Bewegung der Gleitbahn in ihre unterste Stellung ' geschieht stoßweise, wodurch eine erhebliche Erschütterung der mit ihr zusammenwirkenden Teile hervorgebracht wird.
Diese Bewegung der Gleitbahn, welche zweckmäßig die untere Kante des Sektors 66 in Eingriff mit dem Teil des Kopfes 10 bringt, in welchem der Trciberkanal 20 angebracht ist, trägt dazu bei, daß der auf der Lippe 70 ruhende Nagel in den Treiberkanal geschüttelt wird, und dient ferner dazu, die Nägel in dem Nageltopf nach unten zu schütteln, so daß die Gleitbahn einen neuen Vorrat für das Eintreiben des nächsten Nagels aufnimmt.
Wie oben erwähnt, ist die Lippe 70 abwärts gegen den Treiberkanal geneigt, so daß, wenn der Kopf des Nagels auf ihr liegt, der Nagelschaft das Streben hat, sich vom Treiber wegzudrehen, wenn der Kopfrand an dem Treiber anliegt. Wenn der Treiber abwärts geht, so hat die Reibung zwischen dem Nagelkopf und dem Treiber das Streben, den Nagelschaft gegen den Treiber hinzudrehen. Um jedoch das richtige Eintreten des Nagels in den Trciberkanal zu sichern, ist die Sektorplattc 66 unten mit einem Vorsprung 94 versehen, welcher den Schaft des auf der Lippe 70 ruhenden Nagels erfaßt und ihn parallel zum Treiher 21 stellt, sofern er nicht schon diese Lage angenommen hat. Da die Gleitbahn den letzten Teil ihrer Bewegung stoßweise ausführt, bekommt der Nagelschaft einen plötzlichen Stoß gegen den Treiberkanal hin, weleher durch die Aufwärtsbewegung des Trei- · bers freigegeben ist.
Der Bequemlichkeit halber wird die Sckturplatte 60 und die damit vereinigte Gleitbahn im folgenden als Gleitbahn bezeichnet.
Der Nageltopf ist'zweckmäßig so gebaut, daß die Nägel bequem herausgenommen werden können, wenn man zu einer anderen Größe oder Art übergehen will. Zu diesem Zweck ist der Topf 64 mit einer Tür 95 versehen, welche bei 96 durch einen Zapfen angelenkt ist und durch eine Feder 98 geschlossen gehalten wird. Ein Handgriff 100 ist angebracht, der das öffnen und Schließen der Tür erleichtert.
Zum bequemeren Freimachen des Treiberkanals für den Fall, daß ein fehlerhafter Nagel sich darin festgesetzt hat, ist der Tci} des Kopfes 10, welcher die Aufnahmeöffnung des Treiberkanals einschließt, abnehmbar, wie bei 102 in der Zeichnung ersichtlich ist. Für gewöhnlich wird dieser Teil durch eine Klemmschraube 104 gehalten.
Wie oben erwähnt, ist die Maschine mit einer neuen Kantenführung versehen. Diese besteht aus einem Glied 106, welches mit einem Vorsprung zum Umlegen der Werkstückkante und einer aufwärts gerichteten Verlängerung verschen ist, welch letztere mit einem geschlossenen Schlitz zum Hindurchführen der Klemmschraube 108 und einem offenen Schlitz versehen ist. Letzterer faßt über einen an der Seite des Maschinenkopfes angebrachten, mit Kopf versehenen Stift 110. Der offene Schlitz ist lang genug, um die gewünschte Einstellung· der Kantenführung gegen den Treiberkanal und von ihm weg zu gestatten, aber nicht so lang, daß er verhindert, daß der Schlitz von dem Stift 110 zurückgezogen wird, wenn man die Kantenführung in die in Fig. 9 punktiert gezeichnete Lage drehen will.
Auf der anderen Seite des Kopfes 10 ist eine zweite Führung angebracht, welche angewandt werden soll, sofern die Nägel nicht parallel zur Kante des Werkstückes eingetriehen werden sollen. Diese Führung besteht aus einem Teil 112 mit gerader Kante, die mittels des mit Schlitz 116 versehenen Ansatzes 114 und einer Klemmschraube 118 in gewünschter Stellung am Kopf 10 befestigt wird.
Der Schlitz 116 hat solche Länge, daß er, wenn die Führung soweit als möglich vor- \värts bewegt wird, eine solche Lage der Führung bedingt, daß die Verlängerung der unteren Kante der Führung" durch den Treiberkanal hindurchgeht. Die Art der Benutzung dieser Führung ist aus Fig. to ersichtlich. Hier ist eine Sohle dargestellt, in welche eine Doppelreihe quer von einer Seite zur anderen eingetrieben werden soll, und die Geradlinigkeit dieser Reihe wird durch Benutzung der Führung 112 gesichert. Man kann die beiden Führungen nebeneinander gebrauchen, obwohl es im allgemeinen nicht notwendig ist, die eine zu benutzen, wenn die andere in Gcbrauch steht. Es ist auch nicht erforderlich, daß die Führung 112 eine geradlinige Kante besitzt.
Um zu verhindern, daß Nägel quer auf der Gleitbahn liegen bleiben und sie versperren, 7<> und um gleichzeitig eine genügende Dicke der Wand der Gleitbahn an der Seite, welche der Seite des Kopfes 10 anliegt, zu gewinnen, ist die Nagelgleitbahn mit einer Rippe 120 versehen (vgl. Fig. 8), welche so hoch steht, daß die darauf ruhenden Nägel schräg genug liegen, um abzufallen, wenn die Gleitbahn in die Stellung zur Abgabe des Nagels angehoben wird. Die Rippe ist andererseits so dünn, daß die Auflagerfläche für den in der Gleitbahn hängenden Nagel genügend frei ist.
Die Wirkung der beschriebenen Maschine ist folgende:
Ein Werkstück wird auf das Horn 18 aufgesetzt, beispielsweise der in Fig. 2 angedeu- tete Schuh. Der Arbeiter setzt seinen Fuß auf das vordere Ende des Trethebels und drückt diesen nieder. Dabei dreht die Stange ■ 56 den Hebel 36 und gleichzeitig die Schwingwelle 38. Da der Hebel 36 sich zuerst in der dem Uhrzeiger entgegengesetzt gerichteten Richtung dreht (vgl. Fig. 1), wird der Daumen 32 angehoben und nimmt die Treiberstange 22 mit hoch, bis der Kopf 26 gegen die Feder 24 trifft. Eine weitere Aufwärtsbewegung der Treiberstange 22 und des Daumens 32 wird zunächst durch die Feder 24 verhindert, so daß der Zug der Stange 36 den Kopf 10 niederdrückt und ihn auf das Werkstück auflegt, wobei die Feder 12 teilweise zusammengedrückt wird.
Sobald jedoch das Ende der Treiberführung gegen die obere Fläche des Werkstückes gedrückt ist, dient eine weitere Abwärtsbewegung des Hebels 6 und der Stange 56 zur weiteren Aufwärtsbewegung der Treiberstange 22, bis der Schwanz 48 des Daumens 32 gegen den Vorsprung 50 trifft und der Daumen in die in Fig. 2 punktiert gezeichnete Lage gedreht wird. Dadurch wird der Treiber 22 freigegeben, welcher nunmehr von der Feder 24 niedergedrückt wird, um den unmittelbar \'orher in den Treiberkanal eingeführten Nagel einzutreiben.
Gerade wenn der Daumen 32 vom Treiberkopf 26 frei wird, kommt der Hebel 36 mit dem Stift 62 in Eingriff, und der Zug der Stange 56 wirkt dann direkt auf den Kopf το, so daß dieser fest gegen das Werkstück gepreßt wird. Der während des Eintreibens in den Treiberkanal eingeworfene Nagel war bei der Aufwärtsbewegung des Trethebels 6 nach
Vollendung des vorhergehenden Arbeitsganges auf der Nagellippe zurückgeblieben.
Wenn der Trethebel niedergedrückt wird, um die Treiberstange 22 anzuheben, so wird die Gleitbahn durch ihre Verbindung mit der Schwingwelle 38 in die Nagelaufnahmestellung gedreht, und wie oben beschrieben, erfolgt der letzte Teil dieser Bewegung gerade dann, wenn der Treiber über die Nagcltraglippe 70 steigt, und zwar rasch, so daß die Gleitbahn plötzlich gegen den Kopf trifft und den Nagel von der Lippe herabwirft. Der Vorsprung 94 der Gleitbahn dient dazu, den Nagel zu führen und in den Treiberkanal hineinzudrücken.
Nachdem der Nagel eingetrieben ist und der Trethebel freigegeben wurde, bewegt sich die Gleitbahn in die Nagelablieferungsstellung, und der letzte von ihr aufgenommene Nagel gleitet auf die Lippe 70 herüber, und legt sich gegen den Treiber an, welcher sich jetzt in seiner tiefsten Stellung befindet. Wenn man jetzt keine weiteren Nägel eintreiben will, so kann man das Werkstück bequem herausnehmen. Sollen noch mehrere Nägel eingetrieben werden, so schiebt man das Werkstück über das Horn vor und bringt die zur Aufnahme des nächsten Nagels bestimmte Stelle unter den Treiberkanal. Die Gleitbahn bleibt in der Nagelablieferungsstellung, bis der Trethebel wieder niedergedrückt wird, um den Treiber für den nächsten Arbeitsgang anzuheben.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. ,Maschine zum Einsetzen von Befestigungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopf (10) der Maschine drehbar ist, um sich zwischen einer Werkstückklemmstellung und einer Werkstückfreigabestellung zu bewegen, und daß die Bewegung des Kopfes in die Klemmstellung bewirkt wird durch die Vorrichtung (6) 56, 36, 74), durch welche die Gleitbahn (66,68) gedreht und der Treiber (21) gegen die Wirkung der Treiberfeder (24) angehoben wird.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Antrieb (6, 56, 36, 74) der Gleitbahn (66, 68) und mit der Vorrichtung (6, 56, 36, 32) zum Anheben des Treibers (21) eine weitere Vorrichtung (74, 78, 88, 86, 90, 92) verbunden (36, 74) ist, welche das Befestigungsmittel von der Traglippe (70) in den Treiberkanal hineinschüttelt, wenn der Treiber (21) diesen Kanal freigibt.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 1 mit einer zum Abliefern und Aufnehmen der Nägel beweglichen Gleitbahn, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitbahn den letzten Nagel auf eine Lippe (70) übertreten läßt, auf welcher er durch den Treiber (21) gehalten wird, so daß ein besonderer Gleitbahnverschluß entbehrlich wird.
  4. 4. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß, um den Nagel bei Aufwärtsbewegung des Treibers mit Sicherheit in den Nagelkanal zu leiten, an der beweglichen Gleitbahn (66,68) ein Drücker (94) angebracht ist, der den Schaft des Nagels parallel zum Treiber einstellt, wenn die Gleitbahn in die Aufnahmestellung gelangt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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