DE233335C - - Google Patents

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DE233335C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D191/00Coating compositions based on oils, fats or waxes; Coating compositions based on derivatives thereof
    • C09D191/04Linoxyn

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
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  • Paints Or Removers (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
-'ΛΙ233335-KLASSE 22 h. GRUPPE
Lösungsmitteln.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Dezember 1909 ab.
Die bekannte Herstellung von Lösungen
des Linoxyns durch Erhitzen mit Äthyl- oder Methylalkohol zeigt den Nachteil, daß das Linoxyn infolge des Erhitzens sich zersetzt und dunkel färbt.
Die vorliegende Erfindung beruht auf der Beobachtung, daß man bei Anwendung von Amylalkohol (Fuselöl) oder Amylacetat als Lösungsmittel bereits bei gewöhnlicher Temperatur eine vollständig klare und durchsichtige Lösung erzielen kann. Zunächst entsteht nur eine starke Aufquellung der Masse unter vollständiger Absorption des Lösungsmittels. Nach und nach sinkt die Masse aber zusammen, verflüssigt sich, und nach etwa einem Jahre erhält man eine klare, durchsichtige, vollständige Lösung, in der sich das Linoxyn unverändert wiederfindet.
Bei freiwilliger Verdunstung des Lösungsmittels bleibt das ursprüngliche, getrocknete Öl in vollkommen trocknem, elastischem und widerstandsfähigem Zustande zurück.
Die Lösungen von Linoxyn in Amylalkohol oder Amylacetat sind besonders geeignet zur Herstellung von Firnissen, die gleichzeitig Harze, insbesondere Kopale enthalten. Solche Lösungen sind nach Entfernung der die Harze stets begleitenden fremden Körper klar durchsichtig und von keiner anderen Farbe als der natürlichen Färbung des Harzes.
Die große Mehrzahl der Harze, die keine Aufschließung erfahren haben, sind in öl nur wenig löslich oder sogar (wie die härtesten Kopale) unlöslich und werden aus ihren Lösungen durch die Gegenwart von Öl ausgefällt, sobald eine Verdunstung des Lösungsmittels eintritt.
Wenn man aber das öl oxydiert, so bemerkt man, daß die Mischungen mit Harzen viel haltbarer sind, und daß die Harze um so mehr Öl aufnehmen können, je tief ergehend diese oxydiert sind und je mehr sie sich dem Zustande der vollständigen Oxydation dem festen trocknen öl nähern.
Man kann also durch Auflö3ung von Harz und Linoxyn in den oben angeführten Lösungsmitteln in geeigneten Mengenverhältnissen im Laufe eines Jahres ohne andere Arbeit, als gelegentliches Umrühren in großen Zwischenräumen, einen farblosen Firnis erhalten, der beim bloßen Verdunsten der Lösungsmittel einen festen Rückstand liefert.
Diese Methode unterscheidet sich von der üblichen alten Methode der Fabrikation der Öllacke dadurch, daß 1. das Harz nicht im geringsten weder durch Hitze noch durch andere Mittel verändert wird, 2. auch das öl nicht mehr durch Hitze verändert wird, da man ja nur das flüchtige Lösungsmittel zu verjagen braucht, um das Linoxyn daraus zu erhalten.
Was die Fabrikation von Linoleum anbetrifft, bei der zerriebenes festes trocknendes öl bei Gegenwart anderer feinpulvriger Materialien (Kork, Holz u. a.) mit dickem öl durchknetet wird, so bildet hier die Lösung des festen trocknenden Öls einen vorteilhaften Ersatz des Dicköls wegen der schnellen Trock-
nung des Endprodukts eventuell unter Wiedergewinnung des Lösungsmittels.
Jedes Gewebe, Blatt und jede Membran aus Flachs, Hanf, Baumwolle, Seide, Pappe, Papier, Asbest usw. wird durch Imprägnierung mit einer Lösung des farblosen festen trocknen Öls in wenigen Augenblicken undurchlässig. Sie müssen wegen der völligen Austrocknung der ölhaltigen Überzüge schnell ίο verarbeitet werden und können dann, je nach dem Zweck, für-den sie bestimmt sind, zur Fabrikation von Kleidern, Hüllen, Schachteln, Gelenken usw. dienen, die vollständig undurchdringlich und wasserdicht sind.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Firnis durch Auflösen von Linoxyn in flüchtigen Lösungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel Amylalkohol (Fuselöl) oder Amylacetat benutzt wird und die Lösung bei gewöhnlicher Temperatur erfolgt.
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