DE2326041C3 - Abseilvorrichtung mit gebremster Seilscheibe - Google Patents
Abseilvorrichtung mit gebremster SeilscheibeInfo
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Description
Bei Feuerausbruch in Hochhäusern besteht häufig die Gefahr, daß die davon betroffenen Personen verbrennen, an Rauchvergiftung sterben oder aus der
Höhe in den Tod springen.
Sogar aus Bauten, die mit Feuertreppen versehen sind können nicht immer alle Personen sicher entkommen. Es sind zwar Schutzgeräte, wie Rettungsrutschen,
Rettungsleitern usw, bekannt; diese eignen sich jedoch nicht für den Gebrauch in Hochhäusern. Mittels einer
Abseilvorrichtung können an einem Sicherheitsgurte! od. dg) befestigte Menschen am Seil mit langsamer Geschwindigkeit abgelassen werden, so daß diese Vorrichtung ein geeignetes Schutzgerät ist Die bis heute vorgeschlagenen Geräte weisen jedoch Fehler dah.ngehend auf daß z. B. das Seil oder das Umhüllungsmaterial des Seils schnell beschädigt die Bremse der Vorrichtung leicht defekt wird oder mehrere Menschen
sich nicht gleichzeitig mittels des Gerätes abseilen können. . , ,
Es sind zwar schon Abseilvornchtungen der eingangs genannten Art bekannt (CH-PS 364 180 FR-PS
835 258 DT-OS 1 708 085), jedoch ist auch hier au.
Grund der Ausgestaltung der Bremsvorrichtung nicht »ewährleistet daß unterschiedlich große Lasten mn
gleich großer Sicherheit und Wirksamkeit abgeseilt werden können. Dadurch daß die Bremswirkung geschwindigkeitsabhängig ist gehen schwere Lasten
schneller nieder als leichtere.
Es sind auch hydraulisch gebremste Abseilvornchtungen bekannt (GB-PS 16 358/1911. US-PS 3 595 528).
Dabei wird die durch einen doppeltwirkenden Kolben erzeugte Flüssigkeitsverdrängung von einem Kolbenraum 'n den anderen zur Bremsung genutet Aber auch
hier ist die Abseilgeschwindigktit stark von der Last
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine verhältnismäßig
einfach sowie mit geringem Aufwand konstruierte Abseilvorrichtung für sehr verschieden große Lasten zu
schaffen, die ein sicheres, kontrolliertes und leichtes Abseilen von Menschen aus großer Höhe ermöglicht
Bei der zu schaffenden Abseilvorrichtung soll der Verschleiß des Seils auf ein Minimum reduziert, ein besonders hoher Sicherheitsfaktor gegeben und schließlich
ermöglicht sein, daß sich auch mehrere Personer gleichzeitig abseilen können.
Die Merkmale der zur Lösung dieser Aufgabe ge schaffenen Vorrichtung ergeben sich aus den Ansprü
chen.
In an sich bekannter Weise kann das mechanisch« Beschleunigungsgetriebe ein mit der Seilscheibe dreh
fest verbundenes Ringzahnrad, Planetenzwischenrädei die mit dem Ringzahnrad kämmen sowie auf nich
drehbaren Achsen drehbar sind, und ein Sonnenrac aufweisen, das mit jedem der Planetenzwischenräde
kämmt und zum Antrieb der Gewichte mit der Flieh kraftbremsvorrichtung verbunden ist. Hierdurch kam
eine große Last sichtbar und genau übertragen werden,
ohne daß Schwingungen entstehen.
In an sich bekannter Weise kann statt dessen auch das mechanische Beschleunigungsget-iebe zwei drehbar
auf einer unbeweglichen Achse als Einheit gelagerte Zwischenzahnräder, ein Stirniad, das mit der Seilscheibe
verbunden ist sowie mit einem der Zwischenzahnräder kämmt, und ein Stirnrad aufweisen, das
drehbar auf einer gemeinsamen Achse mit der Seilscheibe angeordnet ist und zum Antrieb der Fliehkraftbremsvorrichtung
mit dem anderen Zwischenzahnrad kämmt
Dadurch daß die ölhydraulische Bremsvorrichtung mittels einer Kupplung betätigt wird, kann bewirkt
werden, daß einerseits im Fall einer leichten Last oder langsamen Geschwindigkeit nur die mechanische
Bremsvorrichtung wirksam ist und daß andererseits im Fall einer schweren Last oder großen Geschwindigkeit,
die aus irgendeinem Grund eingetreten ist, beide Bremsvorrichtungen wirksam sind, so daß im Notfall
viele Menschen sich gleichzeitig zusammen abseilen können.
Im allgemeinen erzeugt die Fliehkraftbremsvorrichtung
eine spürbare Bremskraft nur bei leichter Last, während die ölhydraulische Bremsvorrichtung einer
schweren Last eine starke Bremskraft erteilt
Wenn die Abseilvorrichtung bei starker Kälte benutzt wird, steigt die Viskosität des Hydrauliköls in der
ölhydraulischen Bremsvorrichtung, so daß die \nfangssenkgeschwindigkeit
bei leichter Last sehr klein wird. Deswegen ist die erfindungsgemäße Abseilvorrichtung
bei diesem Klima besonders vorteilhaft, da sie sowohl eine temperaturunabhängige Fliehkraftbremsvorrichtung
als auch eine ölhydraulische Bremsvorrichtung
Auf Grund der möglichen Anordnung, daß die Seilscheibe zwischen der mechanischen Bremsvorrichtung
und der ölhydraulischen Bremsvorrichtung eingefügt ist, kann die gesamte Abseilvorrichtung besonders
kompakt sein. In diesem Fall ist die Seilscheibe auf beiden
Seiten gelagert, wobei vermieden wird, daß das Gewicht der beiden Bremsvorrichtungen ungleich auf
beide Seiten verteilt ist Die übermäßige Abnützung des Seils, die bei einer Schräglage der Vorrichtung
leicht vorkommt, wird verhütet.
Weiterhin wird durch die ölhydraulische Bremsvorrichtung und die mechanische Bremsvorrichtung eine
doppelte Sicherheit gewährleistet
Die Abseilvorrichtung kann nicht nur im Feuersfall zur Flucht aus Hochhäusern und zur Rettung von Menschenleben
verwendet werden, sondern sie kann auch ganz allgemein für das Abseilen von Menschen aus großer
Höhe gebraucht werden. So ist sie z. B. nützlich zur Rettung von Verunglückten im Gebirge und zum Abseilen
aus Seilbahnen im Notfall.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung näher erläutert Diese zeigt in
pig. 1 einen senkrechten Schnitt durch die Vorrichtung
in einer ersten Ausführungsform,
Fig.2 eine teilweise geschnittene Ansicht von links,
wobei eine mechanische Bremsvorrichtung dargestellt ist.
F i g. 3 einen Schnitt gemäß Linie A-A in F i g. 1,
Fig.4 eine teilweise geschnittene Seitenansicht der
Kupplung gemäß F i g. 3,
F i g. 5 einen Schnitt gemäß Linie B- B in F i g. I, Fi g.6 eine Detailzeichnung der Anordnung des Regelventils gemäß F i g. 5,
F i g. 5 einen Schnitt gemäß Linie B- B in F i g. I, Fi g.6 eine Detailzeichnung der Anordnung des Regelventils gemäß F i g. 5,
F i g. 7 einen Schnitt gemäß linie C-C in F i g. 1, und
zwar eine Seitenansicht, welche die Reiativstellungen zwischen der Seilscheibe und den Seilführungsrollen
zeigt, wenn kerne Last anliegt, und
S Fig.8 wenn die SeilführungsroUen durch eine auf das Seil aufgebrachte Last verschoben sind, F i g. 9 die Seilhalterollen in Seitenansicht und F i g. 10 in Vorderansicht
S Fig.8 wenn die SeilführungsroUen durch eine auf das Seil aufgebrachte Last verschoben sind, F i g. 9 die Seilhalterollen in Seitenansicht und F i g. 10 in Vorderansicht
F i g. 11 in Seitenansicht eine Führungsplatte, die das
ίο Abspringen des Seils verhindert,
F i g. 12 im Schnitt eine weitere Ausführungsform der Erfindung, wobei die mechanische Beschleunigungsvorrichtung
als zweistufiges Stirnradgetriebe ausgeführt und die ölhydraulische Vorrichtung vom Flügelpumpentyp
ist, und
F i g. 13 eine von der Ausführungsform gemäß F i g. 5 abweichende weitere Ausführungsform des ölhydraulischen
Teils in einer dem Schnitt gemäß Linie B-Bm Fig. 1 entsprechenden Darstellung.
Wie insbesondere aus F i g. 1 ersichtlich, ist eine Seiischeibe
1 drehbar auf einer Achse 2 gelagert, die drehbar innerhalb eines Gehäuses 47,48 und 49 angeordnet
ist
Auf dein Umfang der Seilscheibe 1 ist eine V-förmige
Nat 4 zur Aufnahme eines Seils 3 angeordnet Die Seilscheibe 1 ist links in F i g. 1 über ein Planetenbeschleunigungsgetriebe
6 mit einer Fliehkraftbremsvorrichtung 7 verbunden und rechts in F i g. 1 über eine
Kupplung 8 mit einer ölhydraulischen Bremsvorrichtung9.
Das Planetenbeschleunigungsgetriebe 6 weist auf ein großes Ringzahnrad 12. das mit der Seilscheibe 1 mittels
Bolzen oder Stiften 10 verbunden ist drei Pianetenzwischenräder 14, die mittels unbeweglicher Achsen
13 drehbar gelagert sind sowie in das Zahnrad 12 eingreifen, und ein Sonnenrad 15, das auf der Achse 2
drehbar gelagert ist und in die Zahnräder 14 eingreift. Die Nabe des Sonnenrades 15 ist nach links in F i g. 1
verlängert und mit einem Rotor 16 der Fliehkraftbremsvorrichtung 7 durch einen Keil verbunden. Der
Rotor 16 ist so gestaltet daß er eine U-förmige Führung 17 aufweist die radial nach außen zeigt und mit
der Nabe des Rotors 16 über Rippen verbunden ist. Innerhalb der U-förmigen Führung 17 sind mehrere
Gewichte 20 angeordnet Jedes Gewicht 20 ist von den anderen durch radial verlaufende Stege 19 des Rotors
16 getrennt (siehe F1 g. 2). Die Gewichte 20 sind radial
nach außen freibeweglich innerhalb der U-förmigen Führung 17, jedoch ist ihre Bewegung in Umfangsrichtung
durch die Stege 19 eingeschränkt
Ein mit den Gewichten 20 zusammenwirkender Bremsbelag 21 ist auf der Innenwand der Gehäuse 47,
48 befestigt Wenn sich die Gewichte 20 auf Grund einer Fliehkraft radial nach außen bewegen, können sie
den Bremsbelag 21 berühren. Der Seilscheibe 1 wird ein Bremswiderstand erteilt und zwar durch die Gewichte
20, über die Stege 19, den Keil zwischen dem Rotor 16 und dem Zahnrad 15 und dann über das Pia
netengetriebe 6.
60 Wie insbesondere aus F i g. 1, 3 und 4 ersichtlich, is
eine Treibplatte 23 der Kupplung 8 an der Seilscheibe mittels der Bolzen oder Stifte 10 befestigt und kant
zusammen mit der Seilscheibe 1 gedreht werden. Dii Treibplatte 23 ist ein tassenförmiges Bauteil, auf dessei
65 innerem Umfang Vorsprünge 24 radial nach innen ra gen. An der Treibplatte 23 sind zwei Scheiben 25, 2«
die Haken aufweisen, befestigt.
Die Hakenscheiben 25,26 sind aus F i g. 3 jeweils nu
zur Hälfte ersichtlich. Die Treibhakenteile 27 auf jeder Scheibe 25,26 stehen der anderen Scheibe gegenüber.
Gemäß der Drehrichtung der Seilscheibe 1 bewirkt jede Hakenscheibe 25 oder 26 eine Drehung der ölhydraulischen Bremsvorrichtung 9 durch Schwingklauen
28 oder 29. Gegenüber der Treibplatte 23 ist eine Hilfsplatte 30 durch einen Keil oder ein anderes geeignetes
Mittel auf der Achse 2 befestigt, damit sie sich mit der Achse 2 dreht.
Auf der Hilfsplatte 30 sind, wie aus F i g. 3 und 4 ersichtlich, die beweglichen Klauen 28,29 befestigt, die in
den Eingriffsstellungen 28ß, 29ß gemäß F i g. 3 mit den
antreibenden Hakenstücken 27 der Hakenscheiben 25, 26 in Eingriff stehen, jedoch gewöhnlich durch Federn
31 in den Stellungen 28/4, 7SA gemäß F i g. 3 gehalten werden. Wenn sich die Treibplatte 23 dreht, werden die
Schwingklauen 28, 29 mittels der Vorsprünge 24 gedrückt und gedreht. Wenn die Drehzahl der Seilscheibe
1 genügend hoch wird, wird das Ausschwingen der Klauen 28, 29 vergrößert und diese kommen mit den
Hakenstücken 27 auf den Hakenscheiben 25 oder 26, wie bei 28#oder 295 ersichtlich, in Eingriff. Infolgedessen wird die Drehung der Seilscheibe 1 durch die
Schwingklauen 28 oder 29 auf die Hilfsplatte 30 übertragen. Wenn die Drehzahl der Seilscheibe 1 abgefallen
ist, werden die Federn 31 betätigt, weiche den Eingriff
zwischen den Schwingklauen 28 oder 29 und den Bauteilen 25 oder 26 unterbrechen.
Mit dem rechten Ende der Achse 2 ist die ölhydraulische Bremsvorrichtung 9 durch eine Keilverbindung 33
verbunden. Die ölhydraulische Bremsvorrichtung 9 gemäß F i g. 1, 5 und 6 ist eine Getriebepumpe und weist
einen an der Achse 2 beweglich befestigten Rotor 34 sowie einen exzentrischen Ring 36 auf, dessen innerer
Umfang eine ölhydraulische Kammer 35 zwischen dem Umfang des Rotors 34 bildet Der exzentrische Ring 36
kann sich exzentrisch zur Achse 2 innerhalb eines Gehäuses 50 drehen. Die ölhydrauüsche Kammer 35 ist
mit einem geeigneten Hydrauliköl gefüllt
Wenn sich der Rotor 34 dreht entsteht in der ölhydraulischen Kammer 35 eine Hochdrucksektion und
eine Niederdrucksektion. Die ölhydraulische Bremskraft kann durch Steuerung der Verbindung zwischen
der Hochdrucksektion und der Niederdrucksektion geregelt werden.
Zu diesem Zweck sind Durchlässe 37, 37' in axialer Richtung, ein Durchlaß 38 in tangentialer Richtung und
ein Regelventil 39 vorgesehen.. Die Durchflußmenge des durch den Durchlaß 38 fließenden Hydrauliköls
kann durch Drehen des Ventils 39 reguliert werden, wodurch auch die Bremskraft die mittels der ölhydrau-Itschen Bremsvorrichtung 9 erzeugt wird, geregelt werden kann.
F i g. 7 ist eine Teilansicht welche die Anordnung der
Seilscheibe 1 and zweier kleiner Seilführungsrollen 61. 62 zeigt Das die Seilscheibe 1 umschlingende Seil 3
wird hierbei mittels der Seilführungsrollen 61, 62 und einer weiteren Rolle 60 geführt Die Seüfühningsrollen
60. 61. 62 sind! mittels Stiften 66 drehbar zwischen
Stützplatten 63,64 gelagert, die zusammen mit den Rollen 60, 61, 62 durch einen Stift 65 an einer oder zwei
Stützplatten 45,46 angelenkt sind (F i g. 1 und 12).
Wenn eine Last auf das Seil 3 aufgebracht wird, dreht das Seil la auf der Seite, auf der die Last aufgebracht ist, eine Baugruppe, weiche die Stützplatten 63.
64 imd die Rollen 60,61.62 enthält entgegen dem Uhrzeigersinn um den Stift 65. wie aus F i g. 8 ersichtlich.
Die Rolle 61 bewegt sich aus der Vertikalen der Vorrichtung und von der Mitte der Seilscheibe 1 weg. Folglich vermindert sich die Krümmung des Seils 3a um die
Seilscheibe 61, und die Lebensdauer des Seiles wird bemerkenswert verlängert.
In F i g. 8 wird die Entfernung zwischen dem Seil 3a
und dem Seil 3b vergrößert, wenn die Last aufgebracht wird, was zusätzlich bewirkt, daß ein gegenseitiges Verwickeln der Seile 3a, 3b vermieden wird
ίο die gemeinsamen Stützplatten 63,64 gelagert und verschwenken sich um den Stift 65. Wenn die Last aufgebracht wird, bewegt sich die Rolle 62 in Richtung auf
die senkrechte Linie X-X der Vorrichtung und auf die Seilscheibe 1 zu, wodurch die Krümmung des Seils 3a
um die Rolle 62 vergrößert wird. Durch die Bewegung dieser Rolle 62 wird der Berührungswinkel zwischen
dem Seil 3b und der Seilscheibe 1 vergrößert, was die Verkleinerung des Berührungswinkels zwischen dem
Seil 3a und der Seilscheibe 1 ausgleicht
Die Rollen 60, 61, 62 sind auf den gemeinsamen
Stützplatten 63, 64 befestigt Sie können jedoch aber jeweils unabhängig gelagert werden, wobei sie sich
dann beim Anlegen einer Last auf das Seil von der vertikalen Linie X-X wegbewegen. Zum Beispiel können
die Rollen 61 bzw. 62 jeweils an einem Schwenkhebel
gelagert werden, der durch eine Feder vorgespannt ist
dicht am Umfang der Seilscheibe 1 angeordnet sind;
dank dieser Anordnung kann der Schlupf zwischen der
Seilscheibe 1 und dem Seil 3 fast zu Null gemacht werden. In diesem Fall ist es wünschenswert, daß ein Paar
oder mehrere Seilhaltewalzen 51 durch eine Feder 52 gegen das Seil 3 gedruckt werden.
Statt dessen ist es auch, wie aus F i g. 11 ersichtlich.
möglich, eine Seilführungsplatte 43 anzuwenden, die ein
Abspringen des Seils verhindert Hier hat jedoch, im Unterschied zur Ausführung gemäß Fig.9 und 10, die
Führungsplatte 43 nicht die Wirkung, daß der Schlupf zwischen der Seilscheibe 1 und dem Seü 3 verhindert
wird.
Die Abseilvorrichtung kann mittels eines Hakens 44 an einem geeigneten Platz befestigt werden, und die
unbeweglichen Bauteile 45, 46, 47, 48,49, 50 bilden ein
Gehäuse.
Bei der zweiten Ausführungsform der Erfindung gemäß Fig. 12 und 13 betätigt die Seilscheibe 1 eine
Fliehkraftbremsvorrichtung 7, und zwar über ein mechanisches Verbindungsglied 6, das ein zweistufiges
Stirnradgetriebe ist Die Seilscheibe 1 treibt weiterhin
direkt eine ölhydraulische Bremsvorrichtung 9 vom
Flügelpumpentyp an, und zwar über die Achse 2, die
mittels jeweils eines Keils an den beiden Vorrichtungen 7,9 befestigt ist
häuse 70 auf, welches eine exzentrische Pumpenkammer bildet einen Rotor 71, der mittels eines Paßkeils an
der Achse 2 befestigt ist, und Kolben bzw. Hügel 72, die
am Rotor 71 befestigt sind und sich gleitend radial bewegen. Innerhalb der Pumpenkammer ist geebnetes
Hydrauliköl eingeschlossen. Wenn sich die Achse 2
dreht wird innerhalb der Pnmpenkanuner eine Hochdrucksektion sowie eine Niederdrucksektion gebildet
and eine Bremskraft erzeugt Man kann die Bremskraft auch dadurch steuern, daß zwischen der Hochdrncksek
tion und der Niederdrucksektion ein Regelventil entsprechend dem Ventil 39 gemäß der beschriebenen ersten Ausführungsform der Abseilvorrichtung angebracht wird.
In F i g. 12 zeigt die gestrichelte Linie 73 ein die gesamte
Abseilvorrichtung einschließendes Gehäuse, dessen Zweck darin besteht, daß die Antriebsteile, wie Getriebe
usw., nicht frei sichtbar sind und auch nicht Staub und Feuchtigkeit ausgesetzt sind.
Hierzu 7 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
- Patentansprüche:- 1. Abseilvorrichtung, insbesondere zum langsamen Abseilen, mit einer Seilscheibe und einer S Bremsvorrichtung für die Seilscheibe, die eine Fliehkraftbremsvorrichtung mit in Rotation verletzbaren Gewichten enthält, die durch ihre eigene Fliehkraft gegen ein nicht rotierbares Futter mit radial nach innen angeordneter Wirkoberfläche drückbar sind, wobei ein mechanisches Beschleunigungsgetriebe die Fliehkraftbremsvorrichtung mit der Seilscheibe verbindet, um die Gewichte schneller als die Seilscheibe zu drehen, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsvorrichtung weiterhin eine öl- hydraulische Bremsvorrichtung (9) des Flügeipumpentyps oder des Getriebepumpentyps enthält, die mit der Seilscheibe (1) über eine Kupplung (8) verbunden ist wobei die Kupplung (8) so gestaltet ist daß sie einrückt wenn die Drehgeschwindigkeit der Seilscheibe (1) einen vorbestimmten Wert erreicht und ausrückt wenn die Drehgeschwindigkeit Seilscheibe (1) unter einen vorbestimmten Wert abfällt
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet daß in an sich bekannter Weise das me- chanische Beschleunigungsgetriebe (6) ein mit Seilscheibe (1) drehfest verbundenes Ringzahnrad (12), Planetenzwischenräder (14), die mit dem Ringzahnrad (12) kämmen sowie auf nicht drehbaren Achsen (13) drehbar sind, und ein Sonnenrad (15) aufweist, das mit jedem der Planetenzwischenräder (14) kämmt und zum Antrieb der Gewichte (20) mit der Fliehkraftbremsvorrichtung (7) verbunden ist
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß in an sich bekannter Weise das me- chanische Beschleunigungsgetriebe (6) zwei drehbar auf einer unbeweglichen Achse als Einheit gelagerte Zwischenzahnräder, ein Stirnband, das mit der Seilscheibe (1) verbunden ist sowie mit einem der Zwischenzahnräder kämmt, und ein Stirnrad aufweist, das drehbar auf einer gemeinsamen Achse mit der Seilscheibe angeordnet ist und zum Antrieb der Fliehkraftbremsvorrichtung (7) mit dem anderen Zwischenzahnrad kämmt
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet daß in an sich bekannter Weise zwei kleine Seilführungsrollen (61,62) nebeneinander am Umfang der Seilscheibe (1) angeordnet sind und daß wenigstens eine der Seilführungsrollen (61) von der senkrechten Mittelachse der Abseilvor- so richtung wegbewegbar ist wenn Last auf das Seil (3) aufgebracht ist
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet daß in an sich bekannter Weise die kleinen Seilführungsrollen (61, 62) drehbar auf gemeinsa- SS men Lagerteilen (63, 64) gelagert sind und daß die Lagerteile (63, 64) ihrerseits an einem unbeweglichen Teil (45, 46) der Abseilvorrichtung verschwenkbar gelagert sind.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß am Umfang der Seilscheibe (1) wenigstens zwei mit Federn (52) vorgespannte Rollen (51) angeordnet sind, um das SeM (3) gegen die Seilscheibe (1) zu drücken und dort zu halten.Die Erfindung betrifft eine Abseilvorrichtung, insbesondere zum langsamen Abseilen, mit einer Seilscheibe und einer Bremsvorrichtung für die Seilscheibe, die eine Fliehkraftbremsvorrichiung mit in Rotation versetzbaren Gewichten enthält, die durch ihre eigene Fliehkraft gegen ein nicht rotierbares Futter mit radial nach innen angeordneter Wirkoberflädie drückbar sind, wobei ein mechanisches Beschleumgungsgetnebe die Fliehkraftbremsvorrichtung mit der Seilscheibe verbindet um die Gewichte schneller als die Seilscheibe zu
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