DE232155C - - Google Patents

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DE232155C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63GMERRY-GO-ROUNDS; SWINGS; ROCKING-HORSES; CHUTES; SWITCHBACKS; SIMILAR DEVICES FOR PUBLIC AMUSEMENT
    • A63G1/00Roundabouts

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  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 232155 KLASSE 77 e. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Februar 1910 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Karussell mit Reittierfiguren, welche bei der Drehung des Karussells die Beine so bewegen, daß sie zu laufen scheinen. Dabei können sowohl zweibeinige als auch vierbeinige Tierfiguren zur Anwendung kommen. Ähnliche Tierfiguren sind bereits bekannt; diesen gegenüber besteht das Neue darin, daß die an den
' Kurbeln angelenkten Unterschenkel d1 der
ίο Tierfiguren c teleskopartig in sich verschiebbar sind und die Oberschenkel d durch Federn f nach unten durchgedrückt werden bis zur annähernd gestreckten, durch Anschläge im Gelenk begrenzten Lage.
In der Zeichnung ist ein solches Karussell mit zweibeinigen, Strauße darstellenden Tierfiguren beispielsweise dargestellt. Fig. 1 zeigt in Seitenansicht und teilweisem Schnitt und Fig. 2 in Vorderansicht das zweibeinige Reittier in größerem, Fig. 3 in senkrechtem Schnitt und Fig. 4 in Draufsicht das Karussell in kleinerem Maßstabe.
Auf der drehbaren, durch einen Motor m oder auf andere Weise angetriebenen Plattform α sind Böcke b angebracht, an denen die Tierfiguren c einen festen Halt finden, so daß der Tierkörper frei schwebend getragen wird. Die in diesem Falle nach hinten durchknickenden Beine d sind einerseits in dem Tierkörper c um eine gemeinsame Achse e drehbar gelagert, andererseits mit Kurbeln k gelenkig verbunden, die zu beiden Seiten der die Plattform α tragenden Rollen r angeordnet sind und mit diesen sich beim Betriebe des Karussells drehen.
Die Rollen r laufen auf einer unterhalb a angeordneten festen Plattform oder Schienenbahn p und sind von der umlaufenden Plattform α völlig verdeckt. Die an den Kurbeln k angreifenden, teleskopartig in sich verschiebbaren Unterschenkel d1 treten durch Schlitze a1 aus der Plattform α heraus und vereinigen sich mit den Oberschenkeln d in den Gelenken <£2, welche so eingerichtet sind, daß Ober- und Unterschenkel nur nach einer Seite ,im vorliegenden Falle nach hinten ausknicken können. Die Oberschenkel d werden dabei durch Federn f beständig nach unten gedrückt. Durch Anschläge in den Gelenken d2 wird hierbei verhindert, daß die Schenkel in eine vollständig gestreckte Lage gelangen. Der Unterschenkel bildet vielmehr auch bei der tiefsten Lage des Oberschenkels mit diesem einen Winkel, so daß die Schenkel unter Einwirkung des Kurbeldruckes wieder ausknicken können. Auf solche Weise kommt für den oberhalb der Plattform α hervortretenden Teil der Beine eine der Natur fast vollkommen nachgeahmte Bewegung zustande.
Bei vierbeinigen Tierfiguren ist darauf Bedacht zu nehmen, daß, wie z. B. bei Pferden, die Vorderbeine nach vorn und die Hinterbeine nach hinten sich durchbiegen können, was durch eine Umkehrung der Gelenke d2 ohne Schwierigkeit zu erreichen ist. Die Tierfiguren können einzeln, paar- oder gruppenweise auf der Plattform α verteilt werden, auch können zwischen den Tierfiguren Fahrzeuge oder andere Sitzgelegenheiten angeordnet
werden. In verkleinertem Maßstabe kann die Erfindung auch als Kinderspielzeug Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Karussell mit Reittierfiguren, deren Beine durch Kurbeln so bewegt werden, daß die Tiere zu laufen scheinen, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Kurbeln angelenkten Unterschenkel (d1) der Tierfiguren (c) teleskopartig in sich verschiebbar sind und die Oberschenkel (d) durch Federn ff) nach unten durchgedrückt werden bis zur annähernd gestreckten, durch Anschläge im Gelenk begrenzten Lage.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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