DE231349C - - Google Patents

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DE231349C
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F5/00Coin-actuated mechanisms; Interlocks
    • G07F5/24Coin-actuated mechanisms; Interlocks with change-giving

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Control Of Vending Devices And Auxiliary Devices For Vending Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 231349 -KLASSE 43 δ. GRUPPE
GEORG FRIEDRICH und OSCAR MINACK in BERLIN.
Die Erfindung betrifft einen Geldwechsel- ! apparat, welcher z. B. mit einem Gasautomaten so verbunden ist, daß das Wechsel- j geldstück, nachdem es den Gasautomaten in Tätigkeit gesetzt hat, dem Wechselapparat selbsttätig zugeführt wird.
Von dem bekannten Wechselautomaten dieser Art unterscheidet sich der Gegenstand der Erfindung dadurch, daß der Entnahmeschieber zwei voneinander vollständig unabhängige Sperrvorrichtungen besitzt. Die eine derselben wird durch das eingeworfene, zu wechselnde größere Geldstück durch Anheben eines Hauptsperrhebels ausgelöst; die zweite Sperrvorrichtung' wird durch das in einem Sammelrohr vorhandene Wechselgeld ausgelöst. Ist kein Wechselgeld in letzterem vorhanden, so tritt dieser Sperrhebel in Wirkung und ein Bewegen des Entnahmeschiebers wird dadurch verhindert. Das zu wechselnde größere Geldstück ruht so lange auf dem unter dem Geldeinwurf angeordneten Hebel und hält die Hauptsperrung des Entnahmeschiebers so lange ausgelöst, bis letzterer die entsprechende Anzahl von Hin- und Herbewegungen gemacht hat; die zweite, von den im Sammelrohr vorhandenen Münzen ausgelöste Sperrung tritt sofort in Wirkung, sobald kein Wechselgeld vorhanden ist.
Außerdem ist der Gegenstand der Erfindung so eingerichtet, daß verschiedene Geldstücke in derselben Vorrichtung gewechselt werden können. Jedes eingeworfene größere Geldstück löst den unter der Einwurfstelle für das nächst kleinere Geldstück angeordneten Hebel und damit den Hauptsperrhebel aus. AVährend also bei den bekannten Vorrichtungen zum Wechseln der verschieden großen Geldstücke je besondere Wechselapparate nebeneinander angeordnet sind, bewirken beim Gegenstande der Erfindung sämtliche verschieden großen eingeworfenen Geldmünzen die Auslösung ein und desselben Hauptsperrhebels.
Eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in den Zeichnungen dargestellt.
■ Fig. ι stellt den Apparat in Perspektive gesetzt dar.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht in natürlicher Größe,
Fig. 3 Schnitt A-B,
Fig. 4 Schnitt A-B, jedoch das Geldstück im Augenblick des Herunterfallens dargestellt,
Fig. 5 Schnitt C-D, ein Einmarkstück im Augenblick des Herunterfallens dargestellt,
Fig. 6 Schnitt durch die Welle 7,
Fig. 7 Schnitt E-F,
Fig. 8 Ansicht von oben.
Die Funktion des Apparates ist folgende:
Will man z.B. ein Halbmarkstück in fünf Zehnpfennigstücke umwechseln, so wirft man es in den dafür bestimmten Schlitz 2. Die Münze fällt dann, wie Fig. 4 zeigt, auf den Querstift 8b des Hebels 8, der sich auf dem Gabelarm 4a der Gabel 4, die am Triebrad 5 befestigt ist, auflegt.
Durch Ziehen am Zugring 20 wird der
(2. Auflage, ausgegeben am 18. Mai igrr.J
Schieber 19, der mit einem der Größe eines Zehnpfennigstückes entsprechenden Loch versehen ist, sich unter dem Sammelrohr 1 bewegen und ein Zehnpfennigstück mitnehmen, das dann in einen kleinen Behälter fällt.
Hierauf schnappt der Schieber 19 durch Federkraft von selbst wieder zurück.
Man muß also fünfmal ziehen, wenn man ein Halbmarkstück in den Apparat geworfen hat, und zehnmal, wenn man ein Einmarkstück wechseln will.
Auf dem Schieber 19 sitzt eine kleine Zahnstange 18 (Fig. 7), die bei jedem Zug des Schiebers 19 das Triebrad 5, welches auf einer Welle 7 sitzt, auf welcher wiederum die Scheibe 9, welche in der Peripherie zwei Kerben 9" und 96 in gleichen Abständen besitzt, angebracht ist, um V10 seines Umfanges weiterbewegt und jedesmal die Gabel4 mitnimmt.
Beim Wechseln von Halbmarkstücken wird nach fünfmaligem Ziehen der Hebel 8 durch das Gewicht des Geldstückes in die Kerbe g" oder gh eingreifen und das Geldstück loslassen.
Das ist der Gang des Wechselapparates, wenn genügend Geld vorhanden ist; für den gegenteiligen Fall jedoch ist folgende Vorrichtung getroffen-:
Unter dem Schieber des Sammelrohres befindet, sich ein Schieber 24 (Fig. 8), welcher drehbar gelagert ist und ein Gegengewicht besitzt. Solange sich auch nur noch ein Geldstück im Sammelrohr befindet, solange drückt dasselbe auf den Stift und gibt die Möglich keit, den Schieber zu ziehen. Mit dem Augenblick jedoch, da das letzte Zehnpfennigstück dem Apparat entnommen ist, drückt das Gegengewicht den S.tift in eine dafür bestimmte Öffnung des Schiebers, wodurch derselbe so lange arretiert bleibt, bis wiederum ein Zehnpfennigstück im Sammelrohr liegt. .
Ferner ist zu bemerken, daß beim Einwurf des Halbmarkstückes der Hebel 8 durch das Gewicht desselben heruntergedrückt wird, und da derselbe mittels Drahtes 15 mit dem anderen Hebel 16 verbunden ist, hebt sich der Hebel 16 und gibt die Nase iga des Schiebers 19 frei. Das Geldstück bleibt so lange auf dem Hebel 8 liegen, bis die fünf Zehnpfennigstücke herausgenommen sind; denn wie schon vorher beschrieben wurde, wird durch jeden Zug des Schiebers 19 die Scheibe 9 immer nur um V10 gedreht, so daß die Möglichkeit gegeben ist, nach und nach immer wieder ein Zehnpfennigstück dem Apparat entnehmen zu können, bis die Scheibe 9 um die Hälfte gedreht ist und der Hebel 8 in die Kerbe ga oder gh hineingefallen ist und das Geldstück herunterfallen läßt (Fig. 4) und somit durch den Hebel 16 das Werk wiederum arretiert ist.
Um nun zu verhüten, daß die Scheibe 9 nach jedem Zug des Schiebers wieder mit demselben zurückgeht, sondern in ihrer gezogenen Lage stehen bleibt, ist folgende An-Ordnung getroffen:
Die Scheibe 9 ist auf der Welle 7 befestigt, dagegen sitzt das Triebrad 5 lose auf derselben ; dasselbe ist nun seitlich mit einer Sperrklinke versehen, welche in ein Sperrad 6 eingreift, das neben dem Triebrad 5 fest auf der Welle 7 sitzt. Wird nun das Triebrad 5 durch den Schieber 19 bezwecks der Zahnstange 18 nach hinten bewegt, so muß die Sperrklinke das Sperrad 6 nebst Welle 7. und Scheibe 9 mitnehmen. Geht nun der Schieber nebst Triebrad zurück, so arbeitet die Sperrklinke j etzt rückwärts und läßt das Sperrad 6 nebst Welle 7 und Scheibe 9 in seiner gezogenen Lage stehen.
Will man nun ein Markstück 26 (Fig. 5) wechseln, so wirft man dasselbe ebenfalls in den dafür bestimmten Schlitz 3 (Fig. 2), worauf es auf einen Querstift 10" des Hebels 10 fällt und denselben herunterdrückt. Das hintere Ende des Hebels 10 ist mit einem hakenförmigen Arm ΐοδ versehen, welcher in einen Altsschnitt der stufenartig gedrehten Kerbscheibe 12 greift. Dieser Arm io!) hat den Zweck, die Kerbscheibe 12, welche lose auf eier Welle sitzt, beim Wechseln von Halbmarkstücken festzuhalten. Außerdem befindet sich am hinteren Ende des Hebels 10 noch ein kleiner Querarm 17, welcher unter den Hebel 8 greift und somit den Hebel 8 (Fig. 1) hebt und durch Vermittelung der Stange 15 den Querbalken 16 hebt und die Nase iga des Schiebers 19 freigibt.
Durch das Einwerfen des Markstückes ist, wie oben beschrieben, der'Hebel 10 heruntergedrückt worden, wodurch die Kerbscheibe 11 freigegeben wurde und sich nun ebenfalls drehen . kann. Da nun die Kerbscheibe 11 lose auf der Welle 7 sitzt, so ist, um dieselbe mit dem Triebrad 5 in Verbindung bringen zu können, noch eine zweite, seitlich auf der Welle verschiebbare Scheibe 13 (Fig. 6) nötig, die von einer Feder 14 gegengedrückt wird. Diese Scheibe 13 besitzt eine Nabe 13", welche einen Längsschlitz zur Welle hat. Die Welle dagegen ist mit einem Stift versehen, welcher in den Nabenschlitz der Scheibe 13 eingreift und das Mitnehmen der Scheibe 13 in Drehrichtung" der Welle bewirkt. Ferner befinden sich in der Scheibe zwei' abgerundete Kernspitzen, welche durch das Gegendrücken der Feder 14 in die gegenüberliegenden Vertiefungen der Kerbscheibe 12 gedrückt werden und somit bei Drehung der Welle 7 die Kerbscheibe mitnehmen müssen. iao
Ist nun der Hebel 10 wieder frei geworden, so·' fällt der hintere Arm io(t wieder in die

Claims (3)

  1. Kerbscheibe und hält dieselbe fest, um das Verstellen derselben zu verhindern.
    Da sich die Kerbscheibe ii durch zehnmaliges Ziehen des Schiebers einmal um ihre Achse dreht, so ist hier nur ein Kerbausschnitt ii° in der Scheibe nötig.
    Dagegen braucht die Kerbscheibe g zwei genau gegenüberliegende Kerbausschnitte o,0 und g1', weil beim Wechseln eines Halbmarkstückes sich die Scheibe nur einhalbmal herumdreht.
    Was für das Wechseln der Halbmarkstücke gilt, gilt auch für das Wechseln der Einmarkstücke.
    Wie wir schon oben bemerkt haben, ist hier ein Geldwechselapparat speziell für Gasautomaten konstruiert, der, weil die Kontrollbeamten der Gasanstalt das eingewechselte Geld gleich in der Wohnung des Konsumenten auf seine Echtheit prüfen können, keinen Münzprüfer braucht.
    Doch da diese Apparate auch für Waren, Speise-, Postautomaten usw. Verwendung finden sollen, so müssen sie hier mit Münzprüfern für jede Sorte Geldes versehen sein.
    Auch können die Apparate, wie schon oben erwähnt, nicht nur auf zwei, sondern auch auf eine größere Anzahl Geldsorten eingerichtet werden, und zwar so, daß z. B. ein Zehnmarkstück nicht nur in zwei Fünfmarkstücke, sondern auch in einzelne Ein- oder Halbmarkstücke umgewechselt werden kann.
    Patent-A ν Sprüche:
    i. Geldwechselautomat mit Entnahme des Wechselgeldes in einzelnen Stücken, dadurch gekennzeichnet, daß der Ent?
    nahmeschieber (19) einerseits durch die eingeworfene größere Münze infolge Anhebens des Hauptsperrhebels (16) so lange entsperrt wird, bis das Wechselgeld einzeln in beliebigen Zeitintervallen entnommen ist, anderseits aber gesperrt und das Wechseln unterbrochen wird, sobald in dem über ihm angeordneten Sammelrohr (ι) kein Wechselgeld vorhanden ist.
  2. 2. Ausführungsform nach Anspruch 1 zum Wechseln verschiedener Münzen, dadurch gekennzeichnet, daß eine eingeworfene größere Münze (z. B. ein Markstück) beim Auslösen des unter ihr angeordneten Sperrhebels (10) gleichzeitig den unter den Einwurf für das kleinere Geldstück (z. B. ein Fünfzigpfennigstück) angeordneten Hebel (8) mittels des Armes (17) auslöst und dadurch den. Hauptsperrhebel (16) anhebt und den Entnahmeschieber (19) entsperrt.
  3. 3. Ausführungsform nach Anspruch 1 und 2, verbunden mit einem Gasautomaten, aus welchem die Wechselmünzen dem Wechselautomaten zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß nach Einwurf eines größeren Geldstückes in die Wechselvorrichtung der zweite Sperrhebel (24) des Entnahmeschiebers (19) von ein und demselben Geldstück nach selbsttätiger Zurückführung" zum Wechselapparat so oft entsperrt und nach Entnahme dieses Wechselgeldes wieder gesperrt wird, bis der durch den Einwurf des größeren Geldstückes in . die Wechselvorrichtung entsperrte Haupthebel (16) den Entnahmeschieber sperrt und die weitere Entnahme von Wechselgeld unterbricht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    Berlin, gedruckt in der reichsdruckerei.
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