DE2310941B2 - Verfahren zum impraegnieren eines poroesen metallkoerpers - Google Patents

Verfahren zum impraegnieren eines poroesen metallkoerpers

Info

Publication number
DE2310941B2
DE2310941B2 DE19732310941 DE2310941A DE2310941B2 DE 2310941 B2 DE2310941 B2 DE 2310941B2 DE 19732310941 DE19732310941 DE 19732310941 DE 2310941 A DE2310941 A DE 2310941A DE 2310941 B2 DE2310941 B2 DE 2310941B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tungsten
porous
barium
carbonate
oxide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19732310941
Other languages
English (en)
Other versions
DE2310941C3 (de
DE2310941A1 (de
Inventor
Horst 8000 München Hofmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens AG
Original Assignee
Siemens AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens AG filed Critical Siemens AG
Priority to DE19732310941 priority Critical patent/DE2310941C3/de
Priority claimed from DE19732310941 external-priority patent/DE2310941C3/de
Publication of DE2310941A1 publication Critical patent/DE2310941A1/de
Publication of DE2310941B2 publication Critical patent/DE2310941B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2310941C3 publication Critical patent/DE2310941C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J9/00Apparatus or processes specially adapted for the manufacture, installation, removal, maintenance of electric discharge tubes, discharge lamps, or parts thereof; Recovery of material from discharge tubes or lamps
    • H01J9/02Manufacture of electrodes or electrode systems
    • H01J9/04Manufacture of electrodes or electrode systems of thermionic cathodes
    • H01J9/042Manufacture, activation of the emissive part
    • H01J9/047Cathodes having impregnated bodies
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J1/00Details of electrodes, of magnetic control means, of screens, or of the mounting or spacing thereof, common to two or more basic types of discharge tubes or lamps
    • H01J1/02Main electrodes
    • H01J1/13Solid thermionic cathodes
    • H01J1/20Cathodes heated indirectly by an electric current; Cathodes heated by electron or ion bombardment
    • H01J1/28Dispenser-type cathodes, e.g. L-cathode

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Solid Thermionic Cathode (AREA)

Description

Zum eigentlichen Imprägnierungsvorgang ist deshalb ein erneutes Schmelzen, nämlich zum Einschmelzen der Massen in den betreffenden porösen Wolfram-Körper erforderlich.
: Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht nun darin, ein Verfahren zu entwickeln, bei dem die aufgezeigten Nachteile vermieden werden und welches einfacher arbeitet, Schwankungen weitgehend ausschaltet und außerdem auch für Einstoff-Systeme geeignet ist
Erreicht wird dies bei einem im ersten Absatz beschriebenen Verfahren zum Imprägnieren eines porösen Metallkörpers, insbesondere eines Wolfram-Körpers, für Kathoden elektrischer Entladungsgefäße nach der Erfindung dadurch, daß bei einem Einstoff-System aus Bari&m-Oxid das Ausgangs-Barium-Karbonet derart mit Ammoniumkarbonat gefällt wird, daß im Kristallgitter verbliebene etwa 1 Gew.-«/o Ammonium-Ionen durch Gitterstörung eine Schmelzpunkterniedrigung um mehr als 1000C bewirken und daß dann das Karbonatpulver in einer üblichen organischen Lösung suspendiert, in dünner Schicht aufgetragen und nach Trocknung bei bis zu einem Haltepunkt von 1000° C schnell ansteigenden Temperaturen und anschließend bei etwa 1750°C eingeschmolzen wird und daß beim Abkühlen bei ungefähr 10000C nochmals ein Haltepunkt von etwa 15 Min. eingelegt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich gegenüber den bekannten Verfahren insbesondere dadurch aus, daß keine Kohlenstoffverbindung (Zucker) verwendet wird. Damit ist eine gute Kathodenemissionsfähigkeit gewährleistet.
Den erfindungsgemäßen Maßnahmen liegen die nachfolgenden, durch eingehende systematische Versuchsreihen ermittelten Kenntnisse zugrunde.
Bei der thermischen Dissoziation von Emissionskarbonaten in Gegenwart von Wolfram entstehen auch in reduzierender Atmosphäre durch das frei werdende Kohlendioxid und deren Dissoziations-Produkte stets unerwünschte Wolfram-Sauerstoff-Verbindungen. Diese bewirken als Emissionsunterlage meist eine derartige Vergiftung der Emissionsschicht, daß praktisch eine nicht oder nur unzureichend emittierende Wolfram-Oberfläche erhalten wird. Die Beseitigung oder Verdampfung dieser störenden Verbindungen ist erst durch einen gewissen Wasserdampf-Partialdruck bei bestimmter Temperaturführung möglich, der unmittelbar auf die Emissionsunterlage einwirken kann. Verstärkt oder überhaupt erst mit einer solchen Wirksamkeit wie sie eine gut emittierende Wolframfläche benötigt, wird diese Maßnahme aber erst durch ein weiteres Mittel realisiert, nämlich durch die zusätzliche Anwesenheit von Ammoniak bzw. Ammonium-Ionen. Da dieses Mittel bereits im Kristallgitter der Emissionsmaterialien eingebaut ist, werden somit fast gleichzeitig mit der Bildung von Wolfram-Sauerstoff-Verbindungen diese auch gleich wieder durch chemische Transportreaktionen entfernt. Da das Angebot an Ammonium-Ionen und Kristallwasser begrenzt ist, können unerwünschte Nebenreaktionen, wie z. B. die Bildung von Wolfram-Nitrid — z. B. bei zu großem Ammoniak-Angebot — nicht erfolgen.
Die dabei angewendete große Geschwindigkeit des Aufheizens und insbesondere die kurzzeitigen Haltepunkte bei den jeweiligen Schmelztemperaturen, sind bedingt aufgrund der großen Verdampfungsgeschwindigkeit von Barium-Oxid, welche bei der normalen Schmelztemperatur von 1923° C etwa 0,5 g/cms see beträgt.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des beschriebenen Verfahrens, die sich auf das Imprägnieren mit einem Mehrstoff-System, z. B. mit einem Barium-Aluminat bezieht, besteht darin, daß als Aluminium-Oxid-Anteil Aluminium-Hydroxid in eine ammoniakalische Barium- und Kalzium-Nitratlösung eingegeben und aus dieser gemeinsam als Aluminium - Hydroxid-Barium-Kalzium-Karbonat-Gemisch gefällt wird, um dann als Suspension in einem organischen Lösungsmittel angepastet, auf eine vorzugsweise Wolfram-Unterlage, in dünner Schicht von etwa 150 (170) μΐη aufgetragen, in getrocknetem Zustand in die auf die Schicht gelegten porösen Wolfram-Scheiben bei etwa 1600° C unter Einhaltung von einem Haltepunkt bei etwa 10000C eingeschmolzen zu werden, wobei der Wasseranteil des Hydroxids (der den notwendigen Wasserdampf-Partialdruck erzeugt) und die Ammonium-Ionen den Abtransport des unerwünschten Sauerstoffs direkt von der oxidierten Wolfram-Oberfläche, insbesondere bei den Haltepunkten, bewirkt.
Nähere Einzelheiten der Erfindung sollen anhand von schematisch dargestellten Flußdiagrammen I und II erläutert werden, indem darin die einer jeweiligen Ausführungsform des beschriebenen Verfahrens entsprechend aufeinander zu erfolgenden Schritte veranschaulicht werden.
Während das Diagramm I die Verfahrensschritte für die Anwendung des Verfahrens auf ein Einstoff-System betrifft, sind diese Schritte für ein Mehrstoff-System, z. B. vom Typ eines Aluminats im Diagramm II wiedergegeben.
Im Falle der Imprägnierung nach dem Flußdiagramm I für ein Einstoff-System wird gemäß (1) Barium-Nitrat in Wasser gelöst, mit Ammoniak auf pH = 7,5 eingestellt und auf 98° C erhitzt, um dann gemäß (2) mit einer ammoniakalischen Ammonkarbonatlösung von 40° C, bei 90° C innerhalb von 30 see gefällt zu werden. Gemäß der dabei angewandten Fällungsktnetik wird ein stark gestörtes Kristallgitter (3) hergestellt, welches außerdem im Kristallgitter noch ca. l°/o Ammonium-Ionen enthält. Durch diese Gitterstörungen wird bei der thermischen Dissoziation zu Bariumoxid unter anderem auch eine Schmelzpunkterniedrigung erzielt, so daß ein Schmelzpunkt um etwa 18000C erhalten wird. Das gemäß (4) gewaschene und getrocknete sehr feinteilige Barium-Karbonat wird dann gemäß (5) mit Butylacetat angepastet und auf einer Wolfram-Unterlage ca. 170μπ\ stark aufgesprüht, auf Maß abgezogen und dann die zu imprägnierenden Scheiben umgekehrt, d. h. mit der Emissionsoberfläche nach unten daraufgelegt. Nach dem Auflegen der Emissionsscheiben wird auch hier durchgehend im trockenen Wasserstoff geglüht. Bei 1000° C wird ein Haltepunkt von 5 Min. eingelegt, um anschließend kontinuierlich bis auf 175O0C hochzuglühen, wobei die Glühdauer bei dieser Temperatur etwa 20 see beträgt. Die beim Glühen frei werdenden Ammonium-Ionen bewirken somit ähnliche chemische Transportreaktionen mit den sich bildenden Wolfram-Oxiden, wie dies beim nachfolgenden Aluminat-Imprägnierungsverfahren noch näher beschrieben wird. Die Abkühlung erfolgt dann mit einem Haltepunkt von 15 Min. bei 1000° C.
Im Fall der Imprägnierung nach dem Flußdiagramm II mit einem Mehrstoff-System, wie Barium-AJuminat, z. B. der Zusammensetzung 6 Mol BaO, 1,5 Mol Al2Og, 1,5 Mol CaO, vdrd entsprechend diesem Molverhältnis der Aluminiumoxid-Anteil zunächst hergestellt. Hierzu wird gemäß (7) Aluminium-Äthylat hydrolysiert, so daß ein amorphes Aluminium-Hydroxid mit einer Gesamto^erfläche von ca. 85 mVg und einer Teilchengröße von ca. 80 A entsteht Dieses AIuminium-Hydroxid wird nun ge- ίο maß (8) in die entsprechende Barium- und Kalzium-Nitrat-Lösung eingebracht, auf über 80° C erwärmt und gemäß (9) innerhalb von 30 see mit einer ammoniakalischen Ammonium-Karbonat-Lösung als Karbonat-Hydroxid-Gemisch, nämlich als Alununium - Hydroxid -Barium-Kalzium-Karbonat-Gemisch entsprechend (10) und (11) gefällt. Aus dem Lösungs-Gel-Gemisch wird nach Waschen und Trocknen gemäß (12) die pulverförmige Substanz in Form eines sehr stark gittergestörten Barium-Aluminium-Kalzium-Karbonats mit einem organischen Lösungsmittel gemäß (13) angepastet und auf die Wolfram-Unterlage in einer Schichtdicke von ca. 170 μΐη aufgetragen. Ein Bindemittel ist auch hierfür nicht notwendig, da das feinteilige AIuminium-Hydroxid selbsthaftende Eigenschaften aufweist und als vermutliches Reduktionsmittel nicht benötigt wird. Nach dem Verdunsten des organischen Lösungsmittels werden die zu imprägnierenden Emissionsscheiben aufgelegt und gemäß (14) im strömenden, trockenen Wasserstoff innerhalb weniger Minuten auf 1000° C aufgeheizt und dabei ein Haltepunkt von ca. 5 Min. eingelegt, um die Reaktion WO3jcst + H2O0n, -J-WO2(OH)2Ga5 ablaufen zu lassen. Bei ca. 16000C — dem Schmelzpunkt des Aluminais — wird ein Haltepunkt von ca. 30 see eingelegt, während dann beim Abkühlen noch ein weiterer Haltepunkt von 15 Min. bei 1000° C eingelegt wird.
Hierzu wird noch erwähnt, daß beliebige Molverhältnisse, wie sie durch gemeinsame Fällung hergestellt werden, als Aluminium-Hydroxid-Barium-Kalzium-Karbonat-Gemisch sehr homogen, feinteilig und luftunempfindlich sind. Sie haben weiterhin derartige Eigenschaften, daß eine Imprägnierung der Emissionsscheiben in trockener Wasserstoffatmosphäre erfolgen kann. Eine Umschaltung der Glühatmosphäre ist somit nicht notwendig. Durch die Glühbedingungen und im Falle von XBaCO3TyAl(OH)3XH2OrZCaCO, durch den Wassergehalt des angewandten Aluminium-Hydroxids, welcher beim Erhitzen im Wasserstoffstrom sich bildende Wolfram-Oxide nach der Reaktionsgleichung WO3 ft(t + H2O^8 -*- WO2(OH)5,5 wieder wegführt, wird erreicht, daß unerwünschte Nebenreaktionen mit den Oberflächen der reinen oder mit Osmium überzogenen porösen Wolfram-Körper nicht eintreten.
Sowohl derartig hergestellte und eingebrachte Aluminate, aber auch das vorher erwähnte Barium-Oxid, sind vor allem genügend feuchtigkeitsunempfindlich, so daß sie ohne weiteres eine Lagerzeit an Luft von 5 Tagen ermöglichen.
Diagramm I: Einstoff-System z. B. BaCO3->- (BaO)
Ba(NO3)2-Lösung
ammoniakalisch
98° C
Ammonkarbonat-Lösung
ammoniakalisch
4O0C
Innerhalb 30 see Fällung beenden
stark gittergestörtes, feinteiliges Barium-Karbonat
Waschen, Trocknen
Mit Butylacetat anpasten, auf glatter Wolfram-Unterlage ca. 170 μηι dick aufstreichen. Lufttrocknen. Auf Maß abziehen. Die zu imprägnierenden
Wolfram-Emissionsscheiben darauflegen.
In H2 trocken, Taupunkt -4O0C, Strömungsgeschwindigkeit 400 Liter/h; innerhalb 3 min auf 1000° C bringen, Haltepunkt von 5 min einlegen. Innerhalb weiterer 5 min auf 17500C (Schmelzpunkt) bringen und ca. 20 see halten. Sofortige Abkühlung auf 10000C und 15 min halten. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
10 941 (J
Diagramm II: Mehrstoft-System z. B. Ba-Aluminat
Al-Äthylat hydrolysieren, waschen, in Wasser belassen
(9)
In Barium-Kalzium-Nitrat-Lösung, ammoniakalisch, einbringen
Ammoniakalische Ammonkarbonat-Lösung 40° C
Innerhalb 30 see Fällung beendet
Lösungs-Gel-Gemisch rühren, auf 40° C einstellen
(H) Aluminiumhydroxid-Barium-
Kalzium-Karbonat-Gemisch
stark gittergestört
(12)
Waschen, Trocknen
Pulvergemisch mit Butylacetat anpasten, auf glatte Wolfram-Unterlage ca. 170 μΐη
dick aufstreichen. Lufttrocknen. Auf Maß abziehen. Die zu imprägnierenden
Wolfram-Emissionsscheiben darauflegen.
In H2 trocken, Taupunkt — 400C, Strömungsgeschwindigkeit 400 Liter/h; inner
halb 3 min auf 1000° C bringen, Haltepunkt von 5 min einlegen. Innerhalb weiterer
5 min auf maximal 1600° C (Schmelzpunkt) bringen, ca. 20 see halten. Sofortige Ab
kühlung auf 1000° C und 15 min halten. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Claims (4)

eines Wolfram-Körpers, für Kathoden elektrischer Patentansprüche: Entladungsgefäße, bei dem die einzubringende, den Vorrat darstellende Substanz in feiner Verteilung als
1. Verfahren zum Imprägnieren eines porösen dünne Schicht auf einer Unterlage, vorzugsweise Metajlkörpers, insbesondere eines Wolfram-Kör- 5 Wolfram-Unterlage, angeordnet, in die daraufgetegpers, für Kathoden elektrischer Entladungsgefäße, ten porösen Wolfram-Scheiben in eiaer trockenen, bei dem die einzubringende, den Vorrat darstel- reduzierenden, insbesondere H2- oder Spaltgasatmolende Substanz, in feiner Verteilung als dünne Sphäre, bei einer Temperatur von mindestens 15500C Schicht auf einer Unterlage, vorzugsweise Wolf- eingeschmolzen wird.
ram-Unterlage, angeordnet, in die daraufgelegten io Sie hat besondere Bedeutung für Elektronenröhren
porösen Wolfram-Scheiben in einer trockenen, der verschiedensten Anwendungszwecke, bei denen
reduzierenden, insbesondere H2- oder Spaltgas- es auf eine möglichst lange Lebensdauer und eine
atmosphäre, bei einer Temperatur von mindestens recht große Ergiebigkeit hinsichtlich Emissionsdichte
15500C eingeschmolzen wird, dadurch ge- ankommt, so z. B. für Elektronenröhren, die mit
kennzeichnet, daß bei einem Einstoff- »5 einem Elektronenstrahl arbeiten, aber auch für sol-
System aus Barium-Oxid das Ausgangs-Barium- ehe Elektronenröhren, bei denen im Betrieb eine
Karbonat derart mit Amm niumkarbonat gefällt Gasentladung stattfindet.
wird, daß im Kristallgitter verbliebene etwa Aus der DT-OS 16 14 260 ist ein Verfahren zum 1 Gew.-°/o Ammonium-Ionen durch Gitterstörung Herstellen einer aus einem porösen gesinterten mit eine Schmelzpunkterniedrigung um mehr als ™ einem Aluminat imprägnierten Wolframkörper be-1000C bewirken, und daß dann das Karbonat- stehenden Vorratskathode bekannt, bei dem die zur pulver in einer üblichen organischen Lösung Bildung des Aluminats erforderlichen Bestandteile suspendiert, in dünner Schicht aufgetragen und durch Kopräzipitation erhalten und homogen mit nach Trocknung bei bis zu einem Haltepunkt von einer löslichen Kohlenstoffverbindung, vorzugsweise 1000° C schnell ansteigenden Temperaturen und 25 Zucker, und mit einem Bindemittel gemischt werden, anschließend bei etwa 175O0C eingeschmolzen Bei diesem bekannten Verfahren ist durch die Verwird, und daß beim Abkühlen bei ungefähr wendung einer Kohlenstoffverbindung eine Karbid-1000" C nochmals ein Haltepunkt von etwa bildung nicht ausgeschlossen. Mit Kohlenstoff ver-15 Min. eingelegt wird. setzte Oberflächen haben jedoch den Nachteil, daß
2. Verfahren zum Imprägnieren eines porösen 30 sie die Emissionsfähigkeit einer Kathode wesentlich Metallkörpers nach Anspruch 1 mit einem Mehr- verschlechtern.
Stoff-System vom Typ eines Aluminats, dadurch Imprägnierte Kathoden werden dadurch hergegekcnnzeichnet, daß als Aluminium-Oxid-Anteil stellt, daß zunächst ein poröser Körper aus Wolfram Aluminium-Hydroxid in eine ammoniakalische oder einem ähnlichen Metall durch Sintern auf eine Barium- und Kalzium-Nitratlösung eingegeben 35 Temperatur von mehr als 2000° C erstellt wird. Die und aus dieser gemeinsam als Aluminium-Hy- Dichte derartiger poröser Metallkörper beträgt etwa droxid-Barium-Kalzium-Karbonat-Gemisch ge- 83% des betreffenden Höchstwertes. Dann wird der fällt wird, um dann als Suspension in einem orga- poröse Wolfram-Körper mit den Oxiden, in der nischen Lösungsmittel angepastet, auf eine vor- Praxis jedoch mit den sich zersetzenden Karbonatfcugsweise Wolfram-Unterlage, in dünner Schicht 40 Verbindungen imprägniert, aus denen die Oxide entaufgetragen, in getrocknetem Zustand in die auf stehen, und die vorher zusammengeschmolzen wordie Schicht gelegten porösen Wolfram-Scheiben den sind, bevor sie mit dem porösen Körper in Bebei etwa 1600° C unter Einhaltung eines Halte- rührung gebracht werden. Dabei wird das Material punktes bei etwa 10000C eingeschmolzen zu schnell in einer reduzierenden Atmosphäre, wie beiwerden, wobei der Wasseranteil des Hydroxids 45 spielsweise trockenem Spaltgas oder reinem Wasser-(der den notwendigen Wasserdampf-Partialdruck stoff, erhitzt. Die erforderliche Temperatur ist etwa erzeugt) und die Ammonium-Ionen den Abtrans- 1700° C.
port des unerwünschten Sauerstoffs direkt von Eine direkte Einstoff-Imprägnierung, z. B. mit Bader oxidierten Wolfram-Oberfläche, insbesondere rium-Oxid, ist deshalb nicht möglich, weil bei der bei den Haltepunkten, bewirkt. 50 normalen Schmelztemperatur des Barium-Oxids von
3. Imprägnierter Kathodenkörper, hergestellt etwa 19230C eine zu starke, bereits störende Vergemäß einem Verfahren nach Anspruch 1, da- dampfungsgeschwindigkeit — sie beträgt etwa 0,5 g/ durch gekennzeichnet, daß der poröse Wolfram- cm2 see — auftritt oder aber weil das Barium-Oxid Körper als emissionsfördernde Substanz allein mit in der Atmosphäre vorhandenem Wasserdampf Barium-Oxid enthält. 55 und Kohlensäure schnell über die betreffenden Hy-
4. Imprägnierter Kathodenkörper, hergestellt droxide bis zum Karbonat reagiert. Aber auch die gemäß einem Verfahren nach Anspruch 2, da- Imprägnierung mit einem Mehrstoff-System, z. B. durch gekennzeichnet, daß der poröse Wolfram- mit einem Aluminat, ist verhältnismäßig aufwen-Körper emissionsfördernde Substanzen aus einem dig, und außerdem als Verfahren anfällig gegen Stögeschmolzcnen Oxid-Gemisch von 6 Mol Barium- 60 rungen.
Oxid, 1,5MoI Al2O3 und 1,5MoI CaO enthält. So sind z.B. bei der Herstellung einer Schmelze
bei hohen Temperaturen Verunreinigungen, die durch das jeweilige Tiegelmaterial entstehen, nicht
zu vermeiden. Aber auch bei der Zerkleinerung der
65 betreffenden Schmelze verursacht mit steigendem Pulverisierungsgrad eine erhöhte Anfälligkeit gegen-
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Imprä- über Luftfeuchtigkeit zusätzliche Fertigungsschwiegnieren eines porösen Metallkörpers, insbesondere rigkeiten.
DE19732310941 1973-03-05 Verfahren zum Imprägnieren eines porösen Metallkörpers Expired DE2310941C3 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19732310941 DE2310941C3 (de) 1973-03-05 Verfahren zum Imprägnieren eines porösen Metallkörpers

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19732310941 DE2310941C3 (de) 1973-03-05 Verfahren zum Imprägnieren eines porösen Metallkörpers

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2310941A1 DE2310941A1 (de) 1974-09-12
DE2310941B2 true DE2310941B2 (de) 1976-10-21
DE2310941C3 DE2310941C3 (de) 1977-06-23

Family

ID=

Also Published As

Publication number Publication date
DE2310941A1 (de) 1974-09-12

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2732290C2 (de)
DE2919510A1 (de) Verfahren zur herstellung von anorganischen hohlfasern
DE19952931A1 (de) Gebundenes Mineralwolleprodukt mit Feuerschutzfunktion sowie Brandschutzelement mit dem gebundenen Mineralwolleprodukt
DE667942C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxydkathoden, insbesondere Gluehkathoden fuer elektrische Entladungsgefaesse
DE69515892T3 (de) Verfahren zur herstellung eines elektrisch direktionalen bleches mit guter glasbeschichtbarkeit und hervorragenden magnetischen eigenschaften
DE3819852C2 (de)
DE1216065B (de) Aufbringen eines UEberzuges auf eine Molybdaen-Grundlage im Diffusionsverfahren
DE69607982T2 (de) Verfahren zur herstellung von calciumoxid, strontiumoxid und bariumoxid mit hoher wassersorption-geschwindigkeit.
DE2225792C3 (de) Bildschirm für eine Dunkelspur-Kathodenstrahlrohre und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2310941B2 (de) Verfahren zum impraegnieren eines poroesen metallkoerpers
DE2454569C3 (de) Reaktionskathode
DE2310941C3 (de) Verfahren zum Imprägnieren eines porösen Metallkörpers
DE69719452T2 (de) Kathode für eine Elektronenröhre und Herstellungsverfahren
DE60115490T2 (de) Anodenzusammenstellung für eine elektrochemische zelle
DE2852356C2 (de) Oxidkathode, Verwendung dieser Oxidkathode und Verfahren zur Herstellung eines Kathodenträgers für eine solche Oxidkathode
DE1671790C3 (de) Elektrolytträger für Brennstoffzellen und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2738207C2 (de) Basismetallplattenwerkstoff für eine direkt erhitzte Oxidkathode
DE1913717A1 (de) Verfahren zur Herstellung einer Kathode
DE1471765A1 (de) Verfahren zum Herstellen von Geruestkoerpern fuer gasundurchlaessige Brennstoffzellen-Kathoden
DE102007060272A1 (de) Bipolarplatte und Verfahren zum Herstellen einer Schutzschicht an einer Bipolarplatte
DE1471174A1 (de) Verbundkoerper aus Metall und Keramik
DE2215477A1 (de) Vorratskathode, insbesondere mkkathode
DE69012494T2 (de) Verfahren zur Herstellung einer Kathode.
DE3442270A1 (de) Verfahren zur herstellung metamorpher alkalimetalltitanate
DE19618929A1 (de) Kathode für Elektronenröhren

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
8339 Ceased/non-payment of the annual fee