DE230201C - - Google Patents
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L5/00—Slide valve-gear or valve-arrangements
- F01L5/02—Slide valve-gear or valve-arrangements with other than cylindrical, sleeve or part annularly shaped valves, e.g. with flat-type valves
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Valve Device For Special Equipments (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
in LONDON.
Verbrennungskraftmaschine.
Die Erfindung betrifft eine Verbrennungskraftmaschine,
bei welcher nach Freigabe der Auspufföffnung der Einlaßkanal durch den Steuerschieber zunächst mit einer Leitung zur
Einführung von Fegeluft und darauf mit einem solchen zur Einführung des Explosionsgemenges in Verbindung gebracht wird.
Das Wesen der Erfindung besteht nun darin, daß eine Maschine dieser Art derart ausge-
bildet wird, daß sie auch zum Betrieb mittels Druckluft bzw. Dampf geeignet ist, ohne daß
hierzu bedeutende Änderungen an derselben vorgenommen werden müßten. Die einzige
Änderung besteht nämlich darin, daß die Steuerung des Schieberventils geändert wird.
Um dieses zu erreichen, wird die den Eintritt der Fegeluft vermittelnde Bohrung im
Steuerschieber von der für den Gemischeinlaß in Frage kommenden Steuerkante in einer
Entfernung angeordnet, die größer ist als die Mündungsbreite des Einlaßkanals, so daß die
Verbindung der Fegeluft- und der Gemischleitung mit dem Zylinderinnern zeitlich getrennt
erfolgen. Wird die Maschine mit Dampf oder Druckluft betrieben, so steht die
Fegeluftleitung mit der Atmosphäre in Verbindung und dient als Hilfsauspuff.
Auf den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform der Maschine dargestellt,
und zwar zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Zylinder derselben, Fig. 2 eine Ansicht
einer Daumenscheibe, die zur Steuerung des Steuerschiebers dient, wenn die Maschine mit- /
tels Explosiortsgemenge betrieben wird, und Fig. 3 eine Ansicht einer Steuerscheibe, die
zur Betätigung des Steuerschiebers dient, wenn als Betriebsmittel Dampf oder Druckluft verwendet
wird.
In dem Zylinder α ist ein mit dem Auspuffrohr β verbundener Auspuffkanal c und ein
Einlaßkanal b vorgesehen, welch letzterer durch den Steuerschieber g abwechselnd mit einer
Zufuhrleitung d für das Explosionsgemenge und einer Zufuhrleitung f. für die Fegeluft in Verbindung
gesetzt werden kann. Zu diesem Zweck wird der Steuerschieber g in üblicher
Weise von der Hauptwelle aus durch eine Daumenscheibe betätigt, wobei derselbe zum
Einlaß des Verbrennungsgemisches mit seiner Außenkante unterhalb der Mündungsöffnung
des Einlaßkanals b zu stehen kommt und zum Einlaß der Fegeluft eine Bohrung h in demselben
vorgesehen ist, die gleichzeitig mit dem Zuleitungsrohr f der Fegeluft und dem Einlaßkanal
b des Zylinders in Verbindung gebracht werden kann. Der Abstand zwischen der Außenkante des Steuerschiebers und der
der Bohrung h ist größer als die Mündungs-
breite des Einlaßkanals b, so daß die Einführung von Brennstoff und Fegeluft zeitlich
getrennt erfolgt.
Die Wirkungsweise der Maschine als Verbrennungskraftmaschine ist folgende:
Durch die Leitung d wird das Explosionsgemenge zugeführt, durch die Leitung f die
Fegeluft, und durch das Rohr e erfolgt der Auspuff. Bewegt sich nun das Ventil nach
ίο abwärts, so legt die Außenkante desselben die
Einlaßöffnung des Kanals δ frei, und Explosionsgemenge tritt in das Zylinderinnere.
Dann geht das Ventil nach aufwärts und schließt die Verbindung zwischen b und d ab,
worauf die Kompression des Gasgemenges und dann die Explosion erfolgt. Hierauf führt
der Arbeitskolben seinen Arbeitshub aus und legt die Auspufföffnung c frei. Währenddem
bewegt sich das Ventil noch immer nach aufwärts und stellt mittels der Bohrung h die
Verbindung zwischen f und b her, so daß Fegeluft in das Zylinderinnere eintreten kann
und die Rückstände durch den Auspuffkanal c hinaustreibt. Der Arbeitskolben bewegt sich
dann wieder nach aufwärts und verschließt die Auspufföffnung c, während das Ventil bzw.
der Steuerschieber nach abwärts geht und die Verbindung zwischen d und b herstellt, so daß
wieder Explosionsgemenge in das Zylinderinnere eintreten kann, worauf derselbe Arbeitsgang
aufs neue beginnt.
Soll die Kraftmaschine mittels Dampf oder Druckluft betrieben werden, so wird die
Steuerscheibe nach Fig. 2 durch die nach Fig. 3 ersetzt, die Leitung e bleibt mit der
Atmosphäre in Verbindung, während die Leitung d an einen Dampfkessel bzw. einen
Druckluftbehälter angeschlossen wird. Die Leitung f wird gleichfalls mit der Atmosphäre
bzw. einem Kondensator verbunden und dient als H.ilfsauspuff, um den Gegendruck am Kolben
bei der Aufwärtsbewegung dieses letzteren aufzuheben. Die Arbeitsweise der Maschine
in diesem Fall ist folgende:
Der Steuerschieber bewegt sich seiner unteren Hubgrenze zu, so daß die Einlaßmündung
des Kanals b frei zu -liegen kommt und Dampf bzw. Druckluft durch die Leitung d in
das Zylinderinnere strömen kann, worauf der Kolben einen Arbeitshub vollzieht, während
der Steuerschieber sich wieder nach aufwärts bewegt und die Dampf- bzw. Druckluftzufuhr
abschneidet. Bei der Ausführung seines Arbeitshubes gibt der Kolben die Auspuff Öffnung
c frei, so daß der Auspuff durch das Rohr e stattfindet. Bewegt sich nun der Kolben
nach aufwärts, so verschließt er den Auspuff c, während der in gleichem Sinne sich
bewegende Steuerschieber den Kanal b mit dem Hilfsauspuffrohr f in Verbindung setzt
und diese Verbindung fast während des ganzen Aufwärtshubes des Arbeitskolbens aufrecht
hält, so daß der Gegendruck am Kolben während seiner Aufwärtsbewegung fast vollständig
aufgehoben wird. Dann geht der Steuerschieber wieder nach abwärts, so daß b und d
aufs neue verbunden werden und der beschriebene Arbeitsgang wieder beginnt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verbrennungskraftmaschine, bei welcher nach Freigabe der Auspufföffnung der Einlaßkanal durch den Steuerschieber zunächst mit einer Leitung zur Einführung von Fegeluft und darauf mit einer solchen zur Einführung des Gemisches in Verbindung gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die den Eintritt der Fegeluft vermittelnde Bohrung (h) des Steuerschiebers in einer Entfernung von der für den Gemischeinlaß in Frage kommenden Steuerkante liegt, die größer ist als die Mündungsbreite des Einlaßkanals (^, derart, daß: die Verbindung der beiden Leitungen (d und f) mit dem Zylinder zeitlich getrennt erfolgt, zum Zwecke, die Maschine für den Betrieb mit Dampf, Preßluft ο. dgl. verwendbar zu machen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE230201C true DE230201C (de) |
Family
ID=490436
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT230201D Active DE230201C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE230201C (de) |
-
0
- DE DENDAT230201D patent/DE230201C/de active Active
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