DE2301C - Verfahren zum Karbonisiren (Zerstören der Pflanzenfasern in Wollen, Wollgeweben und Wollstoffen) mittelst Chlormagnesium - Google Patents

Verfahren zum Karbonisiren (Zerstören der Pflanzenfasern in Wollen, Wollgeweben und Wollstoffen) mittelst Chlormagnesium

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DE2301C
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Dr. A. FRANK in Charlottenburg
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    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C5/00Carbonising rags to recover animal fibres

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Description

Zum Carbonisiren von Wollen wurde . bisher Schwefelsäure, Chloraluminium und trockenes Salzsäuregas verwendet. Das vom Erfinder benutzte Material Chlormagnesium bietet neben gröfserer Sicherheit für Schonung des Wollhaares gegenüber den vorgenannten Agentien auch den Vortheil gröfserer Billigkeit, da Chlormagnesium als Abfallstoff der Stafsfurter Kaliindustrie in Millionen von Centnern ungenutzt fortläuft und auch bei vielen anderen technischen Processen in einer für diese Verwendung genügenden Reinheit als Nebenproduct gewonnen wird.
Das Verfahren zum Carbonisiren besteht nun im Folgenden: In einer Lösung von Chlormagnesium von einer nach Qualität der Wollen zu bemessenden Concentration, gewöhnlich Lösungen von 1,07·—1,10 spec. Gewicht, wird die zu carbonisirende Wolle oder WoIlwaare eingeweicht. Nachdem dieselbe von der Lösung genügend durchdrungen ist, wird letztere ausgerungen oder durch Centriftigen ausgeschleudert und die Wollen werden dann in der Trockenstube gut getrocknet. Nachdem dies geschehen, wird die Wolle in den auf 100—1300 C. geheizten Carbonisationsraum gebracht und verbleibt dort so lange, bis sich die Carbonisation durch Zersetzung des Chlormagnesium mit noch vorhandenem Wasser in freie Salzsäure und Magnesiumoxyd vollzogen hat; 50—90 Minuten sind hierfür die ungefähren Grenzen.
Die aus dem Carbonisationsraume kommende Wolle wird dann entweder direct mit reinem Wasser gewaschen oder passirt, namentlich, wenn manganchlorürhaltiges Chormagnesium von Endlaugen der Bromfabrikation verwendet wurde, erst ein mit Salzsäure angesäuertes Bad, in welchem sich die auf den Wollhaaren durch Zersetzung des Manganchlorürs und Chlormagnesium gebildeten Oxyde des Mangans und Magnesiums (Mn O und Mg O) wieder lösen. Diese Lösung kann nach gehöriger Concentration zu neuen Operationen Verwendung finden.
Patent-Anspruch: Die Anwendung von Chlormagnesium chlormagnesiumreichen Endlaugen technischer Processe, zum Carbonisiren von Wollen, wollenen Geweben und Stoffen.

Claims (1)

1877.
Klasse 29.
A. FRANK in CHARLOXTENBURG.
Verfahren zum Carbonisiren (Zerstören der Pflanzenfasern in .Wollen, Wollgeweben und^,
Wollstoffen) mittelst Chlormagnesiums. <-"--—
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. December 1877 ab.
DENDAT2301D Verfahren zum Karbonisiren (Zerstören der Pflanzenfasern in Wollen, Wollgeweben und Wollstoffen) mittelst Chlormagnesium Active DE2301C (de)

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