DE229719C - - Google Patents

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DE229719C
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DE
Germany
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bracket
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47FSPECIAL FURNITURE, FITTINGS, OR ACCESSORIES FOR SHOPS, STOREHOUSES, BARS, RESTAURANTS OR THE LIKE; PAYING COUNTERS
    • A47F1/00Racks for dispensing merchandise; Containers for dispensing merchandise
    • A47F1/04Racks or containers with arrangements for dispensing articles, e.g. by means of gravity or springs

Landscapes

  • Cartons (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 54^·. GRUPPE
THE BOYE NEEDLE CO. in CHICAGO.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. März 1910 ab.
Die Erfindung betrifft Kasten zur Aufnahme kleiner Verkaufsgegenstände, wie Nadeln, um deren Verkauf zu erleichtern. Sie umfaßt im wesentlichen ein mit einem Verschluß versehenes Gehäuse mit einem innerhalb desselben beweglichen Träger und einer diesen und den Verschluß bewegenden Vorrichtung, welche einen an der Gehäuseaußenseite angeordneten Handgriff besitzt. Gemäß der Erfindung sind ferner an dem Gehäuse Vorrichtungen vorgesehen, welche mit der den Träger und den Verschluß bewegenden Vorrichtung derart zusammenarbeiten, daß der Träger festgestellt ist, wenn der Deckel geöffnet ist, und sich frei bewegen kann, wenn der Deckel in seiner Verschlußstellung sich befindet. In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung erhält die Trägerbewegungsvorrichtung eine Verbundbewegung, mittels welcher sie eine Bewegung in einer Ebene erfährt, wenn der Träger bewegt wird, wobei dann der Verschluß geöffnet werden kann, während zwecks Verriegelung des Trägers eine Bewegung der Trägerbewegungsvorrichtung in einer anderen Ebene erfolgt.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigt
Fig. ι eine schaubildliche Darstellung des Warenkastens.
Fig. 2 ist ein Längsschnitt durch denselben. Fig. 3 ist teilweise eine Oberansicht und teilweise ein wagerechter Schnitt.
Fig. 4 ist ein senkrechter Querschnitt,
Fig. 5 zeigt in einem bruchstückweisen wagerechten Schnitt eine der Ecken des Kastens.
Fig. 6 ist eine abgebrochene schaubildliche Darstellung der Trägerverschiebungsvorrichtung und der Verbindung derselben mit dem Behälterverschluß.
Fig. 7 ist eine schaubildliche Darstellung eines aus Papier bestehenden Nadelhalters vor seiner Zusammenfaltung.
Fig. 8 ist eine schaubildliche Ansicht des Nadelhalters nach dem Zusammenfalten und vor Einführung der Heftklammer.
Fig. 9 ist eine schaubildliche Darstellung des Nadelhalters nach Einführung der Heftklammer, welche gemeinsam mit dem Papier mit einem Schlitz versehen worden ist.
Fig. 10 ist ein Schnitt nach Linie io' der Fig.. 9 in vergrößertem Maßstabe.
In der Zeichnung bedeutet A ein längliches rechtwinkliges Gehäuse, welches an der Oberseite mit einer quer verlaufenden Öffnung 1 und an der Seite mit einem Längsschlitz 2 versehen ist; A' bedeutet einen auf einer Querstange 3 drehbaren Deckel, welche sich quer über den Oberteil des Gehäuses erstreckt und in im Oberteil desselben gebildeten Lagern sitzt. B ist ein beweglicher, verschiebbar in dem Gehäuse gelagerter Träger, C eine den Träger und den Deckel bewegende Vorrichtung, welche mit einem Handgriff C versehen ist, dessen Ansatzstange durch den seitlichen Schlitz 2 des Gehäuses vorsteht.
Das Gehäuse besteht zweckmäßig aus Blech
und besitzt Oberteil, Seiten- und Stirnwandungen, während der Boden wegbleiben kann. Zwecks Herstellung des Gehäuses wird ein Stück Metallblech an den Ecken mit entsprechenden Aussparungen versehen, worauf die Seitenlappen zwecks Bildung der Seiten der Stirnwandungen abwärts gebogen werden. Die aneinanderstoßenden Kanten der Lappen werden durch- Eckklammern 4 vereinigt. Aus Fig. 4 ist zu ersehen, daß die unteren Seitenteile der Gehäuseseitenwandungen nach auswärts ausgebogen sind, so daß sie Längsführungen 5 am Boden desselben bilden.
Der Träger B ist ungefähr halb mal so lang als das Gehäuse. Er besteht zweckmäßig aus Blech und besitzt ungefähr die Form eines Kastens ohne Boden. Die unteren Kanten der Seiten 6 des Trägers sind mit nach auswärts gerichteten Führungsflanschen 7 versehen, welche in den Führungen 5 sitzen. Der Oberteil 8 des Trägers ist ausgeschnitten zwecks Aufnahme von Längsträgern 9, welche abwechselnd Seitenflanschen 10 und Quernuten zur Aufnahme mit Aussparungen versehener doppelseitiger Arme 11 besitzen. Die Arme 11 werden mit den Stangen 9 durch darüberliegende Längsträger 12 und Schrauben 13 verbunden. Die Trägerarme 11 sind in mit Bezug auf das Gehäuse quer verlaufenden Reihen angeordnet; da der Träger mit Bezug auf dasselbe in der Längsrichtung verschiebbar ist, so kann jede beliebige Querreihe dieser Arme unter die öffnung 1 des Gehäuses gebracht werden. Die äußeren Enden der Arme 11 sind nach aufwärts gebogen und etwas angespitzt. Sie tragen Nadelbehälter 14, von denen einige auf den Tragarmen der Fig. 3 dargestellt sind. Jeder Behälter 14 besteht aus einem Papierblatt 15, welches nach den gestrichelten Linien der Fig. 7 umgebogen wird, und einer Klammer 16, welche die Endlappen des Papierstücks verbindet. Vor dem Zusammenfalten wird das Papier mit Nadeln 17 versehen. Nach der Anbringung der Verschlußklammer wird diese und das Papier mit einem rechtwinkligen Schlitz 18 versehen, der über einen Arm 11 gestreift werden kann. Die Arme 11 besitzen rechtwinkligen Querschnitt, so daß die Nadelbehälter in aufrechter Lage gehalten und nicht beim Transportieren oder Handhaben des Kastens untereinander geschüttelt und in Unordnung gebracht werden. Die nach aufwärts gebogenen äußeren Enden der Arme verhüten ein zufälliges Abgleiten der Nadelbehälter.
Die untere Kante des Schlitzes 2 des Gehäuses ist mit einer Reihe von Aussparungen 19 und die Stirnwand des Gehäuses gegenüber diesen Aussparungen mit Indexziffern oder -zeichen 20 versehen. . Letztere entsprechen gleichen Zeichen einer Tabelle 21, die auf der Oberseite des Gehäuses aufgedruckt ist und die Namen der verschiedenen Nähmaschinennadeln enthält. Zweckmäßigerweise werden diese in alphabetischen Reihen angeordnet, wobei die Anfangsbuchstaben der Namen in einer Kolonne oberhalb der einzelnen Reihen erscheinen, während die Namen der einzelnen Reihen in alphabetischer Reihenfolge in Übereinstimmung mit den Anfangsbuchstaben am Kopf der Kolonne aufgeführt sind.
Die Vorrichtung C zum Verschieben des Trägers und zur Bewegung des Verschlußdeckels umfaßt zweckmäßig einen Hebel oder Bügel 22, welcher aus einem Längsglied 23 und nach rückwärts sich erstreckenden Armen 24 besteht, die mit nach innen gebogenen Enden 25 versehen sind, die drehbar mit den Enden des Trägers B verbunden sind. Die Vorrichtung umfaßt ferner einen Hebel 30, dessen eines Ende mit einer Durchlochung 31 versehen ist, die mittels eines Gelenkes 32 mit der Stirnwand des Gehäuses verbunden ist, während das andere Ende des Hebels durch ein Verbindungsglied mit einem kurzen Arm 34 verbunden ist, der an dem Deckel A' hinter dem Drehbolzen 3 sitzt. Der Hebel 30 besitzt einen nach abwärts gerichteten Arm 35 mit nach auswärts gebogenen Ansätzen 36, welche eine Führung für die Stange 23 des Bügels 22 bilden. Der Handgriff C besitzt einen Schaft .37, welcher durch den Schlitz 2 der Stirnwand des Gehäuses hindurchgeht und mit der Stange 23 in deren Mitte verbunden ist. Der Schaft 37 ruht gewöhnlich auf der Unterseitenkante des Schlitzes 2 auf, wenn der Deckel A' in seiner Verschlußstellung sich befindet. Der Träger B kann der Länge nach verschoben werden, so daß der Schaft 37 über eine der Aussparungen 19 gelangt, worauf der Bügel 22 um seine Zapfen 25 niedergedrückt werden kann. Hierbei wird das freie Ende des Hebels 30 um den Drehpunkt 31 nach abwärts gedreht, wodurch der Deckel A' in die durch die punktierten Linien in Fig. 2 dargestellte geöffnete Stellung gebracht wird.
Die Verwendungsweise des Kastens ist aus der Beschreibung ohne weiteres ersichtlich. Die Nadelbehälter sitzen an den Armen 11 des Trägers in einer dem Index 20 entsprechenden Anordnung, dessen geeignete Zusammen-Setzung sich mit Bezug auf die Tabelle 21 aus den Namen der Nadeln ergibt, die der Kunde zu haben wünscht. Der Träger kann nach Belieben verschoben werden, so daß jede gewünschte Reihe von Nadelbehältern unter die Öffnung ι des Gehäuses gebracht werden kann. Das Verschieben des Trägers kann mittels des Handgriffes C in wagerechter oder Längsrichtung mit Bezug auf das Gehäuse erfolgen, und zwar durch den Bügel 22, wobei dann die Stange 23 durch die Führung 36 des Hebels 30 hindurchgleitet. Wenn der Schaft 37 des
Knopfes C in die richtige Stellung oberhalb der gewünschten Indexzahl 19 gebracht ist, kann der Bügel nach abwärts gedreht und der Deckel A' geöffnet werden. Hierbei wird der Träger durch den Eingriff des Schaftes 37 mit den Nuten 19 gegen weitere Verschiebung festgestellt. In Fig. 2 ist der Bügel mit ausgezogenen Linien in angezogener Stellung und mit punktierten Linien in niedergedrückter
ίο Stellung dargestellt. Nach Entnahme der gewünschten Packung aus dem Warenkasten kann der Handgriff C angehoben werden, wodurch der Schaft 37 von den Feststellnuten des Gehäuses freigegeben und der Bügel 22 angehoben wird. Hierdurch wird der Deckel mittels des Hebels 30 geschlössen. Wenn der Deckel sich in seiner Verschluß- oder wagerechten Lage befindet, ist sein Gewicht groß genug, um das Niederfallen des Handgriffes C unter dem Einfluß des eigenen Gewichtes zu verhüten, wenn sich der Schaft 37 über einer Aussparung befindet. Andererseits wird, wenn sich der Schaft nicht über einer Aussparung befindet, verhütet, daß er sich nach abwärts bewegt und den Deckel öffnet, da er sich hierbei in nächster Nähe der Oberkante des Schlitzes 2 befindet.

Claims (6)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Warenkasten mit Deckelverschluß zur Entnahme der Ware und einem innerhalb des Kastengehäuses vorgesehenen Tragorgan für dieselbe, dadurch gekennzeichnet, daß der Warenträger mit einem Bügel verbunden ist, welcher seine Verschiebung innerhalb des Gehäuses zwecks Entnahme von Ware gestattet und das Öffnen und Schließen des Deckels bewirkt.
  2. 2. Warenkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel mit an dem Kasten vorgesehenen Rasten derart zusammenarbeitet, daß der Warenträger nach Verschiebung in die verschiedenen Entnahmestellungen bei geöffnetem Deckel gegen Weiterbewegung durch den Bügel verriegelt wird.
  3. 3. Warenkasten nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel drehbar in dem Warenträger und längsverschiebbar in einem mit dem Deckel verbundenen Hebelwerk gelagert ist, so daß bei seiner Drehung das Öffnen oder Schließen des Deckels und bei seiner Längsverschiebung die Zuführung der zu entnehmenden Waren erfolgt. '
  4. 4. Warenkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Warenträger als Kasten ausgebildet ist, dessen Oberseite mit Querstäben zur Aufnahme von Trägern für die Ware versehen ist.
  5. 5. Warenkasten nach' Anspruch 4, ins- · besondere zur Aufnahme von Nadelbriefen, dadurch gekennzeichnet, daß die Träger als wagerechte, nach außen aufwärts aufgebogene Arme ausgebildet sind, welche in an der Warenpackung vorgesehene Schlitze einzutreten vermögen.
  6. 6. Nadelpackung für Warenkasten nach Anspruch 5, bei welcher die Nadeln innerhalb eines zusammengefalteten Papierstreifens aufgereiht sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Papierstreifen mit Ausschnitten versehen ist und seine Faltenden von Klammern zusammengehalten sind, deren Ausschnitte sich mit denen des Packungspapieres decken.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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