DE229205C - - Google Patents

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DE229205C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D44/00Machines for attaching welts or rands

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 229205 KLASSE 71c. GRUPPE
V. St. A.
oder auf dem Schuhboden.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Juli 1909 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bilden Maschinen zum Einsetzen von Befestigungsmitteln und besonders Maschinen, die auch zur Befestigung eines Rahmens oder Keders an dem Schuh dienen. .
Bei der Herstellung bestimmter Gattungen von Schuhwerk ist es gebräuchlich, einen Rahmen an dem vorspringenden Sohlenrand oder an dem Boden des aufgezwickten Schuhes anzubringen. Es hat sich als besonders schwierig erwiesen, den Rahmen scharf gekrümmten Stellen des Schuhes anzupassen, während er in seiner Höhenrichtung gebogen wird. Sogar wenn der Rahmen von einer ortsfesten Führung in seiner Lage gehalten wird, zeigte es sich, daß er durch den dem Biegen gebotenen Widerstand von der. Kante des Schuhes zurückgezogen wurde und die Kante nicht um den erforderlichen Betrag überragte.
Dieser Übelstand soll gemäß der Erfindung beseitigt werden, und zweckmäßig wird dies erreicht, indem während des Arbeitsganges der Maschine relative Bewegungen des Werkstückes und der Einsetzvorrichtung quer zur Vorschubrichtung .des Schuhes selbsttätig bewirkt werden, so daß der Rahmen die Kante des Schuhes stets um den erforderlichen Betrag überragt. Diese selbsttätigen Relativbewegungen des Werkstückes und der Einsetzvorrichtung werden zweckmäßig von dem sich drehenden Werkstückträger abgeleitet. .
Bei der Herstellung gewissen Schuhwerkes soll aber auch an verschiedenen Stellen ein besonders breiter vorspringender Sohlenrand gebildet werden, z. B. Schuhe mit Baltimorerändern oder schottischen Rändern. Damit die erforderlichen Relativbewegurigen des Werkstückes und der Einsetzvorrichtung zu beliebigen Zeiten vorgenommen werden können, besitzt die Maschine gemäß der Erfindung auch vom Arbeiter gesteuerte, zum Hervorbringen dieser Bewegungen dienende Vorrichtungen.
Der Erfindungsgedanke ist an einer Nagelmaschine nach der amerikanischen Patentschrift 490624 veranschaulicht.
Fig. ι ist eine Seitenansicht der für die Erfindung wesentlichen Teile der Maschine.
Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie 2-2 der Fig. i. .
Fig. 3 ist eine Vorderansicht gewisser Teile der Maschine, den zu bearbeitenden Schuh im Schnitt darstellend.
Fig. 4 stellt eine abgeänderte Ausführungsform der Kantenführung dar.
Fig. S zeigt einen Schuh mit einem teilweise befestigten Rahmen.
An dem seitlich schwingbaren Maschinenkopf ist die Ahle 2 und ein Treiber 4 angebracht. Der Gleitweg 6 ist derart mit dem Maschinenkopf verbunden, daß er an der Schwing- bewegung des letzteren teilnimmt. Die seitliche Schwingbewegung des Kopfes findet statt, nachdem die Ahle zwecks Vorschiebens des AVerkstückes in das letztere, eingestochen hat. Sodann \vird die Ahle zurückgezogen, und der schwingende Kopf wird in seine ursprüngliche
Lage zurückgeführt, so daß der Treiber 4 gerade über dem von der Ahle 2 vorgebohrten Loch liegt. Unmittelbar hierauf wird ein Nagel von dem Gleitweg abgesondert und in die Stoffdrückernase eingeführt. und von dem sich herabbewegenden Träger in das Werkstück eingesetzt.
Die in den Zeichnungen dargestellte Maschine besitzt einen in der schweizerischen Patentschrift 33210 eingehend beschriebenen Werkstückträger. Dieser Werkstückträger oder Leistenträger ist drehbar an einem Leistenständer 10 angebracht, welcher in einem nach aufwärts gerichteten Teil 12 des Maschinengestelles auf und ab bewegbar ist. Der Leistenständer lö kann mittels eines (nicht dargestellten Trethebels) angehoben oder gesenkt werden, um den Schuh der Maschine darzubieten oder um das Abnehmen desselben zu ermöglichen.
Der Leistenträger ist so eingerichtet, daß der Schuh in der Längsrichtung bewegt werden kann und daß der Schuh außerdem um in der Längs- und Querrichtung des letzteren verlaufende Achsen gekippt werden kann, damit die einzelnen Teile desselben der Befestigungsvorrichtung in der erforderlichen Weise dargeboten werden. Der Träger 18 des Leistenzapfens besitzt seitliche Nuten 20, in die drehbare Führungen 22 eintreten. Die Führungsstücke 22 sind in einem Joch 24 untergebracht, dessen untere, bogenförmig ausgebildete Seite in einer bogenförmigen Führung eines- Blockes 26 gleitet, so daß der Schuh um seine Längsachse gekippt werden kann. Die Kippbewegungen des Schuhes um Querachsen desselben werden durch Anschläge 28 und 30 begrenzt. Der Anschlag 30 ist senkrecht verstellbar.
Der Rahmen 32 geht durch eine Führung ^ hindurch, die von einem verstellbar am Maschinengestell angebrachten Schieber 36 getragen wird. Während der Rahmen an dem Schuh befestigt wird, befindet sich der Rahmen zwischen dem S.chuhträger und der Widerlagsplatte 38 (Fig. 3). Das freie Ende des Rahmens 32 wird von einer Hilfsführung 40 getragen.
Die Kantenführung 42 besteht aus einer kegelstumpfförmigen Rolle, die an einem Schieber 44 angeordnet ist. Der Schieber 44 gleitet in einem Block 46, und zwar ist er gegen den Schuh und hinweg von demselben bewegbar. Der Schieber 44 und der Block 46 besitzen eine Stift- und Schlitzverbindung 48, welche die Gleitbewegungen des Schiebers 44 begrenzt. Damit die äußerste Lage der Kantenführung 42 verändert werden kann, ist der Block 46 in einer im Maschinengestell angebrachten Führung 50 verschiebbar. Eine Schraube 52, welche durch einen Schlitz des Blockes 46 hindurchgeführt ist, schraubt sich in die Führung hinein und sichert die Lage des Blockes 46. Der Schieber 44 wird durch folgende Verbindung von dem Kurvenstück 54 aus bewegt. Das Kurvenstück 54 ist an dem Block 26 des Leistenträgers angebracht. Das obere. Ende des bei 58 drehbaren Hebels 56 steht mit dem Schieber 44 in Berührung, während das untere Ende des Hebels 56 eine Rolle 60 trägt, die an dem Kurvenstück 54 anliegt.
Die beschriebene Verbindung bewirkt selbsttätiges Verschieben des Werkstückes und des Rahmens während des Befestigens des letzteren. Um jedoch außer diesen selbsttätigen Bewegungen weitere relative Bewegungen dieser Teile hervorzubringen, sind Mittel vorgesehen, welche es dem Arbeiter ermöglichen, den Schieber 44 nach Willkür zu bewegen. In Lagerungen 64, 66 des Maschinengestelles befindet sich eine Schwingwelle 62, an deren obe- rem Ende ein Arm 68 befestigt ist. Der Arm 68 steht mit einer an der Rückseite des Hebels 56 angebrachten Rolle 70 in Berührung. An dem unteren Ende der Schwingwelle 62 ist ein zweiter Arm 72 angebracht, der mit einem von einer Kniegabel aus bewegten Hebel 74 verzapft ist. Die Drehbewegung der Schwingwelle 62 wird durch Anschläge 78 und 80 befrenzt. Diese Anschläge bestehen aus auf die chwingwelle aufgebrachten Bunden, an denen herabhängende Arme angebracht sind, die mit einem das Lagerstück 66 tragenden Querstück 82 zusammentreffen.
Der Schuh 16 wird auf dem Werkstückträger aufgebracht, und der Rahmen 32 wird in die Rahmenführung 34 und in die Hilfsführung 40 eingeführt. Der Schuhträger wird sodann angehoben, so daß der Rahmen zwischen der Widerlagsplatte 38 und dem Randteil der Sohlenfläche des Schuhes festgeklemmt wird. Die Kantenführung 42 steht in der Gegend des Gelenkteiles des Schuhes mit dem nächst dem Rahmen 32 liegenden Teil des Oberleders in Berührung. Zu dieser Zeit nimmt die Kantenführung ihre rückwärtige Lage ein, welche durch die Stift- und Schlitzverbindung 48 des Schiebers 44 und des Blockes 46 bestimmt wird. Diese Lage könnte jedoch auch anderweitig bestimmt werden, z. B. durch geeignete Gestaltung des Kurvenstückes 54.
Sobald die Maschine angelassen wird, so werden Befestigungsmittel in den Rahmen und in die Brandsohle eingesetzt. Der Schuh wird während der einzelnen Befestigungsvorgänge von der Ahle 2 schrittweise vorgeschoben. Sobald die Vereinigung des Gelenk- und Vorderteiles des Schuhes erreicht wird, bewegt der Arbeiter, wenn ein vorspringender Sohlenrand gebildet werden soll, die Kriiegabel, so daß der Hebel 74 die Welle 62 in diejenige Lage schwingt, in der der Anschlag 78 mit dem Fortsatz 82 zusammentrifft. Hierdurch wird
bewirkt, daß der an dem oberen Ende der Welle 62 angebrachte Arm ,68 den Hebel 56 und den Schieber 44 vorwärts bewegt, so daß der Schuh quer zur Vorschubrichtung bewegt wird. Die Rahmenführung 34 und der darin befindliche Rahmen verbleiben zu dieser Zeit ortsfest, so daß der Rahmen die Leistenkante um einen größeren Betrag überragt. Beim Erreichen des Spitzenteiles des Schuhes wird der Leistenträger gedreht, damit der Rahmen an diesen Stellen in der erforderlichen Weise befestigt werden kann. Während dieser Drehung des Leistenträgers wird das Kurvenstück 54 mit der Rolle 60 in Berührung gebracht, vorausgesetzt, daß das Kurvenstück 54 nicht so gestaltet ist, daß es in ununterbrochener Berührung mit der Rolle 60 steht. Das Kurvenstück bewegt dann den Hebel 56 und den die Kantenführung 42 tragenden Schieber 44. Die Kantenführung wird hierdurch vorwärts bewegt, ohne daß der Arbeiter den Hebel 74 aus der Lage, in die er ihn zu Beginn des Arbeitsganges der Maschine bewegt hat, herausschwingt. Diese Bewegung der Käntenführung 42 bewirkt relative Bewegungen des Schuhes und des Rahmens, so daß der Rahmen an scharfgekrümmten Stellen die Kanten des Schuhes um den erforderlichen Betrag überragt.
Durch fortgesetzte Drehung des Leistenträgers wird die Rolle 60 von dem Kurvenstück hinwegbewegt, und der Hebel 56 ermöglicht es der Kantenführung 42, durch den von dem Werkstück auf die letztere ausgeübten Druck in eine Lage zurückzukehren, die durch Zusammentreffen des Armes 68 der Schwingwelle 62 mit dem Hebel 56 bestimmt wird. Die letztgenannte Bewegung könnte auch durch eine Feder bewirkt werden. Nachdem das Be-
4.0 , festigen des Rahmens um den Spitzenteil des • Schuhes herum bereits stattgefunden hat, wird der Rahmen an der anderen Seite des Ballenteiles befestigt, und beim Erreichen der Vereinigung des Gelenk- und Ballenteiles wird der Arbeiter die Kniegabel 74 in entgegengesetzter Richtung bewegen, so daß die Kantenführung wieder in ihre rückwärtige Lage gebracht wird, welche entweder durch den Anschlag 80 der Schwingwelle 62 oder durch die Stift- und Schlitzverbindung 48 des Schiebers 44 und des Blockes 46 bestimmt wird. Der die Kantenführung tragende Schieber 44 könnte auch anstatt an dem Block 46 in einer Führung des Maschinengestelles angeordnet werden. In der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform ist dieser durch das Bezugszeichen 86 'angedeutete Schieber an einer Konsole 83 des Maschinengestelles angebracht und mittels einer Schraube verstellbar mit dem Hebel 56 verbunden. Ein mit dem Lagerstück 90 der Kantenführung zusammentreffender Anschlag 88 begrenzt die Rückwärtsbewegung des Schiebers 86.

Claims (3)

Patent-Ansprüche: ,
1. Maschine zum Aufnageln des Rahmens auf dem vorspringenden Sohlenrand oder auf dem Schuhboden, dadurch gekennzeichnet, daß relative Bewegungen des Werkstückes und der Nagelvorrichtung (4) nebst der Rahmenführung (34) quer zur Vorschubrichtung während des Arbeitsganges der Maschine selbsttätig bewirkt wer'den (54, 60, 56, 58, 46, 44, 42).
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dieselben relativen Bewegungen des Werkstückes und der Nagelvorrichtung (4) nebst der Rahmenführung (34) auch zu beliebigen Zeiten mittels Vorrichtungen (74, 76, 72, 62, 68, 70) bewirkt werden können, welche unter der Aufsicht des Arbeiters stehen.
3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die selbsttätigen relativen Bewegungen des Werkstückes und der Nagelvorrichtung durch die Drehung (54) des AVerkstückträgers (10) hervorgebracht werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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