DE227274C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B39/00—Cooling or quenching coke
- C10B39/04—Wet quenching
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- Materials Engineering (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Coke Industry (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 26 e. GRUPPE
FRANZ AHLEN in DÜSSELDORF.
von Kohlen gewonnenen Kokses.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und die zur Ausübung desselben dienende Vorrichtung
zum Sortieren und Löschen des bei der Entgasung von Steinkohlen gewonnenen Kokses.
Das Verfahren kennzeichnet sich besonders dadurch, daß der den Koks in glühendem Zustande
aufnehmende Wagen an einer außerhalb des Ofenhauses befindlichen, geneigt liegenden
ίο Doppelschurre entlang gefahren und dabei auf die Schurre geschüttet wird, so daß das Sortieren
des Kokses in glühendem, d. h. in dem wegen des geringen Aneinanderhaftens der einzelnen Koksteilchen für das Sortieren
günstigsten Zustande erfolgt, ohne daß eine kraftverbrauchende und dabei den Koks ungünstig
beeinflussende Schüttelbewegung erforderlich ist, daß ferner die Koksarten getrennt
abgelöscht werden, wobei der entstehende Dampf hauptsächlich ein zweckentsprechendes
Löschen des feineren Kokses herbeiführt.
Die Vorrichtung kennzeichnet sich dagegen durch die Anordnung des den Koks aufnehmenden
Wagens, der Schurre, der Löschvorrichtung und der Entleervorrichtung der Schurre.
Die Vorrichtung ist auf den Zeichnungen in den Fig. 1 bis 5 dargestellt.
Die Fig. ι und 2 stellen die Gesamtanlage in Ansicht und Draufsicht dar.
Die Fig. 3 bis 5 zeigen die Sortier-, Lösch- und Ladevorrichtung in Vorderansicht, Seitenansicht und Draufsicht.
Die Fig. 3 bis 5 zeigen die Sortier-, Lösch- und Ladevorrichtung in Vorderansicht, Seitenansicht und Draufsicht.
Die den aus dem Ofen kommenden Koks aufnehmenden, elektrisch oder anders angetriebenen,
auf einem Gleise beweglichen Wagen 4 sind mit einem stark geneigten Boden versehen, und sie sind auf Gleisen beweglich,
auf welchen sie vor den öfen entlang bewegt werden. Vor dem Gleise für die Wagen liegt
eine mit zwei übereinander befindlichen Böden versehene Doppelschurre 1, die um eine Querachse
2 drehbar ist. Diese Schurre ist während der Benutzung, schräg von den Wagen aus gerechnet,
nach unten hin geneigt. Der Boden der oberen Schurre wird größtenteils durch einen
Zwischenrost 3 gebildet. Die untere Schurre ist kürzer als die obere und reicht nur wenig
über den Rost hinaus. An dem Wagen ist eine Pendeltür 5 angebracht, nach deren öffnen
das Entleeren erfolgt. Das öffnen derselben geschieht selbsttätig durch einen im Fahrgleise
angebrachten Anschlag 6. An diesen trifft ein mit der Verschlußklinke 7 der Tür verbundener Hebel 8, wodurch dieser so bewegt
wird, daß das Auslösen der Klinke stattfindet. Da das öffnen während der Bewegung des
Wagens erfolgt, so wird der ausfallende Koks auf die ganze Länge der Schurre verteilt, und
da sich diese in einem bestimmten Neigungswinkel befindet, der kleiner als der Gleitwinkel
für das zu behandelnde Material ist, so wird die diesem infolge des Abrutschens von dem
stark geneigten Wagenboden innewohnende lebendige Kraft während des Entlanggleitens
auf der Rutsche allmählich aufgezehrt, und es wird dadurch das Gleiten des sämtlichen Kokses
nach dem unteren Ende der Schurre, wo sich denselben aufhaltende feste Wände 12 und 13
befinden, vermieden und dadurch und infolge des Ausstreuens während des Fahrens des
Wagens ein vollkommen gleichmäßiges Verteilen desselben auf der ganzen Fläche der
Schurre erzielt. Die Höhe der Koksschicht wird einerseits durch die Weite der Ausfallöffnung
und anderseits durch die Bewegungsschnelligkeit des Wagens beeinflußt und kann demnach nach Bedarf reguliert werden. Durch
ίο das Auseinanderziehen des dem Wagen entgleitenden
heißen Kokses und durch das dann folgende Entlanggleiten auf dem Roste wird eine Sonderung des groben Kokses von dem
feineren erreicht. Der feinkörnige, durch den Rost 3 hindurchfallende Koks wird von einer
zweiten, unter der ersten Schurre angebrachten Schurre 9 aufgenommen. Diese ist mit der
ersteren fest verbunden und zu einem geschlossenen Kasten vereinigt. Dieses Trennen
des groben Kokses von dem feinkörnigen bildet neben dem gleichmäßigen Verteilen des Materials
auf der Schurre die Grundlage für ein gleichmäßiges Löschen bei geringem Wasserverbrauch.
Das Löschen von Koks verschiedener Korngröße erfordert infolge des erst nach und nach in das Innere des zu löschenden
Stückes eindringenden Wassers verschiedene Zeit. Daraus folgt, daß, wenn Koksstücke verschiedener
Korngröße in gleicher Zeit gelöscht werden sollen, die Intensität der Wasser- bzw.
Dampf zuführung verschieden sein muß, und daß mithin hierfür die Sonderung in einzelne Korngrößen
von großem Vorteil ist. Zum Löschen des auf der oberen Schurre befindlichen Kokses
dienen Brausen 10, die das Wasser in feinen Strahlen unter einem schwachen Winkel gegen
die Horizontale gleichmäßig von gegenüberliegenden Seiten aus über den Koks verteilen.
Gleichzeitig richtet eine zwischen der oberen und unteren Schurre gegen den herabfallenden
Koks geschützt liegende, rohrartig angeordnete Brause 11 ihre Wasserstrahlen von unten gegen
den auf dem Roste und zum Teil auch gegen den feinkörnigen, auf der unteren Schurre
liegenden Koks. Das Löschen des groben Kokses wird somit von verschiedenen Seiten
bewirkt. Der die Schurre bedienende Arbeiter bedient sich zweckmäßig noch nebenher einer
Handbrause, um da, wo es erforderlich wird, dem Löschungsvorgange nachzuhelfen bzw.
denselben zu regeln. Die Zwischenbrause 11 und die durch den Rost hindurchtropfenden
Wasserteilchen benässen den auf der unteren Schurre liegenden Koks und veranlassen zugleich
eine lebhafte Dampfentwicklung, die infolge des geschlossenen Kastens auf den auf
der unteren Schurre 9 und auf dem oberen Roste sich befindlichen Kokses als Dampfbad
wirkt, wodurch das gute und schnelle Löschen wesentlich gefördert wird, da gerade
Dampf sich zum Ablöschen von Koks, insbesondere feinkörnigen Materials ganz besonders
eignet. Dabei ist eine Explosionsgefahr vollständig ausgeschlossen, da der Dampf durch
den oberen Rost entweichen kann. Ist das Löschen beendet, so werden die Schurren um
ihre gemeinsame Achse nach vorn geneigt. Die die Schurren in der Löschstellüng nach vorn
abschließenden, fest angebrachten, zweckmäßig aus Blechplatten bestehenden Wände 12 und 13
.nehmen an der Bewegung nicht teil, so daß der Koks, wenn die Schurren entsprechend geneigt
werden, abgleiten kann und in die getrennt unter denselben an den entsprechenden Stellen
angebrachten Behälter gleitet. Der grobe Koks kann aus den Behältern mittels geeigneter
Vorrichtungen ohne weiteres in bereitstehende Wagen 14 verladen werden, während der sich
in anderen Behältern ansammelnde feinere Koks sofort zur Aufbereitung gebracht werden
kann. Durch die Anlage wird gleichzeitig eine möglichst schonende Behandlung des Kokses
erreicht und infolgedessen ein nachteiliges Zerkleinern desselben vermieden.
Es ist natürlich nicht ausgeschlossen, daß an einer nach der Erfindung eingerichteten
Ofenanlage der Koks zum Teil auch ungelöscht zum Betriebe der Generatoren 16 entnommen
wird, .etwa mittels Gefäßen 15, die sich als Glieder einer fortlaufend bewegten endlosen
Kette (s. Fig. 1) darstellen.
Claims (6)
1. Verfahren zum Sortieren und Löschen des bei der Entgasung von Kohlen gewonnenen
Kokses, dadurch gekennzeichnet, daß die den glühenden Koks enthaltenen
Wagen an einer außerhalb des Ofenbaues befindlichen, geneigt liegenden Doppelschurre
entlanggeführt werden, wobei diese während der Bewegung ihren Inhalt derart über den oberen Boden der Schurre, die
zum Teil oder ganz als Rost ausgebildet ist, ausstreuen, daß hierbei und bei dem
nachfolgenden Herabgleiten des Kokses auf der Schurre ein Sortieren des heißen Kokses
und ein gleichmäßig hohes Lagern desselben auf den Böden der Schurre bewirkt wird.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Löschen durch oberhalb der oberen Schurre und gleichzeitig durch unter dem
Sortierrost derselben angebrachte Brausen erfolgt, die gleichzeitig den groben Koks
nochmals von unten und den feinen Koks von oben löschen, zu dessen Löschen gleichzeitig
der entstehende Dampf und das von oben abtropfende Wasser dient.
3. Vorrichtung zum Ausüben des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Boden des Kokswagens steiler, die Schurren aber etwas weniger
steil als der mittlere Gleitwinkel des zu bearbeitenden Kokses geneigt sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Doppelschurre
(1) um eine horizontale Mittelachse (2) drehbar und einstellbar ist.
5. An der Schurre nach Anspruch 4 die Einrichtung, daß vor der nach unten geneigten
Seite derselben feste Wände (12, 13) angebracht sind, die bei der Aufnahme des
Kokses einen Abschluß der oberen und unteren Schurre bilden, wobei letztere gegenüber
der ersteren in der Weise zurücksteht, daß das Entleeren der Schurre durch Drehen
um die Mittelachse (2) in verschiedene Behälter stattfindet, und daß somit die beiden
Kokssorten getrennt gehalten werden.
6. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine
zwischen den beiden Böden der Schurre angeordnete Brause (11), die sowohl von
unten gegen den Zwischenrost (3) hin als auch von oben her gegen den Boden der
unteren Schurre wirkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE227274C true DE227274C (de) |
Family
ID=487743
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT227274D Active DE227274C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE227274C (de) |
-
0
- DE DENDAT227274D patent/DE227274C/de active Active
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