DE22708C - Osmose-Apparat - Google Patents
Osmose-ApparatInfo
- Publication number
- DE22708C DE22708C DENDAT22708D DE22708DA DE22708C DE 22708 C DE22708 C DE 22708C DE NDAT22708 D DENDAT22708 D DE NDAT22708D DE 22708D A DE22708D A DE 22708DA DE 22708 C DE22708 C DE 22708C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- osmosis
- frame
- frames
- molasses
- paper
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 235000013379 molasses Nutrition 0.000 claims description 9
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 8
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000010802 sludge Substances 0.000 description 2
- 238000005452 bending Methods 0.000 description 1
- 230000002950 deficient Effects 0.000 description 1
- 230000005484 gravity Effects 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 230000020477 pH reduction Effects 0.000 description 1
- 239000002244 precipitate Substances 0.000 description 1
- 230000003014 reinforcing effect Effects 0.000 description 1
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
- 238000005406 washing Methods 0.000 description 1
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C13—SUGAR INDUSTRY
- C13B—PRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- C13B35/00—Extraction of sucrose from molasses
- C13B35/08—Extraction of sucrose from molasses by physical means, e.g. osmosis
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Water Supply & Treatment (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Separation Using Semi-Permeable Membranes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Alle bisher gebräuchlichen Apparate zum Zwecke der Osmosirung der bei der Zuckerfabrikation
zurückbleibenden Melassen haben den ■ Uebelstand, dafs sich die parallel zu einander
und zwar immer vertical eingespannten Osmosepapiere durch das ungleiche specifische Gewicht
der Melasse einerseits und des Wassers andererseits stets von der Melassenkammer nach der
Wasserkammer hin ausbauchen, wodurch sich die beiden Papiere von den beiden seitlichen
Melassenkammern aus in die Wasserkammer hineindrücken und derart den Durchgang des
Wassers erschweren, manchmal sogar ganz hemmen.
Um diesen Uebelstand zu beseitigen, hat man den einzelnen Rahmen Versteifungsrippen aus
Holz und überdies Geflechte aus Schnüren gegeben, was jedoch naturgemäfs die Anschaffung
solcher Apparate vertheuert und überdies für das Osmosepapier von Nachtheil ist, weil sich
dasselbe durch die Druckvibratiorien im Apparate bald an dieses, bald an jenes Schnurgitter
anlegt, sich daran reibt und schliefslich dadurch sehr leicht defect wird. Ein weiterer Uebelstand
der gebräuchlichen Apparate besteht darin, dafs sich an den Melassenrahmen im Laufe der
Osmosirung ein Niederschlag von organischen und unorganischen Substanzen bildet, der sich
zu Boden setzt und bei der nach einer Arbeitsperiode folgenden Waschung und Aussäuerung
des Apparates nicht mehr daraus zu entfernen ist.
Diese Uebelstände werden durch den neuen Apparat beseitigt, indem infolge seiner aufrechten
Stellung die Papiere horizontal zu liegen kommen und dieselben sich durch die ungleiche
Stärke der Melasse- und Wasserrahmen trotz Weglassung irgend welcher Versteifungsrippen
nicht über ein gewisses Mafs einander nähern oder sich berühren können.
In der Zeichnung bezeichnet:
Fig. ι eine Vorderansicht des Apparates,
Fig. 2 eine Seitenansicht und theilweisen Querschnitt desselben,
Fig. 3 eine Draufsicht,
Fig. 4 eine Ansicht des untersten Rahmens, und
Fig. 5 einen Detailquerschnitt eines einzelnen Rahmens.
Der Apparat besteht aus einer beliebigen Anzahl Rahmen A, deren freier Kammerraum kreisrund
begrenzt ist.
Die eine Hälfte des Rahmens besitzt eine gröfsere Höhendimension als die andere, und
es werden die Rahmen derart im Apparate angeordnet, dafs je ein stärkerer auf einen
schwächeren zu liegen kommt. Als Basis dient der Rahmensäule ein Grundrahmen B, welcher
ebenso geformt ist wie die Rahmen A, jedoch eine weit gröfsere Höhe besitzt.
Der Rahmen B legt sich auf die Grundplatte C und der Abschlufs des oberen, dem
Grundrahmen analogen Rahmens 2?1 wird durch die Kopfplatte C1 gebildet.
An der Grundplatte C1 sind an beiden Seiten die Enden eines Rahmeneisens D befestigt, das
an seinen beiden Schenkeln die Lagerzapfen E für die Wandung des Apparates trägt und in
seinem Querhaupt durch eine Versteifungsplatte D1 für die Aufnahme der Druckschraube
verstärkt wird. Diese Druckschraube F1 die durch das Handrad F^ in Bewegung gesetzt.
werden kann, stützt sich gegen die Kopfplatte C1 des Apparates und gestattet daher,
wenn der Apparat montirt ist, ein Abdichten der einzelnen Rahmen auf einander, und hebt
infolge ihres eingedrehten Halses, in welchen der kleine Flantsch / eingreift, beim Zurückdrehen
die Kopfplatte C1, die sich durch die Nasen c in dem Rahmeneisen D führt, mit in
die Höhe, wodurch man Platz gewinnt, mit den einzelnen Rahmen A zu manipuliren. Zur vollkommenen
Abdichtung der einzelnen Rahmen auf einander kann man den Apparat auch noch mit Schrauben G versehen, welche die Lage
der Rahmen begrenzen und es gestatten, den Druck auf die Dichtungsflächen bedeutend zu
erhöhen. Der ganze Apparat ist mit den schon erwähnten beiden Zapfen E in den Lagerständern
H gelagert und gestattet daher jede Drehung und Schwenkung.
Die Kanäle J für Wasser und Melasse sind in den Ecken der Rahmen A angebracht, wie
aus Fig. 4 deutlich ersichtlich, und communiciren mit dem Innern der Rahmen, wie dies
jetzt bereits allgemein üblich ist, durch kleine Kanäle i mit oder ohne eingesetzte Röhren,
welche der Reihenfolge der Rahmen nach bald mit dem Wasser, bald mit den Melassenkanälen
correspondiren.
Ebenso ist die Anordnung der Armatur, die an den Oeffnungen K angebracht wird, dieselbe
wie bei den üblichen Wendeapparaten.
Bekanntermafsen unterliegt jedes zu Osmosezwecken verwendete Papier durch das Befeuchten
einer Linearausdehnung von 20 pCt.; infolge dessen baucht sich das trocken in den Apparat
eingebrachte Osmosepapier nach der Befeuchtung aus.
Bei meinem Apparate würde sich das über die mit vollständig abgerundeten Kanten versehenen
Rahmen, Fig. 5, gelegte Osmosepapier bei einem Kammerraum von 1 m Durchmesser
um ca. 33 cm nach unten parabolisch ausbauchen und würde im Querschnitt die in Fig. 2
gezeigte Form annehmen; die einzelnen sich bildenden Säcke werden in einander hängen und
dadurch die Arbeitsfläche bedeutend vergröfsern. Der unterste sich bildende Sack, d. h. das auf
dem letzten Rahmen A liegende Papier braucht entsprechenden Platz für diese Ausbiegung, und
zu diesem Zwecke sind die Rahmen (Grundrahmen) B und B^ viel höher als die übrigen.
In der Zeichnung, Fig. 2, erscheint daher der Rahmen B mit dem gebildeten Sack des untersten
Papieres beinahe ausgefüllt, wird aber der Apparat gewendet, so dafs die Schraube F
nach abwärts kommt, so legt sich das Osmosepapier in umgekehrter Richtung, und der Rahmen
B1 wird ausgefüllt, während B dann leer bleibt. Der Vortheil dieser Anordnung, wobei
die Eigenschaft der Ausdehnung des Papieres so günstig ausgenutzt wird, besteht insbesondere
darin, dafs sich der beim Osmosiren gebildete Schlamm an den tiefsten Punkten der einzelnen
Säcke central kreisförmig absetzt und daher ein Minimum an Fläche bedeckt.
Beim Wenden des Apparates gelangt der in der Innenseite jedes einzelnen Sackes abgelagerte
Schlamm an dessen Aufsenseite, wo er sich infolge seines eigenen Gewichts und weil er sich
nun an einer convexen Fläche befindet, ganz leicht ablöst und ohne Schwierigkeit entfernt
werden kann.
Bei meinem Wendeapparat verbleiben während des Wendens die Flüssigkeiten in ihren Kammern,,
was die Manipulation aufserordentlich vereinfacht. Man wird infolge dessen den Apparat weit öfter wenden, als dies bei den
bisher gebräuchlichen der Fall ist, und hierdurch schon wird ein Festsetzen gröfserer
Schlammmassen an den Papierflächen verhindert. Ein vollständiges Entleeren meines Apparates
erfolgt erst dann, wenn man denselben auswaschen und aussäuern will.
Claims (3)
1. Ein Osmose-Apparat, bei welchem die Rahmen und Osmosepapiere horizontal liegen,
während die Wasser- und Melassenkanäle in den Rahmen vertical gerichtet sind.
2. Osmoserahmen mit kreisrunder lichter Oeffnung für aufrechtstehende Osmose-Apparate,
wobei die Ränder der Oeffhung abgerundet sind, wie in Fig. 4 und 5 gezeigt.
3. Bei Osmose-Wendeapparaten mit horizontal
liegenden Rahmen die Anordnung der Grundrahmen B und B1, an welchen die Armaturen
angebracht werden, von gleicher Form, jedoch gröfserer Höhe wie die Osmoserahmen
A.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE22708C true DE22708C (de) |
Family
ID=299315
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT22708D Active DE22708C (de) | Osmose-Apparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE22708C (de) |
-
0
- DE DENDAT22708D patent/DE22708C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE22708C (de) | Osmose-Apparat | |
| DE10357732A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Streckgitterelementen | |
| DE278180C (de) | ||
| DE61269C (de) | Waschmaschine | |
| DE25406C (de) | Kontinuirlich wirkende Presse, inbesondere für die Auspressung von Diffusionsrückständen der Zuckerfabriken bestimmt | |
| AT37767B (de) | Bewegungsvorrichtung für Stoffrahmen von Stickmaschinen. | |
| DE91716C (de) | ||
| DE42894C (de) | Neuerung an Filterpressen | |
| AT19168B (de) | Füllvorrichtung an Kunststeinpressen mit beweglichem Preßtisch zur Herstellung von Mosaikplatten. | |
| DE132508C (de) | ||
| DE11215C (de) | Presse zur Herstellung von Gegenständen aus Faserstoffen | |
| DE467936C (de) | Waesche-Waschmaschine | |
| DE119047C (de) | ||
| DE670349C (de) | Vorrichtung zur Feinstbelueftung von Fluessigkeiten, insbesondere Gaerfluessigkeiten | |
| DE179697C (de) | ||
| DE291256C (de) | ||
| DE78375C (de) | Wässerungseimer für Lichtpausen | |
| DE147629C (de) | ||
| DE155335C (de) | ||
| DE2164446C (de) | Spritzguß Vorrichtung zum Ummanteln einer Verbindungsstelle | |
| AT19165B (de) | Verstellbare Mauersäge. | |
| DE103107C (de) | ||
| DE27559C (de) | Einstellung der Flügel an Windmotoren | |
| DE71937C (de) | In beliebiger Länge zusammenstellbarer Frühbeetkasten aus Cement | |
| DE68330C (de) | Bleiweifskammer |