DE225758C - - Google Patents

Info

Publication number
DE225758C
DE225758C DENDAT225758D DE225758DA DE225758C DE 225758 C DE225758 C DE 225758C DE NDAT225758 D DENDAT225758 D DE NDAT225758D DE 225758D A DE225758D A DE 225758DA DE 225758 C DE225758 C DE 225758C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
slide
lever
pieces
paper
channel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT225758D
Other languages
English (en)
Publication of DE225758C publication Critical patent/DE225758C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H3/00Separating articles from piles
    • B65H3/08Separating articles from piles using pneumatic force
    • B65H3/10Suction rollers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sheets, Magazines, And Separation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES 71
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 225758 KLASSE 43«. GRUPPE
angesaugt wird.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. August 1909 ab.
Es sind Vorrichtungen zum Abheben von einzelnen Bogen eines Stapels bekannt, bei denen eine an dem Stapel vorbeizuführende, den obersten Bogen mitnehmende Fläche mit Gruppen von Löchern versehen ist, durch die während eines bestimmten Teiles der Bewegung dieser Fläche Luft mittels einer Luftsaugevorrichtung angesaugt werden kann. Nach dem Abschluß der Saugperiode wird dabei ein Druckausgleich vor und hinter den mitgenommenen Zetteln bewirkt.
Die Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß zu jeder Gruppe von Saugöffnungen zwei Kanäle gehören, von denen der eine über einem Schieber, der andere über einem feststehenden Schlitz gleitet, wodurch die Saugöffnungen abwechselnd mit der Luftpumpe und der Außenluft in Verbindung gebracht werden. Es wird dadurch erreicht, daß eine größere Anzahl von ao Saugöffnungen immer bei einem bestimmten Punkt ihres Weges in und außer Tätigkeit ge-. setzt werden. Die Anwendung des Schiebers für die Verbindung mit der Luftpumpe ermöglicht außerdem eine Verstellung des genannten Punktes, die dazu benutzt wird, zu viel mitgenommene Zettel, die hinter dem regelmäßigen Ansaugpunkt festgehalten werden, nachträglich abzunehmen.
Die im folgenden dargestellte Maschine dient zum Zählen von Zetteln, Karten u. dgl., wesentlich für die Zwecke der Statistik. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die arbeitende Fläche ein Zylinder und hat keine hin und her gehende, sondern eine, umlaufende Bewegung.
Die Zeichnung zeigt die Maschine in Fig. ι im Querschnitt, in Fig. 2 im Längsschnitt.
Der Elektromotor ι treibt durch die Riemscheibe 2 den Riemen 3, die lose Scheibe 4 und den Reibkegel 5 die Welle 6 der Maschine an.
Die Welle 6 ist in dem Gehäuse 7 gelagert. Auf die Welle ist eine Trommel 8 aufgekeilt. Die Nabe der Trommel umfaßt einen runden Schieber g, der im Gehäuse gelagert ist, und seinerseits die Lagerung der Welle 6 auf der der Scheibe 4 abgekehrten Seite der Maschine bildet. Der Schieber 9 steht im regelrechten Betrieb still; er ist hohl und hat am Umfang einen über 180 ° langen Schlitz 10. Die Höhlung des Schiebers steht mit einer Höhlung 11 des Gehäuses in Verbindung.
Die Trommel 8 hat eine Anzahl Speichen, in denen je ein System von Kanälen angeordnet ist. Von dem Schlitz 10 des Schiebers 9 «ausgehend, führt in jeder Speiche ein Kanal 12 zu einem im Kranz der Trommel angeordneten Kanal 13. Von dem Kanal 13 geht ein winkelförmiger Kanal 14 zur entgegengesetzten Stirnfläche der Nabe der Trommel 8. Diese Stirnfläche liegt an einer Fläche des Gehäuses 7 an, deren kreisbogenförmiger Schlitz 16 die Kanäle 14 mit der äußeren Atmosphäre verbindet. Von jedem Kanal 13 führen Löcher 18 zur Mantelfläche der Trommel 8.
Auf der der Riemscheibe 2 entgegengesetzten Seite des Elektromotors 1 ist dessen Ankerwelle mit der Welle· einer Luftpumpe 19 verbunden, die durch die Rohrleitung 20 aus der Höhlung 11 des Gehäuses 7 Luft ansaugt.
Die abzuhebenden, zu ordnenden oder zu zählenden Bogen oder Zettel werden in den Aufgabebehälter 21 gelegt. Eine am Rand des. Behälters 21 angebrachte Bürste 22 verhindert, daß mehr als ein Bogen oder Zettel von der Trommel mitgenommen wird. Dem Aufgabebehälter 21 gegenüber sind Abstreifer 23 bekannter Art angebracht, deren Spitzen in Nuten 24 des TiOiTimelmantels liegen.
An die Abstreifer schließt sicli die Ausfallrinne 25 an, aus der die Bogen oder Zettel beispielsweise in einen Korb 26 fallen.
In einer Nut 27 des Trommelmantels ruht der bekannte Zähler 28, der beim Vorbeigehen eines Bogens oder Zettels angehoben wird und durch • einen elektrischen Kontakt das Zählwerk 29 bewegt. Das Zählwerk kann von dem Zähler 28 auch mechanisch oder auf eine beliebige andere Art angetrieben werden.
Die Arbeitsweise der Maschine ist die folgende:
Durch die Luftpumpe 19 wird in denjenigen
■ Kanälen 13 der Luftdruck vermindert, die durch den Schlitz 10 des Schiebers 9 mit der Höhlung 11 in Verbindung gebracht werden. Dies geschieht für jeden Kanal 13, während er unter dem Behälter 21 vorbeigeht. Durch den äußeren Luftdruck und mittels einer elastischen Anpreßvorrichtung wird dann der Inhalt des Aufgabebehälters 21 gegen die Trommel 8 gedrückt, und es wird der unterste Bogen oder Zettel mitgenommen, während die übrigen durch die Bürste 22 zurückgehalten werden. Der mitgenommene Zettel bewegt sich mit der Trommel 8 an dem Zähler 28 vorbei, den er einmal aushebt, bis zu den Abstreifern 23, durch die er von der Trommel abgenommen wird. Wenn der Zettel zu den Abstreifern 23 gelangt, erreicht auch die Mündung des betreffenden Kanals'14 den Schlitz 16 des Gehäuses 7, und die Mündung des Kanals 12 kommt außer Verbindung mit dem Schlitz 10 des Schiebers 9. Alsdann pufft durch den Schlitz 16 und den Kanal 14 die Außenluft in den Kanal 13 ein, so daß der Druckunterschied oberhalb und unterhalb des Zettels aufgehoben wird. Der Zettel wird dann von der Trommel nicht mehr festgehalten und in tangentialer Richtung abgestoßen. Er gleitet hierauf durch die gekrümmte Ausfallrinne 25 und fällt in den Korb 26.
Trotz der Bürste 22 wird es vorkommen, daß zwei Zettel statt eines Zettels von der Trommel mitgenommen werden. Alsdann tritt eine Hilfseinrichtung in Wirkung, die den überschüssigen
Zettel zurückhält und ihn den nachfolgenden Öffnungen 18 anheftet. Oberhalb der Trommel 8 ist nahe dem Trommelumfang ein mit Saugöffnungen 30 versehener Hohlkörper 31 angebracht, dessen Innenraum durch eine Rohrleitung 32
mit dem Hohlraum 11 verbunden ist. An dem Hohlkörper 31 ist ein Hebel 33 gelagert, mit dem ein Schieber 34 außerhalb des Gehäuses 7 in Verbindung stellt. Der Schieber kann in die Bahn eines Hebels 35 treten, der am Gehäuse 7 gelagert ist und durch ein Exzenter 36 hin und her bewegt wird. Das Exzenter macht bei jeder Trommeltimdrehung so viel Umdrehungen, als Kanäle 13 vorhanden sind. Zu diesem Zwecke ist auf der Nabe der Trommel 8 ein Zahnrad 37 aufgekeilt, das mit einem Zahnrad 38 (Fig. 2) auf der Welle des Exzenters 36 kämmt. Der Hebel 35 greift mit seinem untersten Ende an einer mit dem Schieber 9 fest verbundenen Schelle 39 an.
Solange das obere Ende des Hebels 35 frei ist, pendelt es hin und her, während das untere Ende feststeht. Tritt aber der Schieber 34 in die Bahn des Hebels 35, so wird dessen oberes Ende festgehalten und sein unteres Ende bewegt dann den Schieber 9. Dabei wird die Feder 15, die mit einem Ende an eier Schelle 39 befestigt ist, gespannt, um durch ihre Wirkung alsdann den Hebel 35 wieder in seine ursprüngliche Lage zurückzubewegen, die durch den Anschlag 17 festgelegt ist.
Diese Einrichtung arbeitet folgendermaßen:
Werden von der Trommel zwei Zettel mitgenommen, so bleibt der obere Zettel an dem Hohlkörper 31 haften, während der untere Zettel mit,der Trommel weitergeht. Dies wird go dadurch bewirkt, daß nach den Abmessungen der Rohrleitung 32 und der Saugöffnungen 30 die Saugwirkung der Öffnungen 30 geringer ist als die der Öffnungen 18.
Dadurch, daß an dem Hohlkörper 31 ein Zettel hängen bleibt, wird der Hebel 33 etwas höher angehoben als sonst. Der Schieber 34 macht infolgedessen einen größeren Ausschlag, tritt in die Bahn des Hebels 35, hält ihn folglich fest und veranlaßt dadurch einen Ausschlag des Schiebers 9 in der Richtung der Trommeldrehung. Der nächste vorbeigehende Kanal 13 wird daher etwas später als gewöhnlich luftleer gemacht, und zwar erst, nachdem er bereits an dem Aufgabebehälter 21 vorbeigegangen ist. Er entnimmt diesem daher keinen Bogen, sondern erfaßt den an dem Hohlkörper 31 hängenden Zettel und nimmt ihn mit. Der Hebel 33 wird dadurch wieder frei, und der Schieber 9 geht, bewegt von der Feder 15, wieder in die ursprüngliche Lage.
Falls der Aufgabebehälter 21 leer ist, rückt sich die Maschine selbsttätig aus. Zu diesem Zweck hat die Nabe des Reibkegels 5 eine schräge Nut 40, in die ein am Gehäuse 7 gelagerter Hebel 41 mit seinem unteren Ende eingreift. Der Hebel 41 macht daher bei jeder Umdrehung des Reibkegels 5 einen Ausschlag. Über seinem oberen Ende ist ein Hebel 42 gelagert, dessen eines Ende in die Bahn des Hebels 41 treten iao kann, während das andere Ende an einem Kolben hängt, der in dem Zylinder 43 auf einer ein-
stellbaren Feder 44 ruht. Der Raum über dem Kolben steht mit der Atmosphäre, der Raum unter dem Kolben durch eine Leitung 45 mit dem Saugraum 11 in Verbindung.
Solange in dem Saugraum 11 Luftleere herrscht, wird der Kolben durch den über ihm wirkenden Druck der Atmosphäre unter Überwindung der Feder 44 heruntergedrückt.
Sobald aber infolge Leerwerdens des Behälters
ίο 21 dort durch die Löcher 18 eine Verbindung mit der Atmosphäre besteht, steigt der Druck im Hohlraum 11 und infolge davon auch unter dem Kolben des Schiebers 43. Die Feder 44 hebt alsdann den Kolben und mit ihm den Hebel 42 hoch, so daß sein freies Ende in die Bahn des Hebels 41 tritt. Der Hebel 41 wird dadurch festgehalten und zieht dann den Reibkegel 5 aus der Scheibe 4 heraus. Die Maschine wird dadurch stillgesetzt.
Statt die Kanäle 13 in einer drehbaren Trommel anzubringen, kann man sie auch in einem Schlitten anordnen und diesem eine hin und her gehende Bewegung erteilen. Dies wird besonders bei Vorrichtungen zum Abholen von Bogen zweckmäßig sein.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung zum Abheben, Zählen.und Ordnen von Bogen, Zetteln, Karten und andern flachen Stücken, bei der Luft durch Löcher einer an den Stücken vorbeigeführten Fläche während des Vorbeigehens und des 'Weges bis zur Abgabestelle angesaugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß mit jeder Gruppe von Saugöffnungen (18) der bewegten Fläche (8) zwei Kanäle (12,14) in Verbindung stehen, von denen bei der Bewegung der Fläche (8) der eine Kanal (12) durch einen Schlitz (10) eines Schiebers (9) die Verbindung mit der Saugpumpe, der andere Kanal (14) durch einen Schlitz (16) die Verbindung mit der Außenluft abwechselnd herstellt und abschließt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Festhalten und geordneten Abgeben eines zu viel mitgenommenen Stückes hinter der Abgabestelle gegenüber der bewegten Fläche (8) ein feststehender Hohlkörper (31) mit Saugöffnungen (30) angebracht ist, der mit der Luftsaugevorrichtung (19) in Verbindung steht, und daß der Schieber (9) in der Bewegungsrichtung der Fläche (8) mittels einer Vorrichtung (35) verstellbar ist, die durch das an den Saugöffnungen (30) haftende zweite Stück eingeschaltet wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Nut des Hohlkörpers (31) ein auf der Fläche (8) ruhender Hebel (33) gelagert ist, der beim Vorübergang mehrerer Stücke (Zettel usw.) infolge der vermehrten Dicke der Schicht bewegt wird und dadurch einen
    ,zweiten Schieber (34) in die Bahn eines von der Fläche (8) pendelnd bewegten Hebels (35) bringt, der mit dem ersten Schieber (9) so in Verbindung steht, daß er ihn beim Anstoßen
    . an den Schieber (34) in der Richtung der Arbeitsbewegung der Fläche (8) bewegt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT225758D Active DE225758C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE225758C true DE225758C (de)

Family

ID=486362

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT225758D Active DE225758C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE225758C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1096099B (de) * 1954-02-01 1960-12-29 Gen Electric Pneumatisch arbeitende Ablenk- und Ablagevorrichtung

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1096099B (de) * 1954-02-01 1960-12-29 Gen Electric Pneumatisch arbeitende Ablenk- und Ablagevorrichtung

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0301205A2 (de) Vorrichtung zum Sammeln und Ablegen von Signaturen
DE2742983A1 (de) Einrichtung und verfahren zum maschinellen stapeln von gefalzten papierboegen
DE3216829C2 (de) Vorrichtung zum Vereinzeln und Abgeben von Banknoten
DE225758C (de)
DE3330681C2 (de)
AT47764B (de) Vorrichtung zum Abheben, Zählen oder Ordnen von Bogen, Zetteln, Karten und dgl.
DE921154C (de) Bogenausleger fuer Druckmaschinen
DE69016418T2 (de) Vorrichtung zum trennen einer kleinen anzahl von bögen.
DE1115501B (de) Vorrichtung zur Ablage von Lochkarten
DE2603368C3 (de) Blattzählmaschine
DE547946C (de) Vorrichtung zum Aufstapeln der Werkstuecke aus Papierverarbeitungsmaschinen
DE3311976C2 (de) Vorrichtung zum Vereinzeln von Belegen
DE524642C (de) Bogenan- und -ablegevorrichtung fuer Tiegeldruckpressen
DE1186664B (de) Vorrichtung zum Trennen, insbesondere zum Zaehlen gestapelter Blaetter
DE2726644C2 (de) Vorrichtung zur Entnahme von Papierbogen aus einem Stapel, insbesondere an einer Falzmaschine
DE278890C (de)
DE231089C (de)
DE167347C (de)
DE1177651B (de) Bogenvereinzelungs- und Zufuehrvorrichtung zum Abziehen von Pappbogen od. dgl.
AT346723B (de) Aufschnittschneidemaschine
DE246813C (de)
DE265954C (de)
DE1761202C (de) Vorrichtung zum Zufuhren von Blattern oder Zuschnitten aus Papier od dgl von den Unterseiten mehrerer Stapel zu einer Bearbeitungsmaschine
DE384213C (de) Ablegevorrichtung fuer Sackdruckmaschinen
DE444653C (de) Maschine zum Ankleben von Draehten an kuenstliche Blaetter