DE224845C - - Google Patents
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- DE224845C DE224845C DENDAT224845D DE224845DA DE224845C DE 224845 C DE224845 C DE 224845C DE NDAT224845 D DENDAT224845 D DE NDAT224845D DE 224845D A DE224845D A DE 224845DA DE 224845 C DE224845 C DE 224845C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L11/00—Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle
- B61L11/02—Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle using mechanical interaction between vehicle and track
- B61L11/04—Trailable point locks
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 224845 KLASSE 20«. GRUPPE
RIETSCH G. μ. β. H. in BERLIN.
Die Erfindung betrifft eine Sicherung der Weichen einer Fahrstraße durch Wechselschlösser.
Hierbei hat jedes Schloß zwei Schlüssel und kann nur gestellt werden, wenn
beide Schlüssel gleichzeitig vorhanden sind. Schlüssel und Schlösser passen so zueinander,
daß der einem voraufliegenden Schloß zu entnehmende Schlüssel die Bewegung des folgenden
Schlosses ermöglicht und gleichzeitig dessen
ίο anderen Schlüssel freigibt, der wieder zur
Bewegung des nächsten Schlosses benutzt werden muß.
Das Wesen der Erfindung besteht nun darin, daß jede Weichenzunge mit einem
Wechselschloß versehen ist. Hierbei können mit einem einzigen Anfangsschlüssel beliebig
viel Fahrstraßen eingestellt werden. Nur der jeweils frei werdende Endschlüssel ist für jede
Fahrstraße verschieden und kann zur Bedienung einer die betreffende Fahrstraße anzeigenden
Vorrichtung benutzt werden.
In Fig. ι stellen 1 und 2 die durchgehenden
Gleise dar, die durch die Gleise 3, 4 miteinander verbunden sind. 7 und 8 sind zwei
im Dienstraum befindliche Gleistafeln mit den Schiebern 9 und 10. Diese Schieber sind in
schematischer Weise oberhalb der Gleistafel geezeichnet, und zwar in Mittelstellung, in
der die beiden Gleise 1 und 2 gesperrt sind.
In diesem Falle erscheint in der mittleren Öffnung der Gleistafeln ein rotes Feld. Wird
der Schieber nach links oder nach rechts bewegt, so erscheint entweder links die Zahl 1
oder rechts die Zahl 2, entsprechend dem Gleis, das frei ist, während in der Mitte ein
rot und weiß geteiltes Feld erscheint.
11 bis 16 sind die sechs Weichen, die mit
den zugehörigen Wechselschlössern versehen sind. Hierbei sind die Schlösser durch Vierecke
angedeutet. Die Bezeichnung ist derart, daß die Schlösser auf der Seite der geraden
Schiene mit der Zahl der Weiche und einem Häkchen, die Schlösser auf der Seite der
krummen Schiene mit der Zahl der Weiche und zwei Häkchen versehen sind. Die Weichen
11, 12, 15 und 16, die für die eigentlichen
Zugfahrten in Betracht kommen, haben zwei Weichenschlösser, die Weichen 13 und 14 des
Rangiergleises 4 nur eines.
Auf den beiden Stelltafeln befinden sich die Schlüssellöcher 17 bis 20. Diese sind, wie *
später noch näher beschrieben, so angeordnet, daß der in das linke Schlüsselloch eingesteckte
Schlüssel den Schieber so bewegt, daß die Zahl ι erscheint, daß der rechts eingesteckte
Schlüssel die Zahl 2 erscheinen läßt und kein Schlüssel herausgezogen werden kann, ohne
daß bei der hierzu nötigen Drehung des Schlüssels auch die betreffende Zahl wieder
unsichtbar wird.
Es werde nun angenommen, daß ein von 5 kommender Zug auf das Gleis 2 gelangen soll.
Dann wird aus dem Schlüsselloch 17 der Schlüssel 21 herausgezogen. Hiermit begibt
sich der Weichensteller zu der Weiche 12 und entriegelt mit seiner Hilfe das Schloß 12".
Er kann nun den anderen Schlüssel 22 aus diesem Schloß herausnehmen und geht damit
zu Schloß 11", das entriegelt wird. Hierauf wird mit Hilfe des Schlüssels 23 Schloß 11'
θ verriegelt, sodann mit Schlüssel 24 Schloß 12',
und schließlich wird der Schlüssel 25 dazu benutzt, um in das Schlüsselloch 18 der Tafel
7 eingesteckt zu werden und bei seiner Drehung die Zahl 2 erscheinen zu lassen.
Soll die Grundstellung wieder hergestellt werden, so muß der Wärter den umgekehrten
Weg machen und wird zum Schluß mit dem Schlüssel 21 die Zahl 1 wieder erscheinen lassen
können.
In ähnlicher Weise dient die Tafel 8 dazu, um anzuzeigen, ob in der Richtung 6 ein Zug
in Gleis 1 oder 2 einfährt. Um die Fahrstraße ι - 2 einzustellen und zu verriegeln,
müssen hier nacheinander folgende Schlüssel usw. benutzt werden: Schlüsselloch 19, Schlüssel
26, Schloß 15", Schlüssel 27, Schloß 16", Schlüssel 28, Schloß 16', Schlüssel 29, Schloß
15', Schlüssel 30, Schlüsselloch 20. Es erscheint dann die Zähl 2.
Um die Rangierweichen 13 und 14 zu stellen,
entnimmt man der Tafel 7 den Schlüssel 21, entriegelt hiermit Schloß 14", entnimmt aus
diesem den Schlüssel 31 und entriegelt hiermit Schloß 13". Dieses Schloß hat nur einen
Schlüssel. Ist das Schloß wieder umgestellt, so geht man mit Schlüssel 31 wieder zum
Schloß. 14", dann mit Schlüssel 21 zu Schlüsselloch 17 und kann nunmehr wieder Gleis 1
als offen anzeigen.
Ähnlich ist die Anordnung nach Fig. 2, wo von dem durchgehenden Gleis 1 die Gleise
44, 45 und 46 abzweigen, und wo die Schlüssel auch dazu dienen sollen, die Stellung von
Signalflügeln zu überwachen. Diese Flügel 38, 39 und 40 befinden sich an einem Mast 34
und werden von den Stellhebeln 35, 36 und 37 bewegt. Wird der oberste Flügel 38 allein
auf Fahrt gestellt, so zeigt dies an, daß Gleis 44 befahren wird. Werden die beiden Flügel
38 und 39 auf Fahrt gestellt, so ist Gleis 45 frei. Werden alle drei Flügel gestellt, so ist
Gleis 46 frei. Die Gleistafel 32 trägt auf dem Schieber 33 nur eine Zahl 1, die erscheint,
wenn das durchgehende Gleis befahren werden kann, und hat demzufolge nur ein Schlüsselloch.
Um Gleis 44 einzustellen, wird der Schlüssel 47 aus der Gleistafel 32 entnommen und mit
ihm Schloß 41' gesperrt. Der andere Schlüssel 48, wird dann von hier dazu benutzt, den
Hebel 35 zu entriegeln, mit dem nunmehr der Flügel 38 gestellt werden kann. Soll Gleis 44
wieder gesperrt werden, so wird Hebel 35 umgelegt. Dann wird der Schlüssel 48 hier frei.
Nunmehr kann man damit Schloß 41 entriegeln und mit Schlüssel 47 auf Tafel 32 die Zahl 1
wieder erscheinen lassen.
Um Gleis 45 einzustellen, geht man mit Schlüssel 47 nach Schloß 41", dann mit
Schlüssel 49 nach Schloß 42', dann mit Schlüssel 50 zum Hebel 36. Nachher wird derselbe Weg zurück gemacht. Ähnlich wird
bei Gleis 46 mit dem entsprechenden Schlüssel erst Schloß 41", dann Schloß 42", dann Schloß
43', schließlich Hebel 37 bedient.
Fig. 3 gibt schematisch eine Innenansicht einer Stelltafel nach Fig. 1. Hierbei ist 9'
ein Grundschieber, der den Schieber 9 trägt und der mittels der bei 17 oder 18 eingesteckten
Schlüssel und in entsprechenden Einschnitten 17' und 18' bewegt werden kann.
Stifte 17" und 18" befinden sich außerhalb der Schlüssellöcher 17 und 18 und verhindern
eine volle Umdrehung des Schlüssels. Der Schlüssel kann also erst herausgezogen werden,
wenn der Grundschieber wieder zurückbewegt ist.
Fig. 4 zeigt die Einrichtung eines Weichenschlosses. Hier ist 56 die Öffnung, durch die
ein an der betreffenden Weichenzunge befindlicher Haken in das Schloß eingreift. 55 ist
der Schieber, der entweder das Zurückziehen dieses Hakens verhindert oder, wenn er sich
mit dem Ausschnitt 57 vor der öffnung 56 befindet, diese freigibt. An dem Schieber
55 befinden sich ferner die Kerben 53' und 54', in die die bei 53 und 54 eingesteckten Schlüssel
eingreifen. Ferner sitzt an dem Schieber 55 noch eine Vorrichtung, die bewirkt, daß nur
immer ein Schlüssel gezogen werden kann. Diese besteht aus einer mit ihm verbundenen
Schiene 58, die, wenn der Schieber nach links geschoben ist, das linke Schlüsselloch, und
wenn er nach rechts geschoben ist, das rechte Schlüsselloch sperrt. Der gesperrte Schlüssel
muß hierbei immer in dem Schloß verbleiben und wird erst frei, wenn durch den anderen
Schlüssel der Schieber auf die andere Seite bewegt worden ist.
Fig. 5 zeigt einen Querschnitt zu Fig. 4. Hierbei ist 59 die Schiene, 60 die Weichenzunge,
61 der in dieser befindliche Haken, 62 der Kasten für das Schloß. Dieser besitzt
einen inneren Deckel 63, in dem sieh die Schlüssellöcher befinden, und einen äußeren
Deckel 64, der beweglich ist und der dazu bestimmt ist, die eingesteckten Schlüssel und
die Schlüssellöcher gegen die Einflüsse der Witterung oder die Schlüssel gegen unbeabsichtigtes
Verdrehen zu schützen.
Die vorstehend beschriebene Weichensicherung hat den Vorzug großer Billigkeit und
Übersichtlichkeit und eignet sich namentlich auch für kleinere Bahnhöfe, wo sonst übliche
Sicherungen wegen ihrer verhältnismäßigen
Kostspieligkeit nicht Eingang finden können, und wo die Sicherheit des Ganzen auf der
Zuverlässigkeit des Weichenwärters beruht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Sicherung der Weichen einer Fahrstraße durch Wechselschlösser, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Weichenzunge ein besonderes Wechselschloß vorgesehen ist, wobei für alle Fahrstraßen nur ein Anfangsschlüssel verwendet wird, dagegen für jede Fahrstraße ein besonderer Endschlüssel frei wird, der dann zum Umstellen einer die betreffende Fahrstraße anzeigenden Gleistafel oder in bekannter Weise zum Aufschließen des jeweiligen Fahrstraßensignales benutzt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.Berichtigungsblatt zur Patentschrift 224845, Klasse 20«.Der Patentanspruch lautet:»Sicherung der Weichen einer Fahrstraße durch Wechselschlösser, dadurch gekennzeichnet, daß für jede zu sichernde Weichenzunge ein besonderes Wechselschloß derart angeordnet ist, daß sämtliche Weichen im gewöhnlichen Zustande nicht verschlossen und. somit frei beweglich sind, beim Einstellen der Fahrstraße dagegen unter Benutzung eines einzigen Anfangsschlüssels für beliebig viele Fahrstraßen einer oder mehrerer Richtungen verschlossen werden, wobei für jede Fahrstraße ein besonderer Endschlüssel frei wird, der dann zum Umstellen einer die betreffende Fahrstraße anzeigenden Gleistafel oder in bekannter Weise zum Aufschließen des jeweiligen Fahrstraßensignales benutzt wird.«
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE224845C true DE224845C (de) |
Family
ID=485547
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT224845D Active DE224845C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE224845C (de) |
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- DE DENDAT224845D patent/DE224845C/de active Active
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