DE2247481B2 - Vertikale hydraulische Schmiedepresse insbesondere zum Schmieden großer Ringe - Google Patents
Vertikale hydraulische Schmiedepresse insbesondere zum Schmieden großer RingeInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21K—MAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
- B21K1/00—Making machine elements
- B21K1/76—Making machine elements elements not mentioned in one of the preceding groups
- B21K1/761—Making machine elements elements not mentioned in one of the preceding groups rings
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
Die Erfindung betrifft eine vertikale hydraulische Schmiedepresse insbesondere zum Schmieden großer
Ringe mit über Zugsäulen fest verbundenem Ober- und Unterholm und einem längsgeführten von einem im
Oberholm angeordneten Hauptpreßkolben betätigten Stößel, bei der der Stößel und der Unterholm vorn und
hinten über den Säulenbereich vorragen, die vorn vorragenden Teile als Aufnahmen für die Werkzeuge
dienen und der nach hinten vorragende Teil des Unterholmes einen mit dem Hauptpreßkolben hydraulisch
verbundenen Ausgleichzylinder für die Schmiedekraft trägt.
Das Schmieden bzw. Aufweiten von Ringen mit großen Durchmessern in üblichen stehenden hydraulischen
Schmiedepressen, bei denen die Wirkungslinie der Hauptpreßkraft innerhalb der Zugsäulen liegt, ist in
den meisten Fällen nicht möglich, weil der Außendurch- ίο messer des Ringes durch die Einbauhöhe der Presse
begrenzt ist.
Es sind einhüftige Schmiedepressen, üblicherweise mit einem C-förmigen Ständer bekannt (DE-Gm
71 41 836, US-PS 22 96 051), die für spezielle Arbeiten bestimmt sind, z. B. zum Schmieden weit ausladender
Teile, wie Halbschalen, Behälterböden oder dergleichen. Bei Pressen dieser Art liegt die Wirkungslinie der
Hauptpreßkraft außerhalb der Achse des Pressenständers. Solche Pressen können auch zum Schmieden so
großer Ringe verwendet werden, wobei zur Abstützung und Weiterbewegung der zu schmiedenden Ringe die
bekannten aufgehängten rotierenden Dorne eingesetzt werden können. Die Ständer dieser Pressen müssen
massiv ausgeführt sein, weil sie einer hohen Beanspruchung auf Biegung ausgesetzt sind. Die Pressenständer
unterliegen unter der Wirkung der Preßkraft einer Verformung, die den Kräfteübertragungsweg vom
Unterwerkzeug bis zum Oberwerkzeug entspricht. Diese Verformung verursacht ein Abweichen der
Wirkungslinie der Preßkraft von der Pressenachse sowohl in bezug auf die Lage als auch in bezug auf die
Richtung. Zur Beseitigung dieser Abweichungen ist bei den bekannten einhüftigen Pressen bereits zwischen
dem hinteren Ende des Stößels und dem Unterholm ein Spreizkolben angeordnet, der zugleich mit dem
Antriebskolben beaufschlagt wird. Im Falle der Anordnung nach der US-PS 22 96 051 ist der Preßzylinder
mit dem Zylinder für den Spreizkolben über eine Rohrleitung verbunden.
Somit sind die bekannten einhüftigen Schmiedepressen zum Schmieden großer Ringe geeignet Da es sich
hierbei jedoch um aufwendige spezielle und für einen engen Bereich verwendbare Maschinen handelt, sind die
Hersteller der Ringe bestrebt — zumal der Bedarf an Ringen mit sehr großen Durchmessern nur vereinzelt
vorkommt — übliche mehrzweckige Schmiedepressen zu verwenden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine übliche, bekannte stehende hydraulische Schmiedepresse, bei der die
Wirkungsliiiie der Hauptpreßkraft innerhalb der Zugsäulen
liegt, zum Schmieden von großen Teilen, insbesondere von Ringen, die nicht innerhalb des
eigentlichen Arbeitsbereiches zwischen den Zugsäulen Platz finden, anzupassen. Zur Lösung dieser Aufgabe
wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, bei einer vertikalen hydraulischen Schmiedepresse mit über Zugsäulen
fest verbundenem Ober- und Unterholm und einem längsgeführten, von einem im Oberholm angeordneten
Hauptpreßkolben betätigten Stößel, bei der der Stößel und der Unterholm vorn und hinten über den
Säulenbereich vorragen, die vorn vorragenden Teile als Aufnahmen für die Werkzeuge dienen und der nach
hinten vorragende Teil des Unterholmes tinen mit dem Hauptpreökolben hydraulisch verbundenen Ausgleichzylinder
für die Schmiedekraft trägt, und zwar bei der Ausführung der Schmiedepresse, bei der der Hauptpreßkolben
innerhalb der Zugsäulen liegt, den nach hinten vorragenden Teil des Stößels als Abstützung für
den Kolben des Ausgleichzylinders auszubilden. Auf diese Weise ist der außerhalb des Umrisses der oberen
Pressenteile an einem Dorn hängende Ring von dem am Kragarm des biegesteifen Stößels gegenüber der
Pressenmitte außermittig befestigten Oberwerkzeug an seinem Innenumfang beaufschlagbar. Die Pressenkraft
wird hierbei von dem ebenso außermittig angeordneten Unterwerkzeug aufgenommen. Die Außermittigkeit der
Pressenkraft ist durch das Aufsetzen des nach hinten vorragenden Stößelteils auf den nachgiebigen, beim
Schmieden einen Gegendruck erzeugenden Kolben des Ausgleichzylinders ausbalancierbar. Somit kann ein
Ring mit beliebig großem Durchmesser neben der Presse hängend ausgeschmiedet werden.
Die Erfindung wird anhand einer in der Zeichnung schematisch dargestellten Schmiedepresse näher erläutert.
Die Schmiedepresse hat einen zwischen Oberholm 1 und Unterholm 2 auf Zugsäulen 4 geführten beweglichen
Pressenholm 3, an dem ein als Kragarm 5a mit einem nach hinten vorragenden Teil 5b ausgebildeter
Stößel 5 befestigt ist. Wird ein Ring 8 in einem Abstand A von der Pressenmitte durch das am Kragarm 5a
befestigte Oberwerkzeug 6 und das sich am Unterholm 2 befindliche Unterwerkzeug 7 geschmiedet, so wird der
Ring 8 von einem von einer Wendeflasche 10 getragenen Dorn 9 von innen unterstützt in Position
gebracht, wobei die Wendeflasche 10 selbstverständlich auch durch einen Manipulator ersetzt werden kann.
Man erkennt, daß der neben der Presse hängende Ring 8 mit dem Durchmesser D bedeutend größer ist als das
Maß Ex das den maximalen Durchmesser beim bekannten Schmieden von Ringen innerhalb der Presse
angibt.
Der Kraftangriff über das am Innenumfang des Ringes angreifende Oberwerkzeug ist allerdings außermittig.
Zum Ausgleich dieses außermittigen Kraftangrif-
fes ist erfindungsgemäß am Unterholm 2 im Abstand B von der Pressenmitte ein Ausgleichszylinder 12 mit
einem hydraulisch beaufschlagbaren Kolben 11 angeordnet, der im Wirkbereich des nach hinten
vorragenden Stößelteils 5b liegt wob^i der Druckraum 13 des Ausgleichzylinders 12 mit dem Druckraum 15 des
dem Hauptpreßkolben 17 zugehörigen Hauptpreßzylinders 16 durch eine Rohrleitung 14 in Verbindung steht
Mit A zu B wird durch das Verhältnis der Abstände der Wirkfläche« die Kraft der Kolben 17 und 11 über die
Druckräume 13 und 15 zueinander bestimmt wobei P\ = Pl = P/2 wird, wenn A = Bist
Nach dieser Erfindung kann jede übliche Schmiedepresse mit innerhalb der Zugsäulen liegender Wirkungs-
linie der Hauptpreßkraft zum Schmieden großer Ringe verwendet werden, indem sie mit dem Stößel 5 mit am
Kragarm 5a außermittig befestigtem Oberwerkzeug 6 und mil einem nach hinten vorragenden Stößelteil 5b
sowie mit einem am Unterholm 2 vorgesehenen, außermittig unter dem Oberwerkzeug 6 angeordneten
Unterwerkzeug 7 und einem am Unterholm 2 vorgesehenen Ausgleichzylinder 12, dessen Kolben 11
mit dem nach hinten vorragenden Stößelteil 5b zusammenwirkt nachgerüstet wird. Diese verhältnismäßig
geringe Kosten erfordernde Nachrüstung ist für den Hersteller der Ringe wirtschaftlich vorteilhafter, als eine
Anschaffung aufwendiger spezieller Pressen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1
Patentanspruch:
Patentanspruch:
Vertikale hydraulische Schmiedepresse insbesondere zum Schmieden großer Ringe mit über
Zugsäulen fest verbundenem Ober- und Unterholm s und einem längsgeführten von einem im Oberholm
angeordneten Hauptpreßkolben betätigten Stößel, bei der der Stößel und der Unterholm vorn und
hinten über den Säulenbereich vorragen, die vorn vorragenden Teile als Aufnahmen für die Werkzeuge
dienen und der nach hinten vorragende Teil des Unterholmes einen mit dem Hauptpreßkolben
hydraulisch verbundenen Ausgleichzylinder für die Schmiedekraft trägt, dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer Schmiedepresse mit innerhalb der Zugsäulen (4) liegenden Hauptpreßkolben (17)
der nach hinten vorragende Teil (5b) des Stößels (5) Abstützung für den Kolben (11) des Ausgleichzylinders
(12) ist.
20
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722247481 DE2247481C3 (de) | 1972-09-28 | 1972-09-28 | Vertikale hydraulische Schmiedepresse insbesondere zum Schmieden großer Ringe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722247481 DE2247481C3 (de) | 1972-09-28 | 1972-09-28 | Vertikale hydraulische Schmiedepresse insbesondere zum Schmieden großer Ringe |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2247481A1 DE2247481A1 (de) | 1974-04-04 |
| DE2247481B2 true DE2247481B2 (de) | 1979-04-12 |
| DE2247481C3 DE2247481C3 (de) | 1979-12-06 |
Family
ID=5857581
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19722247481 Expired DE2247481C3 (de) | 1972-09-28 | 1972-09-28 | Vertikale hydraulische Schmiedepresse insbesondere zum Schmieden großer Ringe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2247481C3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3342387C1 (de) * | 1983-11-24 | 1985-04-18 | Thyssen Stahl AG, 4100 Duisburg | Schmiedemaschine |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2300628C2 (de) * | 1973-01-08 | 1983-01-05 | Sack GmbH, 4000 Düsseldorf | Ringschmiedepressenanlage zum Schmieden großer Ringe, insbesondere zum Aufweiten von Ringen |
-
1972
- 1972-09-28 DE DE19722247481 patent/DE2247481C3/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3342387C1 (de) * | 1983-11-24 | 1985-04-18 | Thyssen Stahl AG, 4100 Duisburg | Schmiedemaschine |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2247481A1 (de) | 1974-04-04 |
| DE2247481C3 (de) | 1979-12-06 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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