DE223380C - - Google Patents

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DE223380C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C3/00Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders
    • G01C3/26Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with fixed angles and a base of variable length, at, near, or formed by the object
    • G01C3/28Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with fixed angles and a base of variable length, at, near, or formed by the object with provision for reduction of the distance into the horizontal plane
    • G01C3/30Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with fixed angles and a base of variable length, at, near, or formed by the object with provision for reduction of the distance into the horizontal plane with adaptation to the measurement of the height of an object, e.g. tacheometers

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 223380 -■ KLASSE 42 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17, Juli 1909 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Messen der Entfernung beliebiger, in einer Ebene liegender Punkte von den Achsen eines festen Koordinatensystems.
Die Fig. ι bis 3 der Zeichnung dienen zur Erläuterung der Gebrauchsweise der Vorrichtung, während Fig. 4 eine Ausführungsform der neuen Vorrichtung darstellt.
Es sei beispielsweise die Entfernung des
to Punktes P von den Achsen X und Y eines festen Koordinatensystems zu bestimmen, also die Abszisse χ und die Ordinate y (Fig. 1). Dann verschiebt man nach dem neuen Verfahren auf der Zeichnungsebene, welche das Koordinatensystem X, Y sowie den Punkt P enthält, ein Linienkreuz X1, O1, Y1, dessen Nullpunkt O1 in der Anfangslage mit dem Nullpunkt O des Koordinatensystems X, Y zusammenfällt, parallel mit sich, jedoch in der Richtung Q-Q, d. h. unter einem Winkel a zu dem Koordinatensystem X, Y, bis seine X1-Achse durch den Punkt P hindurchgeht. Sie schneidet die Y-Achse in dem Punkt P1, so daß der Abstand 0-P1 = y ist (Fig. 2).
Darauf verschiebt man das Linienkreuz X1, Y1 weiter, bis dessen Y1 - Achse den Punkt P trifft. Die Verlängerung dieser Achse schneidet dann die X-Achse im Punkte P2, so daß 0-P2 = χ ist (Fig. 3).
Man mißt dabei jedoch die Koordinaten χ und y nicht auf den Achsen X, Y des festen Koordinatensystems und braucht auch die Achsen X1, Y1 nicht so weit zu verlängern, daß sie die Achsen X, Y tatsächlich schneiden. Vielmehr werden die Koordinaten χ und y auf der Richtungslinie Q-Q des verschiebbaren Linienkreuzes abgelesen, und zwar ist gemäß Fig. 2 y — O O1 cos α und gemäß Fig.' 3 x = 002sin a.
Wählt man nun als Neigung der Bewegungsrichtung Q-Q einen Winkel α = 45 °, so ist cos a = sin α = 1J2V 2. Die Koordinaten χ und y sind also gleich der jeweiligen Entfernung O O1 bzw 002. multipliziert mit 0,7071.
Sollen die Entfernungen des Punktes P beispielsweise gleich in Millimetern abgelesen werden, so ist die Teilung auf der Führung für das verschiebbare Linienkreuz dementsprechend einzurichten.
Der wesentlichste Vorteil besteht demnach darin, daß durch Verschiebung eines einzigen Linienkreuzes sowohl die Abszissen als auch die Ordinaten beliebig vieler Punkte durch Ablesung an der Führung des Linienkreuzes bestimmt werden können.
Die Vorrichtung, welche den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet, besteht aus dem Rahmen α und dem Schieber b. Der Rahmen besitzt zwei sich rechtwinklig kreuzende Schlitze c, d. Der Mittelteil des Schiebers b enthält eine durchsichtige Scheibe e, auf deren Unterseite ein Linienkreuz f, g eingeritzt ist. Die Schlitze c, d und das Linienkreuz f, g, welche sich in der gezeich-
neten Anfangslage des Schiebers b decken, stehen beide unter 45 ° zu der Bewegungsrichtung des Schiebers b. Die Bewegung des letzteren erfolgt zweckmäßig durch eine Schraube h mit sehr flachgängigem Gewinde. Das andere Ende des Schiebers b enthält einen Noninus, der sich vor einer an dem Rahmen α angebrachten Skala verschiebt.
Zur Vermessung bringt man die Schlitze c, d des Rahmens α zur Deckung mit dem festen Koordinatensystem, verschiebt mittels der Schraube h den Schieber b so weit, daß die Linie f bzw. g durch den zu vermessenden Punkt hindurchgeht und liest die jeweiligen Stellungen des Schiebers b an der Skala mittels des Nonius ab, also auf Zehntel Millimeter oder beliebige andere Teilung genau. Der Rahmen α darf selbstverständlich während der Messung seine Lage nicht ändern.
Für den Fall, daß der Meßbereich der Vorrichtung nicht groß genug sein sollte, ist in dem Rahmen α ein zweiter Schlitz i angebracht, der zu dem Schlitz d wiederum senkrecht steht und diesen schneidet. Man kann also zwecks Bestimmung größerer Entfernungen einfach die Schlitze d und i mit dem festen Koordinatensystem zur Deckung bringen, hat aber im übrigen wieder genau in der beschriebenen Weise zu verfahren. Zu dem abgelesenen Resultat ist jedoch der Abstand zwischen den Schlitzen c und i, also eine Apparatkonstante, zu addieren. Der gleiche Zweck läßt sich durch Anbringung eines zweiten oder mehrerer Linienkreuze auf der Scheibe β erzielen.
Die Bewegung des Schiebers b könnte auch von Hand oder durch ein kleineres Zahnradgetriebe usw. erfolgen. Auch lassen sich die Schlitze c, d und i durch eingravierte Linien ersetzen, falls der Rahmen aus durchsichtigem Material hergestellt wird. Dadurch, daß das Linienkreuz f, g auf der Rückseite der Scheibe e vorgesehen ist, wird die Genauigkeit der Vermessung nicht davon berührt, ob der Blick des Beobachters senkrecht zur Zeichenebene auf das Linienkreuz trifft, da dieses sich ja unmittelbar auf der Zeichnungsebene bewegt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Messen der Entfernung beliebiger, in einer Ebene liegender Punkte von den Achsen eines festen Koordinatensystems, gekennzeichnet durch einen je mit einem Linienkreuz versehenen Rahmen und Schieber, der in ersterem unter einem Winkel von zweckmäßig 45 ° zu den Linienkreuzen beweglich ist und eine mit einer Skala des Rahmens zusammenwirkende Ablesemarke, zweckmäßig einen Nonius, enthält.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Erweiterung des Meßbereichs der Rahmen oder der Schieber noch ein zweites Linienkreuz oder deren mehrere besitzt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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