DE2230438B2 - Verfahren zum Sintern von Erzen auf einem Wanderrost - Google Patents
Verfahren zum Sintern von Erzen auf einem WanderrostInfo
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- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
- C22B1/00—Preliminary treatment of ores or scrap
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- C22B1/16—Sintering; Agglomerating
- C22B1/20—Sintering; Agglomerating in sintering machines with movable grates
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Description
3 4
tigkeit zu entziehen. Die Carbonate stammen hierbei entstehende und der Schicht zugeführte Wärmemenge
im Falle der Sinterung von Eisenerz aus dem Erz selbst ist:
oder aus dem der Charge gegebenenfalls zugegebenen ς j r P
Kalkzuschlag. Von dem Ausdruck »thermischer Be- * · i · α · c · r,
darf« wird des weiteren diejenige Wärmemenge mit 5
umfaßt, die der Schicht durch die Rauchgase entzogen wobei S die Oberfläche des betrachteten Schichtwird.
Man kann feststellen, daß diejenige Wärme- elementes, d die Dichte der Charge, C der Anteil der
menge, die unter dem Begriff »thermischer Bedarf der Kohle in dem Erz-Kohle-Gemisch und P der Wärme-Schicht*
verstanden wird, auch in A bhängigkeit des wert der Kohle ist, wobei man der Tatsache Rechnung
Fortschreitens der Flammenfront zunimmt. Die für io trägt, daß der Anteil an Unverbranntem
einen bestimmten Abszissenwert bestehende Differenz
zwischen dem Betrag der zugeführten Wärme und dem co
einen bestimmten Abszissenwert bestehende Differenz
zwischen dem Betrag der zugeführten Wärme und dem co
thermischen Bedarf der Schicht stellt denjenigen Wert — = °·23
dar, der als »für die Sinterung verfügbare Wärme- ^O + ^O2
menge« bezeichnet wird. Von diesem Wert hängt die 15
Beschaffenheit des gesinterten Erzes ab. Aus dem beträgt, wobei CO2 das bei der Verbrennung entDiagramm
ist des weiteren ersichtlich, daß die zur stehende Kohlendioxid darstellt.
Sinterung zur Verfugung stehende Wärmemenge Strenggenommen ist P eine Funktion von x; man sich fortschreitend verändert, was zu einer Unregel- kann jedoch in erster Näherung und ohne sich von mäßigkeit der Eigenschaften des gesinterten Erzes ao einem rationalen Wert zu entfernen, die Größe P als führt. Die ausgezogenen Kurven »α« und »b«, die sich Konstante betrachten.
Sinterung zur Verfugung stehende Wärmemenge Strenggenommen ist P eine Funktion von x; man sich fortschreitend verändert, was zu einer Unregel- kann jedoch in erster Näherung und ohne sich von mäßigkeit der Eigenschaften des gesinterten Erzes ao einem rationalen Wert zu entfernen, die Größe P als führt. Die ausgezogenen Kurven »α« und »b«, die sich Konstante betrachten.
auf die Verwendung von Kohle beziehen, geben gleich- Der »thermische Bedarf der Schicht« ergibt sich
zeitig die Verhältnisse wieder, wie sie bei Zusatz einer damit zu
konstanten Menge an gasförmigem Brennstoff herr- ^, . „
sehen. Der Erfindung liegt nun die Idee zugrunde, as x '
einen Teil des der Charge in fester Form beigemengten
einen Teil des der Charge in fester Form beigemengten
Brennstoffes durch die Einleitung von gasförmigem wobei B diejenige Wärmemenge darstellt, die von
Brennstoff zu ersetzen und die während des Sinterungs- einer Masseneinheit der Schicht benötigt wird.
Prozesses der Schicht zugeführte Menge an gasför- Unter »thermischer Bedarf der Schicht« versteht
migem Brennstoff so zu regeln, daß in jeder Höhe der 30 man, wie schon oben ausgeführt, die Summe der
Schicht reproduzierbare Sinterungsbedingungen herr- Wärmemenge, die notwendig ist, um der Charge
sehen. Kohlendioxid und Feuchtigkeit zu entziehen, und der
Diese Regelung, die in einer stetigen Abnahme der der Schicht durch die Rauchgase entzogenen Wärme-Menge
an eingeblasenem gasförmigem Brennstoff menge.
besteht, michi es möglich, diejenige Menge an für die 35 Ausgehend von einem ermittelten Wert der Tempe-
Sinterung zur Verfugung stehender Wärme zu erzeu- ratur der Rauchgase von 7C°C ergibt sich diese
gen, die unabhängig von der jeweiligen Lage der letztere Wärmemenge zu
Flammenfront den günstigsten Wert darstellt. In dem
Flammenfront den günstigsten Wert darstellt. In dem
Diagramm ist die Zufuhr von Wärme durch die ge- Vf · Cf (70 — 25) = 45 Vf · Cf,
strichelte Kurve »c« dargestellt, die parallel zu der 40
Kurve »6« (thermischer Bedarf der Schicht) verläuft. wobei Vf das Volumen der Rauchgase und O deren
Man erkennt, dali die für die Sinterung zur Verfügung spezifische Wärme darstellt.
stehende Wärmemenge konstant ist, woraus eine Man kann diese Beziehung auch in Abhängigkeit
äußerst gleichmäßige Beschaffenheit des gesinterten der Menge der angesaugten Luft wie folgt ausdrücken
Erzes resultiert. 45
Wohlverstanden kann auf eine bestimmte Menge an 45(Vl · Cl + x · S · d· C),
in fester Form zugeführtem Brennstoff nicht verzichtet werden. Bei Durchführung des erfindungs- wo VL das Luftvolumen, Cl die spezifische Wärme der gemäßen Verfahrens verfährt man so, daß die Wärme- Luft und C einen der spezifischen Wärme entsprechenmenge des der Schicht zugeführten Brennstoffes im 50 den Wert darstellt, bei dessen Errechnung man die wesentlichen dem »thermischen Bedarf der Schicht« Analyse der Gase berücksichtigt hat.
entspricht. Die in das Diagramm eingezeichnete Geht man von einer Temperatur der Charge und Kurve »d« entspricht der durch den festen Brennstoff der angesaugten Luft von 250C aus, so kann in dem erfolgten Zugabe an Wärmemenge für den Fall eines betrachteten Fall für cie thermische Bilanz geschrieben nach der Lehre der Erfindung durchgeführten Sinte- 55 werden
rungsprozesses.
in fester Form zugeführtem Brennstoff nicht verzichtet werden. Bei Durchführung des erfindungs- wo VL das Luftvolumen, Cl die spezifische Wärme der gemäßen Verfahrens verfährt man so, daß die Wärme- Luft und C einen der spezifischen Wärme entsprechenmenge des der Schicht zugeführten Brennstoffes im 50 den Wert darstellt, bei dessen Errechnung man die wesentlichen dem »thermischen Bedarf der Schicht« Analyse der Gase berücksichtigt hat.
entspricht. Die in das Diagramm eingezeichnete Geht man von einer Temperatur der Charge und Kurve »d« entspricht der durch den festen Brennstoff der angesaugten Luft von 250C aus, so kann in dem erfolgten Zugabe an Wärmemenge für den Fall eines betrachteten Fall für cie thermische Bilanz geschrieben nach der Lehre der Erfindung durchgeführten Sinte- 55 werden
rungsprozesses.
Man kann die vorstehende Erklärung auch noch in , r, . ο ,. (- P\ _ ( . ο. j. m
der Weise darstellen, daß man den Fall betrachtet, daß ' "■" lK ' K '
auf einem Wanderrost ein Gemisch von Erz und Kohle — AS[Vl' Cl + (x · S · d· C)] = Q, in einer Höhe H aufgebracht wird und durch diese 60
Schicht Luft von einer Temperatur von 250C hindurchgesaugt wird und an der gegenüberliegenden wobei q die bei Zündung der Flammenfront der Oberfläche der Schicht Rauchgase mit einer Tempe- Schicht zugeführte Wärmemenge und Q die in der ratur von 7O0C aufgefangen werden. Schicht enthaltene Wärmemenge darstellt. Wenn man
der Weise darstellen, daß man den Fall betrachtet, daß ' "■" lK ' K '
auf einem Wanderrost ein Gemisch von Erz und Kohle — AS[Vl' Cl + (x · S · d· C)] = Q, in einer Höhe H aufgebracht wird und durch diese 60
Schicht Luft von einer Temperatur von 250C hindurchgesaugt wird und an der gegenüberliegenden wobei q die bei Zündung der Flammenfront der Oberfläche der Schicht Rauchgase mit einer Tempe- Schicht zugeführte Wärmemenge und Q die in der ratur von 7O0C aufgefangen werden. Schicht enthaltene Wärmemenge darstellt. Wenn man
Für ein einzelnes Element der Schicht kann man für 65 annimmt, daß die Flammenfront, wenn sie um die
einen Zeitpunkt t, wenn die Flammenfront die Höhe χ Strecke dx vorwandert, eine Luftmenge benötigt, die
erreicht hat, eine Wärmebilanz aufstellen. Die durch proportional χ ist und die als »spezifische Luft-
die Verbrennung der in der Charge enthaltenen Kohle menge Qs" bezeichnet werden soll, — ausgedrückt
in Kubikzentimeter je Gramm zu sinternde Charge —,
so kann man schreiben
Vl = S ■ x- d- Qs,
woraus sich für die Wärmebilanz ergibt
(je· S-d- C- P) - x- S-d[B + 45 (Qs- Cl + C)]
(je· S-d- C- P) - x- S-d[B + 45 (Qs- Cl + C)]
Setzt man in diese Formel folgende Werte ein:
d = 1,4 g/cm3
C = 0,036
P = 6500 c/g
B = 180 c/g
Ql = 570cm3/g
Cl = 0,315 -iq-sc/cms
Ql = 570cm3/g
Cl = 0,315 -iq-sc/cms
q = 40 c/g Mischung,
wobei es sich um experimentell ermittelte Werte handelt, so erhält man für eine Querschnittseinheit im
CGS-System ausgedrückt
327x - 268* = β - q,
a b
wo »σ« die zugeführte Wärmemenge und »b« den
Wärmebedarf der Schicht darstellt.
Eine Betrachtung dieser Formel zeigt, daß bei Durchführung eines Sinterprozesses mit festem Brennstoff
oder mit in konstanter Menge zugeführtem gasförmigen Brennstoff die in der Schicht sich speichernde
Wärmemenge mit zunehmendem Wert Jt, also mit dem Fortschreiten der Flammenfront in der Schicht, zunimmt.
Betrachtet man nun die Durchführung eines Sinterprozesses nach der Lehre der Erfindung, also bei
Wärmezufuhr auf Grund in die Schicht eingeleiteten gasförmigen Brennstoffes, so erhält man für die Bilanz
x- d- c- P + Wärmezufuhr(gasförm-Brennst).
- x-d[B + 45(Qs ■ Cl + C)] = Q - <?' = K,
wobei K einen Wert darstellt, der nach Möglichkeit konstant gehalten wird.
Ausgehend von dieser Gleichung kann man die in Abhängigkeit von χ durch Einleitung und Verbrennung
des gasförmigen Brennstoffes zugeführten Wärmemenge
in der Form schreiben
K „/
Flammenfront χ zu einem gegebenen Zeitpunkt mit der Zeit durch die bekannte Formel verknüpft
T \ H)
Diese Größe zeigt, daß, um einen parallelen Verlauf der beiden Kurven »für die Sinterung zur Verfugung
stehende Wärmemenge« einerseits und »thermischer Bedarf der Schicht« andererseits zu verwirklichen,
die durch Zufuhr und Verbrennung des gasförmigen Brennstoffs der Schicht zugeführte Wärmemenge
in Abhängigkeit von χ abnimmt.
Darüber hinaus ist bei Durchführung des Sinterprozesses mittels eines Wanderrostes die Lage der
wobei η entsprechend den Gegebenheiten der Gasströmung
einen Wert zwischen 1 und 2 aufweist, / die Zeit, T die Temperatur darstellt, sowie χ und H dieselben
Bedeutungen wie im vorstehenden haben.
Die Menge des in die Schicht eingeleiteten gasförmigen Brennstoffes ist somit eine Funktion sowohl
von χ als auch über die vorstehende Gleichung von der Zeit, wobei die Gasmenge mit zunehmendem χ
is abnimmt.
Unter diesen Bedingungen erhält man für die Gesamtwärmemenge die Gerade c, die im wesentlichen
parallel zu der den »thermischen Bedarf der Schicht« darstellenden Kurve verläuft, woraus sich ergibt, daß
die für die Sinterung verfügbare Wärmemenge für alle Schichtebenen konstant bleibt.
Die Drosselung der Gaszufuhr wird in der Praxis vorteilhafterweise in Stufen, und nicht kontinuierlich,
vorgenommen.
Im Falle der Einblasung von Methan ergab sich unter Bedingungen, wie sie im vorstehenden erwähnt
wurden, beispielsweise folgende stufenförmige Abnahme der Einblasung je Quadratmeter Wanderrostfläche:
30
30
0 bis 2 Minuten 30 m3/h je Quadratmteer Wanderrostfläche
2 bis 6 Minuten 24 m3/h je Quadratmeter Wanderrostfläche
6 bis 10 Minuten 16,7 m3/h je Quadratmeter
Wanderrostfläche
Wanderrostfläche
10 bis 15 Minuten 9 m3/h je Quadratmeter
Wanderrostfläche
Wanderrostfläche
Selbstverständlich muß in der Charge ein bestimmter Anteil an in fester Form vorliegendem Brennstoff aufrechterhalten
werden. Gemäß der Erfindung dient diese Brennstoffmenge dazu, um durch die Verbrennung
diejenige Wärmemenge zu erzeugen, die dem »thermischen Bedarf der Schicht« entspricht. Diese Wärmemenge
ist in dem Diagramm durch die Kurve d dargestellt.
Der technische Fortschritt des erfindungsgemäßen Verfahrens spiegelt sich darin wider, daß einerseits
eine beträchtliche Einsparung an festem Brennstoff erzielt wird, die bis zu etwa 30% beträgt, und daß
andererseits Sinterprodukte gleicher und konstanter Beschaffenheit erhalten werden, da jede Volumeneinheit
der auf dem Wanderrost aufgebrachten Schicht mit derselben Wärmemenge beaufschlagt wird. Diese
durch die Verwendung von gasförmigem Brennstoff ermöglichte gesteuerte Anpassung der Zufuhr von
Brennstoff und damit der in der Schicht erzeugten Wärme vermeidet die Bildung einer überhitzten
Charge, die nicht nur die Qualität des gesinterten Erzes beeinträchtigt, sondern auch die mechanischen
Teile des Wanderrostes nachteilig beeinflußt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verfahren zum Sintern von Erz, bei welchem Diese Aufgabe wird bei einem Erzsinterverfahren,
einer aus einem Gemisch von Erz und Kohle 5 bei welchem einer aus einem Gemisch von Kohle und
bestehenden, auf einen Wanderrost aufgebrachten Erz bestehenden Schicht nach Zündung einer Flam-Schicht
nach Zündung einer Flammenfront ein menfront gasförmiger Brennstoff zugeführt wird, gegasförmiger
Brennstoff zugeführt wird, dadurch maß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Menge des
gekennzeichnet, daß die Menge des der der Charge zugeführten gasförmigen Brennstoffs in
Schicht zugeführten gasförmigen Brennstoffs in io Abhängigkeit von der Zeit in der Weise verringert
Abhängigkeit der Zeit des Sinterprozesses in der wird, daß die zur Sinterung des Erzes in jedem Zeit-Weise
verringert wird, daß die zur Sinterung des punkt zur Verfügung stehende Wärmemenge in jeder
Erzes zur Verfugung stehende Wärmemenge in Höhe der Schicht im wesentlichen konstant bleibt Die
allen Ebenen der Schicht im wesentlichen konstant Abnahme der Menge des der Schicht zugeführten gasbleibt.
15 förmigen Brennstoffes kann kontinuierlich, oder, was
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- praktisch leichter durchführbar ist, schrittweise vorzeichnet,
daß die Abnahme des der Schicht züge- genommen werden, wobei trotzdem die über bestimmte
führten gasförmigen Brennstoffes stufenförmig Zeitintervalle gemittelten Mengen entsprechend dem
erfolgt. vorgegebenen Gesetz abnehmen. Die Menge des der
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, da- 20 Charge in fester Form beigefügten Brennstoffes wird
durch gekennzeichnet, daß die Menge des der im wesentlichen auf dem Wert gehalten, der notwendig
Charge in fester Form beigemengten Brennstoffes ist, um den thermischen Bedarf der Schicht zu decken,
im wesentlichen derjenigen Menge entspricht, die Der Begriff »thermischer Bedarf der Schicht« soll im
den thermischen Bedarf der Schicht deckt. folgenden näher erläutert werden.
25 Die Aufgabe der Erfindung besteht somit im wesentlichen
darin, unter gegebenen Bedingungen diejenige
Menge an gasförmigem Brennstoff zu ermitteln bzw.
der Schicht zuzuführen, die in allen Ebenen der Schicht im wesentlichen gleiche Sinterbedingungen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Sintern 30 schafft, wodurch ohne eine Verringerung der auf
von Erzen auf einem Wanderrost, das zur Herstellung einem Wanderrost gesinterten Menge Erzes eine
von Sinterprodukten gleichmäßiger Eigenschaften gleichbleibende Qualität des gesinterten Erzes gewährdient,
wie sie zur Beschickung metallurgischer Ein- leistet wird. Durch Versuche wurde nämlich festrichtungen,
insbesondere von Hochöfen, Verwendung gestellt, daß die Zufuhr gleicher Mengen gasförmigen
finden. 35 Brennstoffes während des ganzen Sinterprozesses
Bei diesem Verfahren wird auf einem Wanderrost nicht nur zu unterschiedlichen Qualitäten des gesineine
Schicht aufgebracht, die in einem bestimmten terten Erzes, sondern auch zu einer Produktions-Mengenverhältnis
zerkleinertes Erz und pulverförmi- verminderung führt, die aus wirtschaftlichen Gesichtsgen Brennstoff enthält, worauf an der Oberseite der punkten nicht hingenommen worden kann.
Schicht mittels einer Reihe von Brennern eine Flam- 4° Zum besseren Verständnis der Erfindung liegt der menfront gezündet wird, die durch die Schicht hin- Beschreibung ein Diagramm bei, an Hand dessen ein durchwandert, indem zur Aufrechterhaltung der Ver- Vergleich zwischen der Wirkungsweise eines konvenbrennung durch die Schicht Luft hindurchgesaugt tionellen Verfahrens und dem Verfahren gemäß der wird. Die Verbrennung der Kohle, die von oben nach Erfindung durchgeführt wird.
Schicht mittels einer Reihe von Brennern eine Flam- 4° Zum besseren Verständnis der Erfindung liegt der menfront gezündet wird, die durch die Schicht hin- Beschreibung ein Diagramm bei, an Hand dessen ein durchwandert, indem zur Aufrechterhaltung der Ver- Vergleich zwischen der Wirkungsweise eines konvenbrennung durch die Schicht Luft hindurchgesaugt tionellen Verfahrens und dem Verfahren gemäß der wird. Die Verbrennung der Kohle, die von oben nach Erfindung durchgeführt wird.
unten fortschreitend die Masse in ihrer ganzen Schicht- 45 In der folgenden Erläuterung der Erfindung werden
dicke erfaßt, entwickelt hierbei eine Wärme, die aus- auch die im vorstehenden genannten Begriffe »verfügreichend
ist, um das Erz in den gesinterten Zustand fügbare Sinter-Wärme« und »thermischer Bedarf der
zu überführen. Schicht« erläutert werden.
Die Schwierigkeiten, die mit der Beschaffung von In dem in der Zeichnung dargestellten Diagramm,
festem Brennstoff verbunden sind, und die Tatsache, 50 das sich auf die Sinterung von Eisenerz bezieht, ist als
daß gasförmiger Brennstoff zu verhältnismäßig billi- Abszisse die Schichtdicke und als Ordinate die Wärmegem
Preis erhältlich ist, haben den Gedanken nahe- menge aufgetragen, so daß beispielsweise aus der
gelegt, bei der Durchführung des Sinterverfahrens an Kurve »a« die Wärmemenge ersichtlich ist, die an
Stelle von festem Brennstoff gasförmigen Brennstoff jeder Stelle, d. h. in der jeweiligen Höhe, der Schicht
zu verwenden. Es sind Verfahren bekannt, bei denen 55 zugeführt wird. Diese Wärmemenge ist wegen der
die Verwendung festen Brennstoffes auf diejenige fortschreitenden Erwärmung der die Schicht durch-Menge
beschränkt wird, die notwendig ist, um an der setzenden Luft nicht konstant, die nach Maßgabe der
Oberfläche der zu sinternden Schicht eine Flammen- die Schicht durchwandernden Flammenfront, eine
front zu zünden, und bei denen die weitere Zufuhr der wachsende Schichtdicke von durch die Verbrennung
benötigten Kalorien durch die Verbrennung von gas- 60 der Kohle erhitztem Material durchsetzt. Die Kurve»a«
förmigem Brennstoff erfolgt, der in gleichbleibender gibt somit in jeder Höhe der Schicht die dieser Schicht
Menge der Luft beigegeben wird, die durch die Schicht zufolge der Verbrennung der Kohle zugeführte
hindurchgesaugt wird. Die Durchführung dieses Ver- Wärmemenge an. Darüber hinaus wurde in dem
fahrens ist jedoch deshalb nicht voll befriedigend, Diagramm durch die Kurve »ό« diejenige Größe aufweil
die Eigenschaften des so gesinterten Erzes über 65 getragen, die als »thermischer Bedarf der Schicht« bedie
ganze Dicke der Schicht nicht gleich sind. zeichnet wird. Unter dem Ausdruck »thermischer
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Bedarf« versteht man diejenige Wärmemenge, die notein
Verfahren zu entwickeln, das diese Nachteile nicht wendig ist, um der Charge Kohlendioxid und Feuch-
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR7124293A FR2144533B1 (de) | 1971-07-02 | 1971-07-02 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2230438A1 DE2230438A1 (de) | 1973-01-18 |
| DE2230438B2 true DE2230438B2 (de) | 1975-02-27 |
| DE2230438C3 DE2230438C3 (de) | 1975-10-16 |
Family
ID=9079746
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19722230438 Expired DE2230438C3 (de) | 1971-07-02 | 1972-06-22 | Verfahren zum Sintern von Erzen auf einem Wanderrost |
Country Status (7)
| Country | Link |
|---|---|
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| DE (1) | DE2230438C3 (de) |
| FR (1) | FR2144533B1 (de) |
| GB (1) | GB1391466A (de) |
| IT (1) | IT960131B (de) |
| LU (1) | LU65597A1 (de) |
| NL (1) | NL7208046A (de) |
-
1971
- 1971-07-02 FR FR7124293A patent/FR2144533B1/fr not_active Expired
-
1972
- 1972-06-06 GB GB2626872A patent/GB1391466A/en not_active Expired
- 1972-06-13 NL NL7208046A patent/NL7208046A/xx unknown
- 1972-06-22 DE DE19722230438 patent/DE2230438C3/de not_active Expired
- 1972-06-27 LU LU65597D patent/LU65597A1/xx unknown
- 1972-06-29 BE BE785570A patent/BE785570A/xx unknown
- 1972-06-30 IT IT2642472A patent/IT960131B/it active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2144533B1 (de) | 1974-03-08 |
| GB1391466A (en) | 1975-04-23 |
| BE785570A (fr) | 1972-12-29 |
| DE2230438A1 (de) | 1973-01-18 |
| FR2144533A1 (de) | 1973-02-16 |
| NL7208046A (de) | 1973-01-04 |
| IT960131B (it) | 1973-11-20 |
| DE2230438C3 (de) | 1975-10-16 |
| LU65597A1 (de) | 1972-10-25 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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