DE222807C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE222807C DE222807C DENDAT222807D DE222807DA DE222807C DE 222807 C DE222807 C DE 222807C DE NDAT222807 D DENDAT222807 D DE NDAT222807D DE 222807D A DE222807D A DE 222807DA DE 222807 C DE222807 C DE 222807C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- slide
- piston
- valve
- cylinder
- auxiliary
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B1/00—Percussion drilling
- E21B1/12—Percussion drilling with a reciprocating impulse member
- E21B1/24—Percussion drilling with a reciprocating impulse member the impulse member being a piston driven directly by fluid pressure
- E21B1/30—Percussion drilling with a reciprocating impulse member the impulse member being a piston driven directly by fluid pressure by air, steam or gas pressure
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geology (AREA)
- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Fluid Mechanics (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 222807 -' KLASSE 5 b. GRUPPE
Steuerung für Schräm- und Gesteinstoßbohrmaschinen.
Die Erfindung betrifft eine Steuerung für Schräm- und Gesteinstoßbohrmaschinen mit
vom Arbeitskolben beeinflußtem Hilfskolbenschieber zum Steuern des Haupt- oder Verteilungsschiebers.
Bei dieser Steuerung ist der Arbeitskolben selbst ohne Führungsflächen ausgebildet und wirkt mit seinem Ende . auf
eine Schaukelplatte ein, die ihrerseits den Hilfskolbenschieber beeinflußt. Mit dieser
ίο Anordnung wird die Vermeidung" seitlicher
Beanspruchungen des Kolbenschiebers und eine Verkürzung des Arbeitskolbens und Zylinders
bezweckt.
Andere bei Druckluftwerkzeugen bekannte Steuerungen, bei denen vom Ende des Schlagkolbens
ein Ventil zum Öffnen eines Drucklufteinlasses verschoben wird, wobei der Schlagkolben
selbst das Ventil verstellt, eignen sich zwar für hammerartige Werkzeuge mit unveränderlich
bleibender Hublänge, sind aber für Gesteinbohr- und Schrämmaschinen, bei denen der Bohrstaihl am äußeren Ende des Kolbens
selbst angebracht ist, deshalb ungeeignet, weil bei diesen Maschinen auf wechselnde Hublängen
Bedacht zu nehmen ist. Diesem Umstände ist bei der neuen Steuerung durch die
besondere Anordnungsweise des Hilfsschiebers Rechnung getragen, indem hier der Hilfskolbenschieber
bei A^ollendung nur eines halben Kolbenhubes umgesteuert wird, \vährend der
Hauptkolben für gewöhnlich erst nach Vollendung des ganzen Kolbenhubes umgesteuert
wird. Es wird also auch in dem Falle, daß der Kolben bei Vollendung etwa eines halben
Hubes auf ein Hindernis trifft, der Hauptschieber immer noch umgesteuert und die Arbeitstätigkeit
der Maschine nicht unterbrochen. Dabei bietet, die Einschaltung der Schaukelplatte zwischen Kolben und Ventil gegenüber
den bekannten Anordnungen den Vorteil, daß erstens seitliche Beanspruchungen, wie sie
sonst auf die Ventilstange beim Auf treffen des
Kolbens auf das Ventil eintreten, vermieden sind, und daß zweitens die ganze Führungsfläche in die Sohaukelplatte verlegt und somit
der Kolben wie auch dementsprechend der Zylinder sehr kurz gehalten werden kann, was
eine entsprechende Verringerung des Gesamtgewichtes der Maschine zur Folge hat.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Fig, 1 zeigt im
mittleren Längsschnitt den Zylinder einer Gesteinstoßmaschine mit Zubehörteilen, wobei
der Kolben nahe am Ende seines Rückwärtshubes angelangt ist. Fig. 2 ist ein Querschnitt
nach A-A der Fig. i, Fig. 3 ein Querschnitt
durch das Schiebergehäuse, Fig. 4 eine Oberansicht des Schiebergehäuses. Fig. 5 ist ein
Querschnitt durch das Ventilgehäuse nach der Linie G-G der Fig. 1, wobei die Enddeckel und
Ventilkörper entfernt sind. Fig. 6 und 7 erläutern zwei verschiedene Arbeitsstellungen
des Haupt- und Hilfsschiebers.'. Fig. 8 ist ein Querschnitt ähnlich der Fig. 3 durch das Schiebergehäuse,
wobei der Hilfsschieber durch ein Druckmittel statt durch eine Feder nach innen
gedrückt wird.
Vor dem Kolben 23 des Zylinders 4 der Gesteinstoßmaschine liegt die Kolbenkammer 34
und hinter dem Kolben die Kammer 33.
Am vorderen Zylinderende ist die übliche Puffervorrichtung 24,25 und das Ventil 26
vorgesehen, während sich am hinteren Zylinderende die Umsetzvorrichtung mit der in den
Arbeitskolben 23 eingreifenden Schraubenspindel 27 befindet.
In dem Schiebergehäuse 5 bewegt sich parallel zum Kolben 23 der zylindrische Hauptschieber
16, der mit einem abgesetzten Ende 15 und verbreiterten Ende 17 versehen ist.
Zwischen dem abgesetzten Ende 15 des Hauptschiebers und seinem vorderen Deckel
befindet sich eine Kammer 31 mit kleinerem Durchmesser, indem die Bohrung bis zum
Schieberdurchmesser durch ein Futter ausgefüllt ist.
Zwischen dem verbreiterten Hauptschieberende 17 und dem hinteren Deckel 18 liegt eine
große Kammer 6.
Von der Druckmittelzuleitung 1 führen die Zweigkanäle 2, 3 zum Einlaß 7, der den Hauptschieber
16 umgibt (Fig. 4 und 5). Der Hauptentlüftungskanal 10 mündet in die den Schieber
16 umgebenden Auslaßkanäle 8, 9 (Fig. 1 und 2).
Der den Schieber 16 umgebende Schieberkanal 11 mündet in den hinteren Zylinderkanal
13 und liegt zwischen dem Druckmitteleinlaß 7 und dem Auslaßkanal 8, während der in den
vorderen Zylinderkanal 14 mündende Ventilkanal 12 zwischen dem Einlaß 7 und Auslaß 9
liegt.
Die Kanäle 13 und 14 münden am hinteren
bzw. vorderen Zylinderende.
Der Schieber 16 ist so abgesetzt, daß zwei Zwischendurchlässe entstehen, die abwechselnd
den Einlaß 7 mit einem der Zylinderkanäle 1,12 und den anderen Zylinderkanal mit
dem Auslaß 8 oder 9 verbinden.
Am Ende der Vorwärtsbewegung des Schiebers 16 ist der Einlaß 7 zum hinteren Zylinderkanal
13 und der vordere Zylinderkanal 12 über Kanal 9 zum Auslaß 10 geöffnet.
Die Kammer 31 vor dem abgesetzten Schie-
4S berende 15 steht fortwährend über den vom
Einlaß 7 ausgehenden Kanal mit der Druckmittelzuleitung in offener Verbindung.
Eine Schaukelplatte 28 ist an einem Zapfen innerhalb eines oberen Schlitzes des Zylindergehäuses
aufgehängt. Nach außen ist dieser Schlitz durch das Schiebergehäuse 5 geschlossen.
Diese Schaukelplatte 28 ist auf der einen Seite des Drehzapfens 30 mit einem Fußteil
29 versehen, gegen den das hintere Ende des Arbeitskolbens 23 stößt, so daß er die
Platte aus dem Zylinder 4 heraushebt.
Das Schiebergehäuse 5 begrenzt die Auswärtsbewegung der Schaukelplatte 28.
Das , hintere Ende der Schaukelplatte 28 wirkt mit dem inneren Ende des Hilfssteuerschiebcrs
22 zusammen, der in dem hinteren Deckel 18 des Schiebergehäuses gleitet. Der
Schieberbohrung in dem Deckel 18 gegenüber befinden sich Bohrungen im Schiebergehäuse.
Die Schaukelplatte und der Hilfsschieber weiden durch eine auf das äußere Ende des
Hilfsschiebers wirkende Feder nachgiebig am Ende ihrer Einwärtsbewegung gehalten. Statt
dessen kann auch das äußere Ende des Hilfsschiebers einen größeren Durchmesser als das
innere Ende erhalten (Fig. 8), und es kann das Treibmittel durch den von der Druckmittelzuleitung
2 zur Kammer 21 führenden Kanal auf die größere Schieberfläche zur Wirkung gebracht
werden. Von der Kammer 6 am verbreiterten Ende des Hauptschiebers 16 führt
ein Durchlaß zum Hilfsschieber 22 (Fig. 1).
Den Hilfsschieber 22 umgibt ein Ringkanal, der ständig" mit der Zweigleitung 2 für die
Druckmittelzuleitung· in Verbindung steht (Fig. 8).
Von dem den Hilfsschieber 22 umgebenden Druckmittelauslaßkanal führt ein Kanal 20
zum Auslaß 8 des Hauptauslaßkanals 10. Dieser Hilfsschieber 22 ist an zwei Stellen abgesetzt,
so daß Verbindungskanäle entstehen, die abwechselnd je nach der Stellung des Hilfsschiebers
eine Verbindung zwischen Druckmittelzuleitung zum Auslaß 19 herstellen.
Befindet sich der Hilfsschieber an dem Ende seines Auswärtshubes in der in Fig. 1 der
Zeichnung dargestellten Lage, dann steht die Kammer 6 mit der Druckmittelzuleitung in
Verbindung, während der Auslaß 19 i geschlossen ist.
In dem Deckel 18 am hinteren Ende der Kammer 6 ist eine Vertiefung 32 vorgesehen,
die denselben Querschnitt wie der Schieber 16 hat und dazu dient, den Hauptschieber 16 umzusteuern.
Am hinteren Ende des Hauptschiebers 16 befindet sich eine größere Scheibe, die als Anschlag
für den Schieber am inneren Ende des Deckels 18 rings um die Vertiefung 32 dient.
Die Wirkungsweise der Steuerung ist folgende:
Befindet sich der Kolben in der in Fig. 1 dargestellten Stellung bei seiner Bewegung
zum hinteren Zylinderende, dann hebt er unter Vermittlung des Fußteiles 29 die Schaukelplatte
28 und den Hilfsschieber in die gezeichnete Stellung, in der das Treibmittel zur Kammer
6 am hinteren Ende des Hauptschiebers 16 übertritt und den Hauptschieber infolge des
Flächenunterschiedes zwischen dem Querschnitt der Kammer am hinteren Hauptschieberende
und dem der Kammer 31 am vorderen Ende bis ans Ende seines Vorwärtshubes
treibt.
Diese Bewegung des Hauptschiebers öffnet
den .Druckmitteleinlaß 7 zum Zylinderkanal 11,
13, Gleichzeitig öffnet der Hauptschieber 16
die Kammer 34 vor dem Arbeitskolben 23 über Kanal 14, 12, 9 zum Auslaß 10.
Gelangt der Kolben 23 ans Ende seines Rückhubes, dann schließt er in bekannter Weise den zur Kammer 33 führenden Kanal 13 und drückt die Luft in der Kammer 33 zusammen, so daß er nicht gegen den hinteren Zylinder-ίο deckel schlägt. Die zusammengedrückte Luft setzt den Kolben bei Beginn des Vorwärtshubes in Bewegung, die bei Freilegung des Kanals 13 durch das zur Kammer 33 übertretende Druckmittel vollendet wird.
Sobald das Ende des Kolbens 23 die Schaukelplatte 28 verläßt, drückt die Feder in Kammer 21 oder. das Druckmittel auf den Hilfsschieber 22 und dieser wiederum auf die Schaukelplatte 28, bis deren vorderer Vorsprung" an dem Schiebergehäuse anliegt. Durch diese Einwärtsbewegung des Hilfsschiebers wird die Kammer 6 am breiteren Ende des Hauptschiebers 16 durch Kanal 19, 20, 8 zum Auslaß 10 geöffnet und der Treibmittelübertritt abgeschnitten.
Gelangt der Kolben 23 ans Ende seines Rückhubes, dann schließt er in bekannter Weise den zur Kammer 33 führenden Kanal 13 und drückt die Luft in der Kammer 33 zusammen, so daß er nicht gegen den hinteren Zylinder-ίο deckel schlägt. Die zusammengedrückte Luft setzt den Kolben bei Beginn des Vorwärtshubes in Bewegung, die bei Freilegung des Kanals 13 durch das zur Kammer 33 übertretende Druckmittel vollendet wird.
Sobald das Ende des Kolbens 23 die Schaukelplatte 28 verläßt, drückt die Feder in Kammer 21 oder. das Druckmittel auf den Hilfsschieber 22 und dieser wiederum auf die Schaukelplatte 28, bis deren vorderer Vorsprung" an dem Schiebergehäuse anliegt. Durch diese Einwärtsbewegung des Hilfsschiebers wird die Kammer 6 am breiteren Ende des Hauptschiebers 16 durch Kanal 19, 20, 8 zum Auslaß 10 geöffnet und der Treibmittelübertritt abgeschnitten.
Der durch das Treibmittel in der Kammer 31 am kleineren Ende 15 des Hauptschiebers
zur Wirkung kommende Druck wirft den Hauptschieber bis ans Ende seines Rückhubes,
so daß die Treibmittelzuleitung 7 mit den zum vorderen Zylinderende führenden Kanälen 12,
14 und gleichzeitig die Kanäle 13, 11 vom hinteren
Zylinderende über Kanal 8 mit dem Auslaß 10 verbunden werden.
Hierdurch wird der Werkzeugkolben nach seinem Auftreffen auf den Pufferring 24 umgesteuert.
Dadurch, daß man das hintere Ende des Arbeitskolbens zur Bedienung der Schaukelplatte
und des Hilfsventils. benutzt, ist man imstande, einen sehr kurzen Arbeitskolben mit langem
Hub zu benutzen, wodurch der Wirkungsgrad beträchtlich erhöht wird. .
Selbstverständlich kann statt der auf den Hilfsschieber wirkenden Feder ein beliebiger
Treibmitteldruck benutzt und die ganze Ventilanordnung in Verbindung mit einem beliebigen
Arbeitszylinder und Kolben benutzt werden, ohne daß damit der Rahmen der Erfindung
verlassen wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Steuerung für Schräm- und Gesteinstoßbohrmaschinen mit vom Arbeitskolben beeinflußtem Hilf skolbenschieber zum Steuern des Haupt- oder Verteilungsschiebers, dadurch gekennzeichnet, daß der selbst ohne Führungsflächen ausgebildete Arbeitskolben auf eine Schaukelplatte einwirkt, die ihrerseits den Hilf skolbenschieber beeinflußt, zwecks Vermeidung jeder seitlichen Beanspruchung des Kolbenschiebers und möglichster Verkürzung des Arbeitskolbens und Zylinders.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE222807C true DE222807C (de) |
Family
ID=483669
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT222807D Active DE222807C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE222807C (de) |
-
0
- DE DENDAT222807D patent/DE222807C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2029512C3 (de) | Schlagwerkzeug | |
| DE931761C (de) | Antriebsvorrichtung fuer Schlagwerkzeuge, welche durch ein Druckmittel betaetigt werden | |
| DE2733508C3 (de) | Versenkbohrhammer | |
| DE222807C (de) | ||
| DE1175161B (de) | Pneumatisches Rammbohrgeraet | |
| DE2810285C2 (de) | Hydraulisch-pneumatisches Schlagwerkzeug | |
| DE3917155A1 (de) | Pneumatische schlagmaschine | |
| DE1503082A1 (de) | Motorisch angetriebene Heftmaschine | |
| DE891496C (de) | Steuerung von durch Druckmittel angetriebenen hin und her gehenden Maschinenteilen, insbesondere von Kolben in durch Pressluft betaetigten Pumpen | |
| AT392752B (de) | Pneumatischer hammer | |
| EP0933169A2 (de) | Fluidbetriebenes Schlagwerk | |
| DE926601C (de) | Hydraulischer Grubenstempel | |
| DE3309226A1 (de) | Druckluftnagler | |
| DE935182C (de) | Von einem Verbrennungsmotor angetriebene Gesteinsschlagbohrmaschine od. dgl. | |
| DE833243C (de) | Formmaschine mit Ruettelkolben | |
| DE1800520A1 (de) | Mehrweg-Steuerventil | |
| DE848779C (de) | Pneumatischer Gesteinsbohrer oder aehnliches Schlagwerkzeug mit einem ringfoermigen,in einem Gehaeuse sich axial hin- und herbewegenden Verteilerventil | |
| DE575907C (de) | Hohlkolbenventilsteuerung fuer Gesteinsbohrmaschinen | |
| DE263666C (de) | ||
| DE1603839C3 (de) | Steuerventileinrichtung für einen Druckluftnagler | |
| DE211105C (de) | ||
| DE60635C (de) | Pneumatische Gesteinbohrmaschine | |
| DE211950C (de) | ||
| DE574247C (de) | Druckluftwerkzeug | |
| DE2941443C2 (de) | Schlaggerät zum Lösen oder Zerkleinern von Gersten oder ähnlichem Material |