DE60635C - Pneumatische Gesteinbohrmaschine - Google Patents
Pneumatische GesteinbohrmaschineInfo
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- DE60635C DE60635C DENDAT60635D DE60635DA DE60635C DE 60635 C DE60635 C DE 60635C DE NDAT60635 D DENDAT60635 D DE NDAT60635D DE 60635D A DE60635D A DE 60635DA DE 60635 C DE60635 C DE 60635C
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B1/00—Percussion drilling
- E21B1/12—Percussion drilling with a reciprocating impulse member
- E21B1/24—Percussion drilling with a reciprocating impulse member the impulse member being a piston driven directly by fluid pressure
- E21B1/30—Percussion drilling with a reciprocating impulse member the impulse member being a piston driven directly by fluid pressure by air, steam or gas pressure
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE S: Bergbau.
Die bekannten, zur Bearbeitung von Stein u. dergl. dienenden pneumatischen Werkzeuge
eignen sich trotz ihrer vorzüglichen Leistungsfähigkeit nicht zur Verwendung bei Bohrmaschinen,
wie solche zum Schrämen im Bergbau erforderlich sind.
Der Grund dieser Erscheinung liegt darin, dafs die einzelnen Schläge des Arbeitskolbens
nicht kräftig genug sind, um den Anforderungen, welche beim Schrämen gestellt werden,
zu genügen.
Die Aufgabe, welche zu lösen sich der Erfinder stellte, war die, eine Gesteinbohrmaschine
zu construiren, welche die bewährten Eigenschaften der pneumatischen Werkzeuge beibehält,
es dagegen ermöglicht, den Arbeitskolben dadurch, dafs die Luft-Ein- und Auslafskanäle
bei gröfstmöglicher Kürze beliebig grofs ausgeführt werden können, mit jeder geforderten Kraft arbeiten zu lassen.
Auf beiliegender Zeichnung zeigen die
Fig. ι bis 3 den die Neuerung enthaltenden Theil einer Gesteinbohrmaschine im Längenschnitt
und in drei Arbeitsstellungen,
Fig. 4, 5, 6 und 7 Schnitte nach den Linien ^-\, y-yy x-x und yl-yx der betreffenden
Fig. i, 2 und 3.
Der Arbeitskolben A geht mit seinem verjüngten, den Bohrer tragenden Ende A1 durch
den unteren geschlossenen Theil des Gehäuses B hindurch, ist in der Achsenrichtung
zum Theil ausgebohrt und führt sich auf einer flachgängigen Spindel C, so dafs er bei seiner
Bewegung in bekannter Weise gedreht wird. Der Kolbencylinder D ist aber nicht, wie bisher
üblich, festliegend, sondern in seiner Längenrichtung beweglich innerhalb eines oben
und unten geschlossenen Cylinders E angegeordnet.
Der Kolbencylinder D und der diesen umschliefsende Cylinder E enthalten die Lufteinlafskanäle
d d und e e, sowie die Luftauslässe e1 e1 und ύ?1^1, wobei die Kanäle des
einen Cylinders zu denen des anderen Cylinders so angeordnet sind, dafs bei der geradlinigen
Hin- und Herbewegung des Kolbencylinders D diese Kanäle, den entsprechenden Endstellungen
des Kolbens A gemäfs, mit einander in Uebereinstimmung gelangen. Um dies zu ermöglichen,
enthält der Kolbencylinder D in seinem Innern dicht an den Luftkanälen Anschläge
bbbb; aufserdem ist er um so viel kürzer als die lichte Höhe des Umfassungscylinders E,
wie die Höhe der Luftkanä'le plus der zum Dichten nothwendigen Ueberlappung beträgt.
Der Umfassungscylinder E zeigt an seinem äufseren Umfang zwei centrale Längsrippen a1,
Fig. 4 und 5, welche, von seinem vorderen Schraubentheil α beginnend, bis zu seiner
oberen Deckplatte c reichen und sich dem Gehäuse B dicht anlegen. Die Deckplatte c des
Umhüllungscylinders E ist mit einem vorspringenden Rande ausgestattet, der sich gleich
den Rippen a1 an das Gehäuse B dicht anlegt,
so dafs hierdurch im Gehäuse B zwei Kammern entstehen, von denen die eine frische Prefsluft,
die andere gebrauchte Luft enthält. Die Zuleitung des Arbeitsmediums erfolgt durch das
Rohr F im oberen Theile des Gehäuses in die Prefsluftkammer und die Abführung der gebrauchten
Luft durch das Rohr C im unteren Theil des Gehäuses B.
Die Spindel C geht dicht durch die Deckplatte c des Umfassungscylinders E mit ihrem
rund gedrehten Theil hindurch und trägt in dem zwischen Deckplatte c und dem. Gehäusedeckel
H gebildeten Raum ein Sperrrad /, in welches zwei unter Federdruck stehende Sperrklinken
/, ■ Fig. 7, eingreifen und diesem Rad nur eine einseitige Drehung gestatten.
Der Arbeitsgang dieser Bohrmaschine ist folgender:
Der Kolben möge seinen Vorwärtsgang beendet haben, so dafs die beweglichen Theile
die in Fig. ι gezeichneten Stellungen einnehmen.
Der vordere Lufteinlafskanal d steht, da der Kolben B, bei seiner Vorwärtsbewegung gegen
die Anschläge b treffend, den Kolbencylinder D mitgenommen hat, gegenüber den Einlafskanälen
e im Umfassungscylinder E. Der untere Auspuffkanal e1 ist durch seine Stellung
zum Kanal d1 des Umfangscylinders E geschlossen,
dagegen ist der hintere Auspuff e1 geöffnet, während der hintere Lufteinlafs e geschlossen
ist. Die frische Prefsluft strömt also durch Einlafsrohr F in die Druckluftkammer
zwischen Gehäuse B und dem oberen Theil des Umfassungscylinders E, von dort durch
die über' einander stehenden Kanäle e d vor den Kolben A.
Der Kolben A geht also wieder zurück, wobei die hinter dem Kolben befindliche Luft
durch den hinteren geöffneten Auspuffkanal e1dl
entweichen kann.
Bei dieser Rückwärtsbewegung ist der Kolben A bestrebt, die Spindel C zu drehen; da
aber die Sperrklinken ff, Fig. 7, die Bewegung
des auf der Spindel C befestigten Sperrrades in dieser Richtung verhindern, so steht
die Spindel C fest und der Kolben A mufs sich drehen. Der Kolben A geht also sich
drehend zurück und trifft gegen die hinteren Anschläge b am Kolbencylinder D, der Kolbencylinder
wird mitgenommen (Fig. 2), und die hinteren Einlafskanäle e d des Umfangcylinders E
und des Kolbencylinders D kommen einander gegenüber in Stellung (Fig. 3), während die
hinteren Auspufföffnungen e1 d1 und der vordere
Lufteinlafs e d geschlossen werden. Der vordere Auspuff e1 dl ist geöffnet, so dafs der Kolben
ungehindert seine Vorwärtsbewegung wiederum aufnehmen kann. Hierbei ist der Kolben
wieder bestrebt, die Spindel C mit dem Sperrrad / zu drehen, und da die Sperrklinken ff
diesem Bestreben keinen Widerstand leisten, ! so. wird die Spindel C thatsächlich gedreht,
während der Kolben eine geradlinige Bewegung ausführt.
Es ist klar, dafs man bei dieser Ausführung die Kanäle ganz nach Bedarf grofs und damit
auch die Schlagkraft des Arbeitskolbens beliebig grofs ausführen kann, ohne dafs hierdurch
die Luft-Ein- und Auslässe in ihrer Länge nur im Geringsten beeinflufst werden.
Giebt man den Lufteinlässen in dem Umfangscylinder
und in dem Kolbencylinder die gröfste zulässige Weite und ordnet über den
Einlafskanälen einen diesen Kanälen entsprechend gelochten Schieber an, der von aufsen .derart
verschoben werden kann, dafs er die Einlasse des Umfassungscylinders mehr oder weniger
schliefst, so kann man die für jeden Fall erforderliche Druckluftmenge ganz nach Bedarf
regeln.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine pneumatische Gesteinbohrmaschine, welche dadurch gekennzeichnet ist, dafs der Kolbencylinder (D) von einem zweitheiligen Mantel (E B) umgeben ist, der aus einem inneren und einem äufseren Cylinder besteht, die zwischen sich einen Ringraum belassen, welcher durch eine Scheidewand (α1, Fig. 5) in eine Lufteinlafs- und eine Luftauslafskammer getheilt ist, wobei der innere Mantelcylinder (E) gleich dem Kolbencylinder mit den Luft-Ein- und Auslässen versehen und letzterer mit Anschlägen (b) ausgestattet ist, so dafs sich der Kolben (A) in dem Kolbencylinder (D) hin- und herbewegen kann und diesen erst nahe seiner Endstellungen beim Antreffen an die Anschläge mitnimmt und die Umsteuerung bewirkt, worauf der Kolbencylinder dann wieder so lange in Ruhe verbleibt, bis der nun in entgegengesetzter Richtung laufende Kolben die anderen Anschläge trifft und von neuem die Umsteuerung durch kurze Verschiebung des Kolbencylinders bewirkt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE60635C true DE60635C (de) |
Family
ID=334754
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT60635D Active DE60635C (de) | Pneumatische Gesteinbohrmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE60635C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1099800B (de) * | 1953-11-05 | 1961-02-16 | Graubremse Gmbh | Druckluftmotor zum Antrieb schneidender landwirtschaftlicher Geraete mit einem hin- und herlaufenden Messer |
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- DE DENDAT60635D patent/DE60635C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1099800B (de) * | 1953-11-05 | 1961-02-16 | Graubremse Gmbh | Druckluftmotor zum Antrieb schneidender landwirtschaftlicher Geraete mit einem hin- und herlaufenden Messer |
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