DE222767C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01C—RESISTORS
- H01C3/00—Non-adjustable metal resistors made of wire or ribbon, e.g. coiled, woven or formed as grids
- H01C3/04—Iron-filament ballast resistors; Other resistors having variable temperature coefficient
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
- Heat Treatment Of Strip Materials And Filament Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21c. GRUPPE
WALTER SCHÄFFER in BERLIN.
Bei Variatoren, welche im allgemeinen aus in Wasserstoff angeordneten Eisendrähten bestehen,
spielt die Wärmeträgheit bekanntlich eine große Rolle. Dieselben ändern ihren Widerstand
mit der Erwärmung. Befindet sich z. B. ein solcher Eisenwiderstand in Rotglut, so soll
die Abkühlung möglichst schnell erfolgen, wenn der Strom (die Ursache für die Erwärmung)
sinkt. Aus diesem Grunde hat man eben
ίο die Eisendrähte in Wasserstoffatmosphären
untergebracht, weil Wasserstoff ein vorzüglicher Wärmeleiter ist. Aus demselben Grunde wurden
auch die Eisendrähte nicht mit rundem, sondern mit flachem Querschnitt verwendet, um
die Oberfläche im Verhältnis zur Masse möglichst groß zu erhalten. Für die Abkühlung
sind in dieser Art verhältnismäßig gute Resultate erzielt worden. Im umgekehrten Falle,
nämlich der Erwärmung, d. h. beim Ansteigen des Stromes, wird jedoch der Eisendraht, wenn
er sich in Wasserstoff befindet oder mit flachem Querschnitt ausgeführt ist, nur verhältnismäßig
langsam auf die der Stromstärke entsprechende Temperatur kommen, da ja eben die abgeleitete
Wärmemenge eine entsprechend große ist. Für diesen Fall würden die Verhältnisse um so
günstiger werden, je geringer der Gasdruck im Wasserstoffvariator ist. Die besten Ergebnisse
würden erreicht werden, wenn sich die Eisendrähte im Vakuum befänden, da sie dann infolge
der geringen Wärmeableitung viel schneller auf die der Stromstärke entsprechende Temperatur
kämen.
Um nun sowohl die Erwärmung des Eisendrahtes bei Ansteigen des Stromes als auch die
Abkühlung bei Vermindern des Stromes möglichst .schnell zu erzielen, ist es zweckmäßig,
einen oder mehrere Variatoren, bei welchen sich der Eisendraht in Wasserstoffatmosphäre bestimmten
Druckes befindet, mit einem oder mehreren Variatoren, bei welchen sich der Eisendraht in Wasserstoffatmosphäre mit von
jenem Drucke möglichst abweichendem, geringem Drucke, z. B. im Vakuum, befindet,
parallel zu schalten. Der Erwärmungs- bzw. Abkühlungsvorgang wird sich dann in folgender
Weise abspielen:
Angenommen, daß ein Wasserstoff- und ein Vakuumvariator (oder ein Wasserstoffvariator
mit geringem Druck) parallel geschaltet sind, so wird bei Erhöhung der Variatorenspannung
der im Vakuum befindliche Eisendraht sich viel rascher erwärmen als der andere. Der
Widerstand des ersteren wird entsprechend nach einer bestimmten sehr kurzen* Zeit größer
sein, und die Folge ist, daß der Wasserstoffvariator einen erheblich stärkeren Strom bekommt
als im normalen Falle. Deshalb wird er sich dementsprechend schneller erwärmen. Bei
Verminderung der Variatorenspannung bzw. des Stromes wird sich der Wasserstoffvariator
erheblich schneller abkühlen, sein Widerstand sinkt und der im Vakuumvariator fließende
Strom wird entsprechend klein; deshalb wird auch dessen Abkühlung entsprechend schnell
vor sich gehen.
Schaltet man ferner Vakuumvariatoren oder Wasserstoffvariatoren mit geringem Druck mit
Wasserstoffvariatoren eines bestimmten stärkeren Druckes hintereinander, so erzielt man ein
ähnliches Resultat. Beim Stromstoß nämlich
(Erhöhung/der Variatorenspannung) wird ' der Vakuumvariator besonders schnell ansprechen.
Bei der Strom verminderung hingegen wird, dies der Wasserstoffvariator mit stärkerem Druck
tun.
Es sei noch bemerkt, daß in der deutschen Patentschrift 117227 darauf hingewiesen wurde,
daß die Abgleichung von Variatoren auf eine
bestimmte Stromstärke durch Änderung des Wasserstoffdruckes bewirkt werden kann, und
daß andererseits auch die Eisendrähte von Variatoren im Vakuum angeordnet werden können.
Letzteres ist übrigens auch in der elektrotechnischen Zeitschrift 1903, Seite 283, erwähnt.
Ebenso ist in der elektrotechnischen Zeitschrift 1906, Seite 688, bereits angegeben, daß Variatoren
hintereinander und parallel geschaltet werden können, jedoch sind hier keine Variatoren
mit absichtlich verschieden gewählter Wärmekapazität zu dem oben beschriebenen Zwecke hintereinander oder parallel geschaltet
worden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Schaltungsweise von Variatoren zur Erzielung einer möglichst schnellen Temperaturänderung derselben bei Strom- bzw. Spannungsänderungen, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Wasserstoffvariatoren mit bestimmtem Gasdruck mit einem oder mehreren Wasserstoffvariatoren mit einem von obigem Drucke möglichst abweichenden, geringen Gasdrucke, z. B. Vakuumvariatoren, parallel oder hintereinander geschaltet sind, wobei die Variatoren für gleiche oder verschiedene Stromstärke eingerichtet sein können.Gedruckt in der reIChsdrückereI.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE222767C true DE222767C (de) |
Family
ID=483630
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT222767D Active DE222767C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE222767C (de) |
-
0
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