DE222767C - - Google Patents

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DE222767C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01CRESISTORS
    • H01C3/00Non-adjustable metal resistors made of wire or ribbon, e.g. coiled, woven or formed as grids
    • H01C3/04Iron-filament ballast resistors; Other resistors having variable temperature coefficient

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • Heat Treatment Of Strip Materials And Filament Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21c. GRUPPE
WALTER SCHÄFFER in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. November 1908 ab.
Bei Variatoren, welche im allgemeinen aus in Wasserstoff angeordneten Eisendrähten bestehen, spielt die Wärmeträgheit bekanntlich eine große Rolle. Dieselben ändern ihren Widerstand mit der Erwärmung. Befindet sich z. B. ein solcher Eisenwiderstand in Rotglut, so soll die Abkühlung möglichst schnell erfolgen, wenn der Strom (die Ursache für die Erwärmung) sinkt. Aus diesem Grunde hat man eben
ίο die Eisendrähte in Wasserstoffatmosphären untergebracht, weil Wasserstoff ein vorzüglicher Wärmeleiter ist. Aus demselben Grunde wurden auch die Eisendrähte nicht mit rundem, sondern mit flachem Querschnitt verwendet, um die Oberfläche im Verhältnis zur Masse möglichst groß zu erhalten. Für die Abkühlung sind in dieser Art verhältnismäßig gute Resultate erzielt worden. Im umgekehrten Falle, nämlich der Erwärmung, d. h. beim Ansteigen des Stromes, wird jedoch der Eisendraht, wenn er sich in Wasserstoff befindet oder mit flachem Querschnitt ausgeführt ist, nur verhältnismäßig langsam auf die der Stromstärke entsprechende Temperatur kommen, da ja eben die abgeleitete Wärmemenge eine entsprechend große ist. Für diesen Fall würden die Verhältnisse um so günstiger werden, je geringer der Gasdruck im Wasserstoffvariator ist. Die besten Ergebnisse würden erreicht werden, wenn sich die Eisendrähte im Vakuum befänden, da sie dann infolge der geringen Wärmeableitung viel schneller auf die der Stromstärke entsprechende Temperatur kämen.
Um nun sowohl die Erwärmung des Eisendrahtes bei Ansteigen des Stromes als auch die Abkühlung bei Vermindern des Stromes möglichst .schnell zu erzielen, ist es zweckmäßig, einen oder mehrere Variatoren, bei welchen sich der Eisendraht in Wasserstoffatmosphäre bestimmten Druckes befindet, mit einem oder mehreren Variatoren, bei welchen sich der Eisendraht in Wasserstoffatmosphäre mit von jenem Drucke möglichst abweichendem, geringem Drucke, z. B. im Vakuum, befindet, parallel zu schalten. Der Erwärmungs- bzw. Abkühlungsvorgang wird sich dann in folgender Weise abspielen:
Angenommen, daß ein Wasserstoff- und ein Vakuumvariator (oder ein Wasserstoffvariator mit geringem Druck) parallel geschaltet sind, so wird bei Erhöhung der Variatorenspannung der im Vakuum befindliche Eisendraht sich viel rascher erwärmen als der andere. Der Widerstand des ersteren wird entsprechend nach einer bestimmten sehr kurzen* Zeit größer sein, und die Folge ist, daß der Wasserstoffvariator einen erheblich stärkeren Strom bekommt als im normalen Falle. Deshalb wird er sich dementsprechend schneller erwärmen. Bei Verminderung der Variatorenspannung bzw. des Stromes wird sich der Wasserstoffvariator erheblich schneller abkühlen, sein Widerstand sinkt und der im Vakuumvariator fließende Strom wird entsprechend klein; deshalb wird auch dessen Abkühlung entsprechend schnell vor sich gehen.
Schaltet man ferner Vakuumvariatoren oder Wasserstoffvariatoren mit geringem Druck mit Wasserstoffvariatoren eines bestimmten stärkeren Druckes hintereinander, so erzielt man ein
ähnliches Resultat. Beim Stromstoß nämlich (Erhöhung/der Variatorenspannung) wird ' der Vakuumvariator besonders schnell ansprechen. Bei der Strom verminderung hingegen wird, dies der Wasserstoffvariator mit stärkerem Druck tun.
Es sei noch bemerkt, daß in der deutschen Patentschrift 117227 darauf hingewiesen wurde, daß die Abgleichung von Variatoren auf eine
bestimmte Stromstärke durch Änderung des Wasserstoffdruckes bewirkt werden kann, und daß andererseits auch die Eisendrähte von Variatoren im Vakuum angeordnet werden können. Letzteres ist übrigens auch in der elektrotechnischen Zeitschrift 1903, Seite 283, erwähnt. Ebenso ist in der elektrotechnischen Zeitschrift 1906, Seite 688, bereits angegeben, daß Variatoren hintereinander und parallel geschaltet werden können, jedoch sind hier keine Variatoren mit absichtlich verschieden gewählter Wärmekapazität zu dem oben beschriebenen Zwecke hintereinander oder parallel geschaltet worden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Schaltungsweise von Variatoren zur Erzielung einer möglichst schnellen Temperaturänderung derselben bei Strom- bzw. Spannungsänderungen, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Wasserstoffvariatoren mit bestimmtem Gasdruck mit einem oder mehreren Wasserstoffvariatoren mit einem von obigem Drucke möglichst abweichenden, geringen Gasdrucke, z. B. Vakuumvariatoren, parallel oder hintereinander geschaltet sind, wobei die Variatoren für gleiche oder verschiedene Stromstärke eingerichtet sein können.
    Gedruckt in der reIChsdrückereI.
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