DE284409C - - Google Patents
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- DE284409C DE284409C DENDAT284409D DE284409DA DE284409C DE 284409 C DE284409 C DE 284409C DE NDAT284409 D DENDAT284409 D DE NDAT284409D DE 284409D A DE284409D A DE 284409DA DE 284409 C DE284409 C DE 284409C
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- heating
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H43/00—Time or time-programme switches providing a choice of time-intervals for executing one or more switching actions and automatically terminating their operation after the programme is completed
- H01H43/30—Time or time-programme switches providing a choice of time-intervals for executing one or more switching actions and automatically terminating their operation after the programme is completed with timing of actuation of contacts due to thermal action
Landscapes
- Control Of Resistance Heating (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 284409 KLASSE 21g. GRUPPE
Elektrisch betriebener Kontaktapparat.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. August 1913 ab.
Es sind bereits Einrichtungen bekannt, bei denen zur Beeinflussung elektrischer Stromkreise
Stoffe Verwendung finden, die ihren Widerstand, bei Veränderung der Temperatur
ebenfalls ändern. Meistenteils werden zu diesem Zweck Erden, ζ. Β. Magnesia, verwendet.
Nach der Erfindung soll nun an Stelle dieser das Metalloid Bor Verwendung finden. Man
hat bereits den Vorschlag gemacht, . dieses Metalloid zu Leuchtkörpern in elektrischen
Glühlampen oder zu ähnlichen Zwecken zu benutzen, indem man von seiner Eigenschaft
der Leitfähigkeit bei großer Hitzebeständigkeit. Gebrauch macht. Nach der Erfindung soll
!5 aber eine andere Eigenschaft des Bors in
wirksamer Weise verwendet werden, nämlich die, daß die Empfindlichkeit dieses Stoffes
gegen Temperaturunterschiede wesentlich größer ist als die der bekannten, so daß schon
geringe Temperaturunterschiede eine sehr große Änderung des elektrischen Widerstandes bewirken.
Der Stoff ist infolgedessen ganz besonders geeignet zum Betrieb von Kontaktapparaten
und unter diesen hauptsächlich von solchen, bei denen eine bestimmte Verzögerung
in der Wirkung auf die durch den Kontaktapparat zu schließenden Stromkreise gefordert
wird. Es läßt sich durch seine Anwendung mit Leichtigkeit eine zeitliche Verschiebung
der verschiedenen durch den Kontaktapparat hervorgerufenen Schaltungsvorgänge gegeneinander
erzielen.
Die Temperaturänderung kann sowohl durch äußere Einflüsse wie auch durch einen durch
den Borwiderstand geführten elektrischen Strom selbst und die durch ihn erzeugte Joulesche'
Wärme hervorgerufen werden.
Um zu vermeiden, daß eine allzu große Erwärmung des Bors eintritt, läßt sich die
Einrichtung derart treffen, daß die Menge oder der Einfluß des Heizstromes selbsttätig
begrenzt wird. Man kann beispielsweise den Heizstrom einem Aufspeicherungsmittel entnehmen,
welches nicht mehr Energie aufnehmen kann, als zur Erzielung der gewünschten 4-5
Wirkung des Borwiderstandes erforderlich ist. Man kann auch in den Fällen, in denen der
Heizstrom durch den Borwiderstand selbst geleitet wird, diesen nach Erreichung genügender
Leitfähigkeit kurzschließen oder ihn in Reihe . mit einem Vorschaltwiderstand legen,
dessen Bemessung eine derartige ist, daß der Borwiderstand eine weitere Temperatursteigerung
nicht mehr erfahren kann.
Selbstverständlich kann in der gleichen Weise wie die Erwärmung so auch die Abkühlung
des Borwiderstandes zum Beeinflussen der elektrischen Stromkreise herangezogen werden.
Besonders vorteilhaft kann das Widerstandsmaterial als besondere Wicklung bei Relais
benutzt werden, nachdem man den zu verwendenden Draht mit einem Wärmeisolator, z. B. Asbest, umkleidet hat. Auf der beiliegenden
Zeichnung sind zwei Ausführungsformen für einen derartigen Relaisaufbau wiedergegeben. In Fig. 1 ist beispielsweise
die Anordnung für ein Relais dargestellt, das mit Verzögerung ansprechen soll, während in
Fig. 2 ein Relais wiedergegeben ist, das erst
einige Zeit, nachdem sein Erregungsstrom !
unterbrochen wurde, aberregt werden soll. Es ist in der Zeichnung der besseren Übersichtlichkeit
wegen alles das fortgelassen worden, was mit der Erfindung nicht in unmittelbarem
Zusammenhang steht.
Bei der Schaltung nach Fig. ι stellt W1 die
Wicklung eines Relais R dar und FF2 einige mit ihr in Serie liegende Windungen aus Bordraht.
Das freie Ende der Wicklung W1 ist j mit dem einen (b), das freie Ende der Bordrahtwicklung
mit dem anderen Zweig (a) der Zuleitung verbunden. Das Relais besitzt mehrere
Anker rv r2, r3.
Wird der Erregungsstromkreis für das Relais R z.B. über die Taste T und die Batterie B
geschlossen, so vermag das Relais R zunächst seine Anker noch nicht anzuziehen, da die
Bordrahtwicklung T-F2 kalt und demzufolge der
Widerstand im Erregungsstromkreis zu hoch ist. Bei der beim Stromdurchgang allmählich
erfolgenden Erwärmung des Bordrahtes sinkt der Widerstand im Erregungsstromkreis, und |
die Stromstärke wächst demzufolge an, bis sie zum Anzug der Anker Y1, r2, Y3 ausreicht.
Nunmehr schließt der Anker Y1 die Bordraht-■
windungen kurz, und der Strom fließt allein durch die Wicklung W1 des Relais, dieses damit
erregt haltend.
Bei der Anordnung nach Fig. 2 ist die Wicklung PF1 eines Relais R mit einer Heizspule
h in Reihe geschaltet. Diese Heizspule h besteht aus einem Material bekannter Art, das
. seinen Widerstand bei eintretender Erwärmung nicht allzu stark verändert. Die Heizspule
umschließt ein Stäbchen c aus Bor. Dieses Stäbchen c ist mit einer zweiten Wicklung W2
des Relais R in einen Lokalstromkreis gelegt. Sein Widerstand ist in der Regel viel zu hoch,
als daß ein merkbarer Strom in dieser Leitung fließen könnte. Wird jedoch der Stromkreis
für die Wicklung FF1 des Relais R geschlossen (z. B. durch Drücken einer Taste T), so erfolgt
eine allmähliche Erhitzung der Spule h und des Stäbchens c, so daß dessen Widerstand bald
weit genug sinkt, um einen Stromfluß von B1 über FF2, c entstehen zu lassen. Wird nun der
Stromkreis für die Wicklung FF1 beispielsweise durch öffnen der Taste T am entfernten Ort
unterbrochen, so besteht trotzdem der Stromfluß über die Wicklung FF2 noch einige Zeit,
da bei der Abschaltung des Stromes von der Heizspule h diese und das Stäbchen c erst allmählich
erkalten. Der Widerstand im Stromkreis der Wicklung FF2 steigt erst nach einiger
Zeit wieder so weit, daß das Relais R seine Anker nicht mehr zu halten vermag und diese
abfallen.
Claims (5)
1. Elektrisch betriebener Kontaktapparat, dadurch gekennzeichnet, daß sein Ansprechen
durch Stromveränderüngen hervorgerufen wird, die infolge einer Widerstandsverminderung
des Elementes Bor bei . stattfindender Erwärmung oder seiner Widerstandserhöhung bei Abkühlung eintreten.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Verzögerung
der Wirkung auf die Stromkreise die Geschwindigkeit der Erwärmung oder Abkühlung
des aus Bor bestehenden Leiterteiles durch Regelung des die Erwärmung hervorrufenden Mittels (Heizstrom) beeinflußt
wird.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Vermeidung
einer allzu starken Erwärmung des Borwiderstandes die Menge oder der Einfluß
des Heizstromes selbsttätig begrenzt wird.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizstrom einem
Wärme- oder Stromspeicher entnommen wird, dessen Aufnahmefähigkeit der Erwärmungsfähigkeit
des Borwiderstandes angepaßt ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach ausreichender
Widerstandsverminderung der Borwiderstand kurzgeschlossen oder mit einem Vorschaltwiderstand in Reihe geschaltet
wird. .
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE284409C true DE284409C (de) |
Family
ID=539890
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT284409D Active DE284409C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE284409C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2437893A (en) * | 1943-04-13 | 1948-03-16 | Gen Controls Co | Electromagnetic operator |
| US2489017A (en) * | 1948-02-26 | 1949-11-22 | Bell Telephone Labor Inc | Control circuit for slow-releasing relays |
| DE1171513B (de) * | 1960-06-23 | 1964-06-04 | Siemens Elektrogeraete Gmbh | HF-Strahlungsherd mit Magnetron |
| DE1215244B (de) * | 1957-06-21 | 1966-04-28 | Siemens Ag | Nach einer waehlbaren Zeitdauer arbeitende Schalteinrichtung |
| DE3411965A1 (de) * | 1983-04-01 | 1984-10-18 | Rca Corp., New York, N.Y. | Kaltstart-einschaltstrombegrenzungseinrichtung fuer einen hydrazin-rueckstossmotor-zusatzheizer |
-
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- DE DENDAT284409D patent/DE284409C/de active Active
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2437893A (en) * | 1943-04-13 | 1948-03-16 | Gen Controls Co | Electromagnetic operator |
| US2489017A (en) * | 1948-02-26 | 1949-11-22 | Bell Telephone Labor Inc | Control circuit for slow-releasing relays |
| DE1215244B (de) * | 1957-06-21 | 1966-04-28 | Siemens Ag | Nach einer waehlbaren Zeitdauer arbeitende Schalteinrichtung |
| DE1171513B (de) * | 1960-06-23 | 1964-06-04 | Siemens Elektrogeraete Gmbh | HF-Strahlungsherd mit Magnetron |
| DE3411965A1 (de) * | 1983-04-01 | 1984-10-18 | Rca Corp., New York, N.Y. | Kaltstart-einschaltstrombegrenzungseinrichtung fuer einen hydrazin-rueckstossmotor-zusatzheizer |
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