DE221998C - - Google Patents
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- DE221998C DE221998C DENDAT221998D DE221998DA DE221998C DE 221998 C DE221998 C DE 221998C DE NDAT221998 D DENDAT221998 D DE NDAT221998D DE 221998D A DE221998D A DE 221998DA DE 221998 C DE221998 C DE 221998C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H1/00—Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
- D01H1/04—Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously flyer type
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 221998 KLASSE 76 c. GRUPPE
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung
. bezieht sich auf Spindeln für Maschinen zum Spinnen von Flachs, Hanf, Ramie, Jute,
Baumwolle und ähnlichem Fasergut, bei welchen der gebräuchliche Flügel durch eine oben
offene, glockenförmige Hülse ersetzt ist.
Gemäß der Erfindung wird bezweckt, den Raum von Spindel zu Spindel bis zum äußersten
auszunutzen, indem Hülse an Hülse so
ίο nahe als möglich nebeneinander angeordnet
wird. Dies kann dadurch geschehen, daß entweder den Hülsen ein größerer Durchmesser
als bei den bekannten Hülsen gegeben wird, so daß die Spule eine mehrfach größere
Menge Garn, Zwirn o. dgl. aufnehmen kann als jetzt, oder es können an Maschinen von
gleicher Länge und Spulengröße mehr Spindeln eingebaut werden, wodurch sich eine
entsprechende Mehrleistung ergibt. Diese Anordnungsweisen bedingen jedoch eine besondere
Bauart, welche gemäß der vorliegenden Erfindung in der Anordnung einer Bremsvorrichtung
besteht und das Stillsetzen jeder einzelnen Hülse unabhängig von den anderen Spindeln ermöglicht. Eine derartige Einrichtung
ist erforderlich, da durch die erhöhte Raumausnutzung zwischen den Hülsen kein genügender Zwischenraum verbleibt, um das
Stillsetzen der Hülsen durch Erfassen oder Umfassen von Hand zu ermöglichen. Außerdem
erfordert diese Anordnung eine besondere Lagerung der Spindelteile, um bei der
durch die neue Bauart bedingten Unzugänglichkeit der auf dem Spulenträger aufsitzenden
Spule, welche lediglich durch die Fadenspannung mitgenommen wird, alle unkontrollierbaren
Reibungswiderstände auszuschließen und eine nahezu widerstandslose, sehr leichte
Drehbarkeit des Spulenträgers einerseits und der Hülse andererseits zu ermöglichen. Zu
diesem Zweck ist die Hülse vom Spulenträger vollkommen isoliert gelagert. Endlich wird
durch die Konstruktion und die besondere Lagerung der Konstruktionsteile eine besondere
Schmierung der Lagerstellen bedingt, welche die ohne Betriebsunterbrechung unzugänglichen
Lagerstellen zur Erhaltung eines leichten Ganges reichlich mit Schmiermittel
versieht.
In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform
zur Darstellung gebracht, in welcher Fig. ι die Spindel in ihrer Gesamtheit
im Aufrisse veranschaulicht, während Fig. 2 bzw. 3 und 4 zwei Ausführungsformen der
Bremsvorrichtung zum Stillsetzen der Spindel veranschaulichen.
Die Spindel trägt eine Glockenhülse (Flügel) i, die mit dem Antriebwirtel 2 fest verbunden
ist und an ihrem oberen Rande die Ösen 3 für die Fadenführung besitzt. Der den Antriebwirtel tragende Teil 4 des Glockenkörpers
ist verjüngt und rohrförmig ausgebildet und sitzt auf der hohlen Lagerhülse 5 auf, die auf der Spindelbank 6 befestigt ist,
so daß der Glockenflügel, an der Außenfläche der Lagerhülse 5 geführt, seine Drehbewegung
durch den Antriebwirtel 2 erhält. In der als Halslager wirkenden Lagerhülse 5 führt sich
die rohrförmig ausgebildete Spindel 7, deren
unteres Ende in einem ■ Fußlager 8 läuft. Im Innern der Glockenhülse ι trägt, die Spindel 7
eine Platte 9, auf welcher die Spule 10 frei aufsitzt und durch eine beliebige Einrichtung,
beispielsweise den Zapfen 11, gekuppelt ist. Diese Anordnungen bilden keinen Teil der
Erfindung.
Um nun die Hülsen bei einem etwaigen Fadenbruche oder dem Andrehen eines neuen
Fadens in ihrer Drehbewegung aufhalten zu können, ist in neuer Weise eine Bremsvorrichtung
vorgesehen, die gemäß der vorliegenden Erfindung an dem verjüngten Teile der Glocke angeordnet ist und darin besteht, daß
der Körper 4 des Glockenflügels eine Bremsscheibe 12 trägt. Diese Bremsscheibe 12 wird
von zangenartig ausgebildeten Armen 13 (Fig. 2 bis 4) umgriffen, die aneinander angelenkt an
den die Scheibe 12 umgreifenden Teilen Bremsklötzchen 14, beispielsweise aus Leder,
tragen. Werden die beiden Arme gegeneinandergedrückt und in dieser Stellung erhalten,
so erfolgt eine wirksame Abbremsung des Spindelkörpers, der sofort zum Stillstande gebracht
wird. Um die Arme in ihrer Bremsstellung zu erhalten, ist gemäß der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform am freien Ende
der beiden Arme ein Ring 15 aufgeschoben, durch dessen Einwärtsschieben (vgl. punktierte
Stellung) die Arme in Bremsstellung gebracht und in dieser Stellung auch erhalten werden.
Fig. 3 und 4 zeigen in Draufsicht und Vorderansicht eine geänderte Ausführungsform, welche
darin bestellt, daß an dem einen Arm ein den zweiten Arm hakenförmig umgreifender
Hebel 16 angelenkt ist. Wird dieser Hebel 16 niedergedrückt, so bewegt er die beiden Arme
gegeneinander und hält sie in dieser Stellung fest.
Um eine nach Maßgabe des beim Aufwinden des Garnes sich stetig ändernden Spulengewichtes
sich selbsttätig regelnde Abbremsung am Bremswirtel 21 zu erzielen, ist die
über dem Bremswirtel 21 geführte Schnur 22, die an ihrem freien Ende in bekannter Weise
das Belastungsgewicht 23 trägt, über eine Schraubenspindel 24 mit geringer Steigung geführt,
welche durch ein vom Antriebe der ■Spinnmaschine aus in Umdrehung versetztes
Getriebe zwangläufig gedreht wird. Durch die Drehung dieser sich über die ganze Länge
der Spinnmaschine erstreckenden Schraubenspindel 24 wandert die Gewichtsschnur stetig
weiter und ändert hierbei den durch sie umspannten Umfang des Bremswirteis 21. Diese
Anordnung bildet jedoch -keinen Teil der Erfindung. Beim Abziehen (Spulenwechsel) werden
die Bremsschnüre zurückgezogen, indem die Schraubenspindel rückläufig gedreht wird,
zu welchem Zweck am Ende derselben eine Kurbel vorgesehen ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Flügelspindel mit passiver, regelbar gebremster Spulenspindel und aktivem, nach oben offenem Flügel, der als eine mit Fadenführung versehene Glockenhülse ausge- · bildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die den Wirtel tragende Glockenhülse (Flügel) an ihrem verjüngten Teile mit einer von Hand einstellbaren Bremse' versehen ist, welche ermöglicht, jede Glockenhülse bzw. jeden Flügel anzuhalten und festzustellen, um das Anhalten der Glocke von Hand auszuschließen und infolgedessen größere Glockendurchmesser verwenden oder auf gleichem Raum eine größere Anzahl von Spindeln anordnen zu können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE221998C true DE221998C (de) |
Family
ID=482932
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT221998D Active DE221998C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE221998C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE914594C (de) * | 1951-03-30 | 1954-07-05 | Friedrich Heinlin | Fluegelring-Spinnmaschine |
| DE948584C (de) * | 1952-03-21 | 1956-09-06 | Skf Kugellagerfabriken Gmbh | Bremse fuer Spinn- und Zwirnspindeln |
| DE1096259B (de) * | 1957-09-02 | 1960-12-29 | Prince Smith & Stells Ltd | Zwirnmaschine |
-
0
- DE DENDAT221998D patent/DE221998C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE914594C (de) * | 1951-03-30 | 1954-07-05 | Friedrich Heinlin | Fluegelring-Spinnmaschine |
| DE948584C (de) * | 1952-03-21 | 1956-09-06 | Skf Kugellagerfabriken Gmbh | Bremse fuer Spinn- und Zwirnspindeln |
| DE1096259B (de) * | 1957-09-02 | 1960-12-29 | Prince Smith & Stells Ltd | Zwirnmaschine |
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