DE221998C - - Google Patents

Info

Publication number
DE221998C
DE221998C DENDAT221998D DE221998DA DE221998C DE 221998 C DE221998 C DE 221998C DE NDAT221998 D DENDAT221998 D DE NDAT221998D DE 221998D A DE221998D A DE 221998DA DE 221998 C DE221998 C DE 221998C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bell
wing
sleeve
spindle
whorl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT221998D
Other languages
English (en)
Publication of DE221998C publication Critical patent/DE221998C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H1/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
    • D01H1/04Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously flyer type

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 221998 KLASSE 76 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen.Reiche vom 27.Oktober 1908 ab.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung
. bezieht sich auf Spindeln für Maschinen zum Spinnen von Flachs, Hanf, Ramie, Jute, Baumwolle und ähnlichem Fasergut, bei welchen der gebräuchliche Flügel durch eine oben offene, glockenförmige Hülse ersetzt ist.
Gemäß der Erfindung wird bezweckt, den Raum von Spindel zu Spindel bis zum äußersten auszunutzen, indem Hülse an Hülse so
ίο nahe als möglich nebeneinander angeordnet wird. Dies kann dadurch geschehen, daß entweder den Hülsen ein größerer Durchmesser als bei den bekannten Hülsen gegeben wird, so daß die Spule eine mehrfach größere Menge Garn, Zwirn o. dgl. aufnehmen kann als jetzt, oder es können an Maschinen von gleicher Länge und Spulengröße mehr Spindeln eingebaut werden, wodurch sich eine entsprechende Mehrleistung ergibt. Diese Anordnungsweisen bedingen jedoch eine besondere Bauart, welche gemäß der vorliegenden Erfindung in der Anordnung einer Bremsvorrichtung besteht und das Stillsetzen jeder einzelnen Hülse unabhängig von den anderen Spindeln ermöglicht. Eine derartige Einrichtung ist erforderlich, da durch die erhöhte Raumausnutzung zwischen den Hülsen kein genügender Zwischenraum verbleibt, um das Stillsetzen der Hülsen durch Erfassen oder Umfassen von Hand zu ermöglichen. Außerdem erfordert diese Anordnung eine besondere Lagerung der Spindelteile, um bei der durch die neue Bauart bedingten Unzugänglichkeit der auf dem Spulenträger aufsitzenden Spule, welche lediglich durch die Fadenspannung mitgenommen wird, alle unkontrollierbaren Reibungswiderstände auszuschließen und eine nahezu widerstandslose, sehr leichte Drehbarkeit des Spulenträgers einerseits und der Hülse andererseits zu ermöglichen. Zu diesem Zweck ist die Hülse vom Spulenträger vollkommen isoliert gelagert. Endlich wird durch die Konstruktion und die besondere Lagerung der Konstruktionsteile eine besondere Schmierung der Lagerstellen bedingt, welche die ohne Betriebsunterbrechung unzugänglichen Lagerstellen zur Erhaltung eines leichten Ganges reichlich mit Schmiermittel versieht.
In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform zur Darstellung gebracht, in welcher Fig. ι die Spindel in ihrer Gesamtheit im Aufrisse veranschaulicht, während Fig. 2 bzw. 3 und 4 zwei Ausführungsformen der Bremsvorrichtung zum Stillsetzen der Spindel veranschaulichen.
Die Spindel trägt eine Glockenhülse (Flügel) i, die mit dem Antriebwirtel 2 fest verbunden ist und an ihrem oberen Rande die Ösen 3 für die Fadenführung besitzt. Der den Antriebwirtel tragende Teil 4 des Glockenkörpers ist verjüngt und rohrförmig ausgebildet und sitzt auf der hohlen Lagerhülse 5 auf, die auf der Spindelbank 6 befestigt ist, so daß der Glockenflügel, an der Außenfläche der Lagerhülse 5 geführt, seine Drehbewegung durch den Antriebwirtel 2 erhält. In der als Halslager wirkenden Lagerhülse 5 führt sich die rohrförmig ausgebildete Spindel 7, deren
unteres Ende in einem ■ Fußlager 8 läuft. Im Innern der Glockenhülse ι trägt, die Spindel 7 eine Platte 9, auf welcher die Spule 10 frei aufsitzt und durch eine beliebige Einrichtung, beispielsweise den Zapfen 11, gekuppelt ist. Diese Anordnungen bilden keinen Teil der Erfindung.
Um nun die Hülsen bei einem etwaigen Fadenbruche oder dem Andrehen eines neuen Fadens in ihrer Drehbewegung aufhalten zu können, ist in neuer Weise eine Bremsvorrichtung vorgesehen, die gemäß der vorliegenden Erfindung an dem verjüngten Teile der Glocke angeordnet ist und darin besteht, daß der Körper 4 des Glockenflügels eine Bremsscheibe 12 trägt. Diese Bremsscheibe 12 wird von zangenartig ausgebildeten Armen 13 (Fig. 2 bis 4) umgriffen, die aneinander angelenkt an den die Scheibe 12 umgreifenden Teilen Bremsklötzchen 14, beispielsweise aus Leder, tragen. Werden die beiden Arme gegeneinandergedrückt und in dieser Stellung erhalten, so erfolgt eine wirksame Abbremsung des Spindelkörpers, der sofort zum Stillstande gebracht wird. Um die Arme in ihrer Bremsstellung zu erhalten, ist gemäß der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform am freien Ende der beiden Arme ein Ring 15 aufgeschoben, durch dessen Einwärtsschieben (vgl. punktierte Stellung) die Arme in Bremsstellung gebracht und in dieser Stellung auch erhalten werden. Fig. 3 und 4 zeigen in Draufsicht und Vorderansicht eine geänderte Ausführungsform, welche darin bestellt, daß an dem einen Arm ein den zweiten Arm hakenförmig umgreifender Hebel 16 angelenkt ist. Wird dieser Hebel 16 niedergedrückt, so bewegt er die beiden Arme gegeneinander und hält sie in dieser Stellung fest.
Um eine nach Maßgabe des beim Aufwinden des Garnes sich stetig ändernden Spulengewichtes sich selbsttätig regelnde Abbremsung am Bremswirtel 21 zu erzielen, ist die über dem Bremswirtel 21 geführte Schnur 22, die an ihrem freien Ende in bekannter Weise das Belastungsgewicht 23 trägt, über eine Schraubenspindel 24 mit geringer Steigung geführt, welche durch ein vom Antriebe der ■Spinnmaschine aus in Umdrehung versetztes Getriebe zwangläufig gedreht wird. Durch die Drehung dieser sich über die ganze Länge der Spinnmaschine erstreckenden Schraubenspindel 24 wandert die Gewichtsschnur stetig weiter und ändert hierbei den durch sie umspannten Umfang des Bremswirteis 21. Diese Anordnung bildet jedoch -keinen Teil der Erfindung. Beim Abziehen (Spulenwechsel) werden die Bremsschnüre zurückgezogen, indem die Schraubenspindel rückläufig gedreht wird, zu welchem Zweck am Ende derselben eine Kurbel vorgesehen ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Flügelspindel mit passiver, regelbar gebremster Spulenspindel und aktivem, nach oben offenem Flügel, der als eine mit Fadenführung versehene Glockenhülse ausge- · bildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die den Wirtel tragende Glockenhülse (Flügel) an ihrem verjüngten Teile mit einer von Hand einstellbaren Bremse' versehen ist, welche ermöglicht, jede Glockenhülse bzw. jeden Flügel anzuhalten und festzustellen, um das Anhalten der Glocke von Hand auszuschließen und infolgedessen größere Glockendurchmesser verwenden oder auf gleichem Raum eine größere Anzahl von Spindeln anordnen zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT221998D Active DE221998C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE221998C true DE221998C (de)

Family

ID=482932

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT221998D Active DE221998C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE221998C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE914594C (de) * 1951-03-30 1954-07-05 Friedrich Heinlin Fluegelring-Spinnmaschine
DE948584C (de) * 1952-03-21 1956-09-06 Skf Kugellagerfabriken Gmbh Bremse fuer Spinn- und Zwirnspindeln
DE1096259B (de) * 1957-09-02 1960-12-29 Prince Smith & Stells Ltd Zwirnmaschine

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE914594C (de) * 1951-03-30 1954-07-05 Friedrich Heinlin Fluegelring-Spinnmaschine
DE948584C (de) * 1952-03-21 1956-09-06 Skf Kugellagerfabriken Gmbh Bremse fuer Spinn- und Zwirnspindeln
DE1096259B (de) * 1957-09-02 1960-12-29 Prince Smith & Stells Ltd Zwirnmaschine

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2913792C2 (de) Vorrichtung zum paraffinieren eines garns
DE527468C (de) Fadenfuehrungsvorrichtung fuer Spulmaschinen
DE1510800C3 (de) Vorrichtung zum selbsttätigen Spulenwechsel an Doppeldrahtzwirnmaschinen
DE2163140B2 (de) Vorrichtung zum selbsttätigen Anspinnen an Ringspinnmaschinen
DE2547401A1 (de) Windevorrichtung zum aufwickeln von faeden
DE1710049A1 (de) Spinn- und Zwirnvorrichtung
DE221998C (de)
DE1900086A1 (de) Spulentraeger fuer Flechtmaschinen
DE2217167C2 (de) Vorrichtung an Offenendspinnmaschinen zum Anspinnen
DE1083486B (de) Aufwickelvorrichtung an Spulmaschinen, insbesondere fuer Kunstfaden-Spulenspinnmaschinen
DE2726603B2 (de) Aufwärtszwirnmaschine
DE623793C (de)
DE1937058B1 (de) Textil-,insbesondere Strickmaschine,zum Verarbeiten geoelten oder paraffinierten Fadens
DE904752C (de) Spinnmaschine (System Chapon)
DE2246174A1 (de) Rotor einer doppeldraht-zwirnspindel
DE176873C (de)
DE54888C (de) Spulmaschine für Kötzer
DE560428C (de) Fadenfuehrungsvorrichtung fuer Spulmaschinen
DE712367C (de) Koetzerspulmaschine
DE955484C (de) Ausschaltvorrichtung fuer Zwirn-Spul-Einheiten an Etagenzwirnmaschinen
CH685712A5 (de) Vorrichtung zum Spannen eines eingetragenen Schussfadens und Webmaschine mit einer solchen Vorrichtung.
DE4013738A1 (de) Handhabungsgeraet fuer garnspulen
DE509572C (de) Zwirnmaschine mit angetriebenem Zwirnkopf
DE2352503C2 (de) Vorrichtung zum Ausheben eines Fadens aus dem Changierfadenführer einer Doppeldrahtzwirnmaschine
DE244031C (de)