DE220772C - - Google Patents

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DE220772C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F11/00Preparation of French polish

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Investigating Or Analysing Biological Materials (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Λ£ 220772 KLASSE 22 h. GRUPPE
/.0 I -J './ fr
Patentiert im Deutschen Reiche vom 31. Januar 1909 ab. Längste Dauer: 16. November 1922.
Zum Polieren von Holz ist bis jetzt die seit alters her bekannte Schellackpolitur nicht zu übertreffen gewesen. Schellack ist elastisch, dabei verhältnismäßig sehr hart und hat eine eigenartige Geschmeidigkeit, welche ihn besonders geeignet macht, in spirituoser Lösung als Politur zu dienen. Fast alle bisher bekannten Schellackersatzmittel besitzen durchaus nicht diejenigen Eigenschaften, um für den Polierprozeß als gleichwertig mit Schellack gelten zu können. Diese Schellackersatzmittel bestehen entweder aus natürlichen, denaturierten oder künstlichen Harzen und sogenannten Gummiharzen und haben ohne Ausnahme den Hauptfehler, daß sie für Polierzwecke viel zu spröde, nicht elastisch genug und auch zu weich sind. Schellackglanzflächen lassen sich reiben, stoßen, schlagen, ohne daß blinde oder weiße Stellen entstehen; bei den Glanzflächen, welche mit Schellackersatzmitteln hergestellt sind, werden durch starke Reibung blinde Stellen, durch Schlag oder Stoß weiße Flecken verursacht.
Ein Schellackersatzmittel, dem diese nachteiligen Eigenschaften nicht anhaften, wurde in den spirituslöslichen Eiweißspaltungsprodukten gefunden. Dies ist schon aus der Patentschrift 202418 ersichtlich.
Es wurde nun die Erfahrung gemacht, daß nicht nur neutrale Lösungen von Eiweißspaltungsprodukten als Ersatz für Schellackpolitur verwendet werden können, sondern auch saure oder alkalische Lösungen, vorausgesetzt, daß die saure oder alkalische Reaktion durch flüchtige Verbindungen hervorgebracht wird und das Holz demnach eine neutrale Politurdecke erhält. So lassen sich salzsaure oder ammoniakalische spirituöse Lösungen von Kaseinalbumosen in derselben leichten Art wie eine Schellacklösung vermittels des Polierballens auf das Holz auftragen. Diese Albumosenlösungen kleben nicht beim Polieren, setzen gut an, decken ausgezeichnet, erfordern genau wie Schellack beim Polierprozeß viel weniger öl als die sogenannten Schellackersatzmittel; die erzielte Glanzfläche ist hochglänzend, außerordentlich elastisch, springt nicht ab und zeigt später keine Risse. Gegenüber Schellack hat die Albumosenpoliturdecke den Vorzug größerer Härte, sie schmilzt nicht wie Schellack und alle anderen Harze und ist unverbrennlich.
Beispiel:
Es werden im Wasserbad 1 bis 3 Teile Albumose in 6 bis 15 Teilen Spiritus gelöst, die Lösung nitriert, mit Salzsäure schwach
angesäuert oder mit Ammoniak versetzt und dann in bekannter Weise auf das Holz aufgetragen.

Claims (1)

  1. Patent- Anspruch :
    Abänderung des durch Patent 202418, Kl. 22 g, geschützten Verfahrens zum Grundieren, Polieren und Lackieren usw. von Holzflächen, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle der dort genannten neutralen Lösungen mit flüchtigen Säuren oder mit flüchtigen Alkalien versetzte Lösungen von Eiweißspaltungsprodukten, wie Protalbin, Albumose usw., zur Anwendung gelangen.
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