DE362485C - Verfahren zur Herstellung von Schreibtafeln - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von SchreibtafelnInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Schreibtafeln. Als Ersatz der Schreibtafeln aus Schiefer, die den Nachteil der leichten Zerbrechlichkeit aufweisen, hat man bereits Schreibtafeln aus Blech mit einem Emailüberzuge vorgeschlagen, welch letzterem :die erforderlichen Eigenschaften, nämlich rauhe oder stumpfe Oberfläche, _ Aufnahmefähigkeit für Schrift ,mit Griffel, Bleistift oder Kreide usw., dadurch erteilt wurden, idaß der fertige Emailüberzug mit Beizen (z. B. Salzsäure) blind gemacht, oder daß nach Auftragen gewisser Chemikalien noclunals eingebrannt wurde. Derartig nachbehandelte Emaililherzüge erwiesen sich sehr wenig widerstandsfähig, neigten zu Rissen oder Abblätterungen u. dgl. m.
- Man hat auch in verschiedenster Weise versucht, emaillierte Schreibtafeln herzustellen, indem män Aden Sätzen für die Deckemailmasse besondere Zusammensetzungen gab, um so beim Ein-brennen der 1,--i-naille eine zur Aufnahme von Schrift geeignete Oberfläche zu erzielen. So ist z. B.. vorgeschlagen worden, auf eine mit einem sehr starken Grundemail überzogene Eisenplatte eine Deckmasse aufzutragen und in starkem Feuer einzubrennen, idie aus mindestens 15 Prozent Zinkoxyd neben etwa 42 Prozent Kaolin, 2,2, Prozent Feldspat, 18 Prozent Quarz und Färbmitteln bestehen sollte. Dieser Vorschlag aus idem Jahre 1893 konnte niemals eine praktisch brauchbare Decktnasse ergeben. Dasselbe gilt für den (io Jahre später gemachten) Vorschlag, Schreibtafeln herzustellen, indem man Blechtafeln einfach mit einem Email überzog, das sich von den bekannten Emailmassen hauptsächlich durch einen sehr hohen #Gehalt an Kobaltoxyd unterscheiden sollte; als Beispiel wurde eine Masse von folgender Zusammensetzung angegeben: 24 Prozent Borax, 48 Prozent Kobaltoxyd, ig Prozent Pfeifenton und 9 Prozent Mangansuperoxyd. Ab- gesehen davon, daß eine derartige Masse, auf Eijenblech in Ader Üblichen Weise eingebrannt, keinen festen, dauerhaften Emailüberzug ergeben kann, ist ihre Verwendung in -der Praxi#s schon von vornherein ausgeschlossen .durch idie Kosten, die eine fast zur Hälfte aus Kobaltoxyd bestehende Masse bedingen würde.
- Endlich ist noch vorgeschlagen worden, in den bekannten #Sätzen für Deckemailmassen den Gehalt an basischen St#offen wesentlich zu verringern, dagegen denjenigen an Kieselsäure entsprechend zu erhöhen. Aber alle diese Versuche haben zu keinern wirklichen Ergebnisse geführt, da #diese Deckemaillen infolge ihrer Zusammensetzung, die von den üblichen, bewährten Deckemailsätzen recht erheblich abwich, auch idie dem Emailtechniker bekannten Nachteile aufweisen mußten.
- Deingegenüber werden nach dem vorliegenden Verfahren keine Emailsätze verwendet, ,die irgendwie von iden üblichen besonders ab- weichen. Vielmehr ist gefunden worden, daß man auch mit letzteren sehr gut beschreibbare Überzüge erzielen kann, wenn man der fertigen Deckemailmas-se beim Naßvermahlen anstatt der üblichen 8 bis io Prozent Ton eine erhöhte Menge zusetzt, wobei alsunterer Grenzwert 15 Prozent angegeben werden kann, während es fast immer unzweckmäßig sein -#-.ird,"eine Höchstmenge 2-2 Prozent zu überschreiten.
- Man verfährt also folgendermaßen: Auf Blechunterlage wird zunächst ein gut haften-,des Grundemail aufgebrannt und auf dieses dann ein Deckemail, Idas gleichfalls nach bewährten Sätzen erschniolzen ist und nur beim Naßvermahlen einen (wie erwähnt) höheren Zusatz an Ton als üblich erhalten hat.
- Hierdurch wird eine für Griffel-, Kreideusw. Schrift aufnahmefähige, matte oder stumpfe Emailoberfläche erzielt, die keinerlei Nachbehandlung erfordert, auf Ader Blechunterlage fest haftet -und sehr widerstandsfähig, also auch lange haltbar und brauchbar ist.
- je nach Ader gewünschten Farbe wird man die bekannten Farbkörper zusetzen; meist werden, um Schieferähnlichkeit zu erzeugen, die sog. Schwarzkörper verwendet werden. B e i sp i e 1.
- einen nach bekannten Rezepten eingebrannten Ernailgrund wird ein Deckernail aufgebrannt, das ebenfalls nach einem der bekannten Sätze (atis FeIdspat, Krvolith und Emaillierspat) hergestellt ist, idern aber beim Vermahlen (auf der Naßmühle) auf je ioo kg Emailmasse etRva 18 bis :2o kg weißer Ton neben 12 bis 15 kg Schwarzkörper zugesetzt sind.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCII: Verfahren zur Herstellung von Schreibtafeln mit beliebig gefärbtem Emailüberzug unter Verwendung je eines bekannten und praktisch bewährten Grund- -und Deckemails, #dadurch gekennzeichnet, daß die übliche Menge (etwa 8 bis io Prozent) des dem Deckemail auf der Naßmühle zu-,gesetzten Tons auf mindestens 15 Prozent erhöht wird und #die Höchstmenge 2,2 Prozent nicht überschreitet.
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