DE220120C - - Google Patents

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DE220120C
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Germany
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emptying
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bell
pump
air
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DENDAT220120D
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English (en)
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B30/00Crystallisation; Crystallising apparatus; Separating crystals from mother liquors ; Evaporating or boiling sugar juice
    • C13B30/002Evaporating or boiling sugar juice

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • General Preparation And Processing Of Foods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
V* 220120 -■ KLASSE 89 d. GRUPPE
Vorrichtung zum Verkochen von Zuckerlösungen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. August 1908 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft Neuerungen an Apparaten zum Verkochen von Zuckerlösungen u. dgl., und zwar insbesondere jener Art, bei welchen die Zuckerlösung in ein Spiralrohr, das in einem dampfbeheizten, von einer Säule oder einem Fuß getragenen Dom ο. dgl. angeordnet ist, gepumpt und unter vermindertem Luftdruck verkocht wird, um alsdann an einen unterhalb des Domes befindlichen Behälter, in den das Spiralrohr mündet, abgeführt zu werden.
Bei den bisher bekannten Apparaten dieser Art war es nicht möglich, ein vollständig gleichmäßiges, ununterbrochenes Arbeiten durchzuführen. Man hat zwar bei Verdampfungsapparaten für Salzlösungen bereits in Vorschlag gebracht, die Lösung nach der Behandlung im luftverdünnten Verdampfer durch ein Ventil in eine anschließende Siebkammer mit EntleerungsÖffnung zu leiten, wobei die Kammer durch Herstellung einer direkten Verbindung mit dem Verdampfer auf den gleichen Luftdruck wie dieser selbst gebracht werden kann, wenn sein Inhalt in die Siebkammer entleert werden soll. Diese so hergestellte Luftleere wurde nach der Entleerung durch einen an der Siebkammer vorgesehenen Lufthahn wieder aufgehoben, wobei durch den äußeren Überdruck die durchgesiebte Flüssigkeit in den .
Verdampfer zurückgedrückt wurde. Es ist aber ersichtlich, daß hierbei ein ununterbrochenes gleichmäßiges Arbeiten nicht erzielt werden kann, da bei der Verbindung zwischen Siebkammer und Verdampfer das in diesem vorhandene Vakuum aufgehoben wird. Über-. dies bietet bei einer solchen Anordnung die Entfernung des fertigen Produktes Schwierigkeiten, so daß bei einem schnell verlaufenden Verkochen die Entleerung vielfach nicht rasch genug zu erfolgen vermag. Es ist zwar auch j bereits in Vorschlag gebracht worden, zur Beförderung der Entleerung von Verdampfern oder' Verkochern bewegliche Gefäße zu benutzen, welche an einem Ansatz des Verdampfers mittels Hebel und Schrauben unter Zwischenlage von Dichtungsmaterial angeschlossen werden, jedoch ist die zu diesem Zweck vorgeschlagene Anordnung verhältnismäßig konipliziert, und das Anschließen und Lösen dieser Entleerungsgefäße bleibt immer noch zeitraubend.
Gemäß vorliegender Erfindung wird nun ein ununterbrochenes, vollständig gleichmäßiges Arbeiten unter Vakuum dadurch ermöglicht, daß die Entleerungskammer nicht durch den Verdampfer, sondern durch eine besondere Leitung mit dem Vakuumerzeugungsapparat einer doppelt wirkenden Pumpe verbunden ist, wobei die unten offene Entleerungskammer durch ein bewegliches Entleerungsgefäß geschlossen wird, das mittels der Saugwirkung der Luftpumpe dichtschließend an die Entleerungskammer gepreßt wird. Auf diese Weise läßt sich nicht nur das Vakuum im Verkocher dauernd konstant und sowohl beim Kochen als Entleeren ein vollständig ununterbrochenes, gleichmäßiges Arbeiten erzielen, sondern auch in einfachster und schnellster Weise das Ent-
leeren des fertigen Produktes bewerkstelligen, so daß selbst bei schnellem Verkochen die Entleerung damit gleichen Schritt zu halten vermag.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung in
Fig. ι im Aufriß und in
Fig. 2 in Seitenansicht von der rechten Seite der Fig. i.
ίο Fig. 3 ist der Grundriß derselben, und .
Fig. 4 zeigt einen Teil des Behälters mit dem Ablaßventil im Schnitt.
Fig. 5 veranschaulicht eine geänderte Ausführungsform.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 4 bezeichnet 1 den Dom oder die Kammer zum Verkochen des Zuckers. Dieser Dom wird von der Säule oder dem Ständer 2 getragen und mit Dampf beheizt. In dem Dome befindet sich die Rohrschnecke 4, in die die Zuckerlösung oder Sirup aus dem Gefäß 5 mittels der Pumpe 6 und des Rohrsystems 7, 8 be-. fördert wird. Die Zuführung der Lösung wird mit Hilfe des Ventiles 9 und durch Änderung des Hubes des Pumpenkolbens durch Verstellung des Antriebslenkers mittels der Schraube 10 oder in anderer Weise geregelt. Die Rohrschnecke 4 mündet bei 11 in den Behälter 12, der einen Heizmantel 13 besitzt und mit einem Dampfeinlaß 14 in diesen Mantel ausgestattet ist. Am Boden des Behälters 12 ist das Ablaßventil 15 (Fig. 4) angeordnet; letzteres sitzt auf einem Kugelgelenk 16, welches von einem drehbar gelagerten Arm getragen wird, der mittels Hebels 17 verstellt werden kann. Das Ventil 15 ist mit Kautschuksitz 18 zur Sicherung dienten Abschlusses ausgestattet.
Am Unterende des Behälters 12 ist die Glocke 19 befestigt, die eine Hilfskammer bildet, und deren Unterrand einen Flansch 20 besitzt, welcher einen Ring 21 aus Kautschuk oder ähnlichem Dichtungsmaterial trägt und mit einem Stellflansch 22 ausgestattet ist. Der Behälter 12 und die Glocke 19 sind mit Schau-Öffnungen 23 versehen. Unter der Glocke 19 ist der Tisch oder Träger 24 angeordnet, der die Schale oder den Trog 25 trägt und mittels eines Zapfens in einem an der Säule 2 sitzenden Arm 26 gelagert ist. Der Tisch besitzt ferner ein Lager für einen Hebel 27, mittels dessen er mit der Schale oder dem Becken 25 gehoben oder gesenkt werden kann.
Die Säule 2 ist hohl und steht an ihrem oberen, Ende mit dem Behälter 12, sowie an einer tieferen Stelle durch ein Rohr 28 mit einem Dreiweghahn 29 in Verbindung, an den sich das Rohr 30 anschließt, welches zu einer doppelt wirkenden Saugpumpe 31 führt. Der Innenraum der Glocke 19 kann durch das Rohr 32 und den Dreiweghahn 29 ebenfalls mit der Pumpe 31 verbunden werden.
Eine Kondensatordüse 33 ist in der hohlen Säule angeordnet, und ein Rohr 34 verbindet die Säule mit dem Pumpenzylinder auf der Seite des Kolbens, welche dem Rohr 30 gegenüberliegt. Durch das Rohr 34 werden das Kondenswasser und in die Säule gelangende Kondensate aus dem Behälter 12 und der Schnecke 4 abgezogen. Der Dreiweghahn 29 wird mittels Hebels 37 oder in anderer Weise verstellt; Manometer 38 und 39 zeigen den Grad der Luftverdünnung im Behälter 12 und in der Glocke 19 an, die noch mit einem Luftzuführungshahn 40 ausgestattet ist. Ein Thermometer 45 ist nahe dem Ausflußende 11 der Schnecke 4 angeordnet, um die Temperatur der Zuckermasse anzuzeigen. Die Pumpen 31 und 6 werden von der mit einer Riemenscheibe versehenen Welle 41 , angetrieben. Der Antrieb der Pumpe 6 erfolgt beispielsweise mittels Exzenters 42 und Stange 43 nach dem bereits erwähnten einstellbaren Lenkerantrieb. Die Wirkungsweise des Apparates ist' folgende:
In den Dom 1 wird Dampf eingelassen und die Lösung mittels der Pumpe 6 durch die Rohre 7, 8 in die Rohrschnecke 4 getrieben, wobei das Ablaßventil 15 geschlossen und der Dreiweghahn 29 derart eingestellt ist, daß er die Saugpumpe 31 durch die Rohre 30 und 28 und die Säule 2 mit dem Behälter 12 in Verbindung setzt, um in letzterem und in der Rohrschnecke 4 verminderten Luftdruck zu erzeugen. Das Kochen oder Sieden wird so lange durchgeführt, bis das im Behälter 12 sich ansammelnde Produkt genügend konzentriert ist, worauf der Tisch 24 gehoben wird, so daß der Oberrand der Schale 25 sich an die Dichtung 21 des Flansches der Glocke 19 anlegt, worauf der Hahn 29 derart eingestellt wird, daß er die Verbindung vom Oberende des Pumpenzylinders zum Behälter 12 absperrt, dagegen jene vom Pumpenzylinder zur Glocke 19 herstellt, so daß also in dieser eine Luftverdünnung erfolgt. Die Schale 25 wird durch den äußeren Überdruck kräftig gegen die Dichtung 21 im Unterrand der Glocke 19 gedrückt, so daß an dieser Stelle ein dichter Abschluß gebildet wird. Der Unterteil der Pumpe 31 steht durch das Rohr 34 und die Säule 2 in ständiger Verbindung mit dem Behälter 12 und hält den verminderten Luftdruck in diesem auch dann aufrecht, wenn die Glocke 19 durch den Hahn 29 mit dem Oberende des Pumpenzylinders in Verbindung steht. Zeigen die Manometer 38 und 39 gleichen Grad der Luftverdünnung im Behälter 12 und in der Glocke 19 an, so wird das Ventil 15 geöffnet und der Inhalt des Behälters 12 in die Schale 25 abgelassen. Das Ventil 15 wird dann wieder geschlossen, der Hahn 29 umgestellt, um die Glocke 19 von der Saugpumpe abzusperren und den Behälter 12 wieder mit
dem Oberende des Pumpenzylinders in Verbindung zu setzen, worauf die Schale 25 durch öffnen des Hahnes 40 freigegeben wird, so daß die Einrichtung wieder für die Behandlung einer neuen in das Schneckenrohr 4 zu pumpenden Beschickung bereit ist.
Die Masse ist also während des Kochens und Entleerens bis zur Entnahme aus der Einrichtung niemals mit der Außenluft in Berührung, indem stets entweder der Behälter 12 und die Schnecke 4 oder die Glocke ig unter vermindertem Luftdruck stehen.
Fig. 5 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform der Vorrichtung zum Kochen bei hoher Temperatur ohne Anwendung verminderten Luftdruckes, wobei die gekochte Zuckermasse aus der Schnecke 4 durch Druck entleert wird, der mittels der Pumpe 6 erzeugt wird. In diesem Falle wird nach Öffnen des Ablaßventiles 15 ein mittels Bajonettverschlusses oder in anderer Weise rasch anzuschließendes Rohr durch die Glocke ig in den Behälter 12 eingeführt und am einen Ende mit der Schnecke 4 bei 11 verbunden, wobei das andere Ende zu einem Kühler oder einem anderen Behälter führt. . . . '

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Vorrichtung zum Verkochen von Zuckerlösungen u. dgl., bei welcher sowohl im Kochraum als auch in der an diesen sich anschließenden, mit Lufteinlaßhahn ver- ·. sehenen Entleerungskammer ein luftverdünnter Raum hergestellt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die unten offene Entleerungskammer (ig) durch ein bewegliches, von der erzeugten Luftleere dichtschließend festgehaltenes Entleerungsgefäß (25) geschlossen und durch eine besondere, vom Kochraum unabhängige Leitung (32) mit dem Vakuumerzeuger (31) verbunden werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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