DE219403C - - Google Patents

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DE219403C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01KELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K1/00Details
    • H01K1/18Mountings or supports for the incandescent body
    • H01K1/20Mountings or supports for the incandescent body characterised by the material thereof

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  • Powder Metallurgy (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
£ 219403-KLASSE 21/. GRUPPE
Stütze für Wolframglühfäden elektrischer Glühlampen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. September 1906 ab.
Zum Haltern von Metallglühfäden elektrischer Glühlampen wurden bisher Stützen in Vorschlag gebracht, die aus schwerschmelzbaren Oxyden oder Oxydgemischen, oder aus schwerschmelzbaren Metallen in regulinischem Zustande, sei. es in Form gezogener Drähte, sei es in Form gesinterter Fäden, bestehen. Beide Arten von Stützen sind zur Halterung von Wolframfäden nicht gut geeignet. Die aus schwerschmelzbaren Oxyden bestehenden Stützen zeigen den großen Nachteil, daß der weißglühende, mit der Ökonomie von ι Watt pro Hefnerkerze belastete Wolframfaden leicht an die Stütze anfrittet, was ein Abreißen des Fadens beim Ausschalten der Lampe zur Folge hat. Ebenso nachteilig erweisen sich in den meisten Fällen die aus regulinischen Metallen bestehenden Stützen, insofern der glühende Wolframfaden die Eigenschaft besitzt, sich mit anderen regulinischen Metallen (sowohl mit Metalldrähten, als auch mit gesinterten Metallfäden) zu verschweißen, so daß gleichfalls ein Abreißen des Fadens beim Ausschalten der Lampe stattfindet.
Dieses Anschweißen des Wolframfadens ist leicht erklärlich, wenn man bedenkt, daß mehr öder weniger alle schwerschmelzbaren Metalle in regulinischer 'Form die Eigenschaft be-.
sitzen, im glühenden Zustand zu verschweißen. Eine derartige Verschweißung wird bekanntlich auch beim glühenden Tantalfaden beobachtet, und ebenso zeigt sie sich beim glühenden Wolframfaden, insofern es bei einem durchgebrannten Wolframfaden leicht gelingt, durch Zusammenbringen der beiden Enden bei Stromschluß eine Versohweißung herbeizuführen.
Eingehende Versuche haben nun ergeben, daß ein Anschweißen des glühenden Wolframfadens an amorphen, scrrwerschmelzbaren Metallen nicht stattfindet.
Gegenstand vorliegender Erfindung bilden nun Stützen zum Haltern von Wolframfäden,' die entweder durchaus aus amorphen, schwerschmelzbaren Metallen bestehen, oder aus schwerschmelzbaren Stoffen (Oxyden, Oxydgemischen, Silikaten o. dgl.), welche an der Oberfläche mit amorphen schwerschmelzbaren Metallen überzogen sind. Es ist nämlich keineswegs notwendig, daß die Stützen durchaus aus amorphen Metallen bestehen, vielmehr genügt es vollkommen, wenn die Oberfläche derselben aus amorphen Metallen besteht, da doch die Oberfläche allein jene Stelle bildet, wo eine Berührung des glühenden Wolframfadens mit der Stütze stattfinden kann.
Die Herstellung von durchaus aus amorphem Metall bestehenden Stützen geschieht am besten in der Weise, daß das betreffende schwerschmelzbare Metall in amorphem Zustande mit einem organischen Bindemittel gemengt, in die gewünschte Form gebracht und bei Luftabschluß erhitzt wird, wobei das Bindemittel karbonisiert wird. Die geringe Menge Kohle, die bei diesem Prozeß in dem Metall verbleibt, steht seiner Verwendung als Stütze nicht hinderlich im Wege, zumal man nur soviel von dem Bindemittel verwendet, als eben notwendig ist, um der Stütze die ge-, wünschte Festigkeit zu verleihen.
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Handelt es sich darum, Stützen herzustellen, welche aus mit amorphen Metallen überzogenen schwerschmelzbaren Stoffen bestehen, so verfährt man am besten auf folgende Weise: Man formt in bekannter Weise Stützen aus einem schwerschmelzbaren Material, z. B. aus Oxyden oder Oxydgemischen, überzieht diese Stützen mit zu Metall reduzierbaren Verbindungen von schwerschmelzbaren Metallen und
ίο reduziert die an der Oberfläche befindlichen Metallverbindungen in bekannter Weise mittels eines geeigneten Reduktionsmittels, z. B. Wasserstoff, Natrium, Magnesium o. dgl., wobei man dafür Sorge zu tragen hat, daß die
-15 Temperatur während dieses Prozesses nicht zu hoch ansteigt, damit sich das Metall nicht im regulinischen bzw. kristallinischen Zustande abscheidet.
Ein anderer Weg, der gleichfalls zum Ziele führt, ist folgender: Man setzt dem Material, aus dem die Stütze geformt wird, die betreffende Metallverbindung zu, deren Metall man an der Oberfläche im reduzierten amorphen Zustand erhalten will, formt aus dieser Masse in bekannter Weise die Stützen und reduziert in der oben angegebenen Weise, wobei man an der Oberfläche das betreffende Metall im amorphen Zustand erhält. In ähnlicher Weise kann man selbstverständlich auch Stützen !herstellen, die entweder ganz oder bloß an der Oberfläche aus einem Gemenge verschiedener schwerschmelzbarer Metalle im amorphen Zustand bestehen.

Claims (2)

Pate nt-Ansprüche:
1. Stütze für Wolframglühfäden elektrischer Glühlampen, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus schwerschmelzbaren Metallen im amorphen Zustande besteht.
2. Stütze für Wolframglühfäden, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus beliebigen geeigneten schwerschmelzbaren Stoffen, die mit schwerschmelzbaren Metallen im amorphen Zustande überzogen sind, besteht.
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