DE21829C - Neuerung in dem Verfahren und an Apparaten zum Lehren des Lesens, des Rechnens und anderer Lehrgegenstände - Google Patents

Neuerung in dem Verfahren und an Apparaten zum Lehren des Lesens, des Rechnens und anderer Lehrgegenstände

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DE21829C
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E. sykes und O. G. abbott in Huddersfield, England. —
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    • G09B19/02Counting; Calculating

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
(England).
anderer Lehrgegenstände.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. Juli 1882 ab.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist, Apparate herzustellen, durch welche Kinder in den Stand gesetzt werden, das Alphabet, die vier Species des Rechnens u. dergl. schnell zu erlernen.
Um das Alphabet oder kleine Worte zu lehren, wird ein viereckiges Gestell angewendet, welches durch Verticaldrähte getheilt ist. Auf diesen Drähten sind viereckige, sechseckige oder andere Klötze angebracht, welche auf den Drähten auf- und abgeschoben werden können.
Diese Klötze sind je nach dem zu erlernenden Fach mit Buchstaben oder Zeichen versehen. Jede Fläche der Klötze kann mit einem Buchstaben oder einem anderen Zeichen versehen werden, und da die Klötze sich nicht allein an den Drähten auf- und abschieben, sondern auch drehen lassen, ist es ersichtlich, dafs sich so viel Buchstaben oder Zeichen darstellen lassen, als Flächen an dem Klotz vorhanden sind.
Fig. ι ist die Ansicht, Fig. 2 ein Querschnitt eines mit Holzklötzchen oder Stücken B versehenen Gestelles A, entsprechend der Erfindung angeordnet. Diese Klötze können auf den Verticalstäben C auf- und abgeschoben werden. Soll ein Wort gebildet werden, so werden die erforderlichen Klötze vor die Oeffnungen in der Horizontalleiste gestellt, α sind kleine Federn, welche dazu angewendet werden, um die Klötze in ihrer Stellung gegenüber den Oeffnungen der Leiste zu halten. Die Klötze können mit vier oder mehr Seiten und jede Seite mit einem Buchstaben versehen sein. Diese Klötze können dadurch um die Stäbe C gedreht werden, dafs diese an einer Stelle so abgerundet sind, dafs das Drehen zulässig ist.
Es ist aus der Zeichnung ersichtlich, dafs die Stäbe C aus flachem Material hergestellt sind, auf welchen die Klötze verschoben werden, und können dieselben nur an den abgedrehten Theilen gedreht werden. Der Rahmen A kann in passender Gröfse hergestellt werden und eine beliebige Anzahl Stäbe C und Klötze B aufnehmen, so dafs die Buchstaben oder Zeichen nach Bedarf geändert werden können. Um das Rechnen zu lehren, wird ein rechteckiger Rahmen angewendet, welcher durch Verticalstäbe in eine beliebige Anzahl Abtheilungen getheilt ist, die Einer, Zehner, Hunderter, Tausender u. s. w. Pfund, Schilling und Pence, Mark, Pfennig oder andere Zeichen, welche beim Lehren des Rechnens gebraucht werden, darstellen. Eine Anzahl Drähte ist horizontal hinter den Verticalstäben im Gestell angebracht, auf welchen Drähten farbige Kugeln, Rollen oder Klötze angebracht sind, welche leicht rück- oder vorwärts verschoben werden können. Die Verticalstäbe sind von winkligem Querschnitt, so dafs die Kugeln von den Kindern nicht gesehen werden können.
Die zu belehrenden Kinder stehen unmittelbar vor dem Apparat und der Lehrer zieht solche Bälle oder Klötze hervor, welche erforderlich sind, um die betreffende Lehrmaterie zu erläutern. Sind die Kinder im Stande, der
Ausrechnung der Aufgabe seitens des Lehrers zu folgen, so wird das Rechnen für dieselben bedeutend verständlicher gemacht und lernen sie das Princip des Rechnens schneller, wie mittelst der auf der schwarzen Tafel aufgezeichneten Zahlen.
Dieser Theil der Erfindung ist in den Fig. 4 und 5 dargestellt. A ist das rechtwinklige Gestell, welches durch Stäbe B von winkligem Querschnitt in Abtheilungen getheilt wird. C sind Horizontaldrähte, auf welchen die Kugeln D verschiebbar angebracht sind; die Stäbe B sind von winkligem Querschnitt, damit die Kugeln nicht so weit verschoben werden können, dafs sie in eine andere Abtheilung gerathen. Man kann jedoch Ringe oder Bunde auf den Drähten anbringen, welche einen gleichen Zweck erreichen, wie dies in Fig. 6 dargestellt ist; die Anzahl der Abtheiliing kann nach Belieben abgeändert werden. Fig. 4 zeigt einen Apparat, um den Werth der Zahlen sowie einfaches Rechnen, wie Addition und Subtraction, zu lehren. Die Buchstaben am oberen Theile des Rahmens bedeuten die Eintheilung in Einer, Zehner, Hunderter u. s. w. Diejenigen Kugeln, welche gezeigt werden, bilden ein einfaches Additionsexempel; die Kugeln, welche die zu subtrahirende Summe repräsentiren, werden oberhalb der Querstange E gestellt, so dafs das Resultat unterhalb dieser Stange steht.
Fig. 7 zeigt eine andere Form des Gestelles, um Geldwerthe darzustellen; die Abtheilungen bedeuten Pfund, Schilling, Pence u. s. w. bezw. Mark und Pfennige und können in diesem Falle statt der Kugeln Nachahmungen der verschiedenen Geldsorten angewendet werden, um das Lehren zu erleichtern.
Die in Fig. 7 sichtbar gemachten Geldstücke stellen eine einfache Subtraction dar.

Claims (6)

  1. Patent-AnSprüche:
    ι . Die Anordnung der Verticalstäbe C und der Horizontalleiste D zu dem oben angegebenen Zweck, Fig. 1 und 3.
  2. 2. Die Anordnung der Feder a oder deren Aequivalente, um die Klötze in correcter Stellung zu halten, Fig. 2.
  3. 3. Die Anwendung der auf zwei oder ,mehr Seiten mit Buchstaben oder Zeichen versehenen Klötze, Fig. ι und 2.
  4. 4. Die Anordnung der Horizontal drahte C und der Verticalstäbe B, Fig. 4, 5 und 7.
  5. 5. Die Anwendung der Stangen B von winkligem Querschnitt, um die nicht angewendeten Kugeln unsichtbar zu machen und ein Verschieben derselben von einer Abtheilung in die andere zu vermeiden, Fig. 5.
  6. 6. Die Anordnung der mit Ringen oder Bunden versehenen Horizontaldrähte.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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