DE217997C - - Google Patents
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- DE217997C DE217997C DENDAT217997D DE217997DA DE217997C DE 217997 C DE217997 C DE 217997C DE NDAT217997 D DENDAT217997 D DE NDAT217997D DE 217997D A DE217997D A DE 217997DA DE 217997 C DE217997 C DE 217997C
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-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M5/00—Manual exchanges
- H04M5/08—Manual exchanges using connecting means other than cords
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Monitoring And Testing Of Exchanges (AREA)
Description
5fakwt'ic(jcm c?a\c\ihrm-lb.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21«: GRUPPE
SIEMENS & HALSKE AKT.-GES. in BERLIN.
Bei Verbindungsapparaten in Fernsprechämtern ist es erwünscht, der bedienenden Beamtin
möglichst viele Handhabungen abzunehmen und beispielsweise die An- und Abschaltung
der Rufmaschine, des Prüfhörers u. dgl. durch Vorrichtungen ausführen zu lassen,- die bei Herstellung der Verbindung
(insbesondere beim Stecken des Verbindungsstöpsels) selbsttätig zur Wirkung kommen.
ίο Bei derartigen Schaltungen treten jedoch
Schwierigkeiten dann auf, wenn eine an einem Arbeitsplatze bestehende Verbindung von
einem anderen Arbeitsplatze aus oder über einen anderen Arbeitsplatz, beispielsweise von
einem Fernamte aus, gelöst werden soll, da die selbsttätige Rückführung der Vorrichtungen ;
im Verbindungsorgan, die bei Herstellung der ; Verbindung.zur Wirkung kamen, in den Zu- '
stand vor Herstellung der Verbindung, so- '■ lange der Stöpsel noch steckt, Anlaß zu Störungen
geben, kann. Man war daher bei Ämtern, in denen eine Beeinflussung bestehender Verbindungen
von anderen Arbeitsplätzen aus in Frage kam, zu Beschränkungen in der Verwendung
der selbsttätigen Schaltvorgänge gezwungen. .
Gemäß der .Erfindung werden in Ämtern der . erwähnten Art die. Schaltvorgänge bei;
Herstellung einer Verbindung in zwei Gruppen ; zerlegt. Jede Gruppe von Schaltvorgängen ■;
. 'findet unter Einwirkung . .eines besonderen;
Relais statt. Beide Relais kommen zur Wirkung, wenn das Verbindungsorgan in Benutzung
genommen wird, aber nur eines derselben kann von einem anderen Arbeitsplatze
bzw. vom Fernamt aus, z. B. zwecks Lösung von Ortsverbindungen, beeinflußt werden, und
demnach kann nur für dieses eine Relais zugleich mit den von ihm abhängigen Schaltvorgängen
der Anfangszustand wieder hergestellt werden. Das zweite Relais, das solche
Schaltungen vornimmt, deren Rückgängigmachen Störungen im Amtsbetriebe bewirken könnte, bleibt der Einwirkung des anderen
Arbeitsplatzes o. dgl. entzogen.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Das Beispiel stellt eine Verbindungsleitung zweier Ortsämter I, II dar. Es ist angenommen, daß
ein Teilnehmer T des Amtes II von dem Fernamt aus für eine Fernverbindung verlangt ist,
und daß die Teilnehmerleitungen im Amt II nur Parallelklinken, nicht auch Vorschaltklinken
o. dgl. besitzt.
Am abgehenden Ende der Verbindungsleitung a, b (im Amt I) ist zur Herstellung der
Verbindung ein Stöpsel 1 in die Klinke 2 gesteckt, im Amt II wird zur Herstellung der
Verbindung der. Stöpsel V S am ankommenden Ende der Verbindungsleitung in eine Klinke 3
der Leitung des Teilnehnlers T gesteckt, die neben den Parallelklinken in. üblicher Weise
in der Zeichnung nicht dargestellte Anruforgane besitzt. Beim Stecken des Stöpsels V S
kommen über die c-Ader desselben sowie über die Buchsenleitung und einen Widerstand 4
zwei Relais 5 und 6 zum Ansprechen. Das
Relais 5 schließt seine Kontakte 7, 8 und 9 (die zu einem Relais gehörigen Kontakte sind
jeweils mit ihrem Relais durch eine punktierte senkrechte Linie verbunden), und damit werden
die Sprechadern der Verbindungsleitung a, b an die der Teilnehmerleitung gelegt und die
Absendung des Rufstromes vorbereitet. Im dargestellten Falle wird Rufstrom jeweils bei
Erregung eines Rufrelais 10 von einer Rufmaschine 11 aus über Kontakte 12,13 zum
Teilnehmer T fließen. Das Relais 6 öffnet den Kontakt 14 und schaltet damit den Prüfhörer
15 der Beamtin ab. Über seinen Kontakt 16 schaltet es zu seiner Wicklung 17 eine
Gegenwicklung 18 ein, die so bemessen ist, daß das Relais zunächst seinen Anker weiter
angezogen hält. Wenn sich der Teilnehmer T meldet, so bekommt das Schlußrelais 19 Strom
und bringt über seinen Kontakt 20 ein Rufabschalterelais 21 zur Wirkung und über den
Kontakt 22 und den α-Zweig der Verbindungsleitung das Schlußrelais 23 im Amt I zum
Ansprechen, so daß die Schlußlampe 24 im Amt I erlischt.
Wird der Teilnehmer T, während er sich noch im Gespräch befindet, jetzt von einem
anderen Arbeitsplatze des Amtes II aus verlangt, beispielsweise wenn für den betreffenden
Teilnehmer an diesem zweiten Arbeitsplatze ein Anruf vom Fernamte F eingeht, so steckt
die Beamtin des zweiten Arbeitsplatzes den Stöpsel F S der zum Fernamt führenden Verbindungsleitung
in die an ihrem Platze angeordnete Parallelklinke des Teilnehmers.
Dann ist die Beamtin des Fernamtes mit dem sprechenden Teilnehmer T verbunden. Sie
kann in die bestehende Ortsverbindung eingreifen, indem sie Strom über die c-Ader der
Fernamtsverbindungsleitung schickt. Dieser Strom erregt im Amt II ein Relais 25, das
über den Kontakt 26, Batteriespannung an die Buchsenleitung der Klinke 3 legt und auf
diese Weise das Relais 5 und die Wicklung 17 des Relais 6 kurzschließt. Das Relais 5 läßt
infolgedessen seinen Anker fallen, wodurch insbesondere an den Kontakten 8 und 9 die
Sprechadern des Verbindungsorganes abgetrennt werden. Das Relais 6 bleibt jedoch
infolge der Einwirkung seiner Wicklung 18 erregt und hält den Kontakt 14 geöffnet, so
daß der Prüfhörer der Beamtin des ersten Arbeitsplatzes nicht wieder an die Leitung des
Teilnehmers T geschaltet wird, was zu Störungen Anlaß geben würde. · Sind noch weitere
Schaltvorgänge beim Stecken des Verbindungsstöpsels V S eingeleitet, deren Rückgängigmachen
Störungen veranlassen könnte, so wird man auch diese von dem Relais 6 abhängig machen.
Mit der Unterbrechung der Sprechleitungszweige a, b des Verbindungsorganes wird das
Schlußrelais 19 stromlos und macht durch öffnen des Kontaktes 22 auch das Schlußrelais
23 im Amt I stromlos, so daß dort das Schlußzeichen 24 erscheint. Wenn die Beamtin
in Amt I infolgedessen den Verbindungsstöpsel ι zieht, so wird auch das Relais 27 im
Amt II stromlos und das Schlußzeichen 28 wird zum Erscheinen gebracht, so daß auch
hier die Beamtin ein Signal zum Trennen der Verbindung erhält. Sobald sie den Stöpsel V S
zieht, erhält die Wicklung 17 des Differentialrelais 6 infolge der Aufhebung des Kurzschlusses
über den Kontakt 26, die Büchsenleitung und die c-Ader des Stöpsels V S wieder Strom,
und zwar ist dieser jetzt so bemessen, daß das Relais jetzt seinen Anker fallen läßt.
Für die Beamtin im Amt II, die die Ortsverbindung herstellte (die gleichen Vorgänge,
die hier für eine Ortsverbindung zwischen zwei Ämtern geschildert sind, würden auch bei einer
Verbindung innerhalb des eigenen Amtes stattfinden) , zeigt sich bei Auflösung der Verbindung
vom Fernamte aus kein außergewöhnlicher Vorgang, vielmehr wird sie zum Ziehen des
Verbindungsstöpsels genau in der üblichen Weise durch Aufleuchten der Schlußlampe 28
aufgefordert. Sie wird also nicht durch ungewöhnliche Erscheinungen in der Ausführung
ihrer Verbindungsarbeit gestört.
Es kann angebracht erscheinen, den nicht vom Fernamte aus verlangten Teilnehmer der
bestehenden und zu trennenden Verbindung durch ein Signal von der Trennung der Verbindung
in Kenntnis zu setzen. Das kann z. B. in der Weise geschehen, daß man beim Stromloswerden des Relais 5 die Sprechadern
der Verbindungsleitung über Kontakte 29,30 an eine Summervorrichtung 31 bekannter Art
anschaltet.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Schaltungsanordnung für Fernsprechämter, in denen beim Stöpselstecken dem Verbindungsorgan an einem Arbeitsplatze zugeordnete Schaltvorrichtungen Umschaltungen zwecks Herstellung der Verbindung vornehmen, und die Verbindung von einem zweiten Arbeitsplatze aus gelöst werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß von zwei Relais (5, 6), welche bei Herstellung der Verbindung die erforderlichen Umschaltungen vornehmen, beim Lösen der Verbindung von dem zweiten, z. B. von einem Fernamte (F) angerufenen Arbeitsplatze aus, nur das eine Relais (5) in den Anfangszustand zurückgeführt werden kann, während daszweite Relais (6) der Fernbeeinflussung entzogen bleibt, zum Zwecke, solche Schaltvorgänge, deren Rückgängigmachen Störungen veranlassen könnte, der Fernbeeinflussung zu entziehen.
- 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das der Fernbeeinflussung entzogene Relais (6) zwei Wicklungen (17,18) besitzt, deren eine (17) dem von anderen Arbeitsplätzen abhängigen Relais (5) parallel geschaltet ist, während die zweite als Gegenwicklung ausgebildete Wicklung (18) erst beim Ansprechen des Relais eingeschaltet wird und so abgeglichen ist, daß sie die Wirkung der ersten Wicklung (17) nur dann aufhebt, wenn der Stöpsel (V S) des Verbindungsorganes gezogen wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE217997C true DE217997C (de) |
Family
ID=479263
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT217997D Active DE217997C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE217997C (de) |
-
0
- DE DENDAT217997D patent/DE217997C/de active Active
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