DE217997C - - Google Patents

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DE217997C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M5/00Manual exchanges
    • H04M5/08Manual exchanges using connecting means other than cords

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Monitoring And Testing Of Exchanges (AREA)

Description

5fakwt'ic(jcm c?a\c\ihrm-lb.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21«: GRUPPE
SIEMENS & HALSKE AKT.-GES. in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. April 1909 ab.
Bei Verbindungsapparaten in Fernsprechämtern ist es erwünscht, der bedienenden Beamtin möglichst viele Handhabungen abzunehmen und beispielsweise die An- und Abschaltung der Rufmaschine, des Prüfhörers u. dgl. durch Vorrichtungen ausführen zu lassen,- die bei Herstellung der Verbindung (insbesondere beim Stecken des Verbindungsstöpsels) selbsttätig zur Wirkung kommen.
ίο Bei derartigen Schaltungen treten jedoch Schwierigkeiten dann auf, wenn eine an einem Arbeitsplatze bestehende Verbindung von einem anderen Arbeitsplatze aus oder über einen anderen Arbeitsplatz, beispielsweise von einem Fernamte aus, gelöst werden soll, da die selbsttätige Rückführung der Vorrichtungen ; im Verbindungsorgan, die bei Herstellung der ; Verbindung.zur Wirkung kamen, in den Zu- ' stand vor Herstellung der Verbindung, so- '■ lange der Stöpsel noch steckt, Anlaß zu Störungen geben, kann. Man war daher bei Ämtern, in denen eine Beeinflussung bestehender Verbindungen von anderen Arbeitsplätzen aus in Frage kam, zu Beschränkungen in der Verwendung der selbsttätigen Schaltvorgänge gezwungen. .
Gemäß der .Erfindung werden in Ämtern der . erwähnten Art die. Schaltvorgänge bei; Herstellung einer Verbindung in zwei Gruppen ; zerlegt. Jede Gruppe von Schaltvorgängen ■; . 'findet unter Einwirkung . .eines besonderen; Relais statt. Beide Relais kommen zur Wirkung, wenn das Verbindungsorgan in Benutzung genommen wird, aber nur eines derselben kann von einem anderen Arbeitsplatze bzw. vom Fernamt aus, z. B. zwecks Lösung von Ortsverbindungen, beeinflußt werden, und demnach kann nur für dieses eine Relais zugleich mit den von ihm abhängigen Schaltvorgängen der Anfangszustand wieder hergestellt werden. Das zweite Relais, das solche Schaltungen vornimmt, deren Rückgängigmachen Störungen im Amtsbetriebe bewirken könnte, bleibt der Einwirkung des anderen Arbeitsplatzes o. dgl. entzogen.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Das Beispiel stellt eine Verbindungsleitung zweier Ortsämter I, II dar. Es ist angenommen, daß ein Teilnehmer T des Amtes II von dem Fernamt aus für eine Fernverbindung verlangt ist, und daß die Teilnehmerleitungen im Amt II nur Parallelklinken, nicht auch Vorschaltklinken o. dgl. besitzt.
Am abgehenden Ende der Verbindungsleitung a, b (im Amt I) ist zur Herstellung der Verbindung ein Stöpsel 1 in die Klinke 2 gesteckt, im Amt II wird zur Herstellung der Verbindung der. Stöpsel V S am ankommenden Ende der Verbindungsleitung in eine Klinke 3 der Leitung des Teilnehnlers T gesteckt, die neben den Parallelklinken in. üblicher Weise
in der Zeichnung nicht dargestellte Anruforgane besitzt. Beim Stecken des Stöpsels V S kommen über die c-Ader desselben sowie über die Buchsenleitung und einen Widerstand 4 zwei Relais 5 und 6 zum Ansprechen. Das Relais 5 schließt seine Kontakte 7, 8 und 9 (die zu einem Relais gehörigen Kontakte sind jeweils mit ihrem Relais durch eine punktierte senkrechte Linie verbunden), und damit werden die Sprechadern der Verbindungsleitung a, b an die der Teilnehmerleitung gelegt und die Absendung des Rufstromes vorbereitet. Im dargestellten Falle wird Rufstrom jeweils bei Erregung eines Rufrelais 10 von einer Rufmaschine 11 aus über Kontakte 12,13 zum Teilnehmer T fließen. Das Relais 6 öffnet den Kontakt 14 und schaltet damit den Prüfhörer 15 der Beamtin ab. Über seinen Kontakt 16 schaltet es zu seiner Wicklung 17 eine Gegenwicklung 18 ein, die so bemessen ist, daß das Relais zunächst seinen Anker weiter angezogen hält. Wenn sich der Teilnehmer T meldet, so bekommt das Schlußrelais 19 Strom und bringt über seinen Kontakt 20 ein Rufabschalterelais 21 zur Wirkung und über den Kontakt 22 und den α-Zweig der Verbindungsleitung das Schlußrelais 23 im Amt I zum Ansprechen, so daß die Schlußlampe 24 im Amt I erlischt.
Wird der Teilnehmer T, während er sich noch im Gespräch befindet, jetzt von einem anderen Arbeitsplatze des Amtes II aus verlangt, beispielsweise wenn für den betreffenden Teilnehmer an diesem zweiten Arbeitsplatze ein Anruf vom Fernamte F eingeht, so steckt die Beamtin des zweiten Arbeitsplatzes den Stöpsel F S der zum Fernamt führenden Verbindungsleitung in die an ihrem Platze angeordnete Parallelklinke des Teilnehmers.
Dann ist die Beamtin des Fernamtes mit dem sprechenden Teilnehmer T verbunden. Sie kann in die bestehende Ortsverbindung eingreifen, indem sie Strom über die c-Ader der Fernamtsverbindungsleitung schickt. Dieser Strom erregt im Amt II ein Relais 25, das über den Kontakt 26, Batteriespannung an die Buchsenleitung der Klinke 3 legt und auf diese Weise das Relais 5 und die Wicklung 17 des Relais 6 kurzschließt. Das Relais 5 läßt infolgedessen seinen Anker fallen, wodurch insbesondere an den Kontakten 8 und 9 die Sprechadern des Verbindungsorganes abgetrennt werden. Das Relais 6 bleibt jedoch infolge der Einwirkung seiner Wicklung 18 erregt und hält den Kontakt 14 geöffnet, so daß der Prüfhörer der Beamtin des ersten Arbeitsplatzes nicht wieder an die Leitung des Teilnehmers T geschaltet wird, was zu Störungen Anlaß geben würde. · Sind noch weitere Schaltvorgänge beim Stecken des Verbindungsstöpsels V S eingeleitet, deren Rückgängigmachen Störungen veranlassen könnte, so wird man auch diese von dem Relais 6 abhängig machen.
Mit der Unterbrechung der Sprechleitungszweige a, b des Verbindungsorganes wird das Schlußrelais 19 stromlos und macht durch öffnen des Kontaktes 22 auch das Schlußrelais 23 im Amt I stromlos, so daß dort das Schlußzeichen 24 erscheint. Wenn die Beamtin in Amt I infolgedessen den Verbindungsstöpsel ι zieht, so wird auch das Relais 27 im Amt II stromlos und das Schlußzeichen 28 wird zum Erscheinen gebracht, so daß auch hier die Beamtin ein Signal zum Trennen der Verbindung erhält. Sobald sie den Stöpsel V S zieht, erhält die Wicklung 17 des Differentialrelais 6 infolge der Aufhebung des Kurzschlusses über den Kontakt 26, die Büchsenleitung und die c-Ader des Stöpsels V S wieder Strom, und zwar ist dieser jetzt so bemessen, daß das Relais jetzt seinen Anker fallen läßt.
Für die Beamtin im Amt II, die die Ortsverbindung herstellte (die gleichen Vorgänge, die hier für eine Ortsverbindung zwischen zwei Ämtern geschildert sind, würden auch bei einer Verbindung innerhalb des eigenen Amtes stattfinden) , zeigt sich bei Auflösung der Verbindung vom Fernamte aus kein außergewöhnlicher Vorgang, vielmehr wird sie zum Ziehen des Verbindungsstöpsels genau in der üblichen Weise durch Aufleuchten der Schlußlampe 28 aufgefordert. Sie wird also nicht durch ungewöhnliche Erscheinungen in der Ausführung ihrer Verbindungsarbeit gestört.
Es kann angebracht erscheinen, den nicht vom Fernamte aus verlangten Teilnehmer der bestehenden und zu trennenden Verbindung durch ein Signal von der Trennung der Verbindung in Kenntnis zu setzen. Das kann z. B. in der Weise geschehen, daß man beim Stromloswerden des Relais 5 die Sprechadern der Verbindungsleitung über Kontakte 29,30 an eine Summervorrichtung 31 bekannter Art anschaltet.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Schaltungsanordnung für Fernsprechämter, in denen beim Stöpselstecken dem Verbindungsorgan an einem Arbeitsplatze zugeordnete Schaltvorrichtungen Umschaltungen zwecks Herstellung der Verbindung vornehmen, und die Verbindung von einem zweiten Arbeitsplatze aus gelöst werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß von zwei Relais (5, 6), welche bei Herstellung der Verbindung die erforderlichen Umschaltungen vornehmen, beim Lösen der Verbindung von dem zweiten, z. B. von einem Fernamte (F) angerufenen Arbeitsplatze aus, nur das eine Relais (5) in den Anfangszustand zurückgeführt werden kann, während das
    zweite Relais (6) der Fernbeeinflussung entzogen bleibt, zum Zwecke, solche Schaltvorgänge, deren Rückgängigmachen Störungen veranlassen könnte, der Fernbeeinflussung zu entziehen.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das der Fernbeeinflussung entzogene Relais (6) zwei Wicklungen (17,18) besitzt, deren eine (17) dem von anderen Arbeitsplätzen abhängigen Relais (5) parallel geschaltet ist, während die zweite als Gegenwicklung ausgebildete Wicklung (18) erst beim Ansprechen des Relais eingeschaltet wird und so abgeglichen ist, daß sie die Wirkung der ersten Wicklung (17) nur dann aufhebt, wenn der Stöpsel (V S) des Verbindungsorganes gezogen wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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