DE21794C - Wächter-Kontroluhr - Google Patents

Wächter-Kontroluhr

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DE21794C
DE21794C DE188221794D DE21794DA DE21794C DE 21794 C DE21794 C DE 21794C DE 188221794 D DE188221794 D DE 188221794D DE 21794D A DE21794D A DE 21794DA DE 21794 C DE21794 C DE 21794C
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DE
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Application number
DE188221794D
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English (en)
Original Assignee
W. bauer in Wien VIII., Josefstädterstr. 34
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Application filed by W. bauer in Wien VIII., Josefstädterstr. 34 filed Critical W. bauer in Wien VIII., Josefstädterstr. 34
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07CTIME OR ATTENDANCE REGISTERS; REGISTERING OR INDICATING THE WORKING OF MACHINES; GENERATING RANDOM NUMBERS; VOTING OR LOTTERY APPARATUS; ARRANGEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS FOR CHECKING NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • G07C1/00Registering, indicating or recording the time of events or elapsed time, e.g. time-recorders for work people
    • G07C1/20Checking timed patrols, e.g. of watchman

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
WILHELM BAUER in WIEN. Wächter-Controluhr.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. September 188a ab.
Die in der beiliegenden Zeichnung dargestellte Wächter-Controluhr besteht aus einem nach den allgemein bekannten Regeln gebauten tragbaren Uhrwerke, Fig. 2, in Verbindung mit einem neuen Controlapparat, welcher sowohl bezüglich der Darstellung des Markirungsbildes als auch in den zur Anwendung kommenden mechanischen Elementen von bisher bekannten Systemen dieser Art verschieden ist und bei Einfachheit der Construction eine vermehrte Leistungsfähigkeit und Dauerhaftigkeit bietet.
Der Controlapparat besteht aus folgenden Theilen:
I. aß, Fig. 2, sind zwei gleich grofse, in einander greifende und vom Uhrwerk gänzlich unabhängige Räder mit gleichen Zähnezahlen. Diese beiden Räder haben ihre Führung in der Vorderplatte des Uhrwerks und einem zwischen der vorderen und hinteren Platte desselben stehenden, mit zwei Schrauben an die Vorderplatte geschraubten Kloben, welcher in Fig. 2 mit punktirten Linien eingezeichnet ist. Das Rad α ist beweglich auf eine über die Vorderplatte heraus bis in die Ebene des geschlossenen Gehäusedeckels reichende Stahlwelle aufgepafst. Diese Stahlwelle o, Fig. 1 und 5, dient als Führungszapfen für den in Fig. 6 und 7 dargestellten Hohlschlüssel. Die vordere Führung des Rades α ist ein mit dem Rade ein Stück bildender und in der vorderen Platte laufender Zapfen a, Fig. 1 und 5, welcher mit der Hohlform m versehen ist, in die der Bart des Controlschlüssels, Fig. 6 und 7, genau pafst. Die Hohlform m bewirkt, dafs das Rad α und das damit in Eingriff stehende Rad β den Bewegungen des angesteckten Controlschlüssels. folgen mufs.
II. Die Achse des Rades β ragt gleichfalls über die Vorderplatte heraus und trägt knapp über der Platte auf einer quadratischen Anfeilung das Excenter c, welches mittelst eines Vorsteckstiftes befestigt ist. Ueber dem Excenter ist die Welle wieder abgerundet und ' trägt eine ungefähr 1 cm hohe bewegliche Kautschukrolle d, Fig. i, welche gleichfalls durch einen Vorsteckstift festgehalten wird. Das Excenter c ist von seiner höchsten Stelle aus auf einer Seite seines Umfanges abgeflacht und ist bei / mit einer kleinen Kerbe für den Einfall der Spitze des Hebels e versehen.
III. e, Fig. i, ist ein um einen Stellstift drehbarer massiver zweiarmiger Hebel, aus dessen Ebene bei η ein starker, ungefähr 8 mm langer Stift senkrecht hervorragt. An diesem Stift wirkt die lange und starke Feder/ und drückt den Hebel mit seinem entgegengesetzten Ende an den Umfang des Excenters.
An der Feder ist der bogenförmige Klotz g, und daran wieder die an der anderen Seite des Stiftes η anlehnende schwache Sicherheitsfeder ρ befestigt.
IV. b, Fig. ι und 5, ist der Farbkasten, welcher um eine in die Platte festgeschraubte Welle drehbar ist. Er besteht aus einer in Messing gefafsten Filzrolle b, Fig. S, die von aufsen mit Leinwand überzogen ist. Der Deckel q, Fig. 5, des Kastens ist zum Abschrauben eingerichtet und verschliefst den inneren, mit Farbstoff anzufüllenden Hohlraum luftdicht.
V. Von besonderer Wichtigkeit ist bei diesem System die aus Fig. 3 und 4 ersichtliche Construction des mit dem Uhrwerk in mittelbarer Eingriffsverbindung stehenden Controlringes.
Der Zeigerwerkswechsel r, Fig. ι, greift in den Trieb ί und dieser wieder in den inneren, durch den Theilkreis t angedeuteten, in der Durchschnittsdarstellung, Fig. 4, mit Z1 tx bezeichneten Ring. Dieser Ring hat seine concentrische Führung um die Minutenwelle durch einen an die Platine angeschraubten Ring.
Der Ring Z1 Z11 Fig. 4, steht mit einem zweiten gröfseren Ringe in der durch Fig. 3 dargestellten Verbindung. Aus dem Umfange des Ringes ή ή ragen in gleichen Entfernungen von einander nach aufsen drei keilförmig endende Stücke xxx, Fig. 3, hervor, welche an ungefähr 2 cm langen Federn befestigt sind, die sich genau passend an die innere Wand des ersten Ringes anlegen. Der zweite gröfs.ere Ring hat an seiner inneren Wand drei keilförmig eingefeilte Nuthen, in welche die drei federnden Keile des ersten Ringes einfallen, Fig. 3.
Die beiden Stellstifte yy, Fig. 3, sind in dem äufseren Ringe befestigt und treten durch oval ausgefeilte Löcher des ersten Ringes, wodurch die Beweglichkeit des äufseren Ringes derart begrenzt ist, dafs die Wirkung der Keile nie überschritten werden kann und der äufsere Ring immer wieder in seine durch Keile und Nuthen fixirte Lage zurückspringen mufs, sobald er freigelassen wird,
Durch die eben beschriebene Einrichtung kann aber der äufsere Ring und mit ihm der daraufsitzende Controlring aus seiner normalen, zum Zifferblatt concentrischen Lage bis auf die durch die Construction gegebene Grenze gestofsen werden, und springt in die normale Lage in dem Moment wieder zurück, in welchem der äufsere Einflufs aufhört.
VI. Auf dem Ringe k steckt, wie bereits erwähnt, der Controlring uu, Fig. 1, und U1U1, Fig. 4, und wird darauf mittelst der zwei federnden Schlufsköpfe ii, Fig. 1, festgehalten.
Der Controlring ist, wie aus dem Querschnitt Fig. 4 ersichtlich, über seinem Umfang ausgedreht, und diese Ausdrehung, welche zur Aufnahme des papiernen Controlstreifens (mit Stunden theilung, wie bei allen Controluhren) bestimmt ist, mit Kautschuk ausgepolstert..
Die Verrichtungen, durch welche der Apparat zur Maricirung veranlafst wird, sind dieselben, wie bei jeder anderen Contfoluhr. Der Wächter erhält die abgeschlossene Uhr und hat an jeder Station mit dem daselbst befestigten Controlschlüssel bei L in die Uhr zu stofsen und eine Umdrehung auszuführen. Dabei arbeitet der Controlapparat in folgender Weise:
Wenn der mit einer Nummertype versehene Schlüsselbart rechts herabgedreht wird, drückt sich die Type über die Filzlage des Farbkastens und wird dadurch mit Farbe benetzt.
Infolge der Räderverbindung α β dreht sich gleichzeitig auch das Excenter c- in entgegengesetzter Richtung; dieses schiebt den Hebel e gegen das Zifferblatt und spannt dadurch die Feder /. Ist die Drehung des Schlüssels so weit ausgeführt, dafs die Type gegen den Controlring steht, so hat mittlerweile auch die in der Zeichnung nach oben stehende scharfe Ecke des Excenters die Spitze des Hebels e erreicht, der Hebel fällt ab und die dadurch frei werdende Feder / schlägt mit dem bogenförmigen Klotz g an den Controlring, wodurch dieser ■Vermöge seiner früher beschriebenen Beweglichkeit auf einen Augenblick gegen die angefeuchtete Schlüsseltype geschnellt wird und diese nunmehr auf dem Controlstreifen abgedruckt erscheint. Bei der Weiterdrehung des Schlüssels wälzt sich die Type über die Kautschukrolle d, wobei die noch anhaftende Farbe abgewischt wird. Ist eine Umdrehung vollendet, so fällt die Hebelspitze wieder in die Nuth des Excenters ein, was sich durch ein lautes Knacken kundgiebt. In diesem Moment nur kann der Schlüssel wieder aus der Uhr gezogen werden. Ein mehrmaliges Umdrehen des Controlschlüssels ist ohne allen Nachtheil, denn es wiederholt nur die Markirung an derselben Stelle.
Vortheile dieser Controlühr gegenüber anderen Systemen:
a) Die Uhr kann jederzeit für eine beliebige, und nicht wie alle bis jetzt erzeugten Controluhren nur für eine bestimmte, die Zahl 6 meist nicht überschreitende Anzahl von Stationen verwendet werden. Während nämlich bei allen anderen Controluhren die Markirungsobjecte in der Uhr liegen und durch, den Schlüssel nur in Thätigkeit versetzt werden, wodurch natürlich nicht mehr verschiedene Markirungsobjecte anzubringen sind, als auf dem gegebenen Räume Platz finden, ist hier das Markirungsöbject auf die Schlüssel verlegt, deren Anzahl eine so grofse sein kann, als Markirungen auf einem Streifen neben einander Platz haben. Bei einer sehr grofsen Anzahl Stationen können die auf einander folgenden Typen in zwei bis drei verschiedenen Höhen angebracht werden, wodurch das Aneinanderdrängen der Markirungen auf dem Controlstreifen im Interesse der Uebersichtlichkeit vermieden wird.
b) Die Markirung geschieht: nicht durch eine Durchlöcherung des Streifens, wobei die Station nach der Höhe des Loches abgeschätzt werden mufs, sondern dadurch,, dafs die: Nummer der Station deutlich mit. Farbe auf den Streifen gedrückt wird.
c) Die Einfachheit der Construction und die massive Form ihrer Theile, wodurch die vielen Reparaturen, denen andere Uhren dieser Art mit vielen kleinen, oft brechenden· Federn unterworfen werden müssen, vermieden werden, ohne dafs sich der Preis trotz der höheren Leistungsfähigkeit vermehrt.
d) Das Zifferblatt liegt vollkommen frei und die Uhr ist mit Stunden- und Minutenzeiger versehen, was bei keiner anderen Construction möglich ist, da alle nur die Anwendung eines Stundenzeigers gestatten, somit eine unvollständige Uhr bedingen.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Der beschriebene und in Fig. 5 dargestellte Farbkasten, welcher die selbstthätige Auftragung des Farbstoffes auf die an den Controlschlüsseln angebrachten Typen bewirkt, und die Kautschukrolle d, Fig. 1, welche die Type nach der Markirung reinigt.
2. Die unter III. beschriebene Hebelvorrichtung in Verbindung mit der Feder / und dem Excenter c, welches mittelst der Räderübersetzung α β in übereinstimmender Bewegung mit der Schlüsselplatte steht.
Die unter V. beschriebene Verbindung des Controlstreifenringes mit dem innen verzahnten Ringe tx Z1, Fig. 4, wodurch der Controlring durch die abschnellende Feder/ bezw. durch den daran befestigten metallenen Klotz g aus der normalen, zum Zifferblatt concentnschen Lage gegen die angefeuchtete Nummer des Controlschlüssels gedrängt werden kann und in die normale Lage sofort zurückspringt, wenn die Einwirkung aufhört. Die einfache Befestigung des Controlstreifenringes mittelst der beiden federnden Schlufsköpfe ii, Fig. 1, und die Kautschukverkleidung des Controlringes, welche die weiche Unterlage des Controlstreifens bildet.
Die Anwendung von Typenschlüsseln bei Controluhren.
Die gesammte Construction des Controlapparates, wie sie hier beschrieben und in der Zeichnung dargestellt ist.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DE188221794D 1882-09-16 1882-09-16 Wächter-Kontroluhr Expired DE21794C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE21794T 1882-09-16

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DE21794C true DE21794C (de) 1883-04-10

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ID=34484192

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