DE217550C - - Google Patents

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DE217550C
DE217550C DENDAT217550D DE217550DC DE217550C DE 217550 C DE217550 C DE 217550C DE NDAT217550 D DENDAT217550 D DE NDAT217550D DE 217550D C DE217550D C DE 217550DC DE 217550 C DE217550 C DE 217550C
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cooling
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B21/00Nitrogen; Compounds thereof
    • C01B21/20Nitrogen oxides; Oxyacids of nitrogen; Salts thereof
    • C01B21/24Nitric oxide (NO)
    • C01B21/30Preparation by oxidation of nitrogen

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12«. GRUPPE
OSCAR BENDER in POTSDAM.
Wassermengen liefernden Brennstoffs,
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. November 1908 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Stickoxyden aus Stickstoff-Sauerstoffgemischen unter Benutzung eines Brennstoffs, der bei der Verbrennung nennenswerte Wassermengen liefert. Es ist bekannt, daß die Reaktionsgase nach starker Erhitzung plötzlich abgekühlt werden müssen, um eine Zersetzung der gebildeten Produkte zu verhindern. Versuche haben nun ergeben, daß
ίο diese Abkühlung nicht wirksam ist, wenn man nicht gleichzeitig dafür Sorge trägt, den vorhandenen Wasserdampf zu entfernen, d. h. also die Gase gleichzeitig mit der Abkühlung auch zu trocknen. Es ist daher auch nicht zweckmäßig, zur Bewirkung der Abkühlung direkt Wasserdampf oder flüssiges Wasser in die Reaktionsgase einzuführen.
Dieser Zweck wird bei vorliegender Erfindung nun dadurch erreicht, daß in einem
so Schachtofen o. dgl. ein von einem Kühlmittel durchüossenes Röhren- oder Kammersystem, z. B. von Schlangen-, Spiral- oder Ringform angeordnet wird, und zwar in der Weise, daß das an den Außenwänden dieser Kühlrohre gebildete flüssige Wasser, ohne in den Reaktionsraum zurückzugelangen, entfernt wird. Dies kann in der verschiedenartigsten Weise geschehen, z. B. dadurch, daß man den Röhren eine nach der Außenseite des Ofens hin geneigte Form gibt, so daß das Kondenswasser an ihnen entlang läuft und seitlich auf eine Rinne gelangt, durch die es abläuft. Auf diese Weise gelingt es, dem Reaktionsgemisch den Wasserdampf und die Wärme gleichzeitig plötzlich zu entziehen, wodurch eine wesentliehe Erhöhung der Ausbeute gegenüber einer derartigen Anordnung der Kühleinrichtung erzielt wird, bei welcher das Kondenswasser in den Ofen zurückfließen und sich dort mit den Reaktionsgasen vermischen könnte. Das Wesen der vorliegenden Erfindung besteht also darin, daß das bei der Abkühlung der Reaktionsgäse sich ausscheidende Wasser alsbald nach außen abgeführt wird.
Die Anordnung des Ofens wird dabei zweckmäßig so getroffen, daß man den Brennstoff in möglichst fein verteilter Form zuführt, z. B. in Gasform, und zwar in das sauerston"-reiche Stickstoff-Sauerstoffgemisch, wobei man zweckmäßig sämtliche . Gase bzw. fein verteilten Stoffe in gleicher Richtung strömend einführt. Die Einführung sämtlicher Gase und dementsprechend Abführung der Reaktionsprodukte kann auch unter Druck erfolgen, wodurch die Ausbeute wesentlich verbessert wird.
Ein zur Ausführung des Verfahrens geeigneter Ofen ist in beiliegender Zeichnung in Fig. ι in einem Längsschnitt dargestellt. Der schachtähnliche Ofen α besitzt eine durch Stöpsel b verschließbare öffnung, durch welche die Entzündung der durch Rohr c zugeführten brennbaren Gase bei Beginn des Betriebes erfolgt. Diese öffnung kann natürlich auch an einer anderen Stelle des Ofens liegen und durch eine elektrische oder Glührohrzündvor-
(2. Auflage, ausgegeben am ti. Januar igi2.)
richtung ersetzt yverden. Die Brennstoffzuleitung c mündet in eine Anzahl von Düsen bzw. offenen Brennerrohren d im Innern des Ofens. Diese Rohre sind so angeordnet, daß zwischen ihnen, wie aus der Oberansicht (Fig. 2) ersichtlich ist, ein genügender, freier Raum gelassen ist, um ein Durchströmen des durch Rohrleitung e zugeführten Sauerstoff - Luftgemisches zu gestatten. Es bildet sich also oberhalb der Mündungen der Düsen oder Brehnerrohre d im Betriebe ein entzündliches Gemisch von Brennstoff, Sauerstoff und Stickstoff. Die gebildeten Reaktionsgase werden durch den seitlichen Kanal f, gegebenenfalls unter Absaugen fortgeleitet. In diesem Kanal ist eine von Kühlflüssigkeit beliebiger Art durchfiossene, aus gut leitendem Material, z. B. Kupfer, hergestellte Rohrschlange g angeordnet, so daß die Reaktionsgase bei der Durchströmung des Kanals f mit den kalten Wandungen dieser Kühlvorrichtung in eine möglichst häufige und innige Berührung kommen. Dabei kondensiert sich der in den Reaktionsgasen durch Verbrennung des Wasserstoffs bzw. der Kohlenwasserstoffe gebildete Wasserdampf und schlägt sich in Form von Tropfen nieder. Zum Auffangen dieser Tropfen dient die Rinne h, welche nach außen geneigt angeordnet ist und an ihrem vorderen Ende in ein Rohr i zur Abführung des Kondenswassers übergeht. Die Rinne h kann zur Vermeidung einer Wiederverdampfung des Kondenswassers im Kanal f ebenfalls von der Kühlflüssigkeit umflossen werden oder sonst mit Kühlvorrichtungen versehen sein.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Verfahren zur Herstellung von Stickoxyden aus Stickstoff-Sauerstoffgemischen unter Benutzung eines bei der Verbrennung nennenswerte Wassermengen liefernden Brennstoffs, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Kühlung des Reaktionsgemisches derart angeordnet ist, daß das aus den Verbrennungsgasen niedergeschlagene Kondenswasser nicht in den Reaktionsraum zurückfließen kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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