DE217346C - - Google Patents

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DE217346C
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    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21GCONVERSION OF CHEMICAL ELEMENTS; RADIOACTIVE SOURCES
    • G21G4/00Radioactive sources
    • G21G4/04Radioactive sources other than neutron sources
    • G21G4/10Radioactive sources other than neutron sources with radium emanation

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21g. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. August 1908 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Behälter oder ein Gefäß beliebiger Form, möge es fest oder beweglich sein, zur Aufnahme beliebiger, für den Konsum bestimmter Körper, in oder an welchem radioaktive Substanzen, wie z. B. das Urgestein, die Pechblende, das sich bei der Uranherstellung ergebende Abfallmaterial oder sonstige natürliche oder künstliche radioaktive Präparate, angeordnet sind. Es handelt
ίο "sich beispielsweise um Gestelle zur'Aufnahme von Gegenständen, Schränke, bewegliche oder eingemauerte Badewannen, Schachteln für Pulver, Pillen o. dgl., in der Hauptsache jedoch um Flaschen zur Aufnahme flüssiger oder fester Körper. Dem Inhalt dieser Behälter sollen radioaktive Eigenschaften mitgeteilt werden, sei es, daß die Substanzen, z. B. Flüssigkeiten zu Trink- oder Badezwecken, vorher schon radioaktive Eigenschaften gehabt haben oder daß ihnen diese vollkommen neu mitgeteilt werden sollen.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die radioaktiven Substanzen den Behältern angefügt sind. Entweder stehen sie mit den Behältern in einer dauernden, festen Verbindung, oder sie sind herausnehmbar, in diesem Falle aber umkapselt. Bei der Übertragung der Aktivität auf den Inhalt der Behälter, z. B. die in den Flaschen befindliche Flüssigkeit, soll eine Auflösung der radioaktiven Substanzen ,nicht "mit wirksam sein, sondern es soll lediglich eine Oberflächen berührung stattfinden, ohne daß die radioaktiven Substanzen merkbar verbraucht werden und durch eventuelle Auflösung in der Flüssigkeit diese verunreinigen.
Für den Fall, daß radioaktive Substanzen
eingekapselt oder zwischen Doppelwandungen angeordnet sind, muß die Materialbeschaffenheit der umschließenden Masse eine solche sein, daß radioaktive Einwirkungen auf den Gefäßinhalt stattfinden können. Verwendet man poröses Material zur Umkapselung, so kann die zur Aktivierung erforderliche Emanation ohne weiteres zu dem Inhalt des" Gefäßes gelangen. Bei Material, welches die Emanation nicht durchläßt, muß durch Anordnung kleiner öffnungen ein Weg für dieselbe gebahnt werden.
Auf der beiliegenden Zeichnung sind einige der wichtigsten Ausführungsformen der Erfindung zur Darstellung gebracht. Die Fig. 1 bis 5 stellen flaschenartige Behälter dar, Fig. 6 einen Schrank mit Doppelwandungen, Fig. 7 eine Badewanne mit Doppelwandungen, Fig. 8 einen Kork und Fig. 9 die wichtige Ausführungsform einer Kapsel, welche die radioaktiven Substanzen enthält.
In Fig. ι ist der Boden α der Flasche doppelwandig ausgebildet. Zwischen beiden Wandungen liegt die radioaktive Substanz. Besteht der obere Bodenteil aus porösem Material, z. B. aus Ton, so kann die Emanation durch die Poren durchdringen. Besteht die Wandung aus Glas, so können größere oder kleinere Öffnungen angeordnet sein, um das Hindurchfließen der Emanation zu ermöglichen.
In Fig. 2 befindet sich eine solche Wandung an der Stelle b unterhalb des Glassiegels der Flasche. Der konisch zugehende Boden c könnte auch, ähnlich wie in Fig. 1, als Doppelboden ausgebildet sein.
In Fig. 4 ist der Patentstöpsel d der Flasche mit der radioaktiven Substanz angefüllt und besitzt unten öffnungen. In Fig. 5 ist die
radioaktive Substanz e, welche aus in den Flüssigkeiten, die die Flasche aufzunehmen hat, unlöslichem Material besteht, an der inneren Flaschenwandung befestigt, z. B. angeschmolzen. Die Auflage könnte auch außen erfolgen, wie bei f angedeutet. Besteht das Gefäß aus Glas, so sind hier wieder kleine Öffnungen nach dem Innern zu erforderlich.
Der Schrank nach Fig. 6 ist mit Doppelwandungen ausgeführt, zwischen denen die radioaktive Substanz angeordnet ist. Ist das Material für die Emanation nicht durchlässig, so sind kleine Öffnungen in den Wandungen angeordnet.
In Fig. 3 befindet sich das radioaktive Material in einem kugelförmigen oder zylindrischen Körper, der entweder aus porösem Material besteht oder kleine Öffnungen besitzt. In Fig. 8 ist eine für die Emanation durchlässige Kapsel in einem gewöhnlichen Verschlußkork angeordnet, welcher an sich ja porös ist. Fig. 9 zeigt eine aus zwei Teilen bestehende Hülse mit radioaktiver Füllung. Auch hier können Öffnungen angeordnet sein, um die Emanation durchzulassen, falls der durch den Schraubenverschluß entstehende Spalt nicht schon zum Hindurchlassen der Emanation genügt, oder falls das Material der ganzen Hülse nicht porös ist.
Fig. 7 zeigt eine Badewanne mit Doppelwandungen, deren innere Wandung durchbrochen ist. Zwischen beiden ist die radioaktive Substanz angeordnet. Die Wandung braucht sich auch nur über einen Teil der Wanne erstrecken. Ähnlich könnte man bei eingemauerten Badewannen verfahren oder bei Duschen, in deren Röhrenstrang entsprechende Vorrichtungen mit radioaktiver Füllung angeordnet sein könnten. In der Badewanne könnte beispielsweise ein Behälter mit aufklappbaren Schiebern angeordnet sein.
Die Flaschen, Krüge oder Gefäße sowie auch die Einlagekapseln können eine ganz beliebige Form haben und aus Glas, Ton, Porzellan, Steingut o. dgl. bestehen, sofern bei der Einkapselung nur dafür gesorgt ist, daß die radioaktive Einwirkung infolge Porosität oder Durchlöcherungen eintreten kann. Der Abschluß der radioaktiven Substanzen vom Gefäßinhalt kann auch durch Drahtgewebe, die in die Wandungen einsteckbar oder eingeschmolzen sind, Kork ο. dgl. erfolgen. Aus diesem Material könnten auch die Kapseln bestehen. Von Wichtigkeit ist die Erfindung auch bei Moorbädern, in welche Kasten mit den radioaktiven Materialien eingelegt werden. Die radioaktiven Substanzen können auch in Beutelchen aus Leder o. dgl. mit den Gefäßwandungen verbunden sein.

Claims (5)

60 Patent-Ansprüche:
1. Behälter oder Gefäß für Aktivierung beliebiger, für den Konsum bestimmter Körper, dadurch gekennzeichnet, daß in oder^ an demselben radioaktive Substanzen derart angeordnet sind, daß, gegebenenfalls durch teilweise Oberflächenberührung, eine Aktivierung, nicht aber eine VermlscEüng "und Auflösung stattfinden kann.
2. Behälter oder Gefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die radioaktiven Substanzen (beispielsweise in Form von Kapseln) von porösen Wandungen umschlossen sind, welche sie vor einer Vermengung mit dem Behälterinhalt bewahren.
3. Behälter oder Gefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die radioaktiven Substanzen (beispielsweise in Form von Kapseln) von Wandungen mit Durchlochungen umschlossen sind, welche eine Berührung, nicht aber eine Vermischung mit dem Behälterinhalt gestatten.
4. Behälter, vornehmlich Flasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungen ganz oder zum Teil doppelwandig ausgeführt sind und zwischen sich die radioaktiven Substanzen aufnehmen.
5. Flasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußkappe des Patentverschlusses zur Aufnahme der radioaktiven Substanzen hohl ausgeführt ist, bzw. daß diese Substanzen in dem Kork angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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