DE217346C - - Google Patents
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- DE217346C DE217346C DENDAT217346D DE217346DA DE217346C DE 217346 C DE217346 C DE 217346C DE NDAT217346 D DENDAT217346 D DE NDAT217346D DE 217346D A DE217346D A DE 217346DA DE 217346 C DE217346 C DE 217346C
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-
- G—PHYSICS
- G21—NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
- G21G—CONVERSION OF CHEMICAL ELEMENTS; RADIOACTIVE SOURCES
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21g. GRUPPE
Gegenstand der Erfindung ist ein Behälter oder ein Gefäß beliebiger Form, möge es fest
oder beweglich sein, zur Aufnahme beliebiger, für den Konsum bestimmter Körper, in oder
an welchem radioaktive Substanzen, wie z. B. das Urgestein, die Pechblende, das sich bei
der Uranherstellung ergebende Abfallmaterial oder sonstige natürliche oder künstliche radioaktive
Präparate, angeordnet sind. Es handelt
ίο "sich beispielsweise um Gestelle zur'Aufnahme
von Gegenständen, Schränke, bewegliche oder eingemauerte Badewannen, Schachteln für
Pulver, Pillen o. dgl., in der Hauptsache jedoch um Flaschen zur Aufnahme flüssiger
oder fester Körper. Dem Inhalt dieser Behälter sollen radioaktive Eigenschaften mitgeteilt
werden, sei es, daß die Substanzen, z. B. Flüssigkeiten zu Trink- oder Badezwecken,
vorher schon radioaktive Eigenschaften gehabt haben oder daß ihnen diese vollkommen neu
mitgeteilt werden sollen.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die radioaktiven Substanzen den Behältern
angefügt sind. Entweder stehen sie mit den Behältern in einer dauernden, festen Verbindung,
oder sie sind herausnehmbar, in diesem Falle aber umkapselt. Bei der Übertragung der
Aktivität auf den Inhalt der Behälter, z. B. die in den Flaschen befindliche Flüssigkeit, soll eine
Auflösung der radioaktiven Substanzen ,nicht "mit wirksam sein, sondern es soll lediglich eine
Oberflächen berührung stattfinden, ohne daß die radioaktiven Substanzen merkbar verbraucht
werden und durch eventuelle Auflösung in der Flüssigkeit diese verunreinigen.
Für den Fall, daß radioaktive Substanzen
eingekapselt oder zwischen Doppelwandungen angeordnet sind, muß die Materialbeschaffenheit
der umschließenden Masse eine solche sein, daß radioaktive Einwirkungen auf den Gefäßinhalt stattfinden können. Verwendet
man poröses Material zur Umkapselung, so kann die zur Aktivierung erforderliche Emanation
ohne weiteres zu dem Inhalt des" Gefäßes gelangen. Bei Material, welches die Emanation nicht durchläßt, muß durch Anordnung
kleiner öffnungen ein Weg für dieselbe gebahnt werden.
Auf der beiliegenden Zeichnung sind einige der wichtigsten Ausführungsformen der Erfindung
zur Darstellung gebracht. Die Fig. 1 bis 5 stellen flaschenartige Behälter dar, Fig. 6
einen Schrank mit Doppelwandungen, Fig. 7 eine Badewanne mit Doppelwandungen, Fig. 8
einen Kork und Fig. 9 die wichtige Ausführungsform einer Kapsel, welche die radioaktiven
Substanzen enthält.
In Fig. ι ist der Boden α der Flasche
doppelwandig ausgebildet. Zwischen beiden Wandungen liegt die radioaktive Substanz.
Besteht der obere Bodenteil aus porösem Material, z. B. aus Ton, so kann die Emanation
durch die Poren durchdringen. Besteht die Wandung aus Glas, so können größere oder
kleinere Öffnungen angeordnet sein, um das Hindurchfließen der Emanation zu ermöglichen.
In Fig. 2 befindet sich eine solche Wandung an der Stelle b unterhalb des Glassiegels der
Flasche. Der konisch zugehende Boden c könnte auch, ähnlich wie in Fig. 1, als Doppelboden
ausgebildet sein.
In Fig. 4 ist der Patentstöpsel d der Flasche
mit der radioaktiven Substanz angefüllt und besitzt unten öffnungen. In Fig. 5 ist die
radioaktive Substanz e, welche aus in den Flüssigkeiten, die die Flasche aufzunehmen
hat, unlöslichem Material besteht, an der inneren Flaschenwandung befestigt, z. B. angeschmolzen.
Die Auflage könnte auch außen erfolgen, wie bei f angedeutet. Besteht das
Gefäß aus Glas, so sind hier wieder kleine Öffnungen nach dem Innern zu erforderlich.
Der Schrank nach Fig. 6 ist mit Doppelwandungen ausgeführt, zwischen denen die
radioaktive Substanz angeordnet ist. Ist das Material für die Emanation nicht durchlässig,
so sind kleine Öffnungen in den Wandungen angeordnet.
In Fig. 3 befindet sich das radioaktive Material in einem kugelförmigen oder zylindrischen
Körper, der entweder aus porösem Material besteht oder kleine Öffnungen besitzt.
In Fig. 8 ist eine für die Emanation durchlässige Kapsel in einem gewöhnlichen Verschlußkork
angeordnet, welcher an sich ja porös ist. Fig. 9 zeigt eine aus zwei Teilen bestehende Hülse mit radioaktiver Füllung.
Auch hier können Öffnungen angeordnet sein, um die Emanation durchzulassen, falls der
durch den Schraubenverschluß entstehende Spalt nicht schon zum Hindurchlassen der
Emanation genügt, oder falls das Material der ganzen Hülse nicht porös ist.
Fig. 7 zeigt eine Badewanne mit Doppelwandungen, deren innere Wandung durchbrochen
ist. Zwischen beiden ist die radioaktive Substanz angeordnet. Die Wandung braucht sich auch nur über einen Teil der Wanne
erstrecken. Ähnlich könnte man bei eingemauerten Badewannen verfahren oder bei Duschen, in deren Röhrenstrang entsprechende
Vorrichtungen mit radioaktiver Füllung angeordnet sein könnten. In der Badewanne
könnte beispielsweise ein Behälter mit aufklappbaren Schiebern angeordnet sein.
Die Flaschen, Krüge oder Gefäße sowie auch die Einlagekapseln können eine ganz beliebige
Form haben und aus Glas, Ton, Porzellan, Steingut o. dgl. bestehen, sofern bei der Einkapselung nur dafür gesorgt ist, daß
die radioaktive Einwirkung infolge Porosität oder Durchlöcherungen eintreten kann. Der
Abschluß der radioaktiven Substanzen vom Gefäßinhalt kann auch durch Drahtgewebe,
die in die Wandungen einsteckbar oder eingeschmolzen sind, Kork ο. dgl. erfolgen. Aus
diesem Material könnten auch die Kapseln bestehen. Von Wichtigkeit ist die Erfindung
auch bei Moorbädern, in welche Kasten mit den radioaktiven Materialien eingelegt werden.
Die radioaktiven Substanzen können auch in Beutelchen aus Leder o. dgl. mit den Gefäßwandungen
verbunden sein.
Claims (5)
1. Behälter oder Gefäß für Aktivierung beliebiger, für den Konsum bestimmter
Körper, dadurch gekennzeichnet, daß in oder^ an demselben radioaktive Substanzen
derart angeordnet sind, daß, gegebenenfalls durch teilweise Oberflächenberührung,
eine Aktivierung, nicht aber eine VermlscEüng
"und Auflösung stattfinden kann.
2. Behälter oder Gefäß nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die radioaktiven Substanzen (beispielsweise in Form von Kapseln) von porösen Wandungen
umschlossen sind, welche sie vor einer Vermengung mit dem Behälterinhalt bewahren.
3. Behälter oder Gefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die radioaktiven
Substanzen (beispielsweise in Form von Kapseln) von Wandungen mit Durchlochungen
umschlossen sind, welche eine Berührung, nicht aber eine Vermischung mit dem Behälterinhalt gestatten.
4. Behälter, vornehmlich Flasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Wandungen ganz oder zum Teil doppelwandig ausgeführt sind und zwischen sich die radioaktiven Substanzen aufnehmen.
5. Flasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußkappe
des Patentverschlusses zur Aufnahme der radioaktiven Substanzen hohl ausgeführt ist, bzw. daß diese Substanzen in dem
Kork angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE217346C true DE217346C (de) |
Family
ID=478656
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT217346D Active DE217346C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE217346C (de) |
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0
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