DE216585C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B22/00—Marine mines, e.g. launched by surface vessels or submarines
- F42B22/08—Drifting mines
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Massaging Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 216585 KLASSE 65 d. GRUPPE
KARL OSKAR LEON in STOCKHOLM.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. August 1908 ab.
Die Art der Tiefenregelung von Seeminen nach dem Patent 209628) die um eine gewisse
Mittelläge pendelnde Vertikalbewegungen ausführt, hat den zu stellende Forderungen nicht
voll entsprochen. Da im einen Falle die Wasserverdrängung noch weiter vergrößert
wird, nachdem die Mine bereits zu steigen angefangen hat, und im anderen Falle weiter,
vermindert wird, nachdem die Mine bereits zu sinken angefangen hat, so wird die Auf-
und Abbewegung der Mine größer werden, als gewöhnlich erwünscht ist.
Der Zweck der Erfindung ist, diesen Übelstarid
zu beseitigen und eine Tiefenregelungsvorrichtung für unterhalb der Wasseroberfläche
frei schwimmende Körper irgendwelcher Art) zu schaffen, die den Wassereintritt nur
oder hauptsächlich während des Steigens des Körpers gestattet und nur oder hauptsächlich
während des Sinkens Wasser austreibt. Es wird dadurch der pendelnden Bewegung des
Körpers beständig entgegengewirkt und der Körper in einer beinahe gleichen Tiefe unter
der Wasseroberfläche erhalten. Um die beabsichtigte Wirkung zu erreichen, wird die Verbindung
zwischen dem Druckgasbehälter und der Tiefenregelungskammer nur oder hauptsächlich
während des Sinkens, der Auslaß dagegen nur oder hauptsächlich während des Steigens des Körpers offen gehalten. Die Verbindung
zwischen Druckgasbehälter und Tiefenregelungskammer wird zweckmäßig so geregelt,
daß das Einströmen des Druckmittels in die Tiefenregelungskammer oder das Ausströmen
des Druckmittels aus ihr mit Unterbrechungen vor sich geht.
Die mit Unterbrechungen erfolgende Regelung ermöglicht eine einfachere Konstruktion
der Ventile, und zwar hauptsächlich deshalb, weil die Kühlung der Ventile bei der Ausdehnung
der Preßluft nicht übermäßig groß wird, da die Ventile zwischen je zwei aufeinander
folgenden Luftausströmungen wieder etwas erwärmt werden. Infolge der geringeren Kühlung der Ventile können diese leichter in
dichtendem und arbeitsfähigem Zustande erhalten werden.
Auf der Zeichnung ist ein achsialer Schnitt des oberen Teiles einer Mine dargestellt, die
mit einer Tiefenregelungsvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung versehen
ist.
In dem durch einen Zylinder 1 begrenzten Balgraume 2 ist ein Balg 3 eingeschlossen, der
zweckmäßig aus mehreren miteinander in Verbindung stehenden Metallbüchsen besteht. Der
Balg 3 ist vollständig geschlossen dargestellt. Er ist mit Luft oder einem anderen Gas gefüllt
und ist auf der äußeren Seite dem Wasserdruck ausgesetzt. Zu diesem Zwecke
führen in den Balgraum 2 an seiner oberen Seite befindliche Öffnungen 4. Um einen allzu
starken Druck auf den Balg beim Ausstoßen der Mine zu verhindern, ist vor den Öffnungen
4 eine Haube 5 angebracht, deren Innenraum durch rückwärts gerichtete Öffnungen 6
mit dem Außenwasser verbunden ist. Der Balg 3 ist oben durch eine Schraube 7 an der
mit den öffnungen 4 versehenen Platte 8 befestigt und unten am oberen Ende einer
Stange 9 festgeschraubt, welche durch eine wasserdichte Stopfbüchse 10 am Boden des
Balgraumes hindurchgeht.
Die Stange 9 hat unten einen stellbaren Flansch 39, der gegen das obere Ende einer
Schraubenfeder 40 zur Regelung der Bewegungen des Balges anliegt.
Dadurch, daß Wasser' an der Außenseite und Luft oder Gas innerhalb des Balges
wirkt, wird der Vorteil erzielt, daß die Stange 9 an der Durchgangsstelle durch den Balgraumboden
nur gegen Wasser zu dichten ist. Die Einrichtung zur Verschiebung der Stange 9 in der einen oder anderen Richtung, je nach
den Veränderungen des von der Tauchtiefe der Mine abhängigen Wasserdruckes, ist für
die Erfindung unwesentlich. Man könnte auch irgendeine andere geeignete Vorrichtung,
z. B. nach Patent 209628, oder einen in einem Zylinder beweglichen Kolben mit an den Zylinder
dicht schließender Membran o. dgl. verwenden. Die Erfindung ist daher auf keine
besondere Vorrichtung zur Übertragung des Wasserdruckes auf das in die Tiefenregelungskammer
führende bewegliche Organ beschränkt.
Die Verbindung zwischen dem Druckgasbehälter 11 und der Tiefenregelungskammer 12
wird durch ein Rohr 13 hergestellt, dessen freier Querschnitt durch eine dicht schließende
Schraube 14 geregelt wird. Am oberen Ende des Rohres 13 ist ein Ventilgehäuse 15 mit
einem gegen einen oben befindlichen Sitz dicht schließenden Ventile 16 vorgesehen. Bei
der dargestellten Ausführungsform wird die Ventilstange 17 nicht unmittelbar durch die
Stange 9 bewegt, sondern mittels eines Hebels 18, auf den die an der Stange 9 angebrachten
Sperrzähne 19 einwirken können. Der Hebel 18 ist zweckmäßig so gelagert, daß
das Verhältnis zwischen den Längen der Hebelarme nach Bedarf verändert werden kann. An dem der Stange 9 zugekehrten
Ende des Hebels 18 ist ein Finger 20 gelenkig angebracht, der gegen die Wirkung einer
Feder 21 hinuntergedrückt, dagegen nicht nach oben gedreht werden kann. Wenn sich der
Balg 3 bei hohem Wasserdrucke zusammenzieht, so wird die Stange 9 aufwärts gezogen.
Es kommen dann die Zähne 19 der Reihe nach zur Wirkung auf den Finger 20 und
zwingen den Hebel 18, sich derart zu drehen, daß das Ventil 16 geöffnet wird und Druckluft
oder Druckgas in die Tiefenregelungskammer einströmt. Jedesmal wenn ein Zahn
den Finger 20 passiert hat, schließt sich das Ventil 16 wieder, so daß die Druckluft oder
das Druckgas mit Unterbrechung in die Tiefenregelungskammer eingelassen wird. Falls sämtliche
Zähne den Finger 20 passieren sollten, ohne daß eine genügende Menge Druckluft oder Druckgas in die Tiefenregelungskammer
gelangt, um die Mine zum Steigen zu bringen, so kommt schließlich ein unterhalb der Zähne 19
befindlicher Vorsprung 22 zur Wirkung auf den Finger 20 oder den Hebel 18, so daß
dieser gezwungen wird, das Ventil 16 so lange offen zu halten, bis eine genügende Menge
Wasser aus der Tiefenregelungskammer ausgetrieben und die Mine zum Steigen gebracht
ist. Da der Balg sich hierbei wieder ausdehnt, wird die Stange 9 allmählich abwärts
geschoben, wobei die Zähne 19 den Finger 20 gegen die Wirkung der Feder 21 hinunter- ·
klappen, ohne den Hebel 18 zu drehen.
Zum Auslassen der Luft oder des Gases aus der Tiefenregelungskammer ist in dessen
oberem Teile ein Rohr 23 angeordnet, das oben mit dem die Mine umgebenden Wasser
in Verbindung steht, und dessen Querschnittfläche mittels einer in das Rohr eingesetzten,
dicht schließenden Schraube 24 geregelt werden kann. Am inneren Ende des Rohres· 23 ist
ein Ventilgehäuse 25 mit einem unter der Wirkung einer Feder 26 stehenden Ventile 27
angeordnet. Die Ventilstange 28 wird durch einen Hebel 29 bewegt, der zweckmäßig in
derselben Weise wie der Hebel 18 gelagert wird. Die Teile 29, 30 und 31 entsprechen
durchaus den Teilen 18, 20 und 21 der Einrichtung zum Einlassen des Druckmittels in
die Tiefe"nregelungskammer.
Während der Bewegung der Stange 9 nach .unten kommt eine Reihe von Zähnen 32 zur
Wirkung auf den Finger 31 und bringt den Hebel 29 zum zeitweisen öffnen des Ventiles 27,
so daß Luft oder Gas entweichen und Wasser durch eine im unteren Teile der Tiefenregelungskammer
befindliche öffnung 33 einströmen kann. Als Sicherheitsmaßnahme, im Falle die
Zähne 32 den Finger 30 passieren sollten, ohne daß eine genügende Menge Wasser in die
Tiefenregelungskammer eingelassen worden ist, um die Mine zum Sinken zu bringen, ist
oberhalb der Zähne 32, entsprechend dem Vorsprung 22, ein Vorsprung 34 vorgesehen, um
den Hebel 29 nach unten zu drücken und dadurch das Ventil 27 offen zu halten, bis die
Mine zu sinken anfängt. Während des Sinkens der Mine wird der Finger 30 durch die Zähne 32
zum Aufwärtsschwingen gebracht, ohne daß der Hebel 29 gedreht wird.
Wenn die Hebel 18 und 29 derart angeordnet werden, daß sie in einer Richtung frei
schwingen können, ohne das Ventil zu öffnen, während beim Schwingen in der entgegengesetzten
Richtung das öffnen erfolgt, so können die Finger mit zugehörigen Federn
natürlich in Wegfall kommen. Die Zähne brauchen nicht die auf der Zeichnung dar-
gestellte Sägezahnform, sondern sie können irgendeine geeignete symmetrische oder unsymmetrische Form haben oder durch Stifte
o. dgl. ersetzt werden.
. 5 Um einen Austausch von Zähnen zu ermöglichen, sind die Zähne 19 und 22 nicht
unmittelbar an der Stange 9, sondern an besonderen Teilen angebracht, die in längliche
Nuten der Stange 9 eingesetzt werden können.
Auf der Zeichnung ist jede Zahnreihe in zwei Hälften geteilt gezeigt, die an je einer Platte
35. 36, 37, 38 angebracht sind, so daß durch
Auseinanderschieben der oberen und der unteren Zahnplatte 35 und 36, 37 und 38 ein
Mittelfeld erzielt werden kann, in welchem die Mine eine gewisse Bewegungsfreiheit hat, ohne
daß die Ventile geöffnet werden. Im übrigen können die Zähne in verschiedener Weise angeordnet
werden, z. B. derart, daß sie nach oben oder' nach unten an Länge zunehmen
oder gegen die Mitte an Länge zu- oder abnehmen. Ferner können die beiden Zahnreihen
in verschiedenen Höhen zueinander eingestellt werden. Es können auch andere Mittel als Zähne o. dgl., ζ. Β. ununterbrochen
wirkende Organe verwendet werden.
Mit der oben beschriebenen Vorrichtung
können die Bewegungen der Mine derart ge-. regelt werden, daß die Mine nach kurzer Zeit
in einer bestimmten Wassertiefe zur Ruhe kommt.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:■ i. Selbsttätige Tiefenregelungsvorrichtung für Minen, Torpedos, Unterseeboote und andere unterhalb der Wasseroberfläche frei schwimmende Körper, die mit einer Tiefenregelungskammer versehen sind, welche durch ein oder mehrere Ventile o. dgl. entweder mit einem Drückgas enthaltenden Behälter oder mit einem Auslaß für das in der Tiefenregelungskammer enthaltene Druckmittel verbunden werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen dem Druckgasbehälter und der Tiefenregelungskammer nur oder hauptsächlich während des Sinkens, der Auslaß dagegen nur oder hauptsächlich während des Steigens des Schwimmkörpers offen erhalten wird.
- 2. Tiefenregelungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Einströmen des Druckmittels in die Tiefenregelungskammer oder das Ausströmen des Druckmittels aus dieser tait Unterbrechungen erfolgt.
- 3. Eine Ausführungsform der Tiefenregelungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Einströmen des Druckmittels in die Tiefenregelungskammer oder das Ausströmen des Druckmittels aus ihr durch Zähne, Stifteo. dgl. geregelt wird, die an einer Stange oder einem anderen Teile angebracht sind, der durch den äußeren. Wasserdruck bewegt wird, wobei je eine Reihe der Zähne, Stifte o. dgl. bei ihrer Bewegung in der einen Richtung die Verbindung zwischen dem Druckgasbehälter und der Tiefenregelungskammer und während ihrer Bewegung in der entgegengesetzten Richtung den Auslaß für das Druckmittel der Tiefenregelungskammer mit Unterbrechungen öffnet.
- 4. Eine Ausführungsform der Tiefenregelungsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne, Stifte o. dgl. an Teilen angebracht sind, die an der beweglichen Stange o. dgl. lösbar oder einstellbar befestigt sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
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Also Published As
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| FR393856A (fr) | 1909-01-08 |
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