DE216214C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE216214C DE216214C DENDAT216214D DE216214DA DE216214C DE 216214 C DE216214 C DE 216214C DE NDAT216214 D DENDAT216214 D DE NDAT216214D DE 216214D A DE216214D A DE 216214DA DE 216214 C DE216214 C DE 216214C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- horn
- masses
- waste
- rubber
- percent
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08L—COMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
- C08L91/00—Compositions of oils, fats or waxes; Compositions of derivatives thereof
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Processing Of Solid Wastes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 39*. GRUPPE
Dr. C. CLAESZEN in BERLIN.
zu plastischen Massen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 31. August 1906 ab.
Es ist schon mehrfach versucht worden, aus Hornabfällen Kunsthornmassen herzustellen,
indem man sie fein pulverisierte und dann in der Wärme zu Platten preßte, oder
indem man die Abfälle durch Kochen mit konzentrierter Schwefelsäure in Lösung brachte
und dann nach Zusatz von Bindemitteln, wie Tragant, Gummiarabikum u. dgl., zu festen
Massen zusammenpreßte, Ferner hat man zu
ίο dem gleichen Zweck Hornspäne mit einer
Lösung von Borsäure und arseniger Säure bis zur Quellung behandelt und dann bei 1200C.
getrocknet.
Bei diesen Verfahren wird die Hornsubstanz entweder zu sehr angegriffen, so daß sie mehr
oder weniger zerstört wird, oder die Einwirkung ist zu gering, so daß nur eine gänzlich
ungenügende Lösung und Verschmelzung der einzelnen Hornteilchen zu einer Masse stattfinden
kann. Die Folge hiervon ist mangelhafte Festigkeit und große Sprödigkeit des Materials.
Das vorliegende Verfahren beruht auf der auch von anderer Seite gemachten Beobachtung
(vgl. L. Godoletz, Chemiker-Zeitung, Repertorium Nr. 26 vom 11. August 1906,
S. 263), daß gewisse aromatische Verbindungen, besonders Phenol, ein ganz bedeutendes
Lösungsvermögen für hornartige Substanzen besitzen, ohne daß letztere dabei eine tiefer
greifende Zersetzung erleiden. Ähnliche Eigenschaften zeigt auch das Anilin. Auf Grund
dieser Beobachtungen angestellte Versuche ergaben brauchbare Hornmassen, die die Nachteile
der nach den bekannten Verfahren hergestellten nicht besitzen. Man verarbeitet
Hornmehl mit Schmelzen aus Phenol und ev. mit Bindemitteln, welche ihrer chemischen
Zusammensetzung nach der Hornsubstanz verwandt sind, wie z. B. Leim, Kasein u. dgl.
Letztere werden mit Wasser aufgeweicht, mit Phenol auf dem Wasserbade geschmolzen und
mit dem Hornmehl vermischt. Sodann wird nötigenfalls nach Verjagen der überschüssigen
Feuchtigkeit durch Erhitzen· auf dem Wasserbade das Pulver in heizbaren Pressen bei
einer Temperatur von 100 bis 120 ° zu Platten usw. gepreßt; z. B. die Mischungen:
Hornmehl go Prozent, Phenol 10 Prozent oder Hornmehl 75 Prozent, «Phenol 20, Prozent,
Leimglyzerin 5 Prozent. Das Verfahren kann aber auch in der Weise durchgeführt werden,
daß man die mit Phenolen oder Anilin oder deren Derivaten vorbehandelten Hornabfälle
mit Bindemitteln, wie Harze, Gummi, Gellulosederivate, Stärke, Dextrin usw., behandelt
und nachher bei Temperaturen unterhalb 150 ° preßt. Zur Abstufung der Plastizität der
nach diesen Verfahren gefertigten Masse können in an sich bekannter Weise Zusätze von
Glyzerin, werden.
Rizinusöl, Faktis o. dgl. gemacht
Claims (1)
- Patent-Anspruch :
Verfahren zur Verarbeitung von Hornabfällen und ähnlichen Substanzen zu plastischen, gummiähnlichen Massen, dadurch gekennzeichnet, daß man die mit Phenolen oder Anilin oder deren Derivaten vorbehandelten Abfälle ev. unter Zusatz an sich bekannter Bindemittel, wie Harze, Gummi, Kohlehydrate, Cellulosederivate, Leim, Kasein o. dgl., mit oder ohne die Plastizität in bekannter Weise beeinflussenden Zusätzen, wie Glyzerin, öle, Fette, Faktis, bei einer Temperatur von 120 ° bis 150 ° zusammenpreßt. ·
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE216214C true DE216214C (de) |
Family
ID=477647
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT216214D Active DE216214C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE216214C (de) |
-
0
- DE DENDAT216214D patent/DE216214C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE216214C (de) | ||
| DE378522C (de) | Glas-Glimmerverbindung und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE2932948C2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Ionenaustauschers und dessen Verwendung | |
| DE555228C (de) | Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern fuer Werkzeuge aus schwer bearbeitbaren Verbindungen schwer schmelzbarer Metalle oder Gemischen solcher Verbindungen mit leicht schmelzbaren Metallen | |
| DE185524C (de) | ||
| DE605107C (de) | Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern | |
| DE1045979B (de) | Verfahren zur Erhoehung der elektrischen Leitfaehigkeit heterogener Ionenaustauschmembranen, die in einem plastischen Bindemittel pulverfoermige Ionenaustauscher enthalten | |
| DE290574C (de) | ||
| DE285148C (de) | ||
| DE854324C (de) | Agglomerierverfahren, insbesondere anwendbar bei der Verarbeitung keramischer Massen | |
| DE245148C (de) | ||
| DE613952C (de) | Verfahren zur Herstellung von pressfaehigem Pulver durch Kondensation von Formaldehyd mit Thioharnstoff allein oder in Gemeinschaft mit Harnstoff | |
| DE548871C (de) | Verfahren zur Herstellung von pressfaehigen Massen in Pulverform | |
| DE710527C (de) | Verfahren zur Herstellung von Formlingen aus koernigen Kieselsaeuregelen | |
| DE871437C (de) | Verfahren zur Brikettierung von Steinkohlen | |
| DE551093C (de) | Verfahren zur Veredelung von Agathokopalen | |
| DE111912C (de) | ||
| AT47601B (de) | Verfahren zur Herstellung von Baukonstruktionsteilen. | |
| DE1038052B (de) | Verfahren zur Gewinnung von Aminocarbonsaeuren, ª‡, ªÏ-Dicarbonsaeuren und ª‡, ªÏ-Diaminen aus Polyamiden | |
| AT132271B (de) | Verfahren zur Herstellung von preßfähigen Massen in Pulverform. | |
| AT36195B (de) | Verfahren zur Herstellung von Kunststeinen. | |
| AT215267B (de) | Verfahren zum zonenweisen Verbinden von Aluminiumblechen, Schweißstoppdruckfarbe zur Durchführung des Verfahrens und Verfahren zur Herstellung der Schweißstoppdruckfarbe | |
| CH638474A5 (de) | Verfahren zur herstellung eines fuer die herstellung von werkstoffen aus kohlenstoff anwendbaren pulvers sowie verwendung desselben. | |
| AT19617B (de) | Verfahren zum Wiederbrauchbarmachen von Hartkaseïn- oder Hartalbuminabfällen. | |
| DE736769C (de) | Verfahren zur Herstellung von plastischen Massen und Presskoerpern daraus |