DE555228C - Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern fuer Werkzeuge aus schwer bearbeitbaren Verbindungen schwer schmelzbarer Metalle oder Gemischen solcher Verbindungen mit leicht schmelzbaren Metallen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern fuer Werkzeuge aus schwer bearbeitbaren Verbindungen schwer schmelzbarer Metalle oder Gemischen solcher Verbindungen mit leicht schmelzbaren MetallenInfo
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- DE555228C DE555228C DEP57997D DEP0057997D DE555228C DE 555228 C DE555228 C DE 555228C DE P57997 D DEP57997 D DE P57997D DE P0057997 D DEP0057997 D DE P0057997D DE 555228 C DE555228 C DE 555228C
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- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22C—ALLOYS
- C22C1/00—Making non-ferrous alloys
- C22C1/04—Making non-ferrous alloys by powder metallurgy
- C22C1/05—Mixtures of metal powder with non-metallic powder
- C22C1/051—Making hard metals based on borides, carbides, nitrides, oxides or silicides; Preparation of the powder mixture used as the starting material therefor
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Formkörpern für Werkzeuge aus schwer bearbeitbaren Verbindungen schwer schmelzbarer Metalle oder Gemischen solcher Verbindungen mit leicht schmelzbaren Metallen Formkörper für Werkzeuge aus schwer bearbeitbaren Verbindungen schwer schmelzbarer Metalle oder Gemischen solcher Verbindungen mit leicht schmelzbaren Metallen werden vielfach aus pulverförmigem Ausgangsmaterial durch Pressen und Sintern hergestellt. Für die Herstellung von kompliziert gestalteten Formkörpern, die nicht oder nur sehr schwierig durch Pressen in der Endform erhalten werden können, wurde bereits vorgeschlagen, Preßkörper durch Vorsintern bei niedriger Temperatur in einen bearbeitungsfähigen festen Zustand zu bringen und, nach Bearbeitung mit einem Span abnehmenden Werkzeug, hochzusintern. Hierbei ist man gezwungen, auf genaue Einhaltung der Vorsinterungstemperatur zu achten, da der vorgesinterte Preßkörper bei zu niedriger Vorsintertemperatur beim Bearbeiten leicht brökkelt und bei zu hoher Vorsintertemperatur infolge übergroßer Härte eine wirtschaftliche Bearbeitung ausschließt.
- Diese bei der bisherigen Art der Herstellung der Formkörper entstehenden Schwierigkeiten und Übelstände lassen sich vermeiden, wenn erfindungsgemäß vorerst in das pulverförmige Ausgangsmaterial, das in bekannter Weise aus Carbiden schwer schmelzbarer Metalle oder Gemischen solcher Carbide mit leichter schmelzbaren Metallen, wie etwa Eisen, Kobalt oder Nickel, bestehen kann, vor oder nach dem Pressen ein bei gewöhnlicher Temperatur oder bei geringer Erhitzung eVstarrendes Bindemittel eingeführt und darauf der Preßkörper nach Erstarren des ihm eine hohe Festigkeit verleihenden Bindemittels durch mechanische Bearbeitung in die gewünschte Endgestalt übergeführt und dann endlich erst gesintert und zwar gleich hochgesintert wird. Die Beigabe. von erstarrungsfähigen Bindemitteln bei durch Pressen und Sintern zu erzeugenden Formkörpern ist zwar an sich bekannt. Bisher wurde jedoch das Bindemittel nur zugesetzt, um das Ausgangsmaterial bzw. den aus dem Ausgangspulver und dem Bindemittel hergestellten Preßkörper in plastischem Zustand verformen und damit in plastischem Zustand in die Endgestalt überführen zu können. Im vorliegenden Falle erfolgt demgegenüber die Beigabe des Bindemittels, um aus dem Ausgangsmaterial nach bewirktem Erstarren des Bindemittels ein starres, bearbeitungsfähiges Zwischenprodukt zu erzielen, wie es bisher nur durch Vorsintern erreichbar war. Dem so erzielten, starren und harten Zwischen- produkt können durch die anschließende mechanische--Bearbeitung "Formen, beispielsweise .scharfe Schneidkanten, gegeben werden, die durch plastische -Verformung eines mit einem Bindemittel versetzten Ausgangspulvers nicht erreichbar sind.
- Geeignet als solche zu einem starren bearbeitungsfähigen Zwischenprodukt führende Bindemittel sind vornehmlich in organischen oder anorganischen Flüssigkeiten gelöste oder suspendierte Klebstoffe, Harze, Lacke oder auch Kitte, wie etwa Gummiarabikum, Dextrin, Schellack, Cellon, Kolophonium. Als besonders vorteilhaft hat sich die Zumischung einer 1o- bis 3oprozentigen alkoholischen Scbellacklösung zu den pulverförmigen, schwer schmelzbaren Ausgangsmaterialien und auch die Tränkung von bereits aus dem pulverförmigen Ausgangsmaterial gepreßten Körpern mit einer derartigen Lösung erwiesen. Das Bindemittel braucht aber nicht unbedingt in gelöstem oder suspendiertem Zustande dem pulverförmigen, schwer schmelzbaren Ausgangsmaterial beigemischt zu werden; es känn beispielsweise auch ein gepulverter, bereits bei niedriger Temperatur erweichender Kleb- oder Verkittungsstoff, wie etwa Schellack, Kolophonium, leicht schmelzbare. Metalle oder Metalloide, dem pulver-, förmigen, schwer schmelzbaren Ausgangsmaterial beigemischt werden. In letzterem Falle wird dann nach Herstellung des Preßkörpers oder auch schon beim Pressen eine geringe, für das Vorsintern des Ausgangsmaterials jedoch bei weitem nicht ausreichende Erwärmung angewendet, um das eingebrachte Bindemittel vorübergehend in einen klebfähigen oder verkittungsfähigen Zustand zu bringen. Der durch das erstarrte Bindemittel in einen festen harten Zustand übergeführte Preßkörper kann, wie ein vorgesinterter harter Preßkörper, auf beliebige Weise mechanisch bearbeitet werden, beispielsweise durch Abdrehen, Bohren, Fräsen, Schleifen, Sägen und Feilen. Beim anschließend an die mechanische Bearbeitung des Preßkörpers stattfindenden Hdchsintern wird das beigegebene Bindemittel entweder vollkommen oder bis auf geringfügige, für das Fertigerzeugnis nicht schädliche Reste beseitigt.
- Das bei der mechanischen Bearbeitung abfallende Material kann bei der Herstellung weiterer Formkörper verarbeitet werden. Im Gegensatz zum bekannten Verfahren mit Vorsinterung wurde es keiner starken Erhitzung ausgesetzt, so daß seine Brauchbarkeit nicht beeinträchtigt wurde.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Formkörpern für Werkzeuge aus schwer bearbeitbaren Verbindungen schwer schmelzbarer Metalle oder Gemischen solcher Verbindungen mit leicht schmelzbaren Metallen durch Pressen und Sintern eines mit einem erstarrungsfähigen Bindemittel vermischten pulverförmigen Ausgangsmaterials, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßkörper nicht plastisch verformt, sondern nach Erstarren des zugegebenen Bindemittels durch mechanische Bearbeitung in die Endgestalt übergeführt und dann hochgesintert wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel im gelösten oder suspendierten Zustande dem pulverförmigen Ausgangsmaterial oder aber auch dem bereits gepreßten Körper einverleibt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein gepulvertes Bindemittel mit dem Ausgangspulver vermischt und während oder nach dem Pressen durch Wärmeeinwirkung in einen klebfähigen oder verkittungsfähigen Zustand übergeführt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP57997D DE555228C (de) | 1928-06-16 | 1928-06-16 | Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern fuer Werkzeuge aus schwer bearbeitbaren Verbindungen schwer schmelzbarer Metalle oder Gemischen solcher Verbindungen mit leicht schmelzbaren Metallen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP57997D DE555228C (de) | 1928-06-16 | 1928-06-16 | Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern fuer Werkzeuge aus schwer bearbeitbaren Verbindungen schwer schmelzbarer Metalle oder Gemischen solcher Verbindungen mit leicht schmelzbaren Metallen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE555228C true DE555228C (de) | 1932-07-19 |
Family
ID=7388866
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP57997D Expired DE555228C (de) | 1928-06-16 | 1928-06-16 | Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern fuer Werkzeuge aus schwer bearbeitbaren Verbindungen schwer schmelzbarer Metalle oder Gemischen solcher Verbindungen mit leicht schmelzbaren Metallen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE555228C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE973807C (de) * | 1942-04-19 | 1960-06-09 | Beteiligungs & Patentverw Gmbh | Verfahren zur Herstellung von harten und verschleissfesten Gebrauchsgegenstaenden |
| DE1178680B (de) * | 1952-09-11 | 1964-09-24 | Husqvarna Vapenfabriks Ab | Verfahren zum Herstellen von Formkoerpern aus Metallpulver |
| DE1281124B (de) * | 1964-10-09 | 1969-02-27 | Deutsche Edelstahlwerke Ag | Verfahren zur Herstellung von gegen Oxydation geschuetzten, lagerfaehigen Presskoerpern aus oxydationsempfindlichen Metallpulvern |
| DE4140656C1 (de) * | 1991-12-10 | 1992-09-10 | Alpine Ag, 8900 Augsburg, De |
-
1928
- 1928-06-16 DE DEP57997D patent/DE555228C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE973807C (de) * | 1942-04-19 | 1960-06-09 | Beteiligungs & Patentverw Gmbh | Verfahren zur Herstellung von harten und verschleissfesten Gebrauchsgegenstaenden |
| DE1178680B (de) * | 1952-09-11 | 1964-09-24 | Husqvarna Vapenfabriks Ab | Verfahren zum Herstellen von Formkoerpern aus Metallpulver |
| DE1281124B (de) * | 1964-10-09 | 1969-02-27 | Deutsche Edelstahlwerke Ag | Verfahren zur Herstellung von gegen Oxydation geschuetzten, lagerfaehigen Presskoerpern aus oxydationsempfindlichen Metallpulvern |
| DE4140656C1 (de) * | 1991-12-10 | 1992-09-10 | Alpine Ag, 8900 Augsburg, De | |
| US5377843A (en) * | 1991-12-10 | 1995-01-03 | Hosokawa Alpine Aktiengesellschaft | Classifying wheel for centrifugal-wheel air classifier |
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