DE215567C - - Google Patents

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DE215567C
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    • G01GWEIGHING
    • G01G21/00Details of weighing apparatus

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42/. GRUPPE
PAUL BUNGE in HAMBURG.
bei Präzisionswagen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. November 1908 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an Wagen speziell für wissenschaftliche Zwecke, um ein Herabfallen der Gehänge als auch des Wagebalkens zu verhüten.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in Fig. ι schaubildlich an einem Gehänge angebracht, während Fig. 2 die Sicherung an einem Wagebalken veranschaulicht.; Fig. 3 und 4 stellen zwei als Beispiel dienende Ausführungsformen der Sicherung in vergrößertem Maßstabe dar.
Wie bekannt, bestehen bei Wagen für wissenschaftliche Zwecke die Lager für die Mittel- und Endachsen des Wagebalkens aus plangeschliffenen Achatflächen, und es geschieht häufig, daß bei ungeübtem Manöverieren, besonders beim Aufstellen von Gegenständen auf die Wagschalen, die Gehänge angestoßen werden. Durch diesen Stoß fallen die Gehänge sehr leicht aus ihren Pfeilern oder von der Achse und werden durch den Sturz auf die in der Regel aus Glas bestehende Bodenplatte beschädigt; oder sie fallen auf die Achsen, welche bei mehrfacher Wiederholung dadurch unbrauchbar werden.
Der Zweck dieser Konstruktion ist, das Fallen der Gehänge durch Anbringung von geschlitzten oder zweiteiligen Verlängerungen der Pfeiler, welche die Gehänge nur beim Gleiten oder Fallen berühren können, auszuschließen und die Achsen vor Schaden zu bewahren.
Dieses wird dadurch erreicht, daß,
Fig. ι zeigt, die Pfeiler α des Gehänges b Verlängerungen c erhalten, die aus Rohrenden bestehen; welche auf den Durchmesser der Pfeiler α aufgepaßt werden' und unter dem Ruhepunkt der Gehänge b halb weggefeilt sind (vgl. Fig. ι und 3); doch können diese Verlängerungen auch andere Formen besitzen, z. B. U-förmig ausgefeilt sein und mit den Pfeilern α aus einem Stück bestehen.
Diese oben erwähnten Sicherungen finden vorzugsweise Anwendung bei den Gehängen einer Wage, während zur Verhütung eines Herunterfallens des Wagebaikens zweckmäßig die Sicherung c derart ausgebildet wird, daß die . rohrartige Verlängerung c einen Einschnitt e erhält, wie Fig. 4 veranschaulicht.
Der Wagebalken d ist, wie Fig. 2 zeigt, mit seinen beiden Seitenarmen g bei 0 gelagert. Um nun ein Herunterfallen' des Balkens zu verhüten, ist die geschlitzte Sicherung c derart angeordnet, daß die Seitenarme g des Wagebalkens d mit ihren Achatlagerungen 0 in dem Ausschnitt e der Sicherung c sich frei bewegen können, während bei einem etwaigen Herunterfallen aus ihrer Lagerung die beiden ' Seitenarme g die Sicherung berühren und somit festgehalten werden.
Diese Sicherung verhütet also sowohl bei arretierter wie auch bei schwingender Wage ein Herabfallen der Gehänge und des Wagebalkens. Die Entlastung der Wagebalkenschneide und die Arretierung des Wagebalkens
wie I erfolgt in bekannter Weise dadurch, daß der
Balken mit den Achatlagerungen ο durch einen Arretierungsmechanismus von dem Achatlager f abgehoben wird.

Claims (1)

  1. Patent-An SPEU ch:
    Vorrichtung zur Verhütung des Herabfallens der Gehänge und des Wagebalkens bei Präzisionswagen, dadurch gekennzeichnet, daß an den Pfeilern, welche zur Arretierung der Gehänge dienen, sowie an den Pfeilern, welche die Arretierung des Wagebalkens und die Entlastung der Mittelschneide bewirken, Sicherungen angebracht sind, welche so geschlitzt oder ausgefeilt sind, daß ein Herabfallen der Gehänge oder des Wagebalkens sowohl bei arretierter als auch bei schwingender Wage ausgeschlossen ist, die Gehänge und der Wagebalken jedoch frei zwischen den Schlitzen oder Ausfeilungen schwingen können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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