DE2154416C3 - Verfahren zur Herstellung von nicht staubendem und nicht-backendem Natriumchlorid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von nicht staubendem und nicht-backendem Natriumchlorid

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DE2154416C3
DE2154416C3 DE19712154416 DE2154416A DE2154416C3 DE 2154416 C3 DE2154416 C3 DE 2154416C3 DE 19712154416 DE19712154416 DE 19712154416 DE 2154416 A DE2154416 A DE 2154416A DE 2154416 C3 DE2154416 C3 DE 2154416C3
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sodium chloride
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mineral oil
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Gerhard Dipl.-Chem. Budan
Otto Schebek
Arno Dr.-Ing. Singewald
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K3/00Materials not provided for elsewhere
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D3/00Halides of sodium, potassium or alkali metals in general
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Description

Die Herstellung von nichtstaubendem und nichtbakkendem Natriumchlorid oder natriumchloridhaltiger Gemische ist eine wichtige Aufgabe der Technik, da solche Produkte in der Praxis in großen Mengen verwendet werden, wie z. B. als Straßenstreusalze.
Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung von nichtstaubendem und nichtbackendem Natriumchlorid bzw. Natriumchlorid enthaltenden Gemischen mit Gehalten an Calcium- und/oder Magnesiumchlorid und Mineralöl gefunden. Danach wird auf das zentrifugen- bzw. filterfeuchte Natriumchlorid bzw. das natriumchloridhaltige Gemisch eine Emulsion einer Mischung aus 50 bis 200 g/t Fettsäureaminen und 100 bis 400 g/t Mineralöl in 2 bis 10 l/t einer 300 bis 400 g/t MgCI2 enthaltenden Magnesiumchoridlösung aufgebracht und das erhaltene Produkt bei einer Guttemperatur von etwa 100° C bis zu einer Restfeuchte von etwa 0,2 bis 0,5 Gew.-% getrocknet.
Es ist bereits bekannt, feinkörnige Stoffe mit langkettigen, aliphatischen Aminen der Kettenlänge von C 10 bis C 25 zu behandeln. Ein solches Verfahren für die Verhinderung des Zusammenbackens von Harnstoff ist durch die Auslegeschrift 11 57 600 bekanntgeworden.
In Auslegeschrift 10 75 642 wird vorgeschlagen, das Zusammenbacken von Stoffen durch Überziehen eines jeden Kornes mit einem gleichmäßigen und zusammenhängenden Aminfilm zu verhindern. Für diesen Zweck sollen kationenaktive Amine bzw. deren Salze oder Fettsäuren mit 6 bis 22 C-Atomen oder Gemische dieser Stoffe unter Verwendung 25 bis 75%iger Lösungen bei einer Behandlungsterrperatur von 65 bis 121° C verwendet werden. Als Lösungsmittel für diese Amine sind aliphatische Nitrile vorgesehen.
Die Herstellung der Emulsion zur Durchführung des Verfahrens der Erfindung erfolgt in bekannter Weise. Eine vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, daß zunächst eine Mischung der Fettsäureamine und des Mineralöls hergestellt und diese bei Raumtemperatur mit der Erdalkalilösung unter Bildung einer für die Anwendung ausreichend stabilen Emulsion gerührt wird.
Die Emulsion hat eine milchige Konsistenz und kann in einfacher Weise bei Raumtemperatur auf Natriumchlorid oder natriumchloridhaltige Gemische aufgebracht werden, insbesondere durch BesDrühen und Vermischen. Es entfällt damit die Anwendung schwerer herstellbarer Lösungsmittel, wie Nitrile, deren Rückgewinnung nach der Behandlung nicht möglich ist. Ebenso entfällt die Notwendigkeit, die Emulsion aus den angegebenen StoFfen heiß anzuwenden, wie beispielsweise geschmolzene Amine.
Zum Nachweis der nichtbackenden Wirkung wird der Zertrümmerungsdruck als Durchschnittswert von drei Messungen in kg/cm2 ermittelt. Zur Feststellung des Zertrümmerungsdruckes wird folgende Methode angewendet:
Die zu untersuchenden Preßkörper bestehen aus Zylindern mit 6 cm Durchmesser und 20 cm2 Oberfläche. Diese werden 4 Stunden mit Luft mit 85% relativer Feuchtigkeit und danach 20 Stunden mit getrockneter Luft mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 800 l/h unter einer Belastung von 1 kg/cm2 behandelt. Danach erfolgt die Messung des Zertrümmerungsdruckes, welcher den Daick darstellt, bei dem der Körper zertrümmert wird.
Die nachfolgende Tabelle zeigt das Ergebnis des Messung des Zerträmmerungsdruckes.
Es wurden ein NaCl-haltiges Gemisch, bestehend aus einem Kristallisat aus 36% NaCl und 64% KCI, verwendet, welches 80% Feinanteile unter 0,2 mm enthält.
Behandlungsmittel g/t Zertrtimmerungs-
druck
(l/t) (kg/cm2)
1. Unbehandelt 2,5
2. Emulsion aus einer 41
MgCh-Lösung mit
350 g/l MgCh!
Cocosfettsäuieamin 100 1,0
Dieselöl 200
3. Calciumchloridlösung 41
(300 g/l)
Cocosfettsäuteamir 100 0,85
Dieselöl 200
Weiter wurde ein Natriumchlorid in Form von Rohsalz der Korngröße von etwa 0,2 bis 0,55 mm verwendet
Behmdlungtmiltel
8/t (l/t)
Zertrümmerungsdruck
(kg/cm*)
1. Unbehandelt 0,7
2. Emulsion aus einer 4 1
CaCb- Lösung
Cocosfettsäureamin 100 0,15
Dieselöl 200
Hieraus ist ersichtlich, daß das erfindungsgemäß zu verwendende Mittel das Verbacken des Natriumchlorids selbst unter diesen erschwerten Bedingungen mit Sicherheit verhindert. Das erfindungsgemäß hergestellte Natriumchlorid oder natriumchloridhaltige Gemisch bietet den weiteren Vorteil, daß es bei der Handhabung, insbesondere beim Transport und beim Ausbringen, wie z. B. beim Ausstreuen, nicht staubt, obwohl dieses Produkt beträchtliche Mengen Feinanteile unter 0,2 mm enthält. Es ist somit nicht mehr erforderlich, diese Feinanteile abzutrennen und auszuscheiden, um durch diese zusätzliche Maßnahme ein nichtstaubendes
Produkt zu erhalten. Ebensowenig ist es notwendig, für die Herstellung der bei Raumtemperatur anzuwendenden Emulsion aufwendig herzustellende Lösungsmittel, wie Nitrile oder Alkohole, zu verwenden.
Aus der DE-AS 10 84 289 ist ein Streumittel aus Steinsalz vorbekannt, welches CaCb- und/oder MgCb und gegebenenfalls Mineralöl enthält. Für diese Mischung von etwa 90% NaCl und etwa 10% Erdalkalisalz ist die Verwendung trockener Salze Voraussetzung, da Mineralöl auf feuchten Salzen keinen einheitlichen Ölfilm bildet.
Da CaCh und MgCb hygroskopisch sind, ist es in der Praxis schwierig, Mineralöl gleichmäßig auf dieser Salzmischung zu verteilen.
Die DE-AS 12 44 748 und 12 51 725 empfehlen ein Verfahren zur Verminderung der Backtendenz von NaCI oder NaCl-haltigen Stoffgemischen, wonach e'm Umsetzungsprodukt aus äquivalenten Mengen von Fettsäure, Ammoniak, Harnstoff bei Temperaturen zwischen 100 und 2000C als Antibackmittel eingesetzt und durch Vermischen oder Besprühen aufgebracht wird. Derartige Umsetzungen ergeben heterozyklische Produkte, wie Cyanursäure-Verbindungen, die keine Fettsäue oder Fettsäureamine sind.
Dagegen gestattet die Anwendung der Emulsion gemäß der Erfindung, Erdalkalien sogar als Lösungen in Verbindung mit Mineralöl durch die kombinierte Anwendung als Emulsion mit Fettsäureaminen auf NaCI oder NaCl-haltige Gemische durch Besprühen und Vermischen gleichmäßig aufzubringen. Für die Herstellung von nichtstaubendem und nichtbackendem Natriumchlorid oder natriumchloridhaltigen Gemischen bedeutet die Verwendung der Emulsion aus den Stoffen gemäß der Erfindung einen erheblichen technischen Fortschritt, da die NaCI-Basis nicht besonders getrocknet werden muß und sogar die Verwendung von filter- bzw. zentrifugenfeuchtem Ausgangsstoff möglich ist.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von nichtstaubendem und nichtbackendem Natriumchlorid bzw. Natriumchlorid enthaltenden Gemischen mit Gehalten an Calcium- und/oder Magnesiumchlorid und Mineralöl, dadurch gekennzeichnet, daß auf das zentrifugen- bzw. filterfeuchte Natriumchlorid bzw. das Natriumchlorid enthaltende Gemisch eine Emulsion einer Mischung aus 50 bis 200 g/t Fettsäureaminen der Kettenlänge von C12—C-,s und 100 bis 400 g/t Mineralöl in 2 bis 10 l/t einer 300 bis 400 g/I MgCb enthaltenden Magnesiumchloridlösung aufgebracht und das erhaltene Produkt bei einer Guttemperatur von etwa 1000C bis zu einer Restfeuchte von etwa 0,2 bis 0,5 Gew.-% getrocknet wird.
DE19712154416 1971-11-02 1971-11-02 Verfahren zur Herstellung von nicht staubendem und nicht-backendem Natriumchlorid Expired DE2154416C3 (de)

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DE2154416A1 DE2154416A1 (de) 1973-05-17
DE2154416B2 DE2154416B2 (de) 1977-11-10
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FR2806735B1 (fr) * 2000-03-21 2005-04-29 Meac Sa Nouveaux agents et compositions antipoussieres, leur procede d'obtention et nouvelles utilisations notamment dans l'amendement des sols

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