DE215419A - - Google Patents
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Description
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8«. GRUPPE
EDUARD ESSER & CIE,
G.m.b.H. in GÖRLITZ.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Färben von Textilgut mit kreisender
Flotte und gehört zu denjenigen bekannten Vorrichtungen, bei welchen eine fortdauernde
Bewegung des in einer Drehtrommel befindlichen Textilgutes innerhalb der Behandlungsflüssigkeit stattfindet, während gleichzeitig die
Flotte noch durch das Textilgut kreist.
Den bekannten Vorrichtungen gegenüber hat
ίο der Erfindungsgegenstand die Eigentümlichkeit,
daß bei fortdauernder Bewegung der Drehtrommel nur ein bestimmter abgegrenzter Teil des
Bottichs von strömender Flotte, ein anderer Teil dagegen von vollständig ruhender Flotte
erfüllt ist. Das durch Eängsscheidewände in der Trommel abgetrennte Textilgut wird innerhalb
der unter Atmosphärendruck stehenden Flüssigkeit im Behandlungsbehälter so bewegt,
daß es abwechsend und fortdauernd in den stillstehenden Teil und in den strömenden Teil
der Flotte gebracht wird. Das mehr oder weni-
' ger festgelegte Gut wird also in der einen Periode seiner Bewegung in dem Bottich von
der nach einer oder abwechselnd beiden Richtungen getriebenen Flotte durchströmt, kommt
aber dann in den von ruhender Flotte erfüllten Teil des Bottichs, so daß auch der Flottendruck
in diesem Zeitpunkte nicht auf das in ruhender Flotte befindliche Gut einwirkt. Infolgedessen
kann das Gut während dieser Periode seiner Bewegung in dem Bottich sich
ausdehnen und lockern.
Die neue Vorrichtung benutzt die bekannte, mit Längsscheidewänden versehene, innerhalb
eines Bottichs wagerecht drehbar gelagerte Drehtrommel mit hohler gelochter Achse. Diese
hohle Achse ist vorliegender Erfindung gemäß auf einer festen röhrenförmigen Welle gelagert,
die in der Längsrichtung nur einseitig Durchbrechungen aufweist. Der Behandlungsbottich 4^
mit der in ihm befindlichen Flotte wird durch diese Ausbildung und Lagerung der Drehtrommel
gewissermaßen in zwei Hälften geteilt, in eine mit strömender und in eine mit ruhender
Flüssigkeit. Es muß also, wenn die Trommel sich ständig dreht, die Flotte nur durch den
jeweils der durchbrochenen Seite des feststehenden inneren Rohres zugekehrten Teil des Textilgutes
kreisen, während die übrigen Teile des Arbeitsgutes sowie der Flotte in Trommel und
Bottich von dieser Strömung unbeeinflußt bleiben.
Die Durchströmung des Textilgutes nur während eines Teiles der Dauer des Färbeprozesses
genügt nach den gemachten Versuchen vollkommen zur gleichmäßigen Durchfärbung des
losen Gutes. Dabei wird dem Arbeitsgut seine Qualität, Festigkeit und Walkfähigkeit naturgemäß
mehr erhalten, als wenn während der ganzen Dauer des Färbevorganges das Textilgut
dauernd und ohne Unterbrechung immer schärfer zusammengepreßt wird und zusammengepreßt
bleibt. Hierzu kommt noch, daß die Behandlung des Textilgutes mit teilweise ruhender
und kreisender Flotte nach der Erfindung in einem offenen Behälter vor sich geht, die
ruhende Flüssigkeit also unter Atmosphärendruck steht und nur der jeweils abgegrenzt von
der bewegten Flotte durchströmte Teil unter dem Drucke der kreisenden Flotte steht. Auch erfordert
die Durchströmung immer nur eines Teiles des in einer Drehtrommel befindlichen Textilgutes durch die Flotte wie beim Erfindungsgegenstand keinen großen Kraftaufwand, da
das Gut zufolge des fortlaufenden Wechsels von Ruhe und Bewegung durch die Flotte
locker bleibt und der Durchströmung der
jo Flotte nur geringen Widerstand entgegensetzt.
Auf beiliegender Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen der neuen Vorrichtung dargestellt.
In einem Holzbottich α (Fig. ι und 2) ist ein
Kupferrohr b horizontal fest angeordnet, dessen untere Hälfte gelocht ist; um dieses Rohr drehbar
ist als Materialträger angeordnet eine durch radiale Zwischenwände in mehrere Abteilungen
. geteilte Trommel Der untere Teil des Bottichs ist mit dem Mittelrohr seitlich durch ein verti-.
kales Rohr verbunden; eine in dieses eingeschaltete Pumpe oder ein Propeller c bewirken
bei gefülltem Bottich eine Flottenbewegung vom Mittelrohr durch Verbindungsrohr und
Pumpe zum Unterteil des Bottichs und weiter durch die Siebwände der Trommel nebst Inhalt
zum Mittelrohr oder umgekehrt, wenn die Pumpe oder der Propeller umgeschaltet werden.
Durch die Drehung der Trommel wird das zu bearbeitende Textilgut zeitweilig der Einwirkung
der kreisenden Flotte entrückt, folgt frei schwebend und schwimmend der Bewegung
der Trommel durch den oberen Teil des Bottichs mit ruhender Flotte, um an der entgegengesetzten
Seite wieder in den Bereich der kreisenden Flotte zu gelangen und wieder von dieser durchdrungen
zu werden.
Der Antrieb der Trommel erfolgt in an sich bekannter Weise dadurch, daß auf einer mittels
Stopfbüchse e in den Bottich geführten Welle f
außerhalb des Bottichs ein geeignetes. Antriebsschneckenrad g befestigt ist, während innerhalb,
des Bottichs mit dieser Welle der Materialbehälter geeignet verkuppelt ist (Fig. 3).
Die in Fig. 3 und 4 gezeichneten Ausführungsformen unterscheiden sich von der eben beschriebenen
lediglich dadurch, daß von dem Mittelrohr b ein Rohr d nach der außerhalb
des Bottichs stehenden Pumpe c führt.
Fig. 5 und 6 zeigen die Benutzungsweise der neuen Vorrichtung nach Fig. 4, sofern zwei
dieser Vorrichtungen zur Verfügung stehen. Wie durch die eingezeichneten Pfeile ersichtlich
gemacht, können beide Vorrichtungen gleichzeitig arbeiten, indem sie in an sich für
ähnliche Färbevorrichtungen mit kreisender Flotte bekannter Weise durch Rohr- und Hahnverbindungen
mit der Pumpe geeignet in einen Kreislauf geschaltet sind. Es können jedoch auch die Weghähne i und k derart eingestellt
werden, daß der eine Bottich ganz ausgeschaltet ist und entleert oder beschickt werden kann,
während die Arbeit in dem anderen Bottich ungestört vor sich geht. Schließlich ist es aber
auch möglich, die Flotte aus dem einen Bottich in den anderen behufs Weiterverwertung überzupumpen.
Die Pumpe kann in diesem sowie in allen vorher beschriebenen Fällen durch einen Propeller oder, für den Fall ein besonderer
Antrieb für Pumpe oder Propeller nicht vorhanden ist, durch . eine Dampfstrahlpumpe
ersetzt werden.
Diese besondere Ausbildung der Färbevorrichtung mit zwei in einen Kreislauf geschalteten
Bottichen und auch die Art der zur Flottenbewegung vorgesehenen Pumpe bilden keinen
Teil der Erfindung.
Claims (1)
- Patent-An SPRU ch:Vorrichtung zum Färben von Textilgut mit kreisender Flotte, bestehend aus einer in einem offenen Bottich wagerecht gelagerten, mit Längsscheidewänden versehenen, gelochten Drehtrommel mit hohler gelochter Achse, dadurch gekennzeichnet, daß die hohle gelochte Achse der Drehtrommel auf einer feststehenden rohrförmigen Welle (b) gelagert ist, die in der Längsrichtung nur einseitig Durchbrechungen aufweist, so daß bei ständig gedrehter Trommel die Flotte nur durch den jeweils der durchbrochenen Seite des feststehenden inneren Rohres zugekehrten und durch die Längsscheidewände abgetrennten Teil des Textilgutes kreist, während die übrigen Teile des Arbeitsgutes sowie der unter Atmosphärendruck stehenden Flotte in Trommel und Bottich von dieser Strömung unbeeinflußt bleiben.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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