DE2147183C3 - Injektionsspritze mit einer Kanuten halte vorrichtu ng - Google Patents
Injektionsspritze mit einer Kanuten halte vorrichtu ngInfo
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Description
40
Die Erfindung betrifft eine Injektionsspritze mit einer Kanülenhaltevorrichtung, die zugleich zum Aufnehmen
und Abwerfen von einen ebenen Anlageteller aufweisenden Kanülen geeignet ist, zu diesem Zweck
einen Schenkel besitzt, der in Haltestellung der Kanülenhaltevorrichtung den Teller am Kanülenfuß an die
Abschlußfläche des Spritzenmundstücks andrückt, und die mit einem zweiten Schenkel am Spritzenrnundstüek
angebracht ist und mit einem Betätigungshebel, der an der Kanülenhaltevorrichtung angreift.
Injektionsspritzen der vergenannten Art, wie sie z. B.
aus den deutschen Patentschriften 10 04 344 und 08 879 bekanntgeworden sind, haben den Vorteil,
daß der sogenannte Hughessche Absetzfehler vermieden wird, der auf die beim Abziehen der Konuskanüle
vom Spritzenmund entstehende Saugwirkung zurückzuführen ist. Die bekannten Injektionsspritzen der hier
in Frage stehenden Art haben jedoch einen relativ komplizierten Aufbau, ihre Herstellung ist verhältnis
mäßig teuer. Die Erfindung will hier Abhilfe schaffen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht demgemäß darin, eine Injektionsspritze der hier in Frage
stehenden Art zu schaffen, die im Aufbau einfach ist und deren Herstellung mit wesentlich weniger Kosten
verbunden ist als bei den bekannten vergleichbaren Anordnungen, ohne daß hierbei die Funktion in irgendeiner
Weise beeinträchtigt wird.
Zu dem obengenannten Zweck ist gemäß der Erfindung bei der neuen injektionsspritze vorgesehen, daß
die beiden Schenkel zu einem U-förmigen, quer zur Längsmittelachse der Kanüle verlaufenden Bügel mit
zusammenfedernden Schenkeln verbunden sind, wobei der spritzenseitige Schenkel am Spritzenmundstück
starr befestigt ist, und daß der Betätigungshebel mit seinem einen Ende mit dem kanülenseitigen Schenkel
des Bügels verbunden ist und durch einen Längsschlitz des anderen Schenkels des Halterungsbügels hindurchgreift.
Eine in der oben beschriebenen Weise aufgebaute Injektionsspritze hat den Vorteil, daß sie einen wesentlich
einfacheren Aufbau besitzt, daß man nunmehr alle Teile aus rost- und säurebeständigem Material herstellen
kann und daß schließlich keine )usuerimg der Teile
erforderlich ist, weil infolge der neuen Konstruktion die Teile sich von selbst in ihre richtige Lage einstellen.
Der Bügel in U-Form kann nunmehr aus V2A-Stahl hergestellt werden, der federhart gewalzt ist und in
zwei Arbeitsgängen, Stanzen und Prägen, in die gewünschte Form gebracht wird. Diese Ar; der Herstellung
macht es also möglich, V2A-Stahl zu verwenden, was einerseits die Herstellung vereinfacht und andererseits
eine Garantie dafür darstellt, daß die Anordnung rost- und säurefest ist. Schließlich besteht ein weiterer
Vorte' des Erfindungsgegenstandes darin, daß nunmehr die Säuberung wesentlich einfacher und schneller,
mit einigen Handgriffen, vorgenommen werden kann. Bei alledem ist natürlich Gewähr dafür vorhanden, daß
der Hughessche Absetzfehler vermieden wird.
Eine hinsichtlich des Aufbaus und der Herstellung besonders vorteilhafte Konstruktion ergibt sich gemäß
einer Weiterbildung der Erfindung dadurch, daß der spritzenseitige Schenkel am Halterungsbügel in einer
Ausnehmung des Spritzenmundstücks gehalten ist, wobei zweckmäßigerweise ein Zusatzteil vorgesehen sein
kann, nämlich eine als Blattfeder ausgebildete Abscherfeder, die U-Form hat, mit ihrem einen Schenkel am
Halterungsbügel oder am Spritzenmundstück befestigt ist und sich mit ihrem anderen Schenke! am Kanülenfuß
von der Seite her abstützt, wobei dieses Ende der Feder das Bestreben hat, die Kanüle von ihrer Halterung
in einer Bewegung parallel zur Abschlußebene des Spritzenmundstücks abzuschieben.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Gegenstandes
der Erfindung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine Injektionsspritze gemäß der Erfindung in
Seitenansicht in Teildarstellung und in einem axialen senkrechten Schnitt,
F i g. la eine Variante zu der Anordnung nach F i g. 1 in einer Seitenansicht in Teildarstellung und in einem
senkrechten Schnitt,
F i g. 2 die Anordnung nach F i g. 1 in einer Draufsicht,
F i g. 3 die Anordnung nach F i g. 1 in derselben Darstellungsweise
wie Fig. I, wobei jedoch die Kanüle entfernt worden ist.
Bei der Anordnung nach F i g. 1 besitzt die Injektionsspritze,
von welcher ein Teil des Glaszylinders \b und des Zylinderbehälters Xa sowie das Spritzenmundstück
3 sichtbar sind, eine Kanülenhaltevorrichtung, wobei die Kanüle bei 21 dargestellt ist (Fig. 2). Die
Haltevorrichtung ist hierbei so ausgebildet, daß sie in ihrer wirksamen Stellung (Haltestellung) die Kanüle
mit der Injektionsspritze fest verbindet und bei Betäti-
gung in ihre unwirksame Stellung überführt wird, in der
sie die Kanüle freigibt, wobei gleichzeitig; die Kanüle von der Spritze durch eine Abscherhewegung gemäß
Pfeil I abgeworfen wird. Die Haltevorrichtung enthält einen Halterungsbügel 1, der die Gestalt eines U hat.
dessen Schenkel 4 am Zylinderbehälter la der Sp.itze befestigt ist, während der der Spritze abgewandte
Schenkel 6 des U am Kanülenfuß 5a oberhalb des Tellers 5 angreift. Dieser Schenkel ist gabeltörmig ausgebildet,
wie insbesondere auch aus F i g. 2 hervorgeht, und greift mil seinen beiden Zinken 6a, 6b, die zwischen
sich einen Längsschlitz 6c bilden, am Kanülenfuß an, den er von einander gegenüberliegenden Seiten umgreift.
Der Halterungsbügel 1 besitzt also einen federnden Haltearm 6, der in seiner wirksamen Stellung am
Kanülenfuß 5a angreift und hierbei den Teller 5 am unteren Ende des Kanülenfußes mit einer Anlageffäche,
die parallel zur Abschlußfläche 3a des Spritzenmundstücks 3 verläuft, an diese etwa in Richtung rechtwinklig
zu ihr, also etwa gemäß Pfeil 11 anpreßt. Dieser Halterungsbügel bzw. sein federnder Haliearm 6 kann von
Hand in die unwirksame Stellung übergeführt werden, in der er den Kanülenfuß freigibt und aus der er wiederum
selbsttätig in seine wirksame Stellung zurückgeführt werden kann. Um die Wirkung der Befestigung
und des Auslassens in der oben beschriebenen Art zu gewährleisten, sind die beiden Schenkel 4 und 6 der den
Halterungsbügel 1 darstellenden U so ausgebildet, daß sie gegeneinander federn, wobei sie bestrebt sind, sich
einander zu nähern. Diese beiden Schenkel sind verschieden lang und verschieden breit, hierbei ist der
spritzenseitige Schenkel 4 langer und breiter als der andere Schenkel 6. Dieser spritzenseitige Schenkel 4
des Halterungsbügels 1 greift in eine z. B. ringförmige Ausnehmung Aa am bügelseitigen Ende des Zylinderbehälters
Xa ein und wird in dieser Ausnehmung gehalten, wobei er zweckmäßigerweise, wie wiederum aus
F i g. 2 am besten hervorgeht, die Gestalt einer Gabel mit zwei Zinken hat, welche die zentrale Partie des Zylinderbehälters,
die von der Ausnehmung umgeben ist, von einander gegenüberliegenden Seiten her umgreift.
Bei Betätigung des Halterungsbügels werden dessen Schenkel voneinander entfernt. Zu diesem Zweck ist
ein Betätigungshebel 7 vorgesehen, der mit seinem einen Ende bei 9 mit dem kanülenseitigen Schenkel 6
des Halterungsbügels verbunden ist und durch einen Liingsschlitz 10 des anderen Schenkels 4 des Halterungsbügels
hindurchgeht und dessen anderes Ende zur Betätigung dient. Bei der in F i g. \ gezeigten Anordnung
hält der Schenkel 6 des Halterungsbügels 1 den
Teuer 5 des. KanüicnfuScs 5a der Kanüle 2! fest und
preßt ihn gegen die Abschlußfläche 3a der Abschlußkappe 3 des Spritzenbehälters. Wenn man den Hebel 7
gemäß Pfeil IH betätigt, wird der Schenkel 6 entgegen der Federkraft, gewissermaßen entgegen dem Uhrzeigersinn,
verschwenkt, so daß er den Kanülenfuß freigibt. Bei waagerechter Lage der Kanüle, wie sie normal
ist, fällt dann die Kanüle gemäß Pfeil 1 ab, es wird auf diese Weise die Entstehung eines Soges vermieden, mit
dem eventuell Blut aus dem geimpften Körper in den Spritzenbehälter eingesaugt werden könnte.
In der Regel reicht eine Anordnung mit einem Halterungsbügel,
wie er oben beschrieben worden ist, aus. Bei der Ausführungsform nach Fig.1. ist zusätzlich
noch der Haltevorrichtung eine als Blattfeder ausgebildete Abscherfeder 11 zugeordnet, die die Gestalt eines
U hat, dessen beide Schenkel parallel zueinander, jedoch verschieden lang sind und rechtwinklig zur Längsachse
des Zylinderbehälters verlaufen, wobei der kanülenseitige: Schenkel länger als der andere Schenkel
ist. Mit ihrem einen Ende ist diese Abscherfeder am Halterungsbügel oder am Zylinderbehälter la der
Spritze befestigt — bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel an der Abschlußkappe 3
des Behälters —, und mit ihrem anderen Ende stützt sich die Feder am Kanülenfuß von der Seite her ab,
wobei dieses Ende der Feder das Bestreben hat, die Kanüle von ihrer Halterung in einer Bewegung parallel
zur Abschlußebene der Spritzenmündung abzuschieben. Bei der Ausführungsform nach F i g. la ist eine solche
Abscherfeder nicht vorhanden, hier ist vielmehr nur der U-förmige Halterungsbügel Γ vorgesehen, dessen
Schenkel 4' am Zylinderbehälter der Spritze befestigt ist und dessen Schenkel 6' den Kanülenfuß 5' festhält
und an die Mündung des Behälters anpreßt. 7' ist der Betätigungshebel, bei dessen Betätigung im Uhrzeigersinn
der Schenkel 6' den Kanülenfuß 5' freigibt, so daß er von der Abschlußfläche der Mündung 3' abfallen
kann. Hier ist die Mündung 3' des Behälters von einer Kappe 3'a aus Kunslstoffmaterial. Auf diese Weise
wird erreicht, daß der Kanülenfuß 5' an einer Fläche eines Stückes aus Kunststoffmaterial anliegt, die so
nachgiebig ist, daß eventuell Unebenheiten an den aneinander anliegenden Flächen ausgeglichen werden
können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Injektionsspritze mit einer Kanülenhaltevor-
r richtung, die zugleich zum Aufnehmen und Abwerfen
von einen ebenen Anlageteller aufweisenden Kanülen geeignet ist, zu diesem Zweck einen
Schenkel besitzt, der in Hallestellung der Kanülenhaltevorrichtung
den Teller am Kanülenfuß an die Abschlußfläche des Spritzenmundstücks andrückt. und die mit einem zweiten Schenkel am Spritzenmundstück
angebracht ist und mit einem Betätigungshebel, der an der Kanülenhaltevorrichtung angreift,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schenkel (4, 6) zu einem U-förmigen. quer
zur Längsmittelachse der Kanüle (21) verlaufenden Bügel (I) mit zusammenfedernden Schenkeln verbunden
sind, wobei der spritzenseitige Schenkel (4) am Spritzenmundstück (3) starr befestigt ist, und
daß der Betägigungshebel (7) mit seinem einen Ende mit dem kanülenseitigen Schenkel (6) des Bügels
verbunden ist und durch einen Längsschlitz des anderen Schenkels (4) des Halterungsbügels hindurchgreift.
2. Injektionsspritze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der spritzenseitige Schenkel (4)
des Halterungsbügels (1) in einer Ausnehmung des Spritzenmundstücks gehalten ist.
3. Injektionsspritze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß dtr Kanülenhaltevorrichtung eine als Blattfeder ausgebildete Abscherfeder
(11) zugeordnet ist, die U-Form hat, mit ihrem
einen Schenkel am Halterungsbügel (1) oder am Spritzenmundstück (3) befestigt ist und sich mit ihrem
anderen Schenkel am Kanülenfuß (5a) von der Seite her abstützt, wobei dieses Ende der Feder das
Bestreben hat, die Kanüle von ihrer Halterung in einer Bewegung parallel zur Abschlußebene des
Spritzenmundstücks (3) abzuschieben.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712147183 DE2147183C3 (de) | 1971-09-22 | Injektionsspritze mit einer Kanuten halte vorrichtu ng |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712147183 DE2147183C3 (de) | 1971-09-22 | Injektionsspritze mit einer Kanuten halte vorrichtu ng |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2147183A1 DE2147183A1 (de) | 1973-04-05 |
| DE2147183B2 DE2147183B2 (de) | 1975-07-17 |
| DE2147183C3 true DE2147183C3 (de) | 1976-02-26 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6247592B1 (en) | 1996-06-21 | 2001-06-19 | Bio-Plexus, Inc. | System for disposal of contaminated medical products |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6247592B1 (en) | 1996-06-21 | 2001-06-19 | Bio-Plexus, Inc. | System for disposal of contaminated medical products |
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