DE2141237A1 - Verlegen von Boden metallurgischer Ofen - Google Patents
Verlegen von Boden metallurgischer OfenInfo
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Description
!THOMAS' IvIARSHALL & COMPAIiY (LOXLEY) LIMITED
loxley, England
Verlegen von Böden metallurgischer Öfen
Priorität: 18. August 1970 / England Anmelde-ITr.: 39 726/70
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verlegen eines Bodens für einen metallurgischen Ofen, insbesondere
einen Hochofen.
Besonders wichtig ist ess Oberflächen innerhalb
sehr enger Toleranzgrenzen absoluter Ebenheit (das heißt innerhalb von +0,5 mm) über große Flächen hinweg, beispielsweise
mit einem Durchmesser von 15,24 m (50 Fuß) verlegen zu können, und zwar insbesondere wenn ein Boden
eines Hochofens verlegt wird. Da Hochöfen besonders
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hoch sind, ergeben sich unweigerlich "beim Bauen des
Ofens Schwierigkeiten, wenn nicht die untersten Schichten der feuerfesten Blöcke absolut flach verlegt v/erden,
da die Blöcke bei Fortschritt des Bauwerks, immer mehr
außer Reihe geraten.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, diese Schwierigkeiten zumindest weitgehend zu mildern«
Gemäß einem Gesichtspunkt der Erfindung wird ein Verfahren zum Verlegen eines Bodens eines metallurgischen
Ofens innerhalb sehr enger Toleranzgrenzen absoluter Ebenheit geschaffen, welches sich dadurch auszeichnet,
daß zunächst mehrere Bezugselemente in der erforderlichen Genauigkeit im Abstand voneinander über die zu
bedeckende fläche hinweg verlegt werden und daß anschließend
Zwischenelemente zwischen den Bezugselementen
verlegt-;:· werden, wobei eine gerade Kante zum Überbrücken
der Bezugselemente und zum Anzeigen der Höhe, auf der die Zwischenelemente zu verlegen sind, verwendet wird.
Die Bezugselemente und/oder die Zwischenelemente können Fliesen sein.
Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der Erfindung
v/ird ein metallurgischer Ofen geschaffen, dessen Boden gemäß dem oben beschriebenen Verfahren innerhalb sehr
enger Toleranzgrenzen absoluter Ebenheit verlegt wurde.
Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der Erfindung wird ein Verfahren geschaffen, mit dein die Passung mehrerer
ineinandergreifender, feuerfester Blöcke sum Bau oder zur Auskleidung eines metallurgischen Ofens geprüft wird.
Bei diesem Verfahren wird zunächst eine Bezugsunterlage innerhalb sehr enger l'oleranzgrenzen absolutez* Ebenheit
als Fundament für die Blöcke verlegt. Das Verlegen dieser
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Bezugsunterlage selbst sieht vor, zunächst mehrere Bezugselemente mit dem erforderlichen Grad an Genauigkeit
an im Abstand voneinander liegenden Stellen über die zu verlegende Fläche hinweg zu verlegen und anschließend
Zwischenelemente zwischen den Bezugselementen zu verlegen, wobei eine gerade Kante zum Überbrücken der
Bezugselemente und zum Anzeigen der Höhe? in der die
Zwischenelemente zu verlegen sind, verwendet wird. Auch hier können die Bezugselemente und/oder die Zwischenelemente
Fliesen sein.
Vorzugsweise werden die Bezugselemente mit dem nötigen Grad an Genauigkeit unter Verwendung einer
optischen Vorrichtung verlegt, die auf einem stabilen Untergestell um eine senkrechte Achse drehbar angebracht
ist, wobei Vergleiclisablesungen der Höhe einer aufrechten Anzeigevorrichtung vorgenommen werden können, die nacheinander
an den Bezugselementen anbringbar ist«
Die Erfindung und vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand von schematischen
Zeichnungen eines Ausfülirungsbexspiels näher erläutert«
Fig, 1 ist eine perspektivische Ansicht einer Vox-richtung, die zur Verwendung beim Verlegen eines
Fliesenbodens nach dem erfindungsgemäßen Verfahren geeignet ist;
Fig. 2 zeigt einen Arbeiter, der das Verlegen des Bodens durchführt.
Die in Fig* 1 gezeigte* insgesamt mit 10 bezeichnete
Vorrichtung umfaßt eine optische Vorrichtung 12, die auf einem stabilen· Untergestell H mit drei in
gleichen Abständen voneinander liegenden Schenkeln 16 angebracht ist, die jeweils mit einer von Hand betätig-.
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baren Schraube 18 aura Ausrichten des Untergestells versehen sind,, Die optische Vorrichtung ist um die senkrechte
Achse einer aufrecht stehenden Säule 20 drehbar und kann nicht gekippt werden, so daß diese Vorrichtung
nach dem exakten Ausrichten des Untergestells zum Abtasten einer horizontalen Ebene verwendet werden kann«,
Wenn die Vorrichtung 10 zum Verlegen eines Bodens eines metallurgischen Ofens innerhalb sehr enger Toleranzgrenzen
absoluter Ebenheit verwendet wird, so wird sie zunächst, wie in Pig. 1 gezeigt, zum Verlegen mehrerer
Bezugselemente, beispielsweise Fliesen mit der gewünschten Genauigkeit an im Abstand voneinander liegenden Stellen
über die zu bedeckende Pläehe hinweg verwendet. V/ie gezeigt,
wird eine aufrechte Anzeigevorrichtung 22 in Form
einer auf einer Basis 26 stehenden Peilstange 24· nacheinander
auf jede ITi1 der Bezugselemente angebracht, so daß
nacheinander Vergleichsablesungen der Höhe vorgenommen v/erden können. Die Bezugselemente können nacheinander
auf.einem Bett aus Zement oder Iuörtelschlamm angeordnet
bezw. festgestampft werden, so daß sie alle auf der gleichen Höhe liegen.
Wenn alle Bezugelemente mit dem nötigen G-rad an
Genauigkeit verlegt sind und der Zement oder I.Iö'rtelschlamm,
auf dem sie verlegt sind, sich abgesetzt hat, können mehrere Zwisclienelemente, bei denen es eich wieder
um Fliesen handeln kann, anschließend zwischen den Bczugselementen
verlegt werden«, Dabei wird eine gerade Kante verwendet, um die Bezugselemente zu überbrücken, wie Pig.
2 zeigt. Hier können wiederum die Zwischenelemente entweder auf einem Bett aus Zement oder Hörtelschlamm aufgebaut
bezWo darin festgestampft werden, so daß sie alle
im wesentlichen die gleiche Höhe haben wie die Bezugselenente, d.h. daß sie innerhalb des erforderlichen Grades
an Genauigkeit liegen.
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Es hat sich herausgestellt, daß das Verlegen des Bodens eines metallurgischen Ofens gemäß der obigen Beschreibung
mit dem nötigen Grad an Genauigkeit mit geringeren Unkosten erfolgen kann als "bei Verwendung
anderer, bekannter Verfahren möglich ist. Außerdem ist die dazu verwendete und in den Zeichnungen dargestellte
Vorrichtung leicht transportierbar. Ein weiterer Vorteil des Verlegens eines Bodens nach dem oben beschriebenen
Verfahren besteht darin, daß das Verfahren beispielsweise in Werkstätten ausgeführt werden kann, in denen
beträchtliche Schwingungen herrschen. Es hat sich sogar als möglich erwiesen, den Fußboden zu verlegen, während
in unmittelbarer Fähe ein Druckluftbohrer in Betrieb war.
Natürlich sind in Rahmen der Erfindung verschiedene Abwandlungen möglich. So braucht es sich zum Beispiel
bei dem Boden bezw. der Unterlage nicht unbedingt um eine geflieste Fläche zu handeln. Die Bezugselemente
und die Zwischenelemente können auch die Form von Blöcken haben. Andererseits können aber auch nur die Bezugselemente
Blöcke sein. Ferner können die Bezugselemente mit Hilfe
verschiedener Vorrichtungen verlegt werden. Beispielsweise
kann anstelle der optischen Vorrichtung 12, die vor ihrer Verwendung sorgfältig ausgerichtet werden muß,
eine Pendelvorrichtung vorgesehen sein, die so angeordnet ist, daß immer eine horizontale Ebene abgetastet
wirdo Tatsächlich kann die Vorrichtung auch ein völlig anderes Verfahren zum Verlegen der Bezugs elemente vorsehen
J beispielsweise könnte die Vorrichtung einen Arm aufweisen, der so angeordnet ist, daß er in einem Bogen
um die Achse einer aufrechten Stütze schwenkt, und dann könnten nacheinander Messungen von dem Arm zu den Oberflächen der Bezugselemente vorgenommen werden.
Das Verlegen einer Fläche innerhalb sehr enger Toleranzgrenzen absoluter Ebenheit gemäß der obigen
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Beschreibung kann auch der erste Schritt in einem Prüfverfahren
sein, "bei dem die Passung mehrerer ineinander greifender, feuerfester Blöcke zum Bau eines metallurgischen
Ofens, beispielsweise eines Hochofens geprüft wird, Wenn die Unterlage mit einen zufriedenstellenden Grad an
Genauigkeit verlegt ist, können darauf die feuerfesten Blöcke angeordnet werden. Wenn sie dabei nicht in zufriedenstellender
\7eise zusammenpassen, kann je nach Bedarf einer oder können mehrere der Blöcke abgeschliffen
werden, bis sie passen.
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Claims (3)
1. Verfahren zum Verlegen eines Bodens eines metallurgischen
Ofens, bei dem mehrere Elemente nebeneinander vei^legt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Bezugselemente mit der erforderlichen Genauigkeit an im Abstand voneinander liegenden Stellen
über die zu bedeckende Fläche verlegt werden, und daß anschließend zwischen den Bezugselementen Zwischenelemente
unter Verwendung einer geraden 3'ante (28) verlegt werden, die die Bezugselemente überbrückt und die Höhe
anzeigt, auf der die Zwischenelemente zu verlegen sind.
2. Verfahren nach Anspruch I5 dadurch gekennzeichnet, daß die Bezugselemente und/
oder die Zwischenelemente Fliesen sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bezugselemente mit dem
erforderlichen Grad an Genauigkeit durch Verwendung einer optischen Vorrichtung (12) verlegt werden, die
auf einem stabilen Untergestell. (I1I) um eine senkrechte
Achse (2o) drehbar angebracht ist, und daß Vergleichsablesungen von der Höhe einer aufrechten Anzeigevorrichtung
(22) abgenommen werden, die nacheinander an den Bezugselementen anbringbar ist.
H. Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche
1 bis 3 zur Schaffung einer flachen Bezugsunterlage oder eines Bezugsfundaments innerhalb sehr enger Toleransgrenzen
absoluter Ebenheit für mehrere ineinandergreifende feuerfeste Blöcke zum Bau oder zur Auskleidung eines metallurgischen
Ofens.
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