DE213752C - sprechvorrichtung, bei der der phonogrammtraeger elementare tonbilder, zb solche fuer einzelne silben, enthaelt. - Google Patents
sprechvorrichtung, bei der der phonogrammtraeger elementare tonbilder, zb solche fuer einzelne silben, enthaelt.Info
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Description
| m baa ίοι ι. ι |
| ζdiiwtivW) |
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVI 213752 KLASSE 42g·. GRUPPE
Dr. EMMANUEL DRAGOUMIS in GENF.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. November 1906 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sprechvorrichtung, mittels welcher man auf mechanischemWege
beliebige Sätze, z. B. Abschnitte eines Buches, einer Zeitung o. dgl., mittels eines lautsprechenden
Telephons zum Vortrag bringen kann, ohne daß es nötig wäre, die vorzutragenden Sätze vorher in einen Aufnahmephonographen
o. dgl. hineinzusprechen. Die Sprechvorrichtung ist mit einer für alle beliebigen Vorträge
zu benutzenden Phonographenwalze versehen, auf welcher in bestimmten Abständen voneinander einzelne Silben eingeprägt sind,
aus denen dann mittels von der Walze beeinflußter Mikrophone, die in bestimmter Reihenfolge
in den Stromkreis des Telephons eingeschaltet werden, die einzelnen Worte der wiederzugebenden.
Sätze gebildet werden.
Da die verständliche Wiedergabe der deutschen Sprache durch 1016 verschiedene Silben
möglich ist, indem man z. B. das Wort »gebracht« als »ge-bra-acht« wiedergibt, um die
Silbe »bracht« zu sparen, so ist die Phonographenwalze mit 1016 Rillen versehen, von
denen jede einer Silbe entspricht. Damit nicht für jede Silbe ein besonderes Mikrophon nötig
wird, ist es zweckmäßig, die Phonographenwalze oder die Mikrophone seitlich verschiebbar
anzuordnen, so daß jedes Mikrophon für mehrere, z. B. acht nebeneinander liegende Umfangsrillen
der Walze benutzt werden kann. Es genügen also zur Wiedergabe der erwähnten 1016 Silben 127 Mikrophone. Diese werden versetzt
gegeneinander in mehreren Reihen angeordnet, damit die einzelnen Rillen der Phonographenwalze
möglichst dicht nebeneinander angeordnet werden können. Dementsprechend ist jede Silbe auf ihrer Umfangsrille so oft
wiederholt, als Reihen von Mikrophonen vorgesehen sind.
Zum Einschalten der Mikrophone in den Stromkreis des Telephons in der Reihenfolge,
wie dies die nacheinander wiederzugebenden Worte erfordern, dient eine bewegliche Kontaktkarte,
auf der Kontakthebel schleifen. Diese Karte wird an den Stellen, an denen der Stromkreis nicht geschlossen werden soll, mit
einem isolierenden Überzug versehen. Um nun nicht ebensoviel Kontakthebel nötig zu haben,
wie Mikrophone vorhanden sind, was eine sehr große und unhandliche Kontaktkarte ergeben
würde, benutzt man zweckmäßigerweise eine besondere Übertragungs- oder Auslesevorrichtung,
welche eine kleinere Zahl von beweglichen Elementen enthält, auf welche die Kontakthebel
in der Weise einwirken, daß jedes Mikrophon durch das Zusammenwirken dieser Elemente in
einer bestimmten Kombination in Tätigkeit gesetzt werden kann. Diese beweglichen Elemente
bestehen bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung aus einer Anzahl übereinanderliegender
plattenförmiger Schieber, von denen jeder mit einer bestimmten Anzahl von Löchern versehen ist, die für jeden Schieber
verschieden, aber so angeordnet sind, daß bei j eder möglichen Kombination von verschiedenen
Stellungen der Schieber zueinander in einer bestimmten Stelle der Schieber durch die gerade
übereinanderliegenden Löcher ein Weg gebildet
ist, durch den ein Luftstrom hindurchgetrieben ι
werden kann. Über den Schiebern liegt .eine Platte mit so viel Bohrungen und in diesen verschiebbaren
Kolben, als Luftwege durch die verschiedenen Stellungen der Schieber gebildet werden können, und diese Bohrungen sind so
angeordnet, daß bei jeder Kombination der verschieden eingestellten Schieber ein Luftweg
zu einer dieser Bohrungen gebildet wird, so daß
ίο aus einem unter den Schiebern liegenden Behälter
Preßluft unter den betreffenden Kolben treten und diesen anheben kann. Auf die Schieber wirken Federn ein, die bestrebt sind,
die Schieber zu verschieben. Diese werden aber von Sperrarmen festgehalten, die durch
Elektromagnete ausgelöst werden können, welche mit den auf der Musterkarte schleifenden
Kontakthebeln verbunden sind. Wenn also einer der Kontakthebel auf eine nichtisolierte
Stelle der Kontaktkarte trifft, wird der Stromkreis des zugehörigen Elektromagneten erregt,
und dieser löst den Sperrhaken aus, so daß der betreffende Schieber von seiner Feder vorgeschoben
wird. Hierdurch wird ein bestimmter Luftweg durch die Schieber gebildet, so daß einer der über ihnen angeordneten Kolben angehoben
wird und einen Stromkreis über das zugehörige Mikrophon und das lautsprechende Telephon schließt.
Eine schematische Darstellung der Vorrichtung ist in Fig. 15 gegeben. Auf der durch eine
Schnecke oder auf sonst geeignete Weise in langsame Umdrehung versetzten Trommel 1
ist die Kontaktkarte angebracht, auf der die Kontakthebel 5 schleifen. Für jeden Hebel ist
auf der Kontaktkarte ein Feld vorgesehen, das an den Stellen, an denen ein Stromschluß nicht
bewirkt werden soll, mit einem isolierenden Überzug versehen ist. Jeder Kontakthebel ist
mit einem Elektromagneten 30 verbunden, in dessen Rückleitung zu dem Gestell der Trommeli
eine Batterie eingeschaltet ist.
Die Übertragungs- oder Auslösevorrichtung B ist mit mehreren übereinanderliegenden Schiebern
10 versehen, auf welche nicht dargestellte Federn einwirken, die bestrebt sind, die Schieber
in der Richtung senkrecht zur Papierebene zu verschieben. Jeder Schieber ist aber mit einem
Sperrhaken 15 versehen, der den Schieber in seiner Normalstellung festhält, bis er durch Erregung
des Elektromagneten 30 ausgelöst wird. Von den über den Schiebern 10 angeordneten
Kolben 21 ist nur einer dargestellt, ebenso von den über den Kolben liegenden Kontaktstücken
23 nur eins. Wenn die Schieber 10 so eingestellt sind, daß durch die übereinandergebrachten
Löcher der Schieber ein Luftweg von der unter den Schiebern vorgesehenen Preßluftkammer 17
zu dem dargestellten Kolben 21 hergestellt ist, so wird der Kolben gehoben und schließt die
Verbindung zwischen der leitenden Führungsplatte 11 für die Kolben und dem Kontaktstück
23, welches mit dem zugehörigen, auf der Phonographenwalze 60 ruhenden Mikrophon 49
verbunden ist. Dieses ist wiederum mit dem lautsprechenden Telephon T und einer Batterie
verbunden, welche durch die Rückleitung 11' mit der Führungsplatte 11 in Verbindung steht.
Die achsiale Verschiebung der Phonographenwalze zum Zwecke, dasselbe Mikrophon für
mehrere nebeneinanderliegende Rillen benutzen zu können, wird durch eine mit der Phonographenwalze
verbundene Trommel 39 bewirkt, welche mit mehreren keilförmigen Ausschnitten
41 von verschiedener Neigung versehen ist. Der Einfachheit halber ist in Fig. 15 nur ein Ausschnitt
dargestellt. Wird in diesen Ausschnitt ein Stift 42 hineingeschoben, so wird bei Drehung
der Trommel in Richtung des eingezeichneten Pfeiles die Phonographenwalze 60 in achsialer
Richtung verschoben. Die Größe der Verschiebung hängt von der Größe des Winkels der schrägen Fläche des Ausschnittes ab, der,
wie erwähnt, bei allen Ausschnitten verschieden ist. Die Verschiebung des Stiftes 42 erfolgt
durch Luftdruck, indem der Stift mit einem Kolben verbunden ist, der in einem Zylinder 27
verschiebbar ist. Letzterer ist durch das Rohr 28 mit einer Bohrung der Führungsplatte 11
der Übertragungsvorrichtung B verbunden. Die go Betätigung des Stiftes 42 erfolgt also, wenn die
Schieber 10 so eingestellt sind, daß durch die
übereinanderliegenden Löcher ein Luftweg zu der betreffenden Bohrung der Führungsplatte
geschaffen ist.
Nach dieser schematischen Darstellung der Vorrichtung und ihrer Wirkungsweise sei im
folgenden an Hand der Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel der Sprechvorrichtung ausführlicher
erläutert. Dabei ist vorausgesetzt, daß ein Triebwerk vorhanden ist, durch das
alle im folgenden erwähnten Bewegungen und Steuerungen, abgesehen von den nicht besonders
erläuterten, bewirkt werden, ohne daß dies im einzelnen dargestellt ist. '
Fig. ι zeigt einen Teil einer Kontaktkärte.
Fig. 2 zeigt die die Kontaktkarte tragende Trommel in Vorderansicht.
Fig. 3 ist eine Seitenansicht derselben.
Fig. 4 und 5 zeigen die auf der Kontaktkarte schleifenden Fühlhebel.
Fig. 6 und 7 zeigen die Übertragungs- bzw. Auslesevorrichtung in zwei senkrecht zueinander
stehenden Schnitten bzw. Ansichten.
Fig. 8 zeigt einen der Schieber in Oberansicht.
Fig. 9 zeigt die Vorrichtung zum Zurückführen der Kontaktkolben in ihrer Anfangsstellung.
Fig. 10 zeigt den Stromkreis des Telephons.
Fig. 11 und 12 zeigen die Vorrichtung zur
achsia'en Verschiebung der Phonographenwalze in Selten- und Oberansicht.
Fig. 13 und 14 zeigen das Mikrophon.
Von dem in Fig. 1 in starker Vergrößerung dargestellten Stück der Kontaktkarte im Umfange von 10 Silben für elf Kontakthebel bedeutet die erste (oberste) Reihe eine Pause zwischen zwei Worten, weil alle Kontakthebel auf Isolationsmasse ruhen. Wird die Kontaktkarte um eine Reihe weiterbewegt, so daß die Kontakthebel auf der zweiten Reihe liegen, so treffen der siebente, achte, zehnte und elfte Hebel (von links gerechnet) auf Metallflächen, während die übrigen Hebel auf Isolationsmasse ruhen. Da, wie oben bei der schematischen Erläuterung dargelegt, jeder Kontakthebel auf einen der Schieber 10 der Übertragungsvorrichtung B einwirkt, so werden der siebente, achte zehnte und elfte Schieber bewegt und dadurch das dieser Kombination entsprechende Mikrophon in den Stromkreis des Telephons eingeschaltet. Die dritte Reihe der Kontaktkarte wirkt auf die Schieber 1, 3, 6 und 7 ein, die vierte bedeutet wieder eine Pause usw.
Von dem in Fig. 1 in starker Vergrößerung dargestellten Stück der Kontaktkarte im Umfange von 10 Silben für elf Kontakthebel bedeutet die erste (oberste) Reihe eine Pause zwischen zwei Worten, weil alle Kontakthebel auf Isolationsmasse ruhen. Wird die Kontaktkarte um eine Reihe weiterbewegt, so daß die Kontakthebel auf der zweiten Reihe liegen, so treffen der siebente, achte, zehnte und elfte Hebel (von links gerechnet) auf Metallflächen, während die übrigen Hebel auf Isolationsmasse ruhen. Da, wie oben bei der schematischen Erläuterung dargelegt, jeder Kontakthebel auf einen der Schieber 10 der Übertragungsvorrichtung B einwirkt, so werden der siebente, achte zehnte und elfte Schieber bewegt und dadurch das dieser Kombination entsprechende Mikrophon in den Stromkreis des Telephons eingeschaltet. Die dritte Reihe der Kontaktkarte wirkt auf die Schieber 1, 3, 6 und 7 ein, die vierte bedeutet wieder eine Pause usw.
Der Text, d. h. das Kartendiagramm, kann durch besondere Typen von ζ. Β. ι mm Dicke,
von denen jede einer Silbe entspricht, auf Papier gedruckt, dann photographisch verkle
nert, auf Stein übertragen und von diesem endlich auf ein Metallblech umgedruckt werden.
Das den Text enthaltende Metallblech ist auf einer metallenen, mit der Stromquelle verbundenen
Walze ι (Fig. 2) befestigt, die vom Triebwerk durch die in das Schneckenrad 3 eingreifende
Schneckenwelle 2 in Umdrehung versetzt wird. Auf der Schneckenwelle 2 ist gleichzeitig
ein kreisförmiger Schalter 4 angeordnet, der abwechselnd den elektrischen Stromkreis
der Walze in der Weise schließt und öffnet, daß die Walze für jede Silbe einen Stromstoß erhält.
Auf dem Text schleifen mit ihren vorderen Enden Fühlhebel 5 (Fig. 3 bis 5), die aus einem
seitlich isolierten rechteckigen Metallblechstreifen
bestehen, der eine nach unten gerichtete abgerundete Spitze besitzt. Sämtliche Fühlhebel
5 sind auf einer gemeinsamen Achse aus isolierendem Material voneinander unabhängig
drehbar angeordnet, und jeder Fühlhebel steht durch eine Drahtleitung mit einem Elektromagneten
der die. in Tätigkeit zu setzenden Mikrophone auswählenden Übertragungs- oder Auslesevorrichtung in Verbindung. Der die
Fühlhebel 5 tragende Schlitten wird bei der dargestellten Einrichtung bei der Drehung der
Walze durch die Vermittlung der Schraubenspindel 7 und der Zahnräder 8 weitergerückt..
Die den Fühlhebeln entsprechenden Felder der Kontaktkarte sind dementsprechend in einer
schraubenförmigen Linie auf der Walze angeordnet. Der Text, kann aber auch in parallelen
Kreisen auf der Walze angeordnet werden. In diesem Falle muß der Fühlhebelschlitten dann
mittels irgendeiner geeigneten Schaltvorrichtung nach jeder vollen Umdrehung der Walze
um die Breite des Fühlhebelsystems seitlich verschoben werden.
Die Bewegung des Textzylinders wird so geregelt, daß die der Walze den Strom zuführende
Kontaktfeder 6 sich in der Mitte eines leitenden Schaltersegments befindet, wenn die
Fühlhebelspitzen die Mitte einer Silbe berühren.
Der Stromkreis jedes Elektromagneten der Übertragungs- oder Auslesevorrichtung wird
durch die Batterie, den gemeinsamen Leiter 9 (Fig. 2), den Schalter 4, die Walze 1, den entsprechenden
Fühlhebel, den mit diesem verbundenen Draht und eine von dem Elektromagneten zur Batterie zurückführende Leitung
gebildet.
Die Übertragungs- oder Auslesevorrichtung ist mit elf Schiebern 10 (Fig. 6 bis 8) versehen,
welche aus mit Löchern versehenen Platten von ungefähr 1 mm Dicke gebildet werden,
zwischen den Platten 11 und 12 liegen und gegeneinander verschoben werden können, um
durch Übereinanderbringen von Löchern der verschiedenen Platten bestimmte Luftwege
bilden zu können, so daß aus einem unter den Schiebern angeordneten Luftbehälter Preßluft
auf einen über den übereinanderliegenden Löchern liegenden Kolben einwirken kann,
durch dessen Verschiebung dann der Stromkreis eines bestimmten -Mikrophons geschlossen
wird. Jeder der Schieber besitzt zwei Vorsprünge 13 (Fig. 8), gegen welche Federn 14
drücken, die bestrebt sind, den Schieber im Sinne des in Fig. 8 eingezeichneten gefiederten
Pfeiles zu verschieben. In ihrer Normalstellung werden die Schieber durch je einen Hebel 15
gehalten, welcher hinter einen an den Schiebern vorgesehenen Vorsprung 16 greift. Die Verschiebung
der Schieber 10 durch die Federn 14 erfolgt, wenn der betreffende Hebel 15 durch
den zugehörigen Elektromagneten, der mit dem betreffenden, auf der Textwalze schleifenden
Fühlhebel verbunden ist, um seine Achse gedreht wird.
Damit man kleine, nur wenig Strom erfordernde Elektromagnete verwenden kann, wirken
die Elektromagnete 30 nicht, wie in der schematischen Darstellung von Fig- 15 dargestellt,
unmittelbar auf die zugehörigen Hebel 15 ein, sondern unter Vermittlung eines Schiebers 31
(Fig. 6), welcher über den Elektromagneten 30 verschiebbar angeordnet und mit Winkelhebeln
33 ausgestattet ist, von denen je einer auf einen Hebel 15 einwirken kann. Der mit einem
Haken 33' versehene horizontale Arm des Winkelhebels liegt für gewöhnlich unter der Einwirkung
einer Feder auf dem Schieber 31 und geht, wenn der zugehörige Elektromagnet 30
nicht erregt ist, bei der vom Triebwerk bewirkten (nicht näher dargestellten) Bewegung
des Schiebers von links nach rechts in Fig. 6,
die diese Phase aber nicht darstellt, unter dem Hebel 15 hindurch, ohne mit ihm in Berührung
zu kommen. Ist der Elektromagnet 30 aber erregt, so tritt das obere Ende des Ankers 30'
in den Weg des unteren Armes des Winkelhebels, so daß dieser beim Auftreffen auf den
Anker um seine Achse gedreht wird. Hierdurch wird der Haken 33' so gehoben, daß er bei der
Vorwärtsbewegung des Schiebers 31 nach rechts (Fig. 6) gegen das untere Ende des Hebels 15
trifft und diesen um seine Achse dreht. Hierdurch wird der Vorsprung 16 des betreffenden
Schiebers 10 freigegeben, so daß dieser durch die Federn 14 aus seiner Ruhestellung herausgeschoben
wird. Wenn der Schieber 31 durch die Feder 32 zurückgeschoben wird, werden die
Anker 30' durch die unteren Abschrägungen 34 der Winkelhebel 33 in ihre Normalstellung
zurückgebracht.
Die Rückführung der Schieber 10 in ihre Ruhestellung wird durch einen Schieber 71
(Fig. 8) bewirkt, der durch das Triebwerk (nicht näher dargestellt) von links nach rechts verschoben
wird, wenn die der Schieberkombination · entsprechende Silbe gesprochen ist und auf zwei Winkelhebel 72 einwirkt; diese
sind an ihren wirksamen Enden so breit, daß sie über alle Schieber 10 greifen. Bei der Drehung
dieser Winkelhebel werden daher alle Schieber 10, welche aus ihrer Ruhestellung
herausbewegt waren, in diese zurückgeschoben, so daß die Vorsprünge 16 der Schieber 10
wieder von den Hebeln 15 festgehalten werden.
Von den elf Schiebern 10 bestimmen die sieben unteren durch ihre, verschiedenen Kombinationen
das Einschalten der in Frage kommenden Mikrophone in den Stromkreis des Telephons. Die drei darüber befindlichen
Schieber wirken auf die Zylinder 27 und Stifte 42 der schematischen Darstellung von Fig. 15
ein und bestimmen die achsiale Stellung der phonographischen Walze. Der oberste Schieber
schaltet bei seiner Bewegung einen in den Stromkreis des Telephons eingeschalteten Widerstand
aus, um die Verstärkung der betreffenden Silbe hervorzurufen.
Die unteren sieben Schieber 10 sind in der Weise mit Löchern versehen, daß bei jeder der
127 möglichen Kombinationen durch alle Schieber 10 jedesmal ein bestimmter, von den allen
anderen verschiedener Luftweg geschaffen wird. Die nach oben folgenden drei Schieber 10 enthalten
zunächst alle die sämtlichen eben genannten 127 Luftwege und sind außerdem derart
mit Löchern versehen, daß sie bei jeder ihrer möglichen acht Kombinationen einen Luftweg
für einen Luftstrom bilden, der durch die Röhren 28 auf die mit der Phonographenwalze 60
verbundene Trommel 39 einwirken kann und in der oben beschriebenen Weise zur achsialen
Verschiebung der Phonographenwalze benutzt wird. Die Luftwege dieser acht Kombinationen
müssen wiederum sämtlich in jedem der sieben unteren Schieber enthalten sein.
Damit die sieben unteren Schieber die Kornbinationen der darüber befindlichen Schieber
nicht hindern, sind die mit den Löchern der letzteren Schieber zusammenwirkenden Löcher
29 der ersten sieben Schieber länglich gestaltet, wie in Fig. 8 auf der rechten Seite dargestellt,
so daß bei jeder Stellung der letzteren ein Luftweg zu den darüberliegenden Schiebern vorhanden
ist. .
Zu demselben Zweck sind auch die den runden Löchern der unteren Schieber entsprechenden
127 Löcher der oberen drei Schieber länglich gestaltet.
Der oberste der Schieber 10 dient zur Betonung einzelner Silben. Er enthält deshalb
außer den bisher erwähnten 135 Luftwegen noch einen besonderen Luftweg (vgl. unten),
der wiederum in allen unteren Schiebern enthalten ist.
Die die Schieber 10 tragende, den Preßluftraum 17 nach oben abschließende Platte 12
ist mit Öffnungen 19 versehen, deren Zahl gleich der Zahl der möglichen Kombinationen
der sieben Schieber, also gleich 127 ist, und ebenso ist die obere Führungsplatte 11 mit.
einer entsprechenden Anzahl von Löchern 20 versehen, die die Fortsetzung :der Löcher 19
bilden, so daß bei jeder der möglichen Kombinationen der sieben unteren Schieber der
Luftraum 17 mit einem der Löcher 20 in Verbindung gebracht wird. In den Löchern 20
der aus Metall hergestellten Führungsplatte 11 sind kleine metallene Kolben 21 in der Weise
verschiebbar angebracht, daß jeweils der unter Luftdruck gesetzte Kolben in eines der Löcher
22 einer darüberliegenden, aus Isoliermaterial hergestellten Platte 24 gedrückt wird, in denen
Klemmschrauben 23 angebracht sind, so daß durch den Kolben eine elektrische Verbindung
zwischen der Platte 11 und der betreffenden Klemmschraube 23 hergestellt wird. Jede der
Klemmschrauben 23 steht mit einem der 127 Mikrophone in Verbindung. Der Stromkreis
wird durch einen für sämtliche Mikrophone gemeinsamen Leiter 11', einen für besondere
Zwecke (vgl. weiter unten) ausschaltbaren Widerstand R (Fig. 10), ein Element, das Telephon,
das Mikrophon, den Kontakt 23, 21 und ■ die Platte 11 gebildet, so daß, wenn einer der Kolben
21 in eines der Löcher 22 gedrückt worden ist, das betreffende Mikrophon, in den Stromkreis
des Telephons geschaltet ist.
Die Kolben 21 sind an ihrem oberen Ende abgerundet und kreuzförmig geschlitzt, so daß
sie federartig in den Löchern 22 festgehalten werden. Zur Rückführung der Kolben 21 in
ihre Ruhestellung ist zwischen der Platte 11 und der Platte 24 eine Platte 37 angeordnet,
durch welche die Kolben hindurchgeführt sind. Diese Platte 37 wird, wenn die Silbe, auf welche
das Mikrophon eingestellt war, von dem Telephon gesprochen ist, durch einen mittels Exzenters
o. dgl. vom Triebwerk angetriebenen Schieber 35 (Fig. 9) und Winkelhebel 36 niedergedrückt,
wobei sie auf an den Kolben 21 vorgesehene Flanschen 21/ trifft und so die Kolben
21 aus den Löchern 22 herauszieht. Die Rückführung, der Platte 37 in ihre obere Stellung
erfolgt durch die Federn 38.
Die drei unter dem obersten Schieber liegenden Schieber 10, welche die achsiale Verschiebung
der Phonographenwalze bewirken, stellen in ihren verschiedenen Kombinationen, den acht
verschiedenen Stellungen der Phonographenwalze entsprechend, einen Luftweg von einer
neben der Luftkammer 17 angeordneten, aber von ihr getrennten Luftkammer 18 nach einer
von acht Öffnungen 25 (Fig. 6) in der Platte 11
her, die den Öffnungen 26 in der Platte 11 entsprechen.
An die acht Öffnungen 25 sind Luftleitungen 28 angeschlossen, die zu der Einrichtung
zur Verschiebung der Phonographenwalze führen.
Die Platte 11 besitzt ferner ein den Löchern 20 ähnliches Loch 73 (Fig. 10), das die Fortsetzung
eines in der Platte 12 vorgesehenen und mit der Luftkammer 18 in Verbindung stehenden
Loches bildet. Die Verbindung zwischen den Löchern in der Platte 11 und 12 wird durch
den obersten Schieber 10 geregelt. In dem Loche 73 der Platte ist ein dem Kolben 21 ähnlicher
Kolben 74 verschiebbar angeordnet (Fig. 10), der, wenn er durch den Luftdruck
vorgetrieben wird, den für gewöhnlich in den Stromkreis des Telephons eingeschaltetenWiderstand
R kurzschließt, so daß der das Mikrophon durchfließende Strom und damit auch der vom
Telephon erzeugte Ton stärker wird. Auf diese Weise wird eine richtige Betonung der vom
Telephon gesprochenen Worte erzielt.
Die beiden Luftkammern 17 und 18 werden
durch eine Röhre mit einem nicht dargestellten Luftbehälter verbunden, in welchem auf irgendeine
geeignete Weise ein beständiger Überdruck erhalten wird. Mittels eines auf der Zeichnung
(Fig. 6) mit punktierten Linien angedeuteten Zweiweghahns 62, der von einer der sich
drehenden Wellen der Vorrichtung aus in geeigneter Weise gesteuert wird, wird den Kammern
17 und 18 abwechselnd Luft zugeführt, so daß die Einstellung der Phonographenwalze
nach dem jedesmaligen Sprechen einer Silbe erfolgt.
Die phonographische Walze 60 (Fig. 11 "und
12) ist auf einer Achse 61 von quadratischem Querschnitt verschiebbar angeordnet.. Die Verschiebung
wird bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch folgende Einrichtung bewirkt. Mit der Walze .60 ist eine Trommel 39 L.
fest verbunden, in deren Umfang acht Rillen 40 eingeschnitten sind, weil bei dem dargestellten
Beispiel jedes Mikrophon acht nebeneinanderliegende Rillen der Phonographenwalze zu bedienen
hat und auf jede dieser acht Rillen eingestellt werden muß. Jede der Rillen 40 der
Trommel 39 besitzt entsprechend der Anordnung von je einer Silbe auf jedem Umfangskreis
der Phonographen walze vier um je 90 ° voneinander abstehende Erweiterungen 41, deren
Länge ungefähr 20° des Kreisbogens beträgt. Die Ränder dieser Erweiterungen sind, wie
Fig. 12 erkennen läßt, in verschiedener Weise schräg gestaltet, und zwar derart, daß die Abschrägung
der beiden Ränder von dem einen bis zum anderen Ende der Trommel gleichmäßig zu- bzw. abnimmt. Durch diese schrägen
Ränder wird eine achsiale Verschiebung der Trommel herbeigeführt, wenn in eine der Er-Weiterungen
ein feststehender Anschlag hineintritt, gegen den bei der Drehung der Trommel im Sinne des in Fig. 12 eingezeichneten
Pfeiles einer der abgeschrägten Ränder trifft. ' Auf diese Weise kann die Trommel, je nachdem
der Anschlag in die eine oder die andere Erweiterung eintritt, in acht verschiedene Stel- lungen
gebracht werden. Die Anschläge werden bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel von
acht Hebeln 42 gebildet, die um eine gemeinsame Achse drehbar angeordnet sind und unter
der Wirkung von Federn 45 (Fig. 11) stehen,
die sie in die Rillen 40 zu drücken streben. An dem vorderen Ende der Hebel 42 ist eine Nase
44 von der Breite der Rillen 40 angeordnet. Für gewöhnlich greifen die Nasen 44 der Hebel
nicht in die Rille ein, sondern sie werden durch unter Federwirkung stehende Sperrklinken 43
außer Berührung mit der Trommel 39 gehalten. Die Sperr klinken 43 sind um eine gemeinsame
Achse drehbar und stehen unter der Einwirkung von Kolben 27, deren Zylinder je mit einer der
acht Luftleitungen 28 verbunden sind, so daß, wenn ein in einer dieser Leitungen ankommender
Luftstrom den Kolben 27 vortreibt, die betreffende Sperrklinke 43 den zugehörigen Hebel
42 freigibt, und zwar ist die.Einrichtung so getroffen, daß dies Freigeben der Sperrklinke
gerade in .dem Augenblicke erfolgt, wo sich eine der Erweiterungen 41 unter der Nase 44
des Hebels befindet. Je nach der Schrägung des in Wirkung tretenden Randes dieser Erweiterung
wird die Trommel 39 und damit die Walze 60 mehr oder weniger nach rechts öder links gedrückt. Die Rückführung der Hebel 42
in ihre Ruhestellung wird durch ein Exzenter 46 bewirkt, das von dem Zahnrad 48 bei jeder
Umdrehung der Trommel 39 viermal zur Wirkung gebracht wird.
Fig. 12 zeigt, wie die Rillen der Phonographenwalze,
welche die Phonogramme der Silben enthalten, durch glatte Zwischenräume
Claims (10)
- getrennt sind, auf denen die Mikrophone gleiten, während die Walze in achsialer Richtung verschoben wird. Wenn jede Silbe viermal auf dem Umfang der Walze wiederholt ist, beträgt die Länge der Silbe ungefähr 72° und der glatte Zwischenraum 18°. Die glatten Stellen müssen auf der Walze so angeordnet sein, daß die Mikrophone über diese Stellen gleiten, wenn die schrägen Wandungen der Erweiterungen 41 in Berührung mit den Nasen 44 der Hebel 42 kommen.Die Mikrophone, welche möglichst schmal sein müssen, damit eine zu große Länge der Phonographenwalze vermieden wird, bestehen bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem rechteckigen Plättchen 49 (Fig. 13 und 14) aus isolierendem Material, das einen halbkreisförmigen Ausschnitt 50 besitzt. Um dieses Plättchen 49 ist ein dünnes Zelluloidblatt 51 geklebt, auf dessen Innenseite zwei Staniolblättchen 52 geklebt sind. Der durch den halbkreisförmigen Ausschnitt gebildete Hohlraum ist mit Kohlengries angefüllt. An der unteren Fläche des Zelluloidblättchens 51 ist ein gewöhnlicher Fühlstift (sogenannte Saphirspitze) 53 befestigt.Die Mikrophone sind auf einer Anzahl von feststehenden Schraubenspindeln 58 verteilt angeordnet und werden auf diesen durch den Ausschnitt 54 und den Vorstecker 55 gehalten. Gegen seitliche Verschiebung sind sie durch zwei Muttern gesichert. Auf die Mikrophone drücken Federn 56, die auf zu den Schraubenspindeln 58 parallelen Schienen 59 befestigt sind.Der Druck braucht nur gering zu sein, und so wird die aus harter Masse, z. B. Zelluloid, bestehende Walze fast gar nicht angegriffen.Die Mikrophone sind einerseits mit je einer Klemme 23 der Übertragungsvorrichtung, andererseits mit dem Telephon verbunden.Anstatt nur einer Phonographenwalze können auch zwei oder mehr derartige Walzen mit den zugehörigen Mikrophonen vorgesehen werden, und es können auch, wenn die Zahl von 127 Mikrophonen für eine Walze zu groß ist, die Mikrophone auf mehrere Walzen verteilt werden, wobei auch die Zahl der Silben, die von jedem Mikrophon zu bedienen ist, verringert werden kann.Ebenso kann die Walze fest gelagert werden, so daß die Vorrichtung zur achsialen Verschiebung überflüssig wird, dann werden aber ebenso viele Mikrophone nötig, als die Walze Silben enthält.Anstatt einer Übertragungs- bzw. Auslesevorrichtung mit der oder den zugehörigen Phonographenwalzen und den Mikrophonen können auch zwei ganz gleiche Übertragungsvorrichtungen angewendet werden. In diesem Falle wird durch entsprechende Einrichtung ■ des Schalters 4 (Fig. 2 und 3) der Strom abwechselnd den Elektromagneten der beiden Übertragungsvorrichtungen zugeleitet. Die Zahl der Wiederholungen der Silben auf der Phonographenwalze wird in diesem Falle halb £>5 so groß als in dem vorher beschriebenen Falle, und die glatten Zwischenräume der Walze 60 und die Erweiterungen 41 werden dementsprechend ebenfalls viel länger, sein. Durch diese Verdoppelung wird erreicht, daß bei gleieher Schnelligkeit des Lesens die Bewegungen, welche die Übertragungsvorrichtungen auszu-Jühren haben, viel langsamer werden können.Wenn die phonographische Walze auswechselbar ist, kann die Vorrichtung für alle Sprachen benutzt werden, und wenn die Fühlhebel 5 und der Schalter 4 auswechselbar sind, kann die Maschine für jede Größe der Schrift des Textes benutzt werden.Durch Anbringung einer Teilung auf der Führungsschiene für den Fühlhebelschlitten und auf dem Schneckenrade 3 ist es möglich, die verschiedenen Abschnitte des Textes zu bezeichnen, so daß auf diese Weise ein Inhaltsverzeichnis des Textes in gewöhnlicher Schrift angefertigt werden kann. Für Blinde können die Teilungen und das Inhaltsverzeichnis in besonderer Schrift hergestellt werden. Anstatt, wie beschrieben, die auf die Schieber 10 einwirkenden Hebel 15 elektrisch auszurücken, kann dies auch auf mechanischem Wege erfolgen, z. B. durch eine entsprechend zusammengestellte Stiftenkarte. An Stelle der beschriebenen Kontaktkarte kann auch ein in bestimmter Weise perforierter Papierstreifen zur Betätigung der Hebel unter Benutzung geeigneter Übertragungsvorrichtungen benutzt werden. Die durch Drückluft verschiebbaren Kontaktkolben 21 können auch in Fortfall kommen. Statt dessen können die aus isolierendem Material hergestellten Schieber 10 an Stelle der Löcher mit verschieden angeordneten Metallpropfen versehen sein, welche bei bestimmten Stellungen je eine durch alle Schieber fortlaufende Leitung für den elektrischen Strom bilden würden.Auch in anderen Punkten könnte die Vorrichtung in verschiedener Weise ausgeführt werden, ohne daß von dem Wesen der Erfindung abgewichen würde.Pate nt-A ν Sprüche:i. Sprechvorrichtung, bei der der Phonogrammträger elementare Tonbilder, z. B. solche für einzelne Silben, enthält, dadurch gekennzeichnet, daß mit diesem Phonogrammträger eine Anzahl von Mikrophonen (49) zusammen arbeitet, die von einer dem wiederzugebenden Text entsprechend zusammengestellte Kontakt- oder Musterkarte (1) in der Weise nacheinander in den Stromkreis (11') eines lautsprechenden TeIe-phons (T) eingeschaltet werden, daß die Tonelemente sich zu zusammengesetzten Tonstücken, z. B. die einzelnen Silben sich zu Worten, ergänzen.
- 2. Sprechvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Phonogrammträger als eine phonographischeWalze (60) mit mehreren elementaren Tonbildern für jeden Umgang und ebenso vielen, die Walze (60) umgebenden Reihen von Mikrophonen (49) ausgebildet ist (Fig. 12).
- 3. Sprechvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die phonographische Walze (60) und die Mikrophone(49) in Richtung der Walzenachse zueinander angeordnet sind, so daß jedes Mikrophon (49) für mehrere Umfangsrillen der Walze (60) benutzt werden kann.
- 4. Sprechvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Kontakt- oder Musterkarte (1) und die die Wiedergabe bewirkenden Mikrophone (49) ein System von Schiebern (10) mit verschieden angeordneten Löchern oder elektrischen Kontakten eingeschaltet ist, die in bestimmten Kombinationen so übereinandergleiten können, daß für jede Kombination an einer einzigen Stelle ein durch alle Schieber (10) gehendes Loch oder ein Kontakt entsteht und hierdurch das zugehörige Mikrophon (49) eingeschaltet wird.
- 5. Sprechvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromkreise (11') der Mikrophone (49) durch ebenso viele bewegliche Kontaktstücke (21) unter der Wirkung von Luftströmen geschlossen werden, die durch die von den Schiebern (10) gebildeten Löcher geleitet werden.
- 6. Sprechvorrichtüng nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die von Federn(14) beeinflußten Schieber (10) in der Ruhestellung durch Hebel (15) festgehalten werden, von denen jeder durch einen Elektromagneten (30) beeinflußt wird und in der Sperrstellung bleibt, solange der Elektromagnet (30) nicht* erregt wird, diese aber verläßt und dadurch die Schieber (10) für die Verschiebung durch die Federn (14) freigibt, sobald der Stromkreis des Elektromagneten (30) durch einen mit ihm verbundenen, über die Kontaktkarte (1) schleifenden Fühlhebel (5) geschlossen wird,
- 7. Sprech Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die achsiale Verschiebung der Phonographenwalze (60) durch das Zusammenwirken von festen Anschlägen (44) mit verschieden abgeschrägten Schlitzen (41) einer mit der Phonographenwalze (60) verbundenen Trommel (30) bewirkt wird.
- 8. Sprech Vorrichtung nach Anspruch 4 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrückung der die achsiale Verschiebung der Trommel (30) bewirkenden Anschläge (44) in die Bahn der Schlitze (41) der Trommel (30) durch pneumatisch bewegte Kolben (27) erfolgt, denen die Preßluft mittels der die Luftströme für die Mikrophone (49) regelnden Schieber (10) zugeführt wird.
- 9. Sprechvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Schieber (10) auf einen Kontakt (74) einwirkt, durch den ein in den Telephonstromkreis (11') eingeschalteter Widerstand (R) kurzgeschlossen wird, um eine Silbe mit stärkerem Ton sprechen zu lassen.■
- 10. Sprechvorrichtung nach Anspruch 5 und 8, gekennzeichnet durch eine Steuervorrichtung, die den auf die Kontakte (21) der Mikrophone (49) und den auf die Kolben (27) einwirkenden öffnungen der Schieber (10) abwechselnd Preßluft zuführt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE213752T | 1906-11-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE213752C true DE213752C (de) | 1909-10-04 |
Family
ID=475373
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1906213752D Expired DE213752C (de) | 1906-11-15 | 1906-11-15 | sprechvorrichtung, bei der der phonogrammtraeger elementare tonbilder, zb solche fuer einzelne silben, enthaelt. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE213752C (de) |
-
1906
- 1906-11-15 DE DE1906213752D patent/DE213752C/de not_active Expired
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