DE295312C - - Google Patents
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- DE295312C DE295312C DENDAT295312D DE295312DA DE295312C DE 295312 C DE295312 C DE 295312C DE NDAT295312 D DENDAT295312 D DE NDAT295312D DE 295312D A DE295312D A DE 295312DA DE 295312 C DE295312 C DE 295312C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41B—MACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
- B41B27/00—Control, indicating, or safety devices or systems for composing machines of various kinds or types
- B41B27/02—Systems for controlling all operations
- B41B27/10—Systems for controlling all operations with direct control of all operations by input of recorded or stored information
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- Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
. Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Antrieb von Tastaturmaschinen
mittels eines Lochstreifens. Es ist bereits bekannt, derartige Vorrichtungen mittels Druckluft
anzutreiben. Bei den bekannten Einrichtungen dieser Art ist jedoch eine so große
Zahl von Druckluftleitungen erforderlich, daß die Einrichtung unübersichtlich wird und Störungen
schwer zu beseitigen sind. Die Erfindung soll diesem Übelstande durch eine Steuervorrichtung
abhelfen, welche es ermöglicht, durch eine sehr geringe Zahl von Leitungen eine große Anzahl von Tasten zu bedienen,
wobei für jede Taste zwei Lochsymbole in dem Lochstreifen verwendet werden.
Die Vorrichtung ist für Tastaturmaschinen beliebiger Art anzuwenden, insbesondere aber
für Setzmaschinen.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an einer Maschine der zu-.
letzt erwähnten Art dar, und zwar zeigen:
Fig. ι eine Seitenansicht, teilweise geschnitten,
Fig. 2 eine Ansicht von links auf Fig. 1,
Fig. 3 einen Teil von Fig. 1, nämlich die Steuervorrichtung für die Luftzuführung, in größerem Maßstabe,
Fig. 3 einen Teil von Fig. 1, nämlich die Steuervorrichtung für die Luftzuführung, in größerem Maßstabe,
Fig. 4 eine Ansicht von links auf Fig. 3,
Fig. 5 einen Grundriß dazu,
Fig. 5 einen Grundriß dazu,
. Fig. 6 einen Einzelteil in größerem Maßstabe.
In der Zeichnung stellt 1 einen Teil des
Tastbrettes der. anzutreibenden Maschine, z. B.
einer Matrizensetz- und Zeilengießmaschine bekannter Bauart, dar. .2 ist ein Teil eines
Tastenhebels, der in bekannter Weise beim Anschlagen der Taste ein Gleitstück 3 anhebt
und hierbei unter Vermittlung der mechanischen Antriebsvorrichtung 4, 5 den nach der
Auslösevorrichtung führenden Stab 6 anhebt. Das Anheben dieses Stabes 6 bzw. des Gleitstückes
3 kann auch durch den in der Zeichnung dargestellten mechanischen Antrieb erfolgen.
Zu diesem Zweck sind die Gleitstücke 3 mit Ansätzen 7 versehen, und unter
jeden dieser Ansätze 7 faßt ein Kolben 8. Um genügenden Platz für die Kolben 8 zu haben,
sind diese in zwei Reihen nebeneinander angeordnet, so daß für jeden Kolben doppelt so
viel Platz zur Verfügung steht als für eins der Gleitstücke 3. Die Ansätze 7 müssen infolgedessen
entsprechend lang sein. Die Kolben 8 sind, wie aus Fig. 6 ersichtlich ist, in Zylindern
9 geführt,- die durch Leitungen 10 mit Löchern n inPlatten 12 verbunden sind. Diese
Platten 12 (Fig. 3 und 4) sind an einem Rahmen 13 durch Schrauben 14 befestigt und können
auch durch eine einzige Platte von' entsprechender Größe ersetzt werden. Die Löcher
11 in den Platten 12 sind in mehreren Reihen
übereinander angeordnet, bei dem Ausführungsbeispiel in sechs Reihen. Hinter jeder
dieser Lochreihen ist ein Schieber 15 angeordnet, der die gleiche Anzahl von Löchern trägt.
In der einen Endstellung befinden sich diese Löcher zwischen den Löchern 11 in der Platte
12, so daß letztere durch den Schieber 15 abgedeckt
sind. In Fig. 3 und 4 sind die. erste und die dritte bis sechste Reihe so dargestellt.
In der anderen Endstellung des Schiebers 15
jedoch, in welcher sich der zweite Schieber in Fig. 3 und 4 befindet, liegen seine Löcher mit
den Löchern 11 bündig, so daß die Leitungen IO durch die Löcher in den Schiebern 15 hindurch
mit Bohrungen 16 (Fig. 3 und 5) in dem Ständer der Steuervorrichtung in Verbindung
sind. Sämtliche übereinanderliegenden. Bohrungen 16, also bei dem Ausführungsbeispiel
je sechs, sind durch eine senkrechte Bohrung 17 miteinander verbunden. Von jeder
der senkrechten Bohrungen 17 geht eine Leitung 18 aus, die in dem Führungsstück 19 für
den Lochstreifen 20 endigt. Die Bewegung der Schieber 15 erfolgt durch Kolben 21
!5 (Fig. 4), die in dem Steuerbock gelagert sind
und hinter deren Köpfen Leitungen 22 einmünden. Wird durch letztere Druckluft zugeführt,
so bewegen sich der Kolben 21 und der Schieber 15 in die Offenstellung, die bei dem
zweiten Schieber in Fig. 4 dargestellt ist, während beim Aufhören der Zuführung von Druckluft
die Zurückführung des Schiebers 15 in die . geschlossene Stellung unter der Wirkung von
Federn 23 stattfindet. Die Leitungen 22, von denen bei dem Beispiel sechs vorhanden sind,
münden ebenfalls in das Führungsstück 19. Der Lochstreifen 20, der zur Steuerung der
Vorrichtung dient, ist auf eine Vorrätsrolle 24 aufgewickelt und wird in bekannter Weise
schrittweise über das Führungsstück 19 hinweggeführt und auf eine zweite Rolle 25 aufgewickelt.
Bei jedem Schritt, den der Streifen 20 vorwärts macht, kommt eine auf ihm befindliche Lochkombination über Mündungen
der Leitungen 18 bzw. 22 zu liegen. Auf den Lochstreifen 20 legt sich ein hohler Block 26,
dessen Hohlraum 27 nur nach unten offen ist und dem aus einer beliebigen Quelle Druckluft
zugeführt wird. In Übereinstimmung mit der schrittweisen Bewegung des Lochstreifens
20 wird dieser Block 26 gehoben und gesenkt, um einerseits die Weiterbewegung des Lochstreifens 20 zu gestatten und andererseits
den Raum 27 gegenüber dem Führungsstück 19 abzudichten. Die Bewegung des
Blockes 26 erfolgt durch einen Winkelhebel 28, der durch Lenker 29, 30 mit einem Hebelarm
31 in Verbindung steht, der mit einer Rolle 32 gegen eine beständig sich drehende
Daumenscheibe 33 anliegt. Die Daumenscheibe 33 erhält ihren Antrieb durch Vermittlung
eines Riemens 34 von der Hauptantriebswelle 35 aus. Der Lenker 29 trägt eine einstellbare
Anschlagschraube 36, welche sich auf ein in dem Block 26 angeordnetes Absperrventil
37 für die Luftleitung legt. Werden der Lenker 29 und der Block 26 bei entsprechender
Stellung der Daumenscheibe 33 unter der Wirkung einer Feder 38 angehoben, so ist das
Ventil 2,7 geschlossen, es kann also keine Luft
in den Hohlraum 27 eintreten. Zieht jedoch die Daumenscheibe 33 unter Vermittlung der
Lenker 30, 29 den Block 26 gegen das Führungsstück 19 nieder, so trifft gleichzeitig
auch die Anschlagschraube 36 auf das Ventil 37 und öffnet es, so daß zu dieser Zeit Druckluft
in den Hohlraum 27 eintreten kann.
Für jeden Tastenanschlag sind, in dem Lochstreifen 20 zwei Löcher vorhanden, und
zwar liegt je eins von ihnen einer der Leitungen
18 und einer der Leitungen 22 gegenüber. Es wird demnach, sobald der Lochstreifen 20
einen Schritt vonvärts gegangen ist, der Block 26 auf ihn niederbewegt und das Ventil 37 geöffnet,
und es tritt Druckluft durch eine Leitung 18 und eine Leitung 22 in den Steuerblock
ein. Die durch die Leitung 22 tretende Luft bewegt einen der Schieber 15 in die Öffnungsstellung
(s. Fig. 4). Ist z.B. die Leitung 22 des zweiten Schiebers in Tätigkeit gesetzt worden, so sind sämtliche in der zweiten
Querreihe befindlichen Löcher 11 mit den zugehörigen Bohrungen 16 in Verbindung. Die
gleichzeitig mit Druckluft versehene Leitung 18 führt dann die Luft in die betreffende senkrechte
Bohrung 17 des Steuerblockes. Da aber von den übereinanderliegenden1 und mit der
Bohrung 17 in Verbindung stehenden Öffnungen 16 nur diejenige mit dem Loch 11 und infolgedessen
auch mit der Leitung 10 . in Verbindung steht, deren Schieber 15 sich in der
Offenstellung befindet, so kann nur durch eine der Leitungen 10 Druckluft unter den betreffenden
Kolben 8 treten, diesen anheben und damit die Auslösung der Setzvorrichtung bewirken. Es ist also auf diese Weise möglich,
bei einer sehr geringen Anzahl von Luftleitungen ein großes Tastenbrett zu bedienen.
Bei dem Ausführungsbeispiel können durch 23. von dem Führungsstück 19 ausgehende Leitungen
102 Tasten des Tastenbrettes bedient werden. Es ergibt sich also eine sehr einfache
Bauart der Vorrichtung.
Durch die vorstehend beschriebene Einrichtung werden beim Fortschreiten des Loch-Streifens
20 verschiedene Tasten 2 bewegt und bei der Anwendung der Vorrichtung auf Setzmaschinen,
also bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel, der Reihe ■ nach verschiedene
Matrizen ausgelöst, die sich in der bekannten n0
Weise in dem 'Sammler zu einer Matrizenzeile aneinanderreihen. Zwischen die einzelnen
Worte ■ werden Spatien gesetzt, deren Auslösung ebenfalls in der gleichen Weise wie die
Auslösung der Matrizen durch Anschlagen der betreffenden Taste erfolgt.
Während bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel die Bewegung der Kolben 8 in
der angegebenen Weise die Auslösestäbe 6 für die Matrizen bewegt und so Matrizen zu einer
Zeile gesammelt werden, kann man die Vorrichtung auch für andere Tastaturmaschinen
O
verwenden und durch die Kolben 8 z. B. die Tasten einer Schreibmaschine antreiben
lassen.
Wie aus Fig. ι ersichtlich ist, sind die KoI-ben
8 so an 'dem Tastenbrett angeordnet, daß das Anschlagen der Tasten auch von Hand in
der gewöhnlichen Weise stattfinden kann.
An Stelle von Druckluft kann auch Saugluft verwendet werden, wobei nur die auf die Auslösevorrichtung
einwirkenden Teile, also die Kolben 8, entsprechend auszugestalten sind.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung zum Antrieb von Tastaturmaschinen mittels Luft und Steuerung durch einen Lochstreifen, dadurch gekennzeichnet, daß die nach den Anschlagvorrichtungen (2) führenden Leitungen (10) in Gruppen eingeteilt sind und gruppenweise durch je ein durch Luft gesteuertes Abschlußorgan (15) gemeinschaftlich geöffnet und geschlossen werden und aus je einer Leitung dieser Gruppen weitere Gruppen gebildet sind, die je einen gemeinschaftlichenLuftzuführungskanal (17) haben, so daß bei gleichzeitiger Zuführung von Luft ' zu einem dieser gemeinschaftlichen Luftzuführungskanäle (17) und einem der Abschlußorgane (15) die Leitung eines beliebigen Anschlagorganes mit Luft versehen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE295312C true DE295312C (de) |
Family
ID=549802
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT295312D Active DE295312C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE295312C (de) |
-
0
- DE DENDAT295312D patent/DE295312C/de active Active
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