Patentanspruch:
Pinzette zum Herausziehen von Haaren, Entfernen von Splittern od. dgl. aus menschlichen Körperteilen
mit gemeinsam längsverschiebbaren, quer zueinander federnden, an ihren unteren Enden miteinander
vereinigten Greiferarmen, die mit Hilfe von die Greiferarme zwischen sich einschließenden,
federnden, an ihren unteren Enden starr miteinan- »°
der vereinigten, die Lagerung der Greiferarme aufnehmenden Griffarmen betätigt werden, wobei eine
Druckfeder zwischen dem unteren Ende der Greiferarme und der Vereinigung der Griffarme angeordnet
ist, die die Greiferarme gegen die Griffarme abstützt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckfeder (5) auf die unteren Enden der Greiferarme (1, 2) aufgeschoben ist, die Greiferarme
(ί, 2) die Vereinigung der Griffarme (6, 7) durchsetzen und unter der Wirkung der Druckfeder (5) *°
mit einem Anschlag außen an der Vereinigung der Griffarme (6, 7) anliegen.
Die Erfindung betrifft eine zum Herausziehen von Haaren, Entfernen von Splittern od. dgl. aus menschlichen
Körperleilen dienende Pinzette mit gemeinsam längsverschiebbaren, quer zueinander federnden, an ihren
unteren Enden miteinander vereinigten Greiferarmen, die mit Hilfe von die Greiferarme zwischen sich
einschließenden, federnden, an ihren unteren Enden starr miteinander vereinigten, die Lagerung der Greiferarme
aufnehmenden Griffarmen betätigt werden, wobei eine Druckfeder zwischen dem unteren Ende der
Greiferarme und der Vereinigung der Griffarme angeordnet ist, die die Greiferarme gegen die Griffarme
abstützt. Bei Fingerdruck auf die Griffarme und dabei erfolgendem seitlichen Druck auf die Greiferarme nä- 4<
> hern sich diese bis zur gegenseitigen Anlage der Greiferbacken, wobei das mit den Greiferarmen erfaßte
auszuziehende Haar oder der zu entfernende Splitter zwischen den Greiferbacken festgeklemmt wird. Bei
weiterem Fingerdruck auf die Griffarme werden die Greiferarme ruckartig zurückgezogen, wobei das Haar
mit der Wurzel ausgezogen bzw. der Splitter entfernt wird. Bei nachlassendem Fingerdruck auf die Griffarme
federn diese wieder in ihre Ausgangslage, wobei die Greiferarme durch die Wirkung der vorher gespannten
und sich nunmehr entspannenden Druckfeder wieder in die Ausgangslage schnellen.
Derartige Pinzetten sind bekannt. Bei den bekannten Pinzetten führen sich deren Greiferarme mit ihren unteren
Enden, an denen sie starr miteinander vereinigt sind, in einer zwischen den Griffarmen angeordneten
Hülse. In dieser ist auch die die Greiferarme belastende Druckfeder untergebracht, die sich mit ihrem einen
Ende an dem Boden der Hülse und mit ihrem anderen Ende an dem unteren Ende der Greiferarme abstützt.
Bei einer anderen bekannten Pinzette führen sich die Greiferarme in einer auch die Druckfeder aufnehmenden
Ausnehmung eines Halters, der mit den Griffarmen aus einem Stück thermoplastischen Werkstoffes besteht.
Beide Arten der Führung der Greiferarme bedingen die Anordnung von Gelenkarmen, die mit ihren
äußeren Enden an den Griffarmen angelenkt und mit ihren inneren Enden in die Greiferarme eingehängt
sind zu dem Zweck, die Greiferarme in der Hülse bzw. in dem Halter zu sichern. Die Anordnung von Gelenkarmen
über die die Betätigung der Greiferarme erfolgt, führt jedoch zu einer wesentlichen Verteuerung der
Pinzette in der Herstellung. Sie wirkt sich ferner auf die
Breite der Pinzette ebenso nachteilig aus, wie sich die
Lagerung der Greiferarme und der Druckfeder in der Hülse bzw. in dem Halter auf die Länge der Pinzette
nachteilig auswirkt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Pinzetten der eingangs beschriebenen Gattung konstruktiv so zu
vereinfachen, daß die bisher erforderlichen Gelenkarme entfallen.
Die Lösung der Aufgabe besteht erfindungsgemäU darin, daß die Druckfeder auf die unteren Enden der
Greiicrarme aufgeschoben ist. die Greiferarme die Vereinigung der G-ifiirme durchsetzen und unter der
Wirkung der Druckfeder mit einem Anschlag außen an der Vereinigung der Griffarme anliegen.
Mit der erfindungsgemäOen Pinzette ist in vorteilhafter
Weise erreicht, daß die Greiferarme in ihrer Lagerung gehalten werden, ohne daß hierzu wie bisher Gc
lenkarme erforderlich sind. Der Fortfall der Gelenkarme hat aber eine wesentliche Vereinfachung und damn
Verbiüigung der Pinzette in der Herstellung zur Folge.
Die Pinzette kann ferner durch den Fortfall der Gelenkanne schmaler als bisher und um mehr als die Länge
der Druckfeder kürzer gehalten sein.
In der Zeichnung ist die Erfindung an einer Pinzette
veranschaulicht. Es zeigt
F i g. 1 die Pinzette mit in der Offenslellung befindlichen
Greiferarmen in Ansicht,
F i g. 2 in Seitenansicht und
F i g. 3 in Seilenansicht mit in der Schließstellung befindlichen
Greiferarmen.
Die Pinzette besteht aus zwei quer zueinander federnden Greiferarmen 1, 2, die an ihren oberen Enden
in Greiferbacken 3, 4 auslaufen und an ihren unteren Enden miteinander vereinigt sind, fvlii β, 7 sind iwei
die Greiferarme 1, 2 zwischen sich einschließende federnde, der Betätigung der Greiferarme 1, 2 dienende
Griffarme bezeichnet. Diese sind an ihren unteren Enden starr miteinander vereinigt und nehmen die Lagerung
der Greiferarme 1, 2 auf. Mit 5 ist eine zwischen den Griffarmen 6, 7 angeordnete Druckfeder bezeichnet,
die die Greiferarme 1, 2 gegen die Griffarme 6, 7 abstützt. Die Druckfeder 5 ist von einer Hülse 9 umgeben,
die lediglich zum Abdecken der Druckfeder 5 dient.
Gemäß der Erfindung ist die Druckfeder 5 auf die unteren Enden der Greiferarme 1, 2 aufgeschoben. Die
Greiferarme t, 2 durchsetzen mit ihren unteren Enden, mit denen sie durch den Boden der Hülse 9 hindurchgeführt
sind, einen Schlitz 8 an der Vereinigung der Griffarme 6, 7. Sie liegen unter der Wirkung der Druckfeder
5 mit einem Anschlag in Form eines Tragringes 10 außen an der Vereinigung der Griffarme 6,7 an.
Beim Zurückschnellen der Greiferarme 1, 2 zwecks Ausziehens beispielsweise eines Barthaares löst sich
der Tragring 10 von der Vereinigung der Griffarme 6, 7, während er sich beim Vorschnellen der Greiferarme
1, 2 unter der Wirkung der vorher gespannten und sich nunmehr entspannenden Druckfeder 5 wieder an die
Vereinigung der Griffarme 6, 7 anlegt und dadurch die Greiferarme 1,2 in ihrer Ausgangslage festhält.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen