DE212864C - - Google Patents

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DE212864C
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loom
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shafts
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D29/00Hand looms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Erfindung betrifft einen Tischhandwebstuhl, dessen wesentliches Merkmal darin besteht, daß die Kette sowohl in wagerechter als auch in senkrechter Richtung angeordnet werden kann, zu dem Zwecke, den Stuhl sowohl zur Herstellung gewöhnlicher Gewebe, wie Leinwand, Tischtücher usw., als auch zur Herstellung von Kunstgeweben, wie Knüpfteppiche, Gobelins, Noppenkissen u. dgl., ver-
wenden zu können. ;
Zu diesem Zweck ist das Gestell des Stuhles derart eingerichtet, daß der Kettenbaum, der Warenbaum und die Weblade je nach der Verwendung des Stuhles als Webstuhl mit liegender oder stehender Webkette in am Stuhlgestell vorgesehene Lager eingelegt werden können, die so angeordnet sind, daß beim Weben mit liegender Kette diese wie beim gewöhnlichen Webstuhl von dem Kettenbaum über den Brustbaum nach dem darunter befindlichen Warenbaum verläuft, während beim Hochwebstuhl die Kette von dem senkrecht über dem Brustbaum liegenden Kettenbaum nach dem hinter dem Brustbaum liegenden Warenbaum verläuft. Je nach der Lage der Kette wird die Lade mit dem Blatt senkrecht oder wagerecht im Stuhlgestell angeordnet.
Auf den beiliegenden Zeichnungen zeigen Fig. ι und 2 den Stuhl in seiner Anwendung als Webstuhl mit liegender Kette in Vorder- und Seitenansicht. Fig. 3 und 4 sind ähnliche Ansichten des Stuhles als Hochwebstuhl. Fig. 5 zeigt die Führung und den Antrieb der Schäfte beim Hochwebstuhl, und Fig. 6 veranschaulicht die Anordnung der Lade bei dem Hochwebstuhl, und Fig. 7 zeigt die Vorrichtung zum Spannen der die Lade bewegenden Feder.
Im folgenden möge der Stuhl in seiner Anwendung als Webstuhl mit liegender Kette beschrieben werden.
Der Stuhl besteht im wesentlichen aus den beiden senkrechten Seitenpfosten 1, die an ihrem oberen und unteren Ende durch Querriegel 2 miteinander verbunden sind, und. ferner an dem unteren Ende mit zwei wagerechten Längsträgern 3 verbunden sind, die auf geeignete Weise, z. B. durch Schraubenbolzen mit Flügelmuttern, auf dem den Stuhl tragenden Tischgestell 4 befestigt werden. Hinter den Seitenpfosten 1 sind auf den Längsträgern 3 zwei schräg nach hinten aufsteigende Arme 5 befestigt, in deren oberen Enden die Ausschnitte zur Aufnahme der Zapfen des Kettenbaumes 6 vorgesehen sind. An dem vorderen Ende sind ferner zwei abnehmbare Arme 7 vorgesehen, deren vordere Enden durch den Brustbaum 8 verbunden sind. Die Lade 9 mit dem Blatt ist in an den Seitenpfosten 1 befestigten· Lagerblöcken 10 drehbar aufgehängt, so daß sie zwischen den Seitenpfosten 1 frei schwingen kann. Das je nach dem herzustellenden Gewebe aus zwei oder mehr Schäften 11 bestehende Geschirr ist hinter den Seitenpfosten 1 angeordnet und erhält seine Bewegung mit Hilfe der bisher üblichen Antriebsvorrichtungen. Im vorliegenden Falle sind vier Schäfte dargestellt, die paarweise zusammenarbeiten und durch zwei am Tischgestell 4 drehbar angeordnete Tritte 12 abwechselnd gehoben und gesenkt werden
können, um die Fachbildung zu bewirken. Der Warenbaum 13 ist in am Tischgestell 4 angebrachten Lagerblöcken 14 gelagert.
Wenn der Webstuhl als Hochwebstuhl benutzt werden soll, so wird der Kettenbaum 6 aus seinen Lagern in den Armen 5 entfernt und in an den Seitenpfosten 1 angebrachten Lagerblöcken 15 gelagert, während der Warenbaum 13 in zwei senkrechten kurzen Seitenpfosten 16 gelagert wird, an deren oberen Enden in diesem Falle auch die Lade 9 drehbar angeordnet ist. Die Kette läuft nicht über den vorher erwähnten Brustbaum 8, sondern sie wird über den oberen Querriegel 2 und um den unteren Querriegel 2 nach dem Warenbaum 13 geleitet. Der Brustbaum 8 ist beim Hochwebstuhl überflüssig und wird abgenommen. Die Lade 9 wird in ihre Hochstellung durch Federn 23 gedrückt, die auf der Welle 24 angeordnet sind und je nach Bedürfnis gespannt und entspannt werden können (Fig. 6). Zu diesem Zweck kann die Welle 24 mittels eines in das Loch 25 zu steckenden Stabes gedreht und in der gewünschten Stellung mittels eines Stiftes 26 festgestellt werden, der durch ein im Wellenende vorgesehenes Loch und einen Ring 27 gesteckt wird. Der Ring 27 kann in verschiedene am Seitenpfosten 16 vorgesehene Löcher 28 eingesteckt werden (Fig. 7).
Da sich beim Hochwebstuhl die Schäfte in wagerechter Richtung bewegen müssen, um das Fach, zu bilden, ist es nötig, die Schäfte zu führen, und zu diesem Zwecke sind an den Seitenpfosten 1 des Stuhles die Gleitbahnen 17 angeordnet. Da für die meisten auf dem Hochwebstuhl hergestellten Gewebe Leinwandbindung und somit zwei Schäfte genügen, so sind bei dem dargestellten Beispiel nur zwei Schäfte in den Gleitbahnen 17 angenommen. Der Antrieb erfolgt durch eine sich quer über den Stuhl erstreckende schwingende Welle 18 (Fig. 5), die so angeordnet ist, daß sie die Fachbildung nicht hindert. An jedem Ende ist ein zweiarmiger Hebel 19 angeordnet, dessen Enden durch Lenker 20 mit den Schäften 11 verbunden sind, so daß die beiden Schäfte bei der Schwingung der Welle 18 abwechselnd hin und her bewegt werden. Der Antrieb der Welle 18 wird durch eine auf dem Wellenende befestigte Rolle 21 bewirkt, die durch eine mit den Tritten 12 verbundene Schnur 22 abwechselnd in beiden Richtungen gedreht wird.

Claims (1)

  1. Paten t-An sPRüc η :
    Tischhandwebstuhl, dadurch gekennzeichnet, daß für den Kettenbaum, die Weblade und den Warenbaum am Stuhlgestell je zwei verschiedene Lagerstellen angeordnet sind, um mit stehender und liegender Kette arbeiten zu können, und daß die Weblade beim Weben mit stehender Kette durch Federn hochgehalten wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE212864C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2600014A (en) * 1950-02-14 1952-06-10 Manzano Gertrudis Fringe forming apparatus

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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