DE212780C - - Google Patents

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DE212780C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C3/00Jacquards
    • D03C3/12Multiple-shed jacquards, i.e. jacquards which move warp threads to several different heights, e.g. for weaving pile fabrics

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- M 212780 KLASSE 86 δ. GRUPPE
mit Zug und Schnitt.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. November 1907 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Jacquardmaschine, welche zur Herstellung von Rutenschnitt- oder Rutenzug-, und Schnittgeweben benutzt werden soll und mit einer Vorrichtung versehen ist, die es ermöglicht, die Fachbildung beliebig in der Weise zu beeinflussen, daß in beliebiger Reihenfolge entweder gleichzeitig Hoch- und Tief fach oder nur Hochfach oder nur Tieffach gebildet wird,
ίο bei gleichzeitiger Ruten- und Schußeinführung. Es wird dies dadurch erzielt, daß der Platinenboden auf seinem Wege zur Bildung eines Faches im gegebenen Augenblick abgefangen wird, wodurch die Fäden in der Mitte des Weges zum Stillstand gelangen, während für die Grundbindung durch die Schäfte gleichzeitig nach unten ein Fach für den Schützen gebildet wird, so daß gleichzeitig mit der Rute auch ein Schuß eingelegt werden kann. Die Platinen und deren Fäden können also, wenn der Platinenboden abgefangen wird, nicht ins Unterfach sinken, nur die Bindekette bildet durch die Schäfte alsdann das Unterfach für den Schützen, und der Messerkorb, welcher die zur Bildung des Flores nötigen Fäden hebt, bildet das Hochfach für die Rute.
Auf der Zeichnung ist Fig. 1 eine Seitenansicht der neuen Jacquardmaschine. Fig. 2 ist ein Horizontalschnitt nach Linie I-I der Fig. I. Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt durch die Maschine. Fig. 4 bis 6 zeigen die Arbeitsweise der neuen Jacquardmaschine.
Es ist α das Gestell der Maschine, · δ ist der Messerkorb mit den Messern c, welche die Platinen d heben, die von den Nadeln c in bekannter Weise beeinflußt werden. / ist der Platinenboden, der mittels der Schiene h mit den Längsschienen i in Verbindung steht, die am vorderen und hinteren Ende Zahnstangen i1 bilden. In diese greifen die auf den Bolzen k drehbaren Segmente m ein. An letzteren sitzen die Zapfen n, die durch Schlitze 0 von teilweise gezahnten Radscheiben p hindurchgehen. Die Scheiben p greifen in eine am Gestell α geeignet geführte Zahnstange q ein, die in bekannter Weise gehoben und gesenkt wird. Unterhalb der Radscheiben p sind Arme / um Bolzen s drehbar am Gestell a gelagert, die unter sich durch Zapfen t und Schlitz u verbunden sind. Die Enden dieser Arme können unter die Schienen * greifen. Die Arme stehen einerseits unter Einwirkung einer Feder v, andererseits unter der einer Schnur w, die durch Bewegungsorgane des Stuhles angezogen wird.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: .
Durch die Zahnstangen q wird der Messerkorb b mit dem Teil der Platinen, für deren Nadeln die Karte gelocht ist, nach oben bewegt, während der andere nicht an den . Messern hängende, sondern auf dem Platinenboden sitzen gebliebene Teil infolge der Übertragung durch die Räder p, Segmente m und
Schienen i nach unten geht und umgekehrt, um Hoch- und Tieffach zu bilden. In jedem Rapport wird nun der Platinenboden dadurch abgefangen, daß sich unter seine Schienen i die Arme r unter dem Einflüsse der Feder ν legen, so daß infolge der Schlitze o, die an den Zapfen η Leerlauf haben, der Platinenrost mit den aufstehenden Platinen auf halbem Wege stillgesetzt wird und das Unterfach
ίο nicht durch diese Platinen, sondern durch besondere Schäfte zwecks Einlegens eines Schusses gebildet wird.. Durch die Schnur w werden die Stützen r aus der Bahn der Schienen i ausgerückt, wenn Hoch- und Tieffach gebildet werden soll, da, sobald dieses geschehen, die Räder p mit den Segmenten m wieder gekuppelt sind. Das Abfangen bzw. Stillsetzen des Platinenbodens kann natürlich auch in anderer als der gezeichneten und be-
ao schriebenen Weise erzielt werden, je nachdem es die Bindung des Gewebes erfordert.
Auf diese Weise ist es möglich, ein Gewebe, welches bisher mit fünf Touren hergestellt wurde, mittels der neuen Maschine in drei Touren anzufertigen, weil zwei besondere Rutenfachbildungen wegfallen.
Figi 4 zeigt schematisch die Wirkungsweise der Vorrichtung. Durch die Platinen d sind die Polfäden 1 hochgehoben, durch die PIatinen d1, die an dem durch r abgestützten Platinenboden h hängen, bleiben die Polfäden 2 und ein Schaft 6 der Kette 3 im Mittelfach, während ein zweiter Schaft 61 die übrigen Kettfäden 31 im Unterfach hält. Es kann dann bei 4 Ruteneinführung und bei 5 gleichzeitig Einlegung des ersten Schusses erfolgen. Für diese Tour waren früher zwei Touren erforderlich, es wird mithin nun eine erspart.
Fig. 5 zeigt eine weitere Stellung. Durch Ausschaltung der Stützen r ist der Platinenboden h nach abwärts gegangen und Polkette 2 in die tiefste Lage gelangt, während Pol ι noch hochsteht und die Kettfäden 3 bzw. Kamm 5 hochgeblieben sind. Es erfolgt jetzt bei 7 Einführung der Friserute und gleichzeitig bei 8 die eines zweiten Schusses.
In Fig. 6 ist die Kette 31 ganz gehoben, und es erfolgt bei 8 Einlegen des dritten Abbindeschusses. .

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Hoch- und Tieffachjacquardmaschine zur Herstellung von Rutenware mit Zug und Schnitt, dadurch gekennzeichnet, daß bei ihr das zum gleichzeitigen Eintragen von Rute und Grundschuß erforderliche Doppelfach durch Sperrung des beweglichen Platinenbodens, nachdem er einen Teil seines ganzen Niederganges vollendet hat, gebildet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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