DE212695C - - Google Patents

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DE212695C
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nitrocellulose
solvent
gloss
coating
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06Q—DECORATING TEXTILES
    • D06Q1/00—Decorating textiles
    • D06Q1/08—Decorating textiles by fixation of mechanical effects, e.g. calendering, embossing or Chintz effects, using chemical means

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description

ί. ι . !·· ■ ν
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 212695 -KLASSE, β w. GRUPPE
Dr. PAUL KRAIS in ILKLEY
in BRADFORD, Engl.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Februar 1905 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März 1883
14. Dezember 1900 auf Grund des Patents in England vom 30. August 1904 anerkannt.
die Priorität
Um Webstoffe glänzend zu machen, pflegt man das fertige Gewebe nach dem Schreinerschen Verfahren mit Riffelwalzen zu behandeln. Der dadurch erzeugte Glanz ist indessen nur flüchtig, d. h. er schwindet leicht und bald wieder, wenn die Ware feuchter Luft ausgesetzt ist, z. B. durch Regen naß wird und auch beim Bügeln. Man hat nun bereits verschiedene Vorschläge gemacht, um den durch dieses mechanische Verfahren erzeugten Glanz auf dem Gewebe zu fixieren, man kann jedoch nicht sagen, daß ein durchschlagender Erfolg damit erreicht worden ist. Die besten Resultate ergibt dabei noch das Verfahren, bei welchem das zwischen den Riffelwalzen bearbeitete Gewebe mit einer Lösung von Nitrozellulose in Ätheralkohol nachbehandelt wird.
Durch Versuche. hat sich ergeben, daß der Grund für den Mißerfolg hier lediglich in der Art des Lösungsmittels der Zellulose liegt. Bei Ätheralkohol erzeugt die in den Geweben immer in mehr oder weniger. hohem Betrage enthaltene Feuchtigkeit eine Trübung in der Nitrozellulose, so daß der Überzug auf dem Gewebe opak anstatt transparent aussieht und damit das Ansehen des Webstoffes verändert wird. Auch sind diese Lösungsmittel leicht entzündbar und explosiv, wenn sich ihre Dämpfe mit Luft mischen,, und stellen daher eine Gefahr für die Fabrikation dar.
Durch zahlreiche in dieser Richtung angestellte Versuche mit allen nur erdenkbaren Lösungsmitteln für Nitrozellulose hat sich ergeben, daß man über ein solches Mittel verfügt, welches keine der vorstehend aufgezählten unangenehmen Eigenschaften besitzt. Dieses Lösungsmittel ist Amylformiat (der Ameisensäureäther des Isoamylalkohols); seine Verwendung ist frei von jeder Gefahr, weder macht es die Nitrozellulose opak noch ist es zu flüchtig, hat vielmehr einen vergleichsweise hohen, doch nicht zu hohen Siedepunkt (nämlich 1240 C). Auch ist die Lösung sehr flüssig; und man kann daher damit äußerst feine Films oder Überzüge auf den Fasern des Gewebes erzeugen, was von hoher Bedeutung ist. In den meisten Fällen ist eine 5 prozentige Lösung mit vollem Erfolg verwendbar, und das Aufbringen dieser Flüssigkeit auf das Gewebe kann nach irgendeiner der bekannten Methoden, z. B. mittels einer Zerstäubungsvorrichtung, erfolgen. Von besonderem Vorteil ist es, die Flüssigkeit zweimal nacheinander aufzuspritzen, natürlich das zweite Mal erst, nachdem das Lösungsmittel der ersten
Auftragung vollständig verdampft ist. Wichtig ist es dabei, daß der Überzug auf dem Gewebe nicht eine vollständige Haut bildet oder das Gewebe gar wasserdicht macht, es genügt für den Zweck, wenn nur so viel der Flüssigkeit aufgebracht wird, daß dadurch der mechanisch erzeugte Glanz fixiert wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren, einen mechanisch hervorgebrachten Glanz auf Geweben durch Überziehen mit Nitrozelluloselösung haltbar zu machen, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel für die Nitrozellulose Amylformiat verwendet wird.
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DE (1) DE212695C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4844803A (en) * 1987-01-29 1989-07-04 Lenser Verwaltungs-Gmbh Filter press with a plurality of membrane filter plates

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4844803A (en) * 1987-01-29 1989-07-04 Lenser Verwaltungs-Gmbh Filter press with a plurality of membrane filter plates

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