DE212401C - - Google Patents

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DE212401C
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Germany
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hat
holder
steam
stump
grippers
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A42HEADWEAR
    • A42CMANUFACTURING OR TRIMMING HEAD COVERINGS, e.g. HATS
    • A42C1/00Manufacturing hats
    • A42C1/04Blocking; Pressing; Steaming; Stretching

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

&'vnaefüat
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 212401 KLASSE 41 a. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. April 1907 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Maschine zum Anformen und Strecken von Stumpen, insbesondere für Damenfilzhüte. Von Vorteil ist hierbei, daß die Maschine in ihrer Bauart genau den Arbeitsphasen der Hand entspricht. Hierbei kommt ganz besonders zur Geltung, daß die Form auf einem feststehenden Tisch ruht, wie dies für die Barbeitung von Stumpen für Damenfilzhüte durch
ίο Hand üblich und notwendig ist, und daß der am Randteil in den Stoffklammern befestigte Stumpen unter Einwirkung von Dampf über den Rand der Modellform gestreckt wird. Die Verwendung von überhitztem Dampf zur Herstellung der Hüte ist hierbei wichtig, um ein Feuchtwerden des Stumpens zu vermeiden, so daß nach Fertigstellung ein Nachtrocknen des ' Hutes, wie dies bei einem mit der Hand gezogenen Hute notwendig ist, vollständig erübrigt wird. Zur Erzielung dieser Trockendämpfe ist der feststehende Tisch als Hohlraum ausgebildet und durch einen Brenner heizbar.
Als besondere Neuerung dient noch das beliebige Einstellen der Stoffklammern nach den jeweiligen Schweifungen der Modellform in horizontaler und vertikaler Richtung, was gerade bei den Damenhutformen unbedingt notwendig ist.
Demzufolge sind die Vorteile des Erfindungsgegenstandes gegenüber den bestehenden Vorrichtungen zum Strecken und Formen von Filzhüten folgende: 1. Die Form kann, ganz gleich in welcher Schweifung, durch entsprechende Aufsatzteile gerade auf dem feststehenden Tisch ruhen. 2. Es erfolgt keine Bewegung mit der Form, weil die in jeder Richtung einstellbaren Stoffklammern sich genau den Schweifungen der Hutformen anpassen. 3. Der heizbare feststehende Tisch, welcher als Hohlraum ausgebildet ist, kann zur Erzeugung überhitzten Dampfes dienen, wodurch sich ein Nachtrocknen des fertigge- · zogenen Hutes erübrigt.
Auf den Zeichnungen veranschaulicht: 45:
Fig. ι den Längsschnitt der Maschine mit für eine Modellform eingestellten Greifern,
Fig. 2 den Längsschnitt der Maschine mit angesetztem Hutstumpen,
■ Fig. 3 eine Draufsicht auf die Maschine mit für eine kreisrunde Hutform eingestellten Greifern.
Fig. 4 stellt einen Greifer mit Halter und
Fig. 5 einen verstellbaren Halter mit Stoffgreifer im Zusammenhang mit einer Spreize dar. .
Fig. 6, 7 und 8 sind Modellformen in verschiedenen Schweifungen, bei welchen die Stoff greif er den Schweifungen entsprechend eingestellt angedeutet sind.
In Fig. ι und 2 ist 1 ein ausgebohrter Gußbock mit drei Füßen, welcher der Maschine als Ständer dient. In diesem ist der Spreizenhalter 2 beweglich gelagert, an dessen unterem Ende die Druckrolle 3 befestigt ist. Die Rolle 3 dient dazu, um bei Bewegung des Fußhebels 4 ein leichtes Gleiten zu erzielen. Der Spreizenhalter 2 ist hohl gebohrt und in dem unteren Teil in der Höhe seines Hubes durchgehend geschlitzt, um dem Befestigungs-
bolzen 5, welcher in dem Gußbock 1 die Tischstütze 6 festhält, freien Bewegungsraum zu geben (Fig. 1 und 2).
Vermittels des Fußhebels 4 kann der Spreizenhalter 2 hoch oder tief gedrückt werden. Die Spreizen 7 (Fig. 1 und 2), welche in dem Spreizenhalter 2 durch Bolzen 8 drehbar befestigt sind, erhalten ihre feste Verbindung durch die Verbindungshebel 9. Die Verbindungshebel 9 sind drehbar in dem Führungsteil 10 durch Bolzen 11 befestigt. Dieser Führungsteil 10 kann in dem Spreizenhalter 2 beliebig auf und nieder bewegt werden. Zu dieser Bewegungsart dient der Handhebel 12, welcher in dem Halter 13 seinen Drehpunkt hat und mit dem Führungsteil 10 durch Zapfen verbunden ist.
An dem Handhebel 12 ist eine Sperrklinke 14 angebracht, deren Feststellung durch das gezahnte Segment 15 erfolgen kann. Durch die Bewegungen des Handhebels 12 nach oben oder unten entsteht ein Auseinandergehen oder Zusammengehen der Spreizen 7. Die Spreizen 7 sowie die Verbindungshebel 9 haben zu ihrer Verbindung mehrere Löcher 16 (Fig. 1 und 2). Diese Löcher dienen zum verschiedenartigen Einstellen der Spreizen 7, um Hutformen mit verschiedenen Randbreiten je nach Bedarf strecken zu können. Die Tischplatte 17 mit Hohlraum 18 ist auf der Tischstütze 6 befestigt und mit der Bogenschiene 15 für das Einstellen des Handhebels 12 und dem Halter 13 verbunden (Fig. 1 und 2). Diese feststehende Tischplatte 17 mit Hohlraum 18 dient zum Aufsetzen der Modellform. Durch ein Rohr 19 mit Ventil wird in den Hohlraum 18 Dampf eingelassen, welcher dann durch kleine Löcher 20 in dem oberen Teil der festen Tischplatte 17 auf den über die Form gezogenen Stumpen einwirkt. Unterhalb der Platte 17 ist ein Brenner 21 angebracht, mittels dessen die Platte. 17 stark erwärmt wird, um den einströmenden Dampf im Hohlraum 18 zu überhitzen, wasserfrei und trocken zu machen. Die besondere Wirkung des trockenen bzw. überhitzten Dampfes besteht im vorliegenden Falle in einem schnellen Erweichen der Stumpen ohne Feuchtigkeit, so daß der fertige Hut nach . leichter Abkühlung trocken von der Form genommen werden kann, ohne sich nachträglich in seiner Form zu ändern, wie dies bei feucht gedämpften Hüten leicht vorkommt.
In Fig. 3 stellt 28 eine kreisrunde Hutform mit Rille 27 und 22 die eingestellten Greifer dar. ι sind die Füße des Gußbockes, 4 der Tritt des Fußhebels. Der Stofrgreifer 22 (Fig. 4 und 5) kann in seiner Ausführung beliebig sein. Derselbe ist hier, wie Fig. 4 in vergrößertem Maßstabe zeigt, beispielsweise mit offenen Haken 23 versehen und durch einen Bolzen 24 mit dem Halter 25 drehbar verbunden. Der Halter 25 sowie die Spreize haben Längsschlitze und sind durch Klemmschrauben 26 verbunden. Die Greifer 22 können demzufolge genau den Schweifungen der jeweiligen Modellform angepaßt werden und auch unterhalb der Formennut 27 eingestellt werden.
In Fig. 6, 7 und 8 sind 29, 30 und 31 Modellformen, und die Striche 32 deuten die Stellung der Greifer an. In Fig. 6 ist die Modellform in Schrägsicht, in Fig. 7 in Draufsicht und in Fig. 8 in Seitenansicht dargestellt. Fig. 8 zeigt, daß sich die Greifer 32 nicht nur in allen Formen der wagerechten Ebene einstellen lassen, sondern auch in senkrechter Richtung.
Der Arbeitsvorgang an der Maschine ist folgender:
Nach Aufsetzen der Hutform 28 auf den Tisch 17 werden, wie Fig. 1 zeigt, die Greifer 22 unmittelbar an das untere Ende der Rille 27 in der Hutform 28 herangebracht, nachdem zuvor der Hebel 12 und dadurch der Führungsteil 10 heruntergelassen worden ist. Die Greifer 22 werden vermittels der schon beschriebenen Bewegungs- und Drehvorrichtungen der Spreizen 7 oder Verbindungshebel 9 sowie unter Benutzung der Einstellöcher 18 je nach der Randbreite der Hüte eingestellt. Hierauf wird, wie Fig. 2 zeigt, der Handhebel 9 . genügend weit in die Höhe gezogen und eingeklinkt, um die Greifer in radialer Richtung auseinanderzuspreizen. Alsdann werden durch den Fußhebel 4 der Spreizenhalter 2 und mit diesem die Spreizen 7 mit den Greifern 22 in die Höhe gedrückt und der Stumpen 33 an den Greifern befestigt, nachdem er. zuvor durch Aufdrehen des Dampfventils 19 eingedämpft und dadurch weich gemacht worden war. Nun wird der Fußhebel 4 bei gleichzeitig starkem Dampfgeben freigelassen, und das Gewicht des Spreizenhalters 2 zieht den Stumpen 33 auf die Form 28 herab. Während des Dämpfvorganges wirkte gleichzeitig der Brenner 21. Der Kopfteil des Hutes wird nun in an sich bekannter Weise von oben durch die Öffnung 34 der Hutform eingedrückt und, sofern dies geschehen, der Handhebel 9 nach unten gestellt, wodurch der Stumpen nachgestreckt wird. Nunmehr findet das bekannte Abbinden des Stumpens in der Rille 27 der Modellform 28 statt, worauf die Greifer durch Heben des Handhebels 12 entfernt 'werden. Der auf die Form 28 aufgezogene Hut 33 kann nun in trockenem und gestrecktem Zustande ,115 vom Tisch 17 entfernt werden.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Maschine zumAnformen und Strecken von Filzhüten, insbesondere von Damenfilzhüten, dadurch gekennzeichnet, daß die
    Hutform (28) auf einem feststehenden Tisch (17) angeordnet ist, über welche der Hutstumpen (33) durch Stoffgreifer oder -klammern (22) gezogen wird, die an senkrecht und wagerecht verschiebbaren, einstellbaren Spreizen (7,9) angeordnet sind und sich so der jeweiligen Hutform entsprechend bewegen lassen.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Spreizen
    (7) befestigten Stoffgreifer (22) in einem in zwei Richtungen verstellbaren Halter (25) drehbar und feststellbar angeordnet sind.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der feststehende Tisch (17) als Dampfkammer ausgebildet ist, die durch eine Heizvorrichtung zur Erzeu- ■ gung von möglichst trockenem Dampf überhitzt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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