DE212338C - - Google Patents

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DE212338C DENDAT212338D DE212338DA DE212338C DE 212338 C DE212338 C DE 212338C DE NDAT212338 D DENDAT212338 D DE NDAT212338D DE 212338D A DE212338D A DE 212338DA DE 212338 C DE212338 C DE 212338C
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N7/00Analysing materials by measuring the pressure or volume of a gas or vapour
    • G01N7/02Analysing materials by measuring the pressure or volume of a gas or vapour by absorption, adsorption, or combustion of components and measurement of the change in pressure or volume of the remainder
    • G01N7/04Analysing materials by measuring the pressure or volume of a gas or vapour by absorption, adsorption, or combustion of components and measurement of the change in pressure or volume of the remainder by absorption or adsorption alone

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT·.
PATENTSCHRIFT
- M 212338.-KLASSE 42/. GRUPPE
Dr. CARL HOHMANN in LEIPZIG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26.JuIi 19Ö7 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum selbsttätigen Füllen und Entleeren einer Bürette, die zur Abmessung von Gasvolumen zum Zweck der Gasanalyse dient. Die Vorrichtung ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß die Einfüllung und Ausleerung der Sperrflüssigkeit erfolgt sowohl ohne Heben und Senken eines beweglichen Niveaugefäßes, als auch ohne Öffnen und
ίο Schließen von Flüssigkeits- oder Gashähnen, auch ohne Verwendung massiver Ventile.
Die technischen und physikalischen Grundlagen der Erfindung ergeben sich aus den Fig. ι bis 5, die die schrittweise Entwicklung der gewöhnlichen Gasbürette zu dem Apparat Fig. 6 darstellen, der alle Elemente der neuen Erfindung enthält.
Fig. ι und 2 zeigen die gewöhnliche Gasbürette mit beweglichem, durch Schlauch verbündenem Niveaugefäß in den Stellungen der Flüssigkeitsentleerung und Einfüllung (Gaseinfüllung und Entleerung), wobei von den beiden Hähnen stets einer geschlossen, der andere geöffnet, ist und der eine, E, zum Gaseintritt in die Bürette, der andere, A, zum Gasaustritt dient..
In Fig. 3 ist die Bürette B mit einem oberen und einem unteren unbeweglichen Behälter H bzw. T verbunden, wobei die Verbindung zu dem tiefstehenden Behälter durch einen Hahn V abgeschlossen und geöffnet wird.
Behälter T kann durch einen Ablaßhahn Z
entleert werden. : Die Bürette besitzt ein Steigrohr TJ, das in der Höhe der Büretteiifüllüng einen Überlauf bildet.
Wird bei Abschluß der Bürette gegen den Tiefbehälter T Wasser in den Hochbehälter H gegossen, so füllt sich die Bürette bis zu dem Niveau des Überlaufs, indem ein beliebiger Überschuß des Wassers durch den Überlauf abläuft und der Luftinhalt der Bürette durch den Gasaustrittshahn A entweicht. Wird hierauf der Gasaustritt abgesperrt der Gaseintrittshahn E geöffnet und der Hahn V zum leeren Tiefbehälter geöffnet, so fließt bei geschlossenem Hahn Z die Flüssigkeit aus der Bürette bis zum Niveaüausgleich in den Tiefbehälter aus, indem eine bestimmte Gasmenge in die Bürette eintritt. Hierauf ist der Hahn V wieder zu schließen, um durch erneuten Wasserzuflüß vom Hochbehälter aus die Bürette wieder bis zum Niveau ihres Überlaufs zu füllen und das vorhandene Gasvolumen auszutreiben,
In Fig, 4 ist der Hahn V der Fig. 3 zwisehen Bürette B und Tiefbehälter T dadurch entbehrlich gemacht, daß der Tief behälter nach oben bis über das obere Niveau der Bürette verlängert ist. Da dieser Aufsatz auf den Tischbehälter als Steigrohr der Bürette dient, so ist an ihm der Überlauf U für die obere Niveaueinstellung angebracht und das Steigrohr fortgelassen. Der Hochbehälter H ist mit dem oberen Fortsatz des Tiefbehälters, über dem er als Trichter angeordnet ist, fest oder lose ■ verbunden. Die Füllung der Bü-
rette mit Flüssigkeit bis zum Niveau des Überlaufs erfolgt bei geöffnetem Gasaustrittshahn, indem gleichzeitig das mit der Bürette kommunizierende Gefäß T bis zum gleichen Niveau gefüllt wird. Wird hierauf der Gasaustrittshahn A geschlossen, der Gaseiritrittsliahn E aber zunächst noch nicht geöffnet, so fließt bei öffnung des unteren Ablaßhahns Z nur der Inhalt des mit der Bürette kommunizierenden Behälters T aus, während die Bürette selbst als .Toricellische Röhre gefüllt bleibt. Wird dann nach Entleerung des Tiefbehälters und Schließung des Ablaßhahns Z der Gaszutritt geöffnet, so fließt der Flüssigkeitsinhalt der Bürette wie bei Fig. 3 in den Tiefbehälter, wobei das gleiche Gasvolumen in die Bürette eingezogen wird, worauf durch Wasserzufluß aus dem Hochbehälter der Vorgang der Füllung und Leerung des Apparates wieder eingeleitet wird. Der Flüssigkeitsinhalt der Bürette wird se gewissermaßen nur zwischen Bürette und Tiefbehälter hin und her bewegt, und das Wasser aus dem Hochbehälter durchfließt nur das kommunizierende Gefäß, um den Flüssigkeitsinhalt der Bürette aus dem Tiefbehälter in die Bürette hinaufzudrücken und darauf den Raum des Tief behälters für den Ausfluß aus der Bürette freizumachen.
Tn Fig. 5 ist der Ablaßhahn Z der Fig. 4 des Tiefbehälters dadurch entbehrlich gemacht, daß der Überlauf zu einem Überlaufheber ausgebildet und gleichzeitig der Gasaustrittshahn A der Bürette durch einen Flüssigkeitsverschluß in Form einer gewöhnlichen Gas- waschflasche ersetzt ist. Bei Entleerung des Tiefbehälters durch den Überlaufheber kann die Sperrflüssigkeit der als Abschluß nach außen dienenden- Waschflasche nur so hoch in der eintauchenden Röhre gezogen werden,
bis die Flüssigkeitssäule der in der Bürette hängenden Säule das Gleichgewicht hält; dient ■ in der Waschflasche Wasser als Verschlußflüssigkeit, so -braucht die eintauchende Röhre nur wenig länger zu sein als die in der Bürette festzuhaltende Wassersäule, dient Quecksilber in der Waschflasche als Sperrflüssigkeit, so wird dieses nur einen oder wenige Zentimeter gehoben. Die Waschflasche bildet daher für die Bürette ein nur einseitig offenes Ventil, das beim Eintritt der Ausheberung des kommunizierenden Gefäßes die Bürette nach außen völlig abschließt. -
In '-Fig. 6 ist auch der Gaseintrittshahn durch einen Flüssigkeitsverschluß ersetzt, indem die Erhöhung und Erniedrigung des zeitweise als Abschluß ■ der Gaszuleitungsröhre dienenden Flüssigkeitsniveaus durch Zu- und Abfluß von Flüssigkeit bewirkt wird. Wird als Absperrflüssigkeit in dem' Verschluß des Gaseintritts Wasser genommen, so ergibt sich der Übelstand, daß nach Erniedrigung des Niveaus der in der Röhre aufgesaugte Flüssigkeitsfaden nicht zurückfällt und den Gaseintritt verhindert. Durch geeignete Konstruktion der Röhre gelingt es zwar, den Ablauf der Flüssigkeit aus der Röhre zu bewirken, einfacherist es aber, Quecksilber als Sperrflüssigkeit 'zu benutzen, da es erstens nur 1Z13 so hoch aufgesaugt wird als Wasser und bei einer lichten Weite des Rohrendes von etwa 4 mm glatt abfällt. . Um trotzdem Schließung und Öffnung des Verschlusses durch Zu- und Abfluß von Wasser bewirken zu können, befindet sich das Quecksilber in einem U-förmig gebogenen Rohr, dessen langer offener Schenkel zeitweise mit Wasser gefüllt wird, das durch einen Heber wieder entfernt wird. Bei Aufschichtung des Wassers wird in dem langen Schenkel das' Quecksilber herabgedrückt, in dem kurzen Schenkel gehoben und so die Gaszutrittsröhre verschlossen.
In der Anordnung Fig. 6 wird der Gaseintritt in die Bürette sogleich geschlossen, wenn das Wasser dem Apparat zufließt, da es zunächst in den langen Schenkel W des. Ver-Schlusses gelangt, diesen füllt und darauf erst in das kommunizierende Gefäß T überfließt, das nach Füllung der Bürette B durch den Überlaufheber U entleert wird. Nach Entleerung des Tiefbehälters T wird der Gaszutritt zu der Bürette wieder geöffnet, indem mittels der Ansaugevorrichtung 5 Z der Heber F durch das aus T ausgeflossene Wasser angesaugt wird und das Wasser aus W ausgehebert wird.
Der Teil 5 besteht aus einem oberen weiteren Gefäß, an das eine Abflußröhre angeschlossen ist, die zunächst U-förmig gebogen ist und etwas über oder unter mittlerer Höhe des oberen Behälters sich wieder abwärts· wendet, so daß vor dem Ablauf von Flüssigkeit der größere Teil der durch den Apparat gehenden Flüssigkeit sich zunächst ansammelt und erst durch Überlaufen zum Abfluß gelangt. An das Ausflußrohr Z ist der Heber F möglichst oben angeschlossen. Das Rohr Z ist zweckmäßig etwas kürzer und etwas enger als der U-förmig gebogene Teil· und am besten in eine Spitze ausgezogen. Beim Ausfluß der Flüssigkeit aus Z findet zunächst keine Saugwirkung auf .F statt, sondern im Gegenteil eine bemerkenswerte Druckwirkung; erst wenn das Niveau in dem absteigenden Teil des U-Rohrs so weit gesunken ist, daß die in dem aufsteigenden Arme zu hebende Flüssigkeitssäule 1.15 eine größere Saugwirkung beansprucht als die Anheberung von F, tritt Saugwirkung auf F ein, indem der Ausfluß aus S sich bald völlig einstellt. Das Wasser in. W wird alsdann durch die Flüssigkeitssäule in Z über den Scheitel des Hebers F gezogen, so daß -F durch den letzten Rest des aus T ausge-
flossenen Wassers angesaugt und hiermit die wichtige Bedingung erfüllt, wird, daß der Gas: zutritt zur Bürette B erst dann geöffnet wird, wenn die Entleerung des Tiefbehälters T beendet ist. ' .
In der Anordnung Fig. 6 ist auch die selbsttätige Auslösung des Wasserzuflusses zum Hochbehälter aus einem größeren Vorrat angebracht. Der Wasservorrat (z. B. io 1) befindet sich in der Mariotteschen Flasche M. Aus M füllt sich das geschlossene Gefäß G bis zum Niveau des Luff eintritts* in die Mariotte-' sehe Flasche M. In G . steht der Heber /, mit seinem Scheitel über das Niveau des gefüllten Behälters G ragend, ferner die kurze Steigröhre K, die mit ihrem unteren Ende etwas in das Wasser des gefüllten Behälters G eintaucht. Durch die Leitung L ist G mit dem Behälter D verbunden, der gleichzeitig mit T gefüllt und entleert wird, da er ein mit T (und B) kommunizierendes Gefäß ist. Durch die Röhre K wird' bei gefülltem Behälter G über dem Niveau der Flüssigkeit ein Luft volumen abgeschlossen, das durch L-mit D in Verbindung steht. Beim Eintritt von Flüssigkeit in D wird daher die Luft gepreßt und hierdurch das Wasser in der Röhre K und dem. Heber / so weit. gehoben, daß es in / zum Ablauf kommt und dadurch die Ausheberung von G ausgelöst wird, indem durch K die Verbindung mit. dem äußeren Atmosphärendruck offen steht. Während der Ausheberung von G findet zwar wieder Zufluß von Wasser aus M statt, wählt man aber die Dimensionen so, daß der Abfluß schneller vor sich geht als der Zufluß, so sinkt der Flüssigkeitsspiegel in G durch die Ausheberung und die Hebertätigkeit von / wird unterbrochen, sobald die äußere Luft in den Heber tritt. Die Dimensionen sind leicht so zu treffen, daß mit einem möglichst kleinen Überschuß eine passende Flüssigkeitsmenge dem Hochbehälter H zugeführt wird, ein beliebiger Überschuß bis zur doppelten oder dreifachen Menge des Erforderlichen schadet aber durch-.
- aus nicht, wenn die sonstigen Dimensionen der Apparate nicht besonders ungünstig sind.
Bei Füllung des zunächst vollständig leeren
Apparates (Fig. 6) findet daher folgender Vorgang statt: Wird zunächst die zur Füllung von T und D erforderliche Wassermenge von Hand, in H eingegossen, so fließt das Wasser zunächst in W' ein und schließt den Quecksilberverschluß Q. Das Wasser fließt hierauf nach T, in der T, B und D verbindenden Rohrleitung und dem aufsteigenden Arm des Hebers U. aufsteigend. ■ Sobald. D etwa bis zur Hälfte oder 3,4 seines Inhalts gefüllt ist, beginnt der Heber / dem Apparat die erforderliche Wassermenge . zuzuführen, . um ihn bis zum oberen Niveau von B zu füllen. Bei Füllung von B entweicht die vorhandene Luft durch die Waschflasche A, da E durch Q verschlossen ist. Die Flüssigkeit steigt in B, T, U und L, bis sie in U zum Überlaufen kommt; und nun beginnt die Ausheberung von T und D (wobei D durch K mit der äußeren Atmosphäre in "Verbindung-steht). Findet der Ausfluß aus dem Heber U nicht gar zu schnell statt, so sinkt, solange noch ein Überschuß von Wasser aus H zufließt, das Niveau in T nur langsam, so daß der Überschuß lange vor Entleerung von T und D und Unterbrechung der Heberung zum Abfluß gelangt. Während der Ausheberung von T und D wird das Quecksilber aus Q etwa I1J2 cm in die Gaszuleitungsröhre eingesogen, wobei der Verschluß nach, außen erhalten bleibt. Auch aus der Waschflasche A wird nur die gleiche Quecksilbersäule hochgezogen. Das aus U ausfließende Wasser sammelt sich in S, gelangt hier zum Überlaufen, worauf es ebenfalls durch Heberung entleert wird, bis der Flüssigkeitsspiegel in 5 etwa bis zur Hälfte der engen Röhre sinkt. Darauf wird der Heber F in Tätigkeit gesetzt und der Quecksilberverschluß Q aufgehoben. Das Gas tritt durch E in B ein, und der Flüssigkeitsinhalt von B fließt nach T und D aus. Inzwischen hatte sich G wieder gefüllt, so daß der Flüssigkeitsspiegel in G wieder bis K reicht und der Luftraum D wieder abgeschlossen ist. Sobald in D die erforderliche Luftpressung zustande gekommen ist, wird der' Heber / wieder in Tätigkeit gesetzt und dadurch die Wiederholung des Vorgangs eingeleitet. Da der Abfluß aus H als Überlaufheber angeordnet ist, so sammelt sich das durch / ausfließende Wasser zunächst in H, wodurch die Zeit gewonnen wird, daß B: sich völlig -nach T und D entleert, bevor das Wasser aus H abfließt.
Bei dieser Anordnung entspricht das zur Probe eingefüllte Gasvolumen der Menge des ausgeflossenen Wassers, und zur Abmessung eines bestimmten Volumens (z. B. 100 ecm) müssen die Dimensionen des Apparates demgemäß angepaßt sein, man kann aber auch die Einrichtung treffen, daß zunächst ein Überschuß an Gas eingesogen wird und dieser Überschuß beim Austreiben aus der Bürette entfernt wird, bevor das Gas durch die Waschflasche austritt, indem das Gas durch eine besondere Eintrittsröhre .von unten in die Bürette eingeführt wird, die etwas unterhalb der unteren Verengung der Bürette einmündet, da alsdann beim Aufstieg der Flüssigkeit das Gas zunächst wieder durch das Einleitungsrohr entfernt wird, bis die Flüssigkeit über die Einmündung der Einleitungsröhre gelangt, worauf erst der Austritt des Gases durch die besondere Austrittsröhre und die Waschflasche.
erfolgt. Es ist hierbei aber nötig, das von H kommende Wasser zunächst nach T zu leiten, damit der Verschluß Q während der Füllung von S offen bleibt. Da die Schließung des Quecksilberverschlusses Q erst zu erfolgen braucht, kurz bevor der Überlaufheber U in Tätigkeit gelangt, so kann man das Wasser von T nach W aufsteigen lassen und nach Füllung von W bis zum Niveau des Scheitels
ίο von U weiter steigen lassen, worauf beim Beginn der Hebertätigkeit von U die Flüssigkeitssäule in W oberhalb des Wassereintritts wieder abgezogen wird, während die untere Säule stehen bleibt. Man kann aber auch darauf verzichten, daß der Heber U durch Überlaufen zum Anhebern kommt, indem man, wie bei Fig. 9 dargestellt ist, U durch eine Ansaugevorrichtung S zum Anhebern bringt, die von W aus gefüllt wird, so daß man das Wasser von T aus von oben nach W fließen und von W nach S fließen läßt, um U anzusaugen. Die indirekte Anheberung von U ist besonders dann vorteilhaft oder notwendig, wenn die Füllung der Bürette S möglichst langsam, die Entleerung des kommunizierenden Gefäßes aber möglichst schnell erfolgen soll, da beim langsamen Aufstieg der Flüssigkeit und bei weitem Querschnitt des Hebers die Flüssigkeit nur überläuft, ohne den Scheitel des Hebers ganz zu füllen und ohne in dem absteigenden Schenkel eine geschlossene Wassersäule zu bilden, welche die eigentliche Heberung bedingt. Wie Fig. 7 zeigt, muß, wenn der Bürette B das Gas durch ein besonderes Eintrittsrohr von unten (oder durch eine von oben eingeführte Eintauchröhre) zugeführt wird, das Gasaustrittsrohr oberhalb des Niveaus, bis zu dem die Flüssigkeit gelangt, mit der unteren Flüssigkeitsleitung durch ein Rohr verbunden werden, um zu verhindern, daß der Flüssigkeitsfaden in dem engen Hals beim. Ausdrücken des Gases . in die Waschflasche A geschoben wird, was durch die Verbindungsröhre nach unten verhindert wird. · Fig. 8 zeigt eine Anordnung, bei der · zwei vollständige Apparate nach Fig. 6 durch eine Orsat - Pipette verbunden sind und die Auslösung der selbsttätigen Vorgänge so verknüpft ist, daß das Ganze ein selbttätiger Orsat-Apparat ist.
Der Apparat I dient zur Abmessung' des zu analysierenden Gasquantums. In der Bürette B2 des Apparates II kann der Gasrest nach dem Verschwinden des in der Absorptionspipette 0 absorbierten Bestandteils, die sich zwischen dem Gaseintrittsrohr und der Kugel befindet, gemessen werden. Die Apparate I und II sind dadurch hintereinandergeschaltet, daß die Leitung X1 von D1 nicht nach G1, sondern nach G2 führt, und umgekehrt D2 durch L2 mit G1 verbunden ist; ferner führt H1 das für den Apparat I bestimmte Wasser zunächst nach W2 und. von dort erst nach W1 und T1. Die Gasaustrittsröhre A1 führt in einen Wasserverschluß (neben der Orsat-Pipette O befindlich) und aus diesem nach 0. Die Absorptionspipette O hat ihr Niveaugefäß nach Art der Hempelschen Pipetten oberhalb des Absorptionsgefäßes. Der Gang des Apparates ist folgender: .
Wird zunächst die zur Füllung von T1 und D1 erforderliche Wassermenge in H1 eingegossen, so gelangt bei Füllung von D1 der Heber J2 des Behälters G2 zum Hebern und es füllt sich auch T2 und D2. Bei Füllung von D2 wird Heber J1 des Behälters G1 in Tätigkeit gesetzt, und es fließt die zur Füllung von S1 erforderliche Wassermenge durch W2. W1, T1 nach B1, wobei die in B1 vorhandene Luft nach 0 getrieben und die Absorptionsflüssigkeit aus 0 nach N gehoben wird (die Luft wird in 0 eingeschlossen, da das Quecksilberventil Q2 geschlossen ist). Nach Füllung von B1 gelangt der Heber U1 in Tätigkeit und entleert T1 und D1, während B1 gefüllt bleibt, da sowohl die Gaseintrittsröhre,· als auch die Gasaustrittsröhre unter Flüssigkeitsverschluß steht, erstere bei Q1 unter Quecksilberverschluß, letztere in A1 unter Wasserverschluß und indirekt durch Vermittlung von O auch unter dem Quecksilberverschluß Q2. Nach Schluß der Heberung durch U1 läuft S1 aus, und der Rest des Wassers in S1 saugt den Heber F1 an, so daß das Quecksilberventil Q1 geöffnet wird; es tritt das zu untersuchende Gas durch Q1 und. E1 in B1 ein, indem der Flüssigkeitsinhalt von S1 nach T1 und D1 fließt, worauf Apparat I zunächst in Ruhe bleibt. Duich Füllung von D1 wird der Heber J2 des Apparates II in Tätigkeit gesetzt und Sa yon H2 aus gefüllt, indem die in B2 vorhandene Luft durch A2 ausgetrieben wird. Nach Füllung von B2 kommt Heber U2 zum Überlaufen, nach Entleerung von T2 und D2 entleert sich S2 und saugt mit dem letzten. Rest der aus T2 ausgeflossenen Flüssigkeit F2 an, wodurch W2 entleert und das Quecksilberventil Q2 geöffnet wird. Infolge Öffnung von W2 tritt das in O vorhandene Gas unter dem Druck der Flüssigkeitssäule N und dem Zug der Flüssigkeitssäule in B2 aus O nach B2 ein, indem die entsprechende Flüssigkeitsmenge aus S2 ausfließt. Sobald diese aus S2. nach T2 und D2 fließende Flüssigkeit D2 füllt, wird Heber J1 in Tätigkeit gesetzt, und das Spiel beginnt von neuem-, indem im Apparat I die Fortsetzung der bereits durch Einsaugung der neuen Probe begonnenen Analyse erfolgt, während in Apparat II eine Pause eintritt, auf die später Austreibung des Gases aus S2 erfolgt. Es ist leicht ersichtlich, daß bei dem Apparat Fig. 8 die beiden Funktionen der
gewöhnlichen Gasbürette Abmessung des zu analisierenden Gasquantums und Messung des Gasrestes nach Absorption des zu bestimmenden Bestandteils auf zwei Büretten verteilt ist, im übrigen aber das Gas dieselbe Behandlung erfährt wie im gewöhnlichen Orsat, den man vielleicht ganz zweckmäßig auch so einrichten könnte, daß zwischen den Absorptionsapparaten Meßbüretten geschaltet werden.
ίο Man kann aber die beiden Apparate auch so miteinander arbeiten lassen, wie zwei gewöhnliche, durch ein Absorptionsrohr oder Verbrennungsrohr verbundene Druckflaschenpaare, so daß sich die Bürette B2 von Flüssigkeit entleert, wenn B1 gefüllt wird, und der gasförmige Inhalt von B1 nach B2 bewegt wird, indem auf dem Wege die Entfernung des zu bestimmenden Bestandteils erfolgt. Die Möglichkeit, alle Anwendungen von Druckflaschenpaaren mit dem Apparat nachzuahmen, zeigt sich besonders deutlich in der Anordnung Fig. 9, bei der der Tiefbehälter zum Abmessen der Probe eingerichtet ist und das Gas von dem Tief behälter in die obere Bürette geführt wird, indem auf diesem Wege die Entfernung des zu bestimmenden Bestandteils in dem. Kugelapparat erfolgt. Die Anordnung ist einem einzigen Druckflaschenpaar vergleichbar, dessen unterer mit Gas gefüllter Behälter durch Vermittlung eines Absorptionsrohrs mit dem oberen mit Flüssigkeit gefüllten Behälter verbunden ist. Bei Entleerung des Tiefbehälters T durch den Heber U wird die Gasprobe ' durch P von unten nach T eingesogen, beim Zufluß des Wassers aus B nach T wird zunächst ein Überschuß des Gases durch' P wieder ausgetrieben, bis das Wasser über den Gaseintritt gelangt, worauf der gasförmige Inhalt von T nach B übergezogen und gedrückt
wird. Der Heber U gelangt nicht durch Überlaufen in Tätigkeit, sondern durch die Ansaugevorrichtung Y, welche von W aus nach Schließung des Quecksilberventils Q gefüllt wird und zum Überlaufen kommt. Es bedarf wohl nicht der weiteren Erörterung, daß die Anordnung Fig. 9 in beliebiger Wiederholung die verschiedenartigsten Kombinationen zu-. läßt und auch in Verbindung mit dem Apparat Fig. 6 bzw. Fig. 8 in mannigfaltigster Weise der gegenseitigen Auslösung zu Apparaten zusammengesetzt werden kann, so daß alle Gasbewegungen erzielt werden können, welche der Zweck der Gasanalyse erfordert. Für wissenschaftliche Untersuchungen ist meistens. die Anwendung von Quecksilber als Sperrflüssigkeit der Gasbüretten erforderlich, und auch in technischen Apparaten, besonders wenn sie selbsttätig arbeiten sollen, ist die Verwendung von Quecksilber, empfehlenswert.
Es ist leicht ersichtlich, daß beim Betrieb des neuen Apparates das Wasser überhaupt.
durch jede andere als Sperrflüssigkeit brauchbare Flüssigkeit ersetzt werden kann, und es erscheint Quecksilber eher noch geeigneter als Wasser, da es infolge seines hohen spezifischen Gewichts in seinen Bewegungen nicht so leicht durch Reibung und Bildung störender Luftblasen behindert wird wie Wasser. Quecksilber bietet den Vorteil, daß alle Dimensionen des Apparates kleiner genommen werden können. Es wird dabei nur nötig, eine mechanische Einrichtung zu treffen, um einen kleineren Quecksilbexvorrat nach seinem Durchgang durch den Apparat immer, wieder hoch zu bringen.
Besonders vorteilhaft ist es, daß eine gleichzeitige Anwendung von Wasser als Betriebsmittel und von Quecksilber als Sperrflüssigkeit der Bürette ausführbar. ist.
Es wurde schon bemerkt, daß die Flüssigkeitsbewegung im Apparat so aufgefaßt werden kann, daß das aus dem Hochbehälter fließende Wasser lediglich durch das kommunizierende Gefäß fließt,- um die Sperrflüssigkeit zwischen Bürette und Tiefbehälter hin und her zu bewegen. Mit einer Flüssigkeit wie Quecksilber, die. sich mit Wasser nicht mischt und schwerer ist als Wasser, ist dies tatsächlich ausführbar, und Fig. 10 zeigt die nur wenig veränderte Anordnung der Fig. 6 für den Betrieb mit Quecksilber und Wasser ein- ■ gerichtet. Die obere Verlängerung des Tiefbehälters, sowie der Heber U ist so hoch geführt, daß bei der Füllung mit Wasser das Gewicht der Wassersäule das Quecksilber aus dem Tiefbehälter in die Bürette drückt und der Tiefbehälter mit Wasser gefüllt wird. Damit das Quecksilber nicht nach D und in den Heber U gelangt, was Störungen verursachen kann, indem es bei der Einfüllung des Wassers nicht ganz ausfließt, ist D und der Heber U oberhalb des Tiefbehälters angebracht. Etwas oberhalb ist ferner die Fortsetzung des Tiefbehälters zu einem Raum von der Größe des Tiefbehälters erweitert. Wird das Wasser durch Υ oberhalb des Tiefbehälters abgehebert, so fließt nach Öffnung des Quecksilber ventils Q das Quecksilber aus B nach T, indem das in T verbliebene Wasser in die obere Erweiterung und nach D gehoben wird und hierdurch, ebenso wie früher, die Auslösung des Wasserzulaufs erfolgt.
Fig. 11 zeigt den Apparat gemäß Fig. 9 in der Einrichtung für den Betrieb mit Quecksilber und Wasser. Damit T indirekt durch den Heber U entleert wird, ist an T ein Behälter von gleicher Größe als Tiefbehälter für T (und B) angeschlossen, der nach oben zu der Steigröhre verlängert ist, an die oberhalb T der Heber U angesetzt ist, während der Behälter D sich in der Höhe von T befindet. Es sei die Bürette B leer, T, D und der un-
tere Behälter V, sowie die Verbindung von V mit der oberen Erweiterung bis zu gleichem Niveau mit Quecksilber gefüllt. Beim Zufluß des Wassers wird das Quecksilber zur Hauptmenge nach B gedrückt (gleichzeitig auch nach T und D), indem sich V mit Wasser füllt, darauf fließt bei der Ausheberung des Wassers durch U das Quecksilber aus T und D nach V1 indem Γ sich mit der ίο Gasprobe, D sich mit Luft füllt. Bei Öffnung des Ventils Q fließt dann das Quecksilber von B nach T und D, wobei von D aus wieder der Zufluß des Wassers ausgelöst wird.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung zum selbsttätigen Füllen und Entleeren von Gasbüretten zum Zwecke der Gasanalyse, dadurch gekennzeichnet, daß dem Hochbehälter (M), aus dem die zum Betriebe der Vorrichtung erforderliche Flüssigkeit entnommen wird, ein Abfüllgefäß (G) vorgeschaltet ist, das mit einem geschlossenen Behälter (D) durch ein Rohr (L) verbunden ist, durch das der beim Entleeren der Bürette (B) entstehende Druck auf den Inhalt des Abfüllgefäßes (G) übertragen und hierdurch der Abfluß seines Inhaltes eingeleitet wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tiefbehälter (D), in dem sich der Inhalt der Bürette (B) entleert, in einer Erweiterung eines mit der Bürette kommunizierenden Rohrs besteht.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, da-. durch gekennzeichnet, daß der Hochbehälter als Mariottesche Flasche (M) ausgebildet ist, aus der das Abfüllgefäß bis zu einer konstanten Höhe gefüllt wird, während der Abfluß aus dem Abfüllgefäß (G) durch einen Heber (F) bewirkt wird, der infolge des aus dem Tiefbehälter (D) übermittelten Druckes in Tätigkeit tritt.
  4. 4. Vorrichtaig nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Abfüllgefäß (G) mit einem in die Flüssigkeit eintauchenden Steigrohr (K) versehen ist, durch das der einseitige Abschluß des Gefäßes gegen die Atmosphäre gebildet wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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