DE2620003C2 - Vorrichtung für Spulklosetts o.dgl. für die selbsttätig dosierte Hinzufügung von flüssigen Zugabemitteln - Google Patents
Vorrichtung für Spulklosetts o.dgl. für die selbsttätig dosierte Hinzufügung von flüssigen ZugabemittelnInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine für Spülklosetts od. dgl. zu verwendende Vorrichtung für die selbsttätig dosierte
Hinzufügung von flüssigen Zugabemitteln zu in Intervallen strömenden Flüssigkeiten aus einem das
Zugabemiltel enthaltenden, mit dem Spülkasten od. dgl. über Rohre verbundenen, sonst luftdicht geschlossenen
Zugabe-Behälter, bei welcher der Wasserspiegel im Spülkasten od. dgl. zur Dosierung des Zugabemittels
dient.
Bei e:iner bekannten derartigen Ausgestaltung (DT-AS 11 90 888) setzt sich der Zugabe-Behälter nach
unten hin in eine Mischkammer fort, in welche ein als Kapillarröhrchen ausgebildetes Ausflußröhrchen mündet.
Ferner ragt in die Mischkammer ein Einlaufröhrchen, welches mit einem sich zwischen Zugabe-Behälter
und Mischkammer befindlichen Fangtrichter in Verbindung steht. Oberhalb der Ausflußöffnung des Ausflußröhrchers
erstreckt sich die mit dem Spülkasten verbundene Spülöffnung. Vor dem Spülvorgang befin
det sich der Flüssigkeitsspiegel oberhalb des Fangtrichters. Wird nun der Spülvorgang eingeleitet, sinkt die im
Spülkasten befindliche Flüssigkeit ab. Durch die aus dem Fangtrichter über das Einlaufröhrchen ebenfalls
absinkende Flüssigkeit entsteht in der Mischkammer eine Strömung, mittels welcher das darin befindliche
Gemisch durch die Spülöffnung in den Spülkasten gelangt und die darin befindliche Flüssigkeit mit dem
Zugabemittel versetzt. Die Mischkammer bleibt auch nach vollständigem Ablaufen der Flüssigkeit aus dem
Spülkasten mit Flüssigkeit so weit gefüllt, daß die Ausflußöffnung des Ausflußröhrchens ständig in den
ίο Flüssigkeitsvorrat der Mischkammer hineinragt. Es
findet daher ein dauernder Austausch des in dem Zusatz-Behälter befindlichen Zugabemittels mit der in
der Mischkammer befindlichen Flüssigkeit statt, die sich allmählich mit dem Zugabemittel anreichert. Nachteilig
an dieser Ausgestaltung ist die Tatsache, daß bei schneller Hintereinanderfolge von Spülvorgängen eine
unzureichende Sättigung innerhalb der im Spülkasten befindlichen Flüssigkeit mit dem Zugabemittel stattfindet.
Bei größeren Zeitintervallen — wie z. B. Urlaub — erfolgt dagegen eine hochgradige Sättigung der im
Spülkasten oder dergleichen befindlichen Flüssigkeit.
Um eine dosierte Zugabe von Zusatzflüssigkeit zu ermöglichen, ist es auch bekannt, dem in das
Klosettbecken mündenden Spülrohr einen Zugabe-Be-
*5 hälter unter Zwischenschaltung von Ventilen zuzuordnen.
Beim Auslösen des Spülvorganges wird dann durch den Fallstrom des Wassers ein Ventil betätigt, das aus
dem Zugabebehälter einen Teil der Zugabeflüssigkeit freigibt, der dann dem Flüssigkeitsstrom beigemischt
wird. Nachteilig an diesen Vorrichtungen ist die Tatsache, daß die beweglichen Teile, insbesondere die
Ventildichtungen, dem Verschleiß unterworfen sind und daß mittels solcher Ventilsteuerungen nur verhältnismäßig
große Mengen von Zugabeflüssigkeit freigegeben werden können.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art unter Verzicht
von Ventilen derart zu verbessern, daß nur durch einen Spülvorgang eine dosierte Menge von flüssigem
Zugabemiael dem Spülkasten zugeleitet wird, und zwar
unabhängig von der Zeitfolge der Spülvorgänge.
Gelöst v.ird diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebene Vorrichtung.
Die Uiiteransprüche stellen vorteilhafte Ausgestaltungen
der Lösung gemäß dem Anspruch 1 dar.
Zufolge derartiger Ausgestaltung ist eine gattungsgemdDe
Vorrichtung von erhöhtem Gebrauchswert geschaffen. Es liegt ein einfacher Aufbau derselben vor.
Die wesentlichen Bestandteile der Vorrichtung sind einerseits der Zugabe-Behälter selbst, der Steigrohr-Überlauf
sowie das Pumprohr. Daher können die Gestehungskosten einer solchen Vorrichtung niedrig
gehalten werden. Trotz dieses einfachen Aufbaues arbeitet die Vorrichtung äußerst zuverlässig. Es wird
ausschließlich durch einen Spülvorgang Zugabemittel in den Spülkasten zugeleitet. Die dosierte Zugabe erfolgt
im Gegensatz zu den bekannten Lösungen erst nachdem der Flüssigkeitsspiegel sein niedrigstes Niveau
erreicht hatte und dann wieder ansteigt. Dabei wird durch die im Pumprohr aufsteigende Flüssigkeit die in
dem Pumprohr vorhandene Luft komprimiert. Dieselbe steht in Verbindung mit dem Luftvolumen des
Zugabe-Behälters. Durch den entstehenden Überdruck gelangt das Zugabemittel durch den Steigrohr-Überlauf
in den Spülkasten. Hat der Flüssigkeitsspiegel seinen höchsten Stand erreicht, ist der Pumpeffekt beendet, so
daß kein Zugabemittel mehr in den Spülkasten fließen kann. Da durch diesen Pumpeffekt ausschließlich das
Zugabemittel in den Spülkasten oder dergleichen einströmt, ist es unbedeutend, in welcher Zeitfolge die
Spülvorgänge geschehen. Sodann ist die Konzentrierung der im Spülkasten befindlichen Flüssigkeit
abhängig von dem jeweiligen höchsten Wasserspiegel. Steigt nämlich der Wasserspiegel, vergrößert sich
ebenfalls der Pumpeffekt, wodurch mehr Zugabemittel aus dem Zugabe-Behälter strömt. Durch den bis etwa
zum Boden des Zugabe-Behälters reichenden Rohrabschnitt des Pumprohres erfolgt bis zur vollständigen
Leerung des Zugabe-Behälters eine gleichmäßige dosierte Anreicherung der im Spülkasten v-orhandenen
Flüssigkeit mit dem Zugabemittel. Dem im Zugabe-Behälter befindlichen Luftvolumen ist dadurch eine
Flüssigkeitssperre zugeordnet. Ist nämlich im Spülkasten durch einen Spülvorgang der Wasserspiegel bis
zum niedrigsten Stand abgesunken, kann keine Luft aus dem Zugabebehälter zufolge dieser Flüssigkeitssperre
entweichen. Diesem Luftvolumen wird bei jedem Spülvorgang eine gleiche Menge von Luft durch den
Pumpeffekt zugeführt unter Erzielung der vorerwähnten genauen Dosierung des Zugabemittels. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung läßt sich in einfacher Weise nachträglich an bereits vorhandene Spülkästen oder
dergleichen anbringen. Dies kann z. B. durch seitliches Anhängen des Zugabe-Behälters am Spülkasten erfolgen.
Jedoch läßt sich die Vorrichtung auch inneit alb des
Spülkastens unterbringen. Vorzugsweise wird dann der Zugabe-Behälter bei der Herstellung dem Deckel des
Spülkastens angeformt. Nach vollständiger Entleerung des Zugabe-Behälters ist eine Auffüllung desselben in
einfacher Weise möglich. Es ist lediglich die deckelseitige Nachfüllöffnung aufzumachen, das Zugabemittel
einzufüllen und danach die Nachfüllöffnung zu verschließen. Beispielsweise kann man sich dabei einer in
Form einer den Behälter luftdicht abschließenden Verschlußschraube bedienen. Durch den in die Flüssigkeit
reichenden querschnittsvergrößerten Abschnitt des Pumprohres ist der Pumpeffekt bestimmbar. Um ihn
jedoch variieren zu können, ist vorzugsweise eine teleskopierbare Ausgestaltung dieses Abschnittes wählbar.
Durch Verlängerung oder Verkürzung dieses Abschnittes erfolgt eine Vergrößerung oder eine
Verringerung des Pumpeffekts.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Γ i g. 1 und 2 erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Schnitt durch einen mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ausgestatteten Spülkasten und
Fig. 2 einen Schnitt durch die Vorrichtung bei gefülltem Spülkasten.
Bezüglich des dargestellten Spülkastens handelt es sich um einen hochhängenden Spülkasten 1. Dieser hat
einen Wasserzulauf 2 mit nachgeordnetem Ventil 3. Dieses wird in Abhängigkeit von der L?ge des
Schwimmers 4 geöffnet oder geschlossen. Hierzu ist der Schwimmer 4 an einer Hebelstange 5 befestigt, die das
Ventil 3 steuert. Weiterer Bestandteil des Spülkastens 1 ist der an der Glocke 6 angreifende Hebel 7, der mittels
der Zugkette 8 betätigt werden kann.
Gemäß Fig. 1 und 2 liegt der höchste Flüssigkeitsspiegel
Sl vor. Das Ventil 3 ist geschlossen. Nach Auslösen des Spülvorganges sinkt der Flüssigkeitsspiegel
bis zu dem Stand S 2 (siehe strichpunktierte Linie).
Dem Spülkasten 1 ist eine Vorrichtung 9 zugeordnet. Diese weist einen seitlich des Spülkastens I angehängten
Zugabe-Behälter 10 auf. Letzterer hat eine deckelseitige Nachfüllöffnung 11, und eine Schraube 12
verschließt den Zugabebehälter !0 luftdicht.
Der Behälter 10 ist dem Spülkasten 1 derart zugeordnet, daß sein Luftvolumen V oberhalb des
höchsten im Spülkasten auftretenden Flüssigkeitsspiegels Sl liegt. In dem das Zugabemittel 13 enthaltenden
Behälter 10 befindet sich ein Steigrohr-Überlauf 14. Dessen im Behälter 10 befindlicher Steigrohr-Abschnitt
15 endet dicht vor dem Boden 10' des Behälters 10. Der andere Steigrohr-Abschnitt 16 durchsetzt eine öffnung
ίο 17 des Spülkastens und mündet oberhalb des höchsten
Wasserspiegels Sl.
Sodann hat die Vorrichtung ein Pumprohr 18. Letzteres besteht aus dem sich in dem Zugabe-Behälter
befindlichen, bis etwa zum Boden 10' des Zugabe-Behälters reichenden Rohrabschnitt 19 und dem in die
Flüssigkeit des Spülkastens 1 ragenden Abschnitt 20. Dieser in die Flüssigkeit eintauchende Abschnitt 20 ist
querschnittsvergrößert ausgebildet. Es liegt eine solche
Länge des Abschnittes 20 des Pumprohres 18 vor, daß sich dessen unleres Mündungsende 20' oberhalb des
niedrigsten Flüssigkeitsspiegels S2 erstreckt.
Es ergibt sich folgende Wirkungsweise: Wird der Spülvorgang eingeleitet, und zwar durch Ziehen an der
Kette 8, senkt sich der Flüssigkeitsspiegel S1 ab und
gelangt auf den Stand gemäß S2. Dabei sinkt ebenfalls der in dem Pumprohr 18 befindliche Flüssigkeitsspiegel
S3. Sobald der Flüssigkeilsspiegel den Stand S2
erreicht hat, kann Luft in den Abschnitt 20 des Fumprohres 18 eintreten. Durch anschließendes Auffüllen
des Spülkastens steigt der Wasserspiegel und drückt die im Pumprohr 18 vorhandene Luft in den
Zugabe-Behälter. Die aus dem Rohrabschnitt 19 tretenden Luftbläschen durchwandern das Zugabemittel
und gelangen zum Luftvolumen Vdes Zuga'oe-Behälters 10. Dadurch entsteht dort ein gewisser Überdruck,
der dazu führt, daß das Zugabemiue! 13 nach Erreichen der entsprechenden ausreichenden Druckhöhe in
Pfeilrichtung aus dem Steigrohr-Überlauf 14 in die Flüssigkeit des Spülkastens 1 fließt. Der Pumpeffekt und
die Zugabe ist beendet, wenn der Flüssigkeitsspiegel wieder die Lage gemäß Sl eingenommen hat. Der
Pumpeffekt ist also abhängig von der Lage des höchsten Wasserspiegels Sl. Sollte dieser noch um ein Maß
ansteigen oder abfallen, so vergrößert oder verringert sich die Pumpwirkung unter Erzielung einer stets
gleichgerichteten Konzentrationsänderung der mit dem Zugabemittel versetzten Flüssigkeit.
Da der Pumpeffekt abhängig ist von dem Fallen und Steigen des Wasserspiegels, welcher innerhalb des
Pumprohres einen Kolben bildet, ist es unbedeutend, in welcher Zeitfolge die Spülvorgänge durchgeführt
werden. Dies gewährleistet, daß stets die entsprechende Menge von Zugabemittel 13 dem Spülkasten zugegeben
wird. Das Zugabemittel kann aus dem Steigrohr-Abschnitt 16 auch in einen Zwischenbehälter hinlaufen, der
z. B. über eine untere Ausflußöffnung oder ein Heber-Rohr mit dem Spülwasser verbunden ist, so daß
das in hoher Konzentration mit geringem Spülwasseranteil im Zwischenbehälter vorhandene, jedoch bereits
fest dosierte Zugabemittel erst in der Endphase der Entleerung des Spülkastens dem Spülwasser zufließt mit
dem Vorteil, daß das Zugabemittel im WC-Becken in relativ hoher Konzentration zurückbleibt. Den gleichen
Effekt könnte man auch dadurch erreichen, daß das Zugabemittel beispielsweise in eine auf Wasserspiegel
schwimmende Pfanne tropft, die bei fallendem Wasser abkippt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Vorrichtung für Spülklosetts od. dgl. für die selbsttätig dosierte Hinzufügung von flüssigen
Zugabemitteln zu in Intervallen strömenden Flüssigkeiten aus einem das Zugabemittel enthaltenden, mit
dem Spülkasten od. dgl. über Rohre verbundenen, sonst luftdicht geschlossenen Zugabe-Behälter, bei
welcher der Wasserspiegel im Spülkasten oder dergleichen zur Dosierung des Zugabemittels dient,
dadurch gekennzeichnet, daß dem oberhalb
des höchsten im Spülkasten (1) od. dgl. auftretenden Flüssigkeitsspiegels (Si) angeordneten
Ljftvolumen fVJ des mit einem Steigrohr-Überlauf
(114) versehenen Zugabe-Behälters (10) ein bis in den Spülkasten od. dgl. abwärts gerichtet erstrekkencies
Pumprohr (18) zugeordnet ist, dessen unteres Mündungsende (20') oberhalb des niedrigsten
Flüssiglceitsspiegels (S2) liegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Pumprohr (18) einen bis etwa zum Boden (10') des Zugabe-Behälters (10) reichenden
Rohrabschnitt (19) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zugabe-Behälter (10) seitlich des Spülkastens (1) angehängt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zugabe-Behälter (10) im Spülkasten angeordnet, beispielsweise dem Deckel desselben
angeformt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zugabe Behälter (10) eine deckeliieitige Nachfüllöffnung (11) besitzt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Pumprohr (18) mit seinem in die Flüssigkeit reichenden Abschnitt (20) querschnittsvergnißert
ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der in die Flüssigkeit
tauchende Abschnitt (20) des Pumprohres (18) teleskopierbar ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
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