DE212296C - - Google Patents

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DE212296C
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cable
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pulley
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    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01D—CONSTRUCTION OF BRIDGES, ELEVATED ROADWAYS OR VIADUCTS; ASSEMBLY OF BRIDGES
    • E01D19/00—Structural or constructional details of bridges
    • E01D19/14—Towers; Anchors ; Connection of cables to bridge parts; Saddle supports

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Bridges Or Land Bridges (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 19^. GRUPPE
Zusatz zum Patente 212295 vom 1. November 1906.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. März 1908 ab. Längste Dauer: 31. Oktober 1921.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Abänderung der Vorrichtung an Brücken oder anderen Tragwerken zum Entlasten der Hauptträger nach Patent 212295. Bei den Anordnungen nach Fig. 10 bis 13 des Hauptpatents sind den Flaschen- oder Rollenzügen, welche zwischen dem zu entlastenden Überbau und den Entlastungskabeln eingeschaltet sind, Rollengruppen vorgelagert, die, eine Art Differentialflaschenzug darstellen. .
Gemäß vorliegender Erfindung wird die Verbindung zwischen Überbau und Entlastungskabel nicht durch Flaschenzüge, sondern wie bei gewöhnlichen Hängebrücken durch feste Hängeeisen hergestellt; dabei wird die zur Entlastung des Überbaues erforderliche gleichbleibende Spannung des Kabels in bekannter Weise durch ein Spanngewicht gesichert, welches jedoch nicht, wie sonst häufig üblich,
ao unmittelbar oder unter Vermittelung eines Kniehebels an dem Entlastungskabel angreift, . sondern es sind ähnliche, nach Art eines Differentialflaschenzuges wirkende Rollengruppen von verschiedenen Durchmessern in der Nähe des Endes in das Entlastungskabel eingeschaltet, wie sie in der Anordnung nach Fig. 10 bis 13 des Patents 212295 zur Verbindung zwischen Spannseil und Entlastungskabel dienen. Durch diese Rollengruppen wird die Wirkung des Spanngewichts auf das Entlastungskabel im Verhältnis von Summe zu Differenz der Rollenhalbmesser erhöht.
Infolgedessen kann die Größe des Spanngewichts, das sonst unverhältnismäßig groß werden würde, in höherem Maße als bei der sonst üblichen Hebelanordnung verringert werden. .
Die neue Vorrichtung ist auf der Zeichnung in Fig. ι in der Seitenansicht und in
Fig. 2 in der Vorderansicht' dargestellt. Das beispielsweise aus zwei Strängen bestehende Entlastungskabel α läuft über ein mit einem Kippzapfen versehenes Stützpendellager b und ist durch eine Rollengruppe d, e,f, die eine Art Differentialflaschenzug bildet, mit dem Spanngewicht c verbunden. Die nebeneinanderliegenden, achsenlosen, verschieden großen Rollen sind, wie Fig. 2 veranschaulicht, so angeordnet, daß die mittlere Rolle d den größten Durchmesser aufweist und zu beiden Seiten dieser Rolle d je eine Rolle e von kleinerem Durchmesser liegt, an die sich je eine Rolle / von noch kleinerem Durchmesser anschließt. Die Stränge des Kabels a sind an den Rollen e befestigt. An der mittleren Rolle d ist die Kette g befestigt, die über eine feste Rolle h läuft und ein Spanngewicht c trägt. An den Rollen / ist endlich eine Doppelkette i angehängt, die im Mauerwerk verankert ist. Das Kabel α und die Kette g erstrecken sich von den bezüglichen Rollen an entgegengesetzten Seiten nach oben, während die Kette * von ihren Rollen an derselben Seite, an der das Kabel α sich er-
streckt, nach unten geführt ist. Die Kette i läßt eine Drehung der Rollen d, e, f zu, so daß die Rollengruppen sich auf- und abwärts bewegen können.
. Das Maß der Kabelspannung und somit auch der Entlastung des Überbaues hängt außer von der Größe des Spanngewichtes c vom Übersetzungsverhältnis der Rollen ab, wenn die Reibung unberücksichtigt gelassen
ίο wird. Unter der Wirkung der Verkehrslast biegt sich der Überbau durch und zieht das Entlastungskabel nach sich, wobei eine Verschiebung der Kabellager auf den Pylonen, eine Drehung des Stützpendels b (Fig. i) eintritt und das Kabel α sich abwickelt. Die Rollen d, e,f drehen sich nach links (vgl. Fig. 1), so daß sich die Ketten i und g aufwickeln, was wiederum das Sinken der Rollen d, e,f und das Heben des Gewichts c zur Folge hat. Durch das Abwickeln des Kabels α und das Aufwickeln der Kette i verlängert sich das Kabel α und kann daher, ohne daß seine Spannung nennenswert geändert wird, den Bewegungen des durch den Verkehr belasteten Überbaues folgen.
In den meisten Fällen wird nur an dem einen Ende der Brücke eine derartige, eine gleichbleibende Spannung gewährleistende Verankerung des Rückhältkabels notwendig sein, während am anderen Ende eine gewöhnliche, feste Verankerung genügt. Das Spanngewicht c wird zweckmäßig in einem postamentartigen Aufbau der Verankerung untergebracht.
Zur Vermeidung von Stoßwirkungen kann zwischen dem Gewicht c und der Kette g eine Feder eingeschaltet werden. Die neue Anordnung kann besonders auch zur Entlastung von Drehbrücken und zum Abheben ihrer Enden gemäß Fig. 9 des Patents 212295 verwendet werden.

Claims (2)

Pate nt-An Sprüche:
1. Vorrichtung an Brücken oder anderen Tragwerken zum Entlasten der Hauptträger nach Patent 212295, dadurch gekennzeichnet, daß in : die Entlastungskabel in der Nähe des Endes aneinander befestigte, drehbar gelagerte Rollengruppen mit verschiedenen Durchmessern eingeschaltet sind, die ihrerseits im Mauerwerk verankert sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die kleinste Rolle (J) der Rollengruppe durch eine Kette (i) im Mauerwerk verankert ist, während an der zweiten Rolle (e) der Rollengruppe, an derselben Seite und in derselben Neigung, aber im entgegengesetzten Sinne das Entlastungskabel (a) angeschlossen ist, und von der dritten Rolle (d) der Rollengruppe an der entgegengesetzten Seite und in gleicher Neigung wie die Kette (i) und das Kabel (a) eine Kette (g) über eine feste Rolle (h) geführt und mit dem Spanngewicht (c) verbunden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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